Die Welt des Reisens

Montag, 9. Juni 2014

Der Tag: Am Ende legten die Indizes wieder zu.

Nach einem lustlosen Handelstag mit dünnem Handel und wenigen Impulsen legten am Abend die Indizes nochmal ordentlich zu. Die weitere Flutung der Märkte durch die Liquidität der Notenbanken lässt Dax, S&P 500 und Dow Jones zu immer neuen Hochs eilen. Ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht, sieht man mal vom überkauften Status ab.

Schwer unter Druck kam heute der Euro. Ob dies nur am schwachen Sentix Investorenvertrauen lag, wrd man in den kommenden Tagen beobachten müssen. Großer Gewinner war heute der US-Dollar.



Dax schießt über 10.000 Punkte

Offenbar nachrichtenlos schießt der Dax über 10.000 Punkte. 10.019 Punkte bedeuten ein neues All-Time-High.

EUR/USD: Euro geht in die Knie

War es die Hitze oder doch die deutlich schwächere Investorenstimmung? EUR/USD ging im Laufe eines insgesamt ruhigen Handelstages in die Knie und unterschritt am Nachmittag die 1,36. Das Investorenvertrauen in der EU war der einzige einzige relevante Termin aus der Eurozone. EUR/USD findet bei 1,3585 Unterstützung, ein Bruch würde weiteres Potential bis 1,3560 generieren.



Erstaunlicherweise konnte sich im Vergleich zum EUR/USD der Dax recht ordentlich halten und handelt am Nachmittag weiter knapp unter 10.000 Punkten.

Charttechnisch keine Auswirkungen hatten die über den Erwartungen liegenden Baubeginne in Kanada. Die genauen Daten sind in der rechten Spalte dieses Blogposts bei investing.com ersichtlich.

EU: Investorenvertrauen trübt sich ein

Das Sentix Investorenvertrauen hat sich überraschend eingetrübt. Im Vergleich zum Vormonat viel das Investorenvertrauen von 12,8 auf 8,5 Punkte. Erwartet wurde ein Wert von 13,2.

EUR/USD ist seit dem Morgen leicht unter Druck und handelt aktuell unter der Marke von 1,3650. Nächste Unterstützung würde bei 1,3585 warten.

Japans BIP legt vor Mehrwertsteuererhöhung zu.

Japans BIP hat deutlicher zugelegt als nach erster Lesung erwartet. Im letzten Quartal legte die Wirtschaft im Land der aufgehenden Sonne um 1,6 % statt der erwarteten 1,4 & zu. Dam Nikkei hat das aber nichts genutzt. Der japanische Index hat trotzdem leicht nachgegeben und ist nach dem neuen Monatshoch 15.200 um 85 Punkte gefallen.

Dafür zeigt der Yen Stärke, was meist mit Schwäche im Nikkei und den anderen Indizes einhergeht. USD/JPY steht aktuell um 102,40. Dass die Marktteilnehmer nicht optimistischer reagierten könnte damit zusammenhängen, dass kaum damit zu rechnen ist, dass sich das Wirtschaftswachstum in Japan stabilisiert. Die Mehrwertsteuererhöhung vom 1. April dürfte im 2. Quartal auf´s BIP drücken, weil viele Geschäfte zu alten Bedingungen vorgezogen wurden.

EUR/USD handelt kaum verändert bei 1,3650. Im Hoch agierte das Paar schon bei 1,3668. Die Maßnahmen der EZB scheinen schon verpufft zu sein, ehe sie überhaupt in Kraft treten. Der Dax handelt knapp unter 10.000 Punkten. Insgesamt dürfte der Handel heute eher dünn sein. Die Börsen haben zwar weitgehend geöffnet, aber in vielen europäischen Ländern ist Feiertag, weshalb viele Händler ihren Arbeitsplatz wohl eher nicht aufsuchen werden. Daten sind spärlich gesät. 10.30 wird das Sentix Investorenvertrauen für Europa veröffentlicht.

Hier noch mal der Wochenausblick.



Sonntag, 8. Juni 2014

Wochenausblick: Dünner Terminplan / Indizes bullish


Die Nach-Pfingstwoche dürfte kaum von Wirtschaftsdaten beeinflusst werden. Aus den USA erwarten wir die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise. In Neuseeland und Japan steht eine Zinsentscheidung an und in Australien sowie Großbritannien erwarten wir Arbeitsmarktdaten.


Der Blick in die Charts zeigt uns vor allem ein bullishes Umfeld für die Indizes. Der Dax beendet den Future-Handel über 10.000 Punkten, der Dow Jones ist auf dem Weg zur 17.000 und hat charttechnisch durchaus Luft bis 17.200 und ob beim S&P 500 bei 1.960 eine Korrektur zu erwarten ist, ist aktuell sehr unsicher.


Chinas Handelsbilanzüberschuss explodiert förmlich

Chinas Außenhandelsbilanzüberschuss hat sich im Vergleich zum Vormittag fast verdoppelt. Hauptgrund sind schrumpfende Importe (-1,6 %), während Exporte wieder um 7 % zulegten. Der Handelsüberschuss betrug knapp 36 Mrd. Yuan nach 18,45 Mrd. im Vormonat. Es ist der größte Handelsüberschuss der letzten mindestens vier Jahre.

Am Wochenende haben sich mehrere Experten zur EZB-Zinspolitik zu Wort gemeldet. Der Präsident des ifo-Institutes Hans-Werner Sinn war der EZB in der "Welt am Sonntag" vor, dass die Notenbank in den Krisenländern Unternehmen am Leben halte, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind und nur noch als Kapitalvernichtungsmaschinen dahin vegitieren.

Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt bemerkt, dass die dauerhafte Niedrigzinspolitik die Stablilität der Finazmärkte gefährdet, weil "sich an den Vermögensmärkten Blasen bilden können." Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, wirft der EZB eine "schleichende Vernichtung von Vermögenswerten" vor.

adidas-Konzernchef Herbert Hainer sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass der Sportartikelhersteller zu Fußball-Weltmeisterschaft noch nie so viele Trikots verkauft habe. Eine halbe Million Nationalmannschafts-Shirts sollen diesmal über den Tisch gehen. Das bisherige Rekordergebnis lag bei 300.000 Stück. Adidas, das auch den WM-Ball herstellt, hat einer Verlegung der WM 2022 von Katar in ein anderes Land befürwortet. Sympathisch wäre eine WM in den USA, weil der Fußball da im Aufschwung ist und an Stellenwert gewinnt. Adidas hat in den USA einen seiner Hauptmärkte.

Die CIA hat nun einen offiziellen Account bei Twitter. Auch bei Facebook kann man sich jetzt mit der CIA austauschen. Die Frage ist freilich, ob das jemand will. Bei Twitter folgen der CIA bereits über eine halbe Million User. Den Facebook-Account habe ich nicht gefunden. Der scheint sehr konspirativ zu sein.

Freitag, 6. Juni 2014

Der Tag: Dow Jones auf dem Weg zur 17.000?

Die US-Märkte kennen kein Halten mehr. Die viele Liquidität, die an den Märkten vorhanden ist und die durch die EZB noch einmal aufgebläht wurde muss irgendwo hin. Einige renditestarke Möglichkeit: Aktien.

Und so rauschten die Aktienmärkte auch heute neuen Hoch entgegen. Nur dem Dax ist das alles nicht geheuer. Vielleicht hat er ja auf die nicht so berauschende Industrieproduktion geschaut.

Stark war legte dagegen die spanische Industrie zu, die den größten Monatszuwachs seit 4 Jahren feierte. Da machte dann auch der IBEX einen Freudensprung.

Die US-Arbeitsmarktdaten waren eher durchwachsen, was die Märkte aber nicht bremste. Auch die enttäuschende Arbeitsproduktivität der Kanadier kümmerte die Märkte nur gering.

Ein Paukenschlag gelang der mexikanischen Notenbank, die zur Überraschung aller Analysten denn Zinssatz senkte. Erfreulich waren die Verbraucherpreise aus der Schweiz, weniger fröhlich dürfte dagegen die Ban of England auf die britischen Inflationserwartungen geschaut haben.

Ein starkes Comeback feierte die Türkische Lira: +1 % gegenüber dem Euro!

Mexikanische Zentralbank senkt die Zinsen

Die Mexikanische Zentralbank hat ihren Leitzins von 3,5 auf 3 % gesenkt. USD/MXN legt daraufhin deutlich zu.


Non Farm Payrolls innerhalb der Erwartungen

Die Non Farm Payrolls entsprachen in etwa den Erwartungen. Mit 217.000 neuen Stellen in den USA wurde die Prognoses um 1.000 verpasst. Der Vormonat wurde um 6.000 nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,3 % und lag damit über der Erwartung von 6,4 %. Das nutzten die Märkte um die Party weitergehen zu lassen. Die US-Indizes feiern weiter ein Rekordhoch nach dem anderen. Auch der Dax hat sich der 10.000 wieder angenähert.



EUR/USD hat sich nach einer kurzen Schwächephase über der 1,3650 etabliert und erreichte ein tageshoch um 1,3675.

In Kanada hat die Zahl der Erwerbstätigen um 25.800 zugenommen, was ebenfalls etwa den Erwartungen entsprach. Trotzdem enttäuscht die Arbeitslosenquote, die von 6,9 auf 7 % gestiegen ist. USD/CAD attackierte kurz die 1,09 und orientierte sich aber schnell wieder noch Norden. Der Ichimoku zweigt sich im Stundenchart aktuell neutral. Widerstand gibt es bei 1,10

16 Uhr gibt es noch die Zinsentscheidung aus Mexiko. Hier wird erwartet, dass die Zinsen bei 3,5 % gehalten werden.