Die Welt des Reisens

Donnerstag, 16. Mai 2013

Ist das Gröbste überstanden für EUR/USD?

Schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA haben dem EUR/USD eine Verschnaufpause eingebracht. Nicht nur die Arbeitsmarktdaten und Verbraucherpreise enttäuschten, auch der immer stark beachtete Philly Fed Herstellungsindex erschreckte die Märkte. Für die Gemeinschaftswährung war es das perfekte Signal, den überverkauften Modus abzubauen und zu einer sachten Erholung anzusetzen.

Aktuell scheint EUR/USD aus dem steilen Abwärtstrend ausbrechen zu können. Denkbar wäre eine Erholung in den Bereich 1,2940 / 1,3025. Damit wäre für den Euro zunächst einmal das gröbste überstanden. Eine Trendumkehr kann, aber muss das nicht bedeuten. Ob die US-Wirtschaft wirklich so schwach ist, wie sie sich in den letzten Tagen präsentierte, muss sich erst noch herausstellen. Zuletzt entwickelte sich gerade der US-Arbeitsmarkt, wenn auch nur sehr vorsichtig, positiv. Die Frage ist nun, war es alles nur ein Strohfeuer oder waren die Daten vom Donnerstag ein Ausrutscher? Dies wir man in den kommenden Tagen beobachten müssen. Nicht unterschätzen sollte man auch, dass die Daten aus der Eurozone ebenfalls nicht überzeugen konnten. Eine Rallye des Euro ist als keine ausgemachte Sache. Eine Seitwärtsbewegung ein mögliches Szenario. Auf der Unterseite dürften die 1,29 und 1,2843 weiterhin Unterstützung geben.


Es gibt also zwei Szenarien. Eine Seitwärtsbewegung oder ein erneutes Abkippen unter die 1,29. Impulse gibt es an Buddhas Geburtstag (Feiertag in Hongkong und Korea) kaum. 15.55 Uhr meldet die Uni Michigan ihre Konjunkturerwartungen. Dann geht der Markt ins Wochenende und darf diesmal ein wenig bangen, denn am Samstag spricht Ben Bernanke am Bard College. Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass der Fed-Chairman ausgerechnet an einem College die Reform der Fed-Geldpolitik verkündet, aber man weiß ja nie. Manchmal sind es ja kleine Gesten oder Worte, die die Märkte in Hektik versetzen. Wer seinen Trade also nach dem Wochenende wiedersehen möchte, sollte ein wenig vorsorgen.

In der Nacht gibt es den Erzeugerpreisindex aus Neuseeland (0,45 Uhr). Der Kiwi hat ja in der letzten Zeit ein schweres Leben gehabt. Die Neuseeländische Reservebank hat ganze Arbeit geleistet. Auch die Erholung vom Donnerstag dürfte NZD/USD eher nicht viel helfen. Der Abwärtstrend kam nicht in Gefahr. NZD/USD müsste sich wohl bis 0,8315 erholen, ehe sich das eingetrübte Bild wenigstens ein wenig aufhellen würde. Aktuell scheint dies eher unwahrscheinlich zu sein. Der erste Widerstand ist bei 0,8230 zu überwinden und aktuell sieht es so aus, als ob auch dies eine (zu) schwere Herausforderung für den Kiwi ist. Auf der Unterseite warte zunächst mal das neu gebildete Jahrestief bei 0,8139, bevor die runde 0,81 in den Fokus rückt. Ziel könnte dann die 0,8052 sein.


Ansonsten steht der Tag ganz im Zeichen Kanadas. Die Verbraucherpreise und die Großhandelsumsätze haben 14.30 Uhr ein Solo, denn es "stören" ausnahmsweise mal keine US-Daten. Die kanadische Inflation ist sowieso schon auf dem niedrigen Niveau von nur 1 %. Ein weiteres absinken dürfte eher oder später die Bank of Canada auf den Plan rufen. Ein weiteres Absinken der Inflation könnte also USD/CAD beflügeln. In der letzten Woche ist das Paar ja mal kurz bis fast an die Parität gelaufen, bevor der US-Dollar dank guter Daten aus den USA die Oberhand zurück gewann. Diese Erholung könnte nach den schwachen US-Daten am Donnerstag beendet worden sein. Nicht zuletzt spricht auch das gestern schon angesprochene Doppeltopp für ein solches Szenario. Dies begünstigt also wieder Abverkäufe. Unter 1,0150 unterstützen 1,0125/20 und 1,0090/80.


Schauen wir zum Schluss auch mal auf den EUR/CAD. Das Paar kann sich gerade nicht entscheiden, ob es den Abwärtstrend brechen möchte oder nicht. Um wieder Licht am Horizont zu sehen, sollte das Paar aber erst einmal die 1,3190 überwinden. Unterstützen tut die 1,3070. In welche Richtung das Paar ausbricht, muss sich noch zeigen.


Und noch schnell der Hinweis an die Ölhändler: Am Freitag läuft der Öl-Kontrakt aus und die offenen Positionen werden geschlossen. Ob es da clever ist, noch einen Ölhandel zu öffnen? Eher nicht.

Ich bin aktuell im EUR/USD und USD/JPY investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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Mittwoch, 15. Mai 2013

Deutsches BIP enttäuscht - Euro unter Druck


Die Hoffnungen der Euro-Bullen auf gute Daten aus Deutschland haben sich auch am zweiten Tag in Folge nicht erfüllt. Nach dem enttäuschenden ZEW vom Dienstag gab es am Mittwoch die nächste Hiobsbotschaft: Die Lokomotive Deutschland ist nicht mal mehr im Kriechgang, Sie hat den Rückwärtsgang eingelegt. Gleich um 1,4 % schrumpfte das BIP im Vergleich zum Vorjahr, wobei ein paar findige Analysten auch gleich die Begründung parat hatten: In diesem Jahr war Ostern einfach verdammt zeitig und fiel ins erste Quartal. Außerdem war 2012 ein Schaltjahr. Um diese Tage bereinigt ging das BIP aber trotzdem um 0,2 % zurück. Im Vergleich zum 4. Quartal 2012 konnte das BIP zwar immerhin um magere 0,1 % zulegen, erwartet wurden aber 0,3 %.

Dass EUR/USD sich trotzdem einigermaßen hielt und der totale Abverkauf ausblieb, lag wohl weniger an der Gemeinschaftwährung als vielmehr an ebenfalls sehr schwachen Daten aus den USA. Am Donnerstag steht der nächste wichtige Termin aus den USA an. Eine Prognose ist enorm schwer. Zuletzt nahmen die Anträge auf Arbeitslosenhilfe kontinuierlich ab. In dieser Woche wird mit einer leichten Zunahme gerechnet. So war es in den vergangenen Wochen auch. Die schwachen Daten aus den USA am Mittwoch lassen nun die Frage aufkommen, ob der Konjunkturmotor in den USA viel mehr stottert als bisher vermutet. Sollte es also zu schwachen Daten aus den USA kommen, könnte dies den Euro vor dem freien Fall bewahren. Gute Daten aus der größten Wirtschaftsmacht der Welt dürften aber auch den Druck auf den Euro deutlich erhöhen.

Die Termine im Überblick: 8.45 Uhr fangen wir mit den Nich-Agrar-gehaltsabrechnungen aus Frankreich an, 11 Uhr folgen die Verbraucherpreise aus der Eurozone, bevor 13.30 Uhr FOMC-Mitgleid Eric Rosengren von der Fed Boston spricht. Dies alles wird 14.30 Uhr von den US-Anrägen auf Arbeitsosenhilfe, den US-Verbraucherpreisen, den US-Baugenehmigungen und den Wohnungsbaubeginnen in den Schatten gestellt. 15 Uhr spricht FOMC-Mitglied Richard Fischer von der Reservebank in Dallas. 16 Uhr gibt es den Philly Fed Herstellungsindex, bevor 18.30 FOMC-Mitglied Sarah Bloom Raskin die Öffentlichkeit sucht.

EUR/USD sind weiter auf dem Weg zur 1,2745, dem bisherigen Jahrestief. Auf dem Weg dorthin gibt es einige beachtenswerte Marken, die aber nicht in jedem Fall wirklich eine Unterstützung bieten müssen. Sollten die Zahlen aus Europa schlecht und vor allem die Arbeitsmarktdaten aus den USA gut sein. könnten die 1,2745 schnell erreicht werden. Ein weiteres Ziel könnte dann die 1,2660 sein. Auf der Oberseite sollte EUR/USD über 1,2940 einen neutralen Modus wechseln. Die Bullen dürften frühestens ab 1,3030 Hoffnung schöpfen.


1.50 Uhr können wir dann wieder betrachten, wie denn die Geldschwämme der Bank of Japan auf die Japanische Wirtschaft wirkt. Das japanische BIP wird veröffentlicht und selbst, wenn das BIP, das im Vergleich zum 4. Quarta 2012 um 0,7 % zulegen soll, die Erwartungen übertreffen sollte, dürfte eine Erholung von USD/JPY nur vorübergehend sein. Die Bank of Japan kämpft inzwischen neben der Deflation noch mit einem zweiten Problem, hohen Renditen für japanische Staatsanleihen. Diese will die Notenbank in den Griff bekommen, indem Sie am Freitag das dreifache des ohnehin schon großen Budgets für Anleihekäufe aufbringt. Voraussichtlich wird dies den Yen nicht stärken. 6.30 Uhr veröffentlicht Japan die Zahlen zur Industrieproduktion.

USD/JPY hat am Mittwoch ein wenig konsolidiert und durchbrach die kurzfristige Aufwärtstrendlinie. Wie unser Chart zeigt wäre aber selbst ein Ausflug an die 100er Marke weiter bullish. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist aktuell nicht in Gefahr. Da die BoJ auch keine Anstalten macht, ihre Geldpolitik zu überdenken und Gerüchte über "Gegenmaßnahmen" der anderen Notenbanken den Yen wohl nur kurzzeitig aufwerten dürften, bleibt das Ziel vorgegeben. Über 110 sollte es schon noch gehen. Mehr zu dieser These gab es in meinem Post gestern. Wichtige Unterstützungslinien dürften bei 101,35, 100,70 und 100 zu finden sein.


Interessant ist auch mal ein Blick auf EUR/JPY, der sich in den letzten Tagen vor allem seitwärts bewegt hat. Hier ist der Aufwärtstrend zwar intakt, aber am Mittwoch wurde die Aufwärtstrendlinie immerhin getestet. Das zeigt die Schwäche im Euro. Natürich gilt am Ende auch hier, dass die Politik der Bank of Japan den Yen eher weiter schwächen wird, aber eventuell ist das Korrekturpotential von EUR/JPY weniger kalkulierbar als das von USD/JPY. Erste Unterstützung dürfte das Tief vom Mittwoch bei 131,18 sein. Darunter sollten 129,45 und 128,70 stützen.


Auf der Oberseite sollten 134,60 und 138,50 beachtet werden.


Und weil ich weiß, dass unter meinen treuen Lesern auch CAD/JPY gehandelt wird ein kurzer Blick auf dieses exotische Paar. Im Weekly sieht man, dass der Aufwärtstrend weiter kaum Gefahr läuft, gebrochen zu werden. Die 100 und 98,15 dürften als Unterstützung dienen. Auf der Oberseite gibt es einige Widerstände. Nächstes Tradingziel könnte die 107,25 sein.


Zusammenfassend sei nochmal erwähnt, dass die Notenbanken in das Spiel der Bank of Japan eingreifen und den Yen kurzfristig stärken. Dies sollte aber nach meiner Überzeugung keine grundlegende Trendwende bringen. Zu beachten ist aber, dass dies auf meinem Wissenstand basiert und ich nicht weiß, was im Hintergrund der Notenbanken tatsächlich gespielt wird. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt also wie immer.

Aus Kanada werden am Donnerstag, 14.30 Uhr, noch die Erwerbe ausländischer Wertpapiere gemeldet. USD/CAD Scheiterte ja knapp beim Versuch die Parität zu erreichen. Seitdem ist auch in diesem Paar die extreme Stärke des USD zu bestaunen. Im Bereich 1,0220 hat sich allerdings ein Doppeltopp gebildet. Ob diese Formation ausreicht, den Aufwärtstrend zu wieder zu beenden und einen weiteren Versuch Richtung Parität zu unternehmen muss man abwarten. Die passenden Impulse könnten von der Datenflut aus den USA kommen. Sollte die 1,0165 nicht halten, könnten wir relativ zügig die 1,0125 oder gar die 1,01 wiedersehen und die Parität käme wieder in Reichweite.


Zum Schluss noch schnell ein wenig Denglish: What´s about Dollarstärke?. Dazu schauen wir auf den Dollar-Index. Der Dollar war inzwischen doch staör überkauft und konnte die Konsolidierung am Donnerstagnachmittag gut gebrauchen. Theoretisch ist eine Rückführung bis 83,60 möglich, ohne dass der aktuelle Aufwärtstrend gefährdet ist.


Das Hoch vom Mittwoch (2013er Jahreshoch) von 84,09 lag genau ein Pip unter dem Jahreshoch von 2012. Auch damit ist der Rücksetzer zu erklären. Der Widerstand ist nicht zu übersehen. Ein Überwinden sollte dennoch möglich sein, denn der US-Dollar hat schon erfolgreichere Zeiten erlebt. Ein interessantes Ziel könnte die 83,60/80 sein. dann gibt es 85,30 und die Spitze aus dem Mai 2011: 88,71.


Ich bin aktuell im EUR/USD und USD/JPY investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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Dienstag, 14. Mai 2013

Deutsches BIP: Wie stark ist unsere Euro-Lokomotive?

Die Konjunkturerwartungen des ZEW für Deutschland fielen mit Blick auf den Dax recht bescheiden aus. Noch überraschender wurde die zurückhaltende Einschätzung der deutschen Konjunktur durch die Anleger, wenn man die Konsequenz aus den zahlen zur Kenntnis mimmt: Die Anleger kauften deutsche Aktien!

Da reagierte EUR/USD schon etwas nachvollziehbarer. Zwar konnte der Euro seinen Abverkauf drosseln, aber eine Erholung blieb aus. Der Dienstag gestaltete sich zum Kampf um die 1,2950. Bis zum Dienstagabend hat sich die Gemeinschaftswährung behauptet. Auf der Oberseite wurde kurzzeitig die 1,3025 attackiert - das war es dann aber auch schon. Kaum Bewegung, denn die USA-Wirtschaft gab am Nachmittag keine brauchbaren Impulse.

So droht weiter der Sturz unter die 1,2950, wobei bei 1,29 noch einmal eine ganz brauchbare Unterstützung liegen könnte. Unter dieser Marke ist ein Sturz bis zum Jahrestief 1,2745 zu befürchten. Die Oberseite ist durch Widerstände bei 1,3030/50/70 ziemlich versperrt. Es bedarf schon eines starken Impulses, um eine nachhaltige Erholung von EUR/USD in Erwägung zu ziehen.


Am Mittwoch gibt es einen Termin, der auf jeden Fall eine klare Richtung vorgeben könnte: bereits 8 Uhr wird das deutsche BIP (Quartal/Jahr) gemeldet. Ein enttäuschende Ergebnis dürfte der Euro nicht überstehen und sich die Marke 1,2950 auf jeden Fall von unten ansehen. Schon eine halbe Stunde eher meldet Frankreich sein BIP (Quartal). 8 Uhr werden dann die französischen Verbraucherpreise veröffentlicht. Wer also nichts verpassen möchte, muss zeitig aufstehen. Am Nachmittag können wir dann besichtigen, wie es um die Konjunktur der USA bestellt ist. 14.30 Uhr gilt es, Erzeugerpreise und die NY Empire State Herstellungsaktivität entgegenzunehmen. 15 Uhr erscheinen die Daten zu den Langzeitinvestitionen, bevor der Tag 15.15 Uhr von der US-Industrieproduktion abgeschlossen wird.

In der Nacht werden uns Japan und Australien mit Daten versorgen. 1.50 Uhr erscheint der japanische Tertiär Index. Damit werden die Ausgaben für den Dienstleistungsektor gemessen. Die Prognose ist mit - 0,6 % sehr pessimistisch. USD/JPY könnte bei einem besseren Ergebnis unter Druck geraten. Begünstigt wird dies durch einen leicht überverkauften Status. Unterstützungen findet das Paar bei 101,25 / 100,70 und natürlich bei 100.


Auf der Oberseite muss man ein gröberes Zeitraster nehmen, um die zukünftigen Ziele zu erkennen. Dass die japanische Notenbank schon bald mit den immensen Anleihenaufkäufen aufhört, ist eher unwahrscheinlich. Ein Blick auf den Monatschart zeigt, wie schwach der USD im Vergleich zum Yen immer noch ist. Kursziele um 111,50 sind durchaus realistisch. USD/JPY sind auf jeden Fall sehr bullish und es gibt aktuell wohl kaum etwas, dass diese Entwicklung aufhalten könnte. Korrekturen sollten den Trend nicht beeinflussen.


Der Australische Dollar hat seit der Zinssenkung der Notenbank mächtig Prügel bekommen und eine beispiellose Talfahrt hingelegt. Innerhalb von 6 Wochen hat AUD/USD fast sieben Cent verloren. Aktuell ist das Paar überverkauft was für eine Korrekt sprechen könnte. Widerstände findet der Aussie bei 0,9950 / 1,0000/30.


Auf der Unterseite dürften die nächsten Ziele bei 0,9815 und 0,97 zu finden sein.


Einen Impuls für oder gegen den Aussie könnte der Verkauf von Neufahrzeugen (3.30 Uhr) liefern.

Die Schweiz meldet 9.15 den Erzeugerpreisindex. EUR/CHF hat in den vergangenen Tagen deutlich Strecke gemacht und könnte schon bald Kurs auf das Jahreshoch nehmen. Vor der 1,2570 dürfte aber noch bei 1,2515 Widerstand zu erwarten sein. Auf der Unterseite unterstützt 1,2450.


Zum Schluss kommen wir noch zum Vereinigten Königreich. 10.30 Uhr geht es um den britischen Arbeitsmarkt, bevor 11.30 Uhr der Inflationsbericht der Bank of England erscheint und Noch-Gouverneur Mervyn King vielleicht erkärt, warum die BoE ihre Geldpolitik nicht weiter lockert. Auf jeden Fall viele Möglichkeiten um den Sterling in die eine der andere Richtung zu schubsen. GBP/USD handelt in einem ziemlich steilen Abwärtstrend und sieht sich der Supportzone 1,5220/00 gegenüber. Ein Unterschreiten dieser Zone würde das Paar auf 1,5150 und 1,5075 führen. Positive Daten könnten allerdings der Impuls sein, um den überverkauften Status abzubauen. Eine Erholung bis 1,5275 wäre nicht einmal für den Abwärtstrend schädlich. Aufhellen könnte sich das Bild über 1,5325.


Übrigens, wer sich wünscht, dass das eine oder andere Instrument mal besprochen wird, kann mir jederzeit auf meiner OpenBook-Wall Bescheid geben.

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Montag, 13. Mai 2013

ZEW-Konjunkturerwartungen sollten Euro stützen

Endlich mal eine Prognose die leicht fällt, nicht etwa, weil die Auftragsbücher voll sind und deshalb die Unternehmen übermäßig optimistisch in die Zukunft schauen können. Nein, das ist wirklich nicht der Grund, denn es ist eher zu erwarten, dass wir noch eine Weile benötigen, bis die Realwirtschaft aus dem Konjunkturtal emporsteigt. Jedenfalls hat die EZB gerade nicht deshalb den Leitzins gesenkt, weil sie mit der konjunkturellen Entwicklung in der Eurozone so zufrieden ist. Aber um Realwirtschaft geht es am Dienstag auch nicht, wenn das ZEW die Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone verkündet.

Die am Dienstag, 11 Uhr, präsentierten Konjunkturerwartungs-Indizes werden durch Befragung von 350 institutionellen Anlegern aus Deutschland ermittelt. Ja auch für den Eurozonenindex macht man sich nicht mal die Mühe die Daten in ganz Europa zu erheben. Das, was die Analysten an der Börse sehen, dass wird in Konjunkturerwartung umgerechnet. Und wenn man auf die Indizes schaut, darf man glauben, dass es der Wirtschaft gerade mordsmäßig gut geht. Das Wellness-Programm der Fed und der EZB ist voll in der Wirtschaftswelt der Aktienhändler angekommen. Nun, die meisten Beschäftigten arbeiten in Klein- und Mittelstandsbetrieben, Welche wohl vergeblich auf dem Markt suchen werden, wo die vielen Milliarden der EZB zu haben sind. Diese Betriebe produzieren übrigens auch die meisten Wert in Deutschland und der Eurozone und zahlen die meisten Steuern. Sei´s drum. Der Dax sagt, dass die Konjunktur brummt und alles andere als entsprechender Optimismus beim ZEW wäre eine Überraschung. Ein Teil dieses Optimismus ist schon eingepreist, wie die Prognose zeigt. Bleibt also die Frage, ob die Werte über oder unter diesen Werten liegen. Dies dürfte dann entscheiden, welche Richtung EUR/USD einschlagen werden.

Das Paar konnte nach leicht über den Erwartungen liegenden Einzelhandelsumsätzen in den USA am Montag die Unterstützung 1,2950 verteidigen. Das Tagestief lag mit 1,2941 über dem Tief vom Freitag (1,2935). Das sollte man noch nicht als Umkehr werten, aber man darf von einer Stabilisierung sprechen. Wie viel diese wert ist, wird sich am Dienstag nach der Veröffentlichung des ZEW zeigen. Ein guter Wert sollte EUR/USD wieder über die 1,30 heben. Widerstände auf dem Weg zurück zur 1,31 haben sich inzwischen eine ganze Menge gebildet. Ein ziemlich wichtiger dürfte die 1,3050 sein. Auf der Unterseite dürften 1,29 und 1,2850 interessante Marken sein.


Es gibt noch weitere interessante Daten aus der Eurozone. Schon 8 Uhr werden die deutschen Verbraucherpreise veröffentlicht. Wie im Vormonat wird damit gerechnet, dass die Preise auf Monatsbasis um 0,5 % zurückgehen. Im Jahr soll es bei einer Teuerung von 1,2 % bleiben. Inflation ist also zunächst mal nicht in Sicht. 11 Uhr wird die europäische Industrieproduktion veröffentlicht. Auch hier könnte es dank Deutschland eine positive Überraschung geben. Am Nachmittag könnte dann noch ein semiwichtiges Datum aus den USA den Kurs ein wenig beeinflussen: 14.30 Uhr wird der Importpreisindex veröffentlicht. Der Rest des Nachmittag ist zum Gähnen. Beste Gelegenheit, den Frühling zu besuchen.

In der Nacht gibt es Daten aus Neuseeland. 0.45 Uhr werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. So weit so gut. Aber wie prognostiziert man eine Währung, die gerade von der Reserve Bank of New Zealand manipuliert wird. Am Montag kam die Nachricht aus dem neuseeländischen Finanzministerium, dass die Notenbank etwas gegen die Stärke des Kiwi unternehmen darf und es auch schon getan hat.

NZD/USD wurde in drei Wellen abverkauft, inwieweit die RBNZ involviert war und wann, ist unbekannt. Auch das Kurzziel, bei dem die Notenbank intervenieren wird ist nicht bekannt. Deshalb ist es meiner Meinung nach aktuell nicht besonders clever, NZD/USD zu handeln. Zumindest auf der Longseite. Aktuell scheint der Markt aber die Nachricht zu verarbeiten und aus dem Kiwi heraus zu gehen. Das Paar, welches vor einem Monat noch ein Jahreshoch bei 0,8676 markierte hat inzwischen fast 450 Pips verloren, ohne dass sich die Wirtschaft in Neuseeland wesentlich eingetrübt hätte. Auch der Leitzins liegt unverändert bei 2,5 %. Ein Teil ist sicher mit der neuen Stärke des US-Dollar zu erklären, aber ob das alles ist? Bei 0,8190 und 0,8160 finden wir Unterstützung. Darunter sind die Bullen endgültig geschlagen und wir müssen mal in einen anderen Zeitrahmen springen, um noch ein paar Ziele auf der Unterseite zu finden. Im Daily habe ich noch 0,8135 gefunden. Das Jahrestief aus 2012 lag bei 0,7454. Es ist also nicht von der hand zuweisen, dass der Kiwi zuletzt deutlich aufgewertet hat. Auf der Oberseite gibt es bei 0,8305 Widerstand.

 

Die Briten beginnen den Tag 0.01 ihrer Zeit (also bei uns 1,01 Uhr) mit den RICS Hauspreisbilanzen. Dann haben sie den Tag aber auch schon hinter sich. Anders als EUR/USD konnte sich GBP/USD am Montag nicht behaupten und ist inzwischen auf dem Weg zur 1,5220. Abgefedert werden könnte der Fall von der Tatsache, dass das Paar überverkauft ist. Generell bleibt das Paar unter 1,5380 angeschlagen. der Modus ist inzwischen deutlich bearish. 


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Sonntag, 12. Mai 2013

US-Einzelhandel im Fokus

Und hier noch ein schneller Tagesausblick. Highlight des Montag wird der US-Einzelhandel sein, 14.30 Uhr werden die Daten veröffentlicht, von denen erwartet wird, dass die Umsätze nicht mehr ganz so stark zurückgehen, wie zuletzt. Besonders bei den Kern-Einzelhandelsumsätzen, also jenen ohne Autos, wird für den vergangenen Monat nur noch ein Umsatzrückgang von 0,1 % erwartet. Vorher gibt es 11.10 Uhr eine Auktion 3-jähriger italienischer Anleihen. Zuletzt waren ja die Auktionen italienischer Anleihen meist ein erfreuliches Ereignis. 2,29 % gilt es diesmal zu unterbieten.

EUR/USD hat nach dem Abverkauf am Donnerstag und Freitag kurz vor dem Wochenende noch einmal geradeso die Kurve bekommen und hat die Woche charttechnisch nicht einmal so schlecht beendet. Das Paar bildete noch schnell kurz vor Toresschluss einen Umkehrstab gebildet und könnte nun eine Erholung starten. Als Widerstände dürften die 1,3025 und 1,31 fungieren. Letztere dürfte derzeit schwer zu überwinden sein. Auf der Unterseite unterstützt nun eher die 1,2950. Darunter bleibt die 1,29 ein wichtiger Support.

Eine Frage sein kurz beantwortet: Warum sind die Widerstände und Unterstützungen im Tageschart andere als im 4H-Chart? Nun, der 4H-Chart ist einfach genauer. Für Prognosen, die einen größeren Zeitraum abdecken wollen, ist der Tageschart aberdurchaus interessant. Hier also der 4H-Chart, wir wollen ja nur auf den Montag schauen.


In der Nacht erscheinen Daten aus Australien. Jeweils 3.30 Uhr können Nachtschwärmer das australische Geschäftsvertrauen und die Wohnungsbaukredite entgegennehmen. AUD/USD hat am Freitag jurzzeitig die Parität durchbrochen. Der Aussie kam aber zurück und schloss knapp über 1. In der neuen Woche könnte er bei guten US-Daten weiter unter Druck kommen. Dann wären 0,9925 und 0,9850 möglich. Auf der Oberseite wartet bei etwa 1,01 ein Widerstand.


Ebenfalls Einzelhandelsumsätze werden 9.15 Uhr aus der Schweiz gemeldet. Wenn man den Prognosen folgt, dürfte das Umsatzwachstum deutlich zurückgehen. EUR/CHF bewegt sich in einem Aufwärtstrend, ist allerdings ziemlich überkauft. Eine Korrektur bis 1,2350 würde den Trend nicht brechen. Auf der Oberseite könnten 1,2480 und 1,2540 als Widerstand fungieren.


Außerdem gibt es in der Nacht noch einige Daten aus China, die eventuell auch auf Währungspaare wie EUR/USD Einflussnehmen. 7.30 Uhr erscheinen Bauausgaben, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze.

Ich bin aktuell im EUR/USD und EUR/GBP investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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Volle Fahrt für die Eurozonen-Lokomotive Deutschland?

Schaut man auf den Dax, ist dieses Frage ganz leicht beantwortet. Der deutsche Leitindex hat am Freitag ein neues All-Time-High bei 8358,23 Punkten markiert und suggeriert somit, dass die deutsche Wirtschaft so brummt, wie noch nicht. Nun gut, so überschwänglich dürften viele Manager ihre Betriebsergebnisse dann wahrscheinlich doch nicht feiern, denn ein großer Batzen der Investitionen in die Aktienmärkte dürfte dem billigen Notenbankgeld und der Hoffnung auf ein größeres Wachstum sein. Sei´s drum. Der überkaufte Status wurde noch am Freitag ein wenig abgebaut, so dass man generell auch in der kommenden Woche mit Gewinnen rechnen kann. Allerdings könnte die Korrektur auch fortgesetzt werden, wenn sich die Anzeichen vermehren, dass der Umfang der Anleihekäufe der Fed reduziert werden könnte.


Dass ich den Dax kurz bespreche hat einen wichtigen Grund. Für den Euro werden in der neuen Woche deutsche Daten eminent wichtig. Am Dienstag veröffentlicht das ZEW die deutschen und die Eurozonen-Konjunkturerwartugen. Diese werden auf der Grundlage einer Befragung bei institutionellen Anlegern ermittelt. Also, ist der Aktienindex gut, freut sich der ZEW. So ist dann die optimistische Prognose von 38,3 (nach 36,3) beim deutschen ZEW kein Wunder. Am Mittwoch gibt es dann die Vorabveröffentlichung des deutschen BIP und auch hier gibt es bei den Anlegern durchaus Optimismus. Für das letzte Quartal wird ein Wachstum von 0,3 % erwartet (nach einem Rückgang von 0,6 % im vorherigen Quartal).

Außerdem dürfte EUR/USD vor allem von US-Amerikanischen Daten bewegt werden. Schon am Montag gibt es die Einzelhandelsumsätze, am Donnerstag gibt es wie immer die Arbeitsmarktdaten und dazu die Verbraucherpreise.

EUR/USD verlor in der vergangenen Woche vorübergehend die wichtige Marke bei 1,2975, konnte sie am Freitagabend aber zurück erkämpfen. So bleibt die spannende Frage, ob das Paar in der neuen Wiche diese Marke verteidigen kann, oder ob der Euro sich doch in den Niederungen wiederfindet. Ein nachhaltiger Bruch der 1,2975 könnte EUR/USD bis 1,2750 führen. Muss aber nicht, denn vieles wird sich an der Datenlage orientieren. Es kann durchaus ein gewissen auf und ab geben. Gute US-Daten könnten den Den Euro unter Druck bringen, gute Daten aus Deutschland könnten ihn wieder stabilisieren. Nimmt man den Fibonacci, sieht man die Widerstände bei 1,3118 und 1,3231, wobei davor wohl weiter die 1,32 bremsen dürfte.


Schon jetzt möchte ich aber auf einen weiteren Termin hinweisen, der die Kurse am kommenden Wochenende ins Rutschen bringen könnte. Ben Bernanke wird am Samstag auftreten und die spannende Frage dürfte sein, wie sich der Fed-Chairman zu QE3 äußert. Zuletzt wich er Fragen zur lockeren Geldpolitik aus, was eventuell ein Zeichen zumindest einer Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed sein könnte. Dies wäre für den Dollar bulish und dürfte EUR/USD massiv unter Druck setzen. Ob Bernanke allerdings ausgerechnet am Bard Collage eine Änderung der Geldpolitik der Fed bekannt gibt? Aber nichts sagen hat die Märkte auch schon bewegt. Vorsicht sollte also geboten sein.

Am Mittwoch wird uns das Vereinigte Königreich mit Daten versorgen. Der Arbeitsmarkt, der Inflationsbericht der Bank of England und das dazugehörige Statement ihres Noch-Chefs, Mervyn King, stehen auf dem Programm. Auch GBP/USD geriet Ende vergangener Woche unter Druck. Das Paar fiel unter 1,5415 und könnte nun bis 1,52 abverkauft werden. Auf der Oberseite sehen wir ein Top bei 1,56. Das kann aber erst anvisiert werden, wenn die 1,5415 überwunden werden sollte. Dieser Marke könnte in der neuen Woche eine entscheidende Rolle zukommen. Auch hier wird viel von den beschriebenen Daten aus UK, den USA, aber wohl auch aus Deutschland abhängen.


Am Donnerstag meldet Japan das BIP. Für das letzte Quartal wird ein Wachstum von 0,7 % prognostiziert. Die Maßnahmen der Notenbank Nippons scheinen also zu greifen. So prognostiziert es zumindest der Markt. Die zuletzt veröffentlichten Daten aus dem fernen Osten stützen diese Annahme. USD/JPY hat in der vergangenen Woche die Hürde bei 100 genommen und dürfte mittelfristig weitere Gewinne einfahren. Allerdings ist das Paar heillos überkauft und benötigt dringend eine Korrektur. Diese könnte das Paar noch einmal bis 100 zurückführen. Ideal würde ein solcher Rücksetzer wegen einem guten japanischen BIP. US-Arbeitsmarkt und Ben Bernanke könnten dann die Rallye wiederbeleben. Über 101,50 warten 102,40 und 103.


Zum Abschluss der Woche greift dann noch Kanada ins Geschehen ein. Die Verbraucherpreise werden am Freitag veröffentlicht. Der steile Abverkauf von USD/CAD wurde durch die neue Stärke des US-Dollars am Donnerstag und Freitag beendet. Bei 1,0013 war das Ende erreicht, die Parität somit knapp verpasst. Inzwischen fungiert die 1,0050 wieder als Unterstützung, Die 1,0120 als erster Widerstand. Vor dem weiteren Weg bis 1,0180 steht die Ichimoku-Wolke.


Ich bin aktuell im EUR/USD und EUR/GBP investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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Donnerstag, 9. Mai 2013

Geldsegen im US-Finanzministerium lässt den US-Dollar durchstarten

Noch mal von vorne. Da war ich schon fast fertig mit meinem Tagesausblick, als die Post abging und der US-Dollar die anderen Pärchen im Keller einsargte. Lange war nicht wirklich klar, was die Märkte veranlasste, den US-Dollar dermaßen aufzuwerten, dann wurde es klar. Die USA haben haben einen armen Geldregen über sich "ergehen lassen" dürfen. 59,4 Mrd Euro Dividente für die letzten drei Mnate überwies der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae an das Finanzministerium. Fannie Mae wurde in der Finanzkrise vom Steuerzahler gerettet und gehört nun zu einem beträchtlichen Teil dem Finanzministerium. Bis Ende Juni werden weitere 35 Mrd Euro folgen.

Das war am Donnerstag nicht die einzige gute Nachricht aus den USA, auch der Arbeitsmarkt sendete positive Anzeichen. So fiel EUR/USD schon am Nachmittag bis zur wichtigen Unterstützung bei 1,31 und eigentlich wollte ich schreiben, dass nun Fantasien jenseits der 1,32 erst einmal ad acta gelegt sind. Nach dem Abverkauf am Abend dürften die 1,31 als Widerstand fungieren, der wohl nur schwer zu überwinden sein dürften. Die Ziele werden wohl auf der Unterseite zu suchen sein. Aktuell, hält die Unterstützung bei 1,3030 einigermaßen, auch wenn EUR/USD schon unter dieser Marke bei 1,3010 handelte. Sollte die 1,2975 brechen, dürfte es ganz düster werden. Nächste Unterstützung gäbe es bei 1,29. Weitere Abveräufe bis 1,2750 können dann zumindest nicht mehr ausgeschlossen werden.
Auf der Oberseite dürfte bei 1,3070 und 1,31 Widerstand zu erwarten sein. Die 1,31 hat zuletzt immer wieder zu starken Impulsen (Pfeile) geführt, was ihr eine ziemlich wichtige Rollen zukommen lassen sollte. Ein Wenig hat das etwas von Wetterscheide. Während also für den USD gerade die Sonne lacht, ist das Wetter im Euroland trüb.


Wie wir übrigens am RSI sehen (35), geht auf der Unterseite noch einiges. An Daten "stört" am Freitag kaum etwas. Ben Bernanke spricht 15.30 Uhr. Das er nun im Freudentaumel des Finanzministerium das Ende von QE3 ankündigt dürfte eher unwahrscheinlich sein, denn die letzten Non Farm Payrolls waren zu schlecht, als dass man am Arbeitsmarkt Entwarnung geben könnte. Die Arbeitslosenquote von 6,5 % dürfte weit entfernt sein. Und ansonsten? Wer sich mal anschauen möchte, wie die von Politikern immer zitierten Fortschritte der Euro-Peripherie-Länder aussehen, hat am Freitag eine perfekte Möglichkeit. Italienische Industrieproduktion (10 Uhr), griechische Industrieproduktion, griechische Verbraucherpreise (jeweils 11 Uhr) und portugiesische Handelsbilanz (12 Uhr) werden den Markt zwar kaum bewegen, aber sie geben uns einen kleinen Überblick wie weit die Reden der Politik mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Mal von der italienischen Industrieproduktion abgesehen, gibt es übrigens keine Prognosen.

Japan meldet schon 1.50 Uhr seine Leistungsbilanz. USD/JPY schaffte dank der erfreulichen Nachricht aus US-Finanzministerium den Sprung über die 100. Ich gebe zu, ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet. Heute ging es dann so schnell, dass ich nur noch staunend zuschauen konnte. Gut 100 Pips hat das Paar heute gewonnen und die Richtung sollte zunächst klar sein. Ziel ist das 2009er Jahreshoch bei 101,44. Ein überwinden dieser Marke sollte 102,60 ermöglichen, aber davor sollte eine Korrektur erfolgen, denn das Paar ist völlig überkauft.


Auf der Unterseite bieten 99,95 und 98,60 (das Ausbruchsniveau) Support.


Wunsch-Paar ist heute CAD/JPY. Das Paar hat heute einen ähnlichen Weg genommen wie USD/JPY und andere Paare mit JPY, weshalb ich anfangs auch dachte, es handele sich um eine Yen-Schwäche. CAD/JPY wurde also von USD/JPY mitgezogen. Das Paar hat nach dem rasanten Anstieg um mehr als 150 Pips erst einmal eine Pause eingelegt und die 100 noch nicht überwunden. Dies sollte aber ncoh gelingen. Interessant ist, dass auch im CAD/JPY das Ziel bei 101,44 liegen könnte.


Unterstützung ist um 99/98,90 zu erwarten.



3.30 Uhr macht die Reserve Bank of Australia Angaben zur Geldpolitik. Es wird der gegenwärtige Wirtschaftszustand bewertet und gleichzeitig die Inflation und das Leistungswachstum prognostiziert. Auch AUD/USD am gehörig unter die Räder und schoss deutlich unter das bisherige Jahrestief bei 1,0115. Diese Marke dürfte nun als Widerstand fungieren. AUD/USD handelte am Abend schon bei 1,0046. Die Parität dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.


Das genaue Ziel für AUD/USD könnte bei 0,9970 liegen. Dies muss aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.


So, und damit nach Großbritannien. 10.30 Uhr wird die Handelsbilanz veröffentlicht. Das Defizit soll leicht schrumpfen wird prognostiziert. Auch GBP/USD geriet am Abend unter die Räder. Bei 1,56 haben wir so ein Top gebildet. Das wird vom Widerstand bei 1,5550 "verteidigt". Auf der Unterseite bilden 1,5430/00 erste Unterstützung. Richtig bitter wird es unter 1,52.


Übrigens, die Zinsentscheidung der Bank of England geriet zu einem Non-Event. Das sollte noch unbedingt erwähnt werden. Die Geldpolitik wurde nicht angetastet und GBP/USD antwortete mit Teilnahmslosigketit. Na ja, dafür rappelte es später umso mehr.

Und zum Schluss einen Blick nach Kanada. Der Arbeitsmarkt war ja das beherrschende Thema der Woche und so wird das Thema am Freitag auch noch einmal als Abschluss den Markt bewegen. Die kanadische Arbeitslosenquote und die Änderung der Zahl der Erwerbstätigen stehen auf dem Programm und die Erwartungen sind durchaus positiv. USD/CAD war fast an der Parität (1,0013), doch dann kam die Nachricht aus dem US-Finanzministerium und sorgte für eine Umkehr. Auf der Unterseite findet das Paar nun bei 1,0050/40 Support. Widerstände sind bei 1,0100/25 auszumachen.


Ich bin aktuell im EUR/USD, AUD/USD und EUR/GBP investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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