Angesichts weiterer Verluste der Aktienmärkte in den ersten Stunden des August spekulieren viele Händler, ob wir gerade den Anfang eines Crash´s sehen.
Fakt ist sicherlich, dass die Welt gerade nicht wirklich sicher ist und die Risiken für die Ökonomie in den vergangenen Wochen nicht gerade abgenommen haben. Die Wirtschaftsdaten sind aber nicht wirklich erschütternd. Die meisten Volkswirtschaften wachsen, wenn auch langsamer als erwartet. So macht eine Korrektur durchaus Sinn, aber für einen Crash dürfte noch der Auslöser fehlen.
Die Berichtssaison zeigt ein durchwachsenes Bild, aber kein verheerendes. Somit dürfte es zu früh sein, den Abgesang auf die Märkte einzustimmen.
Für den Dax bedeutet der Bruch der Unterstützung und des Aufwärtstrend trotzdem zunächst mal weiteres Abwärtspotential bis 9.085 eventuell auch bis 8.900 Punkte. Besser würde es erst aussehen, wenn der deutsche Leitindex die 9.360 zurückerobert.
Dies ist jedoch nicht unmöglich, denn heute Nachmittag liefern die USA mit den Arbeitsmarktdaten und dem ISM Einkaufsmanagerindex zwei wichtige Ereignisse, welche die Marktentwicklung nachhaltig beeinflussen können. Dabei dürfte das schlechteste denkbare Szenario sein, wenn die Non Farm Payrolls zu gut ausfallen. Denn das könnte die Angst vor einer zeitigen Zinserhöhung durch die Fed weiter befeuern. Am Ende wird sich der Dax aber heute Nachmittag am Dow Jones und am S&P500 orientieren.
Der Dow Jones hat den Aufwärtstrend bei 16.440 noch nicht gebrochen, aber dies könnte nur noch eine Frage der Zeit sein. Allerdings liegt nicht allzu weit unter dieser marke noch eine Unterstützung bei 16.335 Punkten. Auf der Oberseite finden wir bei 16.510 Punkten Widerstand, aber wir müssen wohl die 16.600 zurück erobern, um von einer nachhaltigen Erholung sprechen zu können. Soweit die Ausgangslage für den Nachmitag.
Bei den Devisen hat die Schwedenkrone nach einem guten Einkaufsmanagerindex ein wenig zugelegt. Ansonsten bleibt der US-Dollar stark. Nur der Euro trotzt der Stärke überraschend und legt leicht zu. EUR/USD handelt bei 1,3398. Besonders stark wertet der Euro gegen NZD und HUF mit jeweils + 0,55 % auf. EUR/SEK verliert 0,3 %.
Weiter auf Talfahrt bleibt Rohöl, dass inzwischen bei 97,20 angekommen ist. Unterstützung ist bei 96,10 zu erwarten. Übergeordnet könnte das Jahrestief 91,20 drohen.


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