Nach dem großen Abverkauf vor allem bei den europäischen Aktien, darf man gespannt sein, ob es heute eine Atempause für Dax und Co gibt oder die Sorgen so groß sind, dass die 200 Punkte, die der deutsche Leitindex gestern in den Keller gerauscht ist, noch nicht das Ende der Fahnenstange waren. Aktuell hält noch die Unterstützung bei 9.360 Punkten, aber ob das der Boden ist, bleibt abzuwarten. Widerstand gibt es erst bei 9.500 Punkte, ein weiter Weg. Es kann also durch aus eine Zwischenerholung geben, um dann die nächste Abwärtswelle zu starten. Die Bullen haben es aktuell definitiv schwer.
Charttechnisch ist das Bild klar bearish, da gibt es aktuell keine Zeichen einer nachhaltigen Trendumkehr. Auch die US-Märkte litten unter schlechten Nachrichten. Die Staatspleite Argentiniens und "zu gute" Daten aus den USA lassen die Sorge verstärken, dass die Fed vielleicht schon Anfang 2015 die Zinsen anhebt. Offenbar haben die Märkte weiter Angst vor diesem Szenario. Angesichts der letzten Daten aus dieser Woche könnte die Angst allerdings unbegründet sein. Man denke an den Chicago-Einkaufsmanagerindex, der 10 Punkte verlor.
In diesem Zusammenhang sind sicher heute die Non Farm Pay Rolls von besonderem Interesse. Nach schwachen ADP-Daten könnte es hier zu einer leichten Enttäuschung kommen, welche die Märkte vielleicht sogar mit Erleichterung quittieren würden. Auch der ISM Herstellungsindex um 16 Uhr dürfte sehr wichtig werden.
In Europa läuft aktuell die wichtigste Show ab. Die Einkaufsmanagerindizes werden gemeldet. Spanien macht mit enttäuschenden 53,9 den Anfang Es folgen Italien, Frankreich, Deutschland und die Eurozone, ehe Großbritannien den Reigen abschließt.
China hat die Indizes schon veröffentlicht. Die beiden Einkaufsmanagerindizes bieten ein gemischtes Bild, obwohl sie beide mit dem selben Wert (51,7 )daher kommen. Beim privaten HSBC PMI wurde jedoch mit 52,0, Beim staatlichen ISM dagegen mit 51,4 gerechnet. Die Asiatischen Märkte nahmen die Vorgaben aus Europa und Nordamerika auf und schlossen durch die Bank tiefrot.
Aus Europa gibt es Hoffnung, dass die gestern ermittelte überraschend noch schwächer ausgefallene Inflation die EZB zu einem Quantitive Easing bewegen könnte. Dies wäre wahrscheinlich die Droge, auf welche die Märkte aktuell sehr dringend warten.
Bei den Devisen passiert ein weiteres mal nicht wirklich viel. EUR/USD handelt weiter unter der 1,34 bei 1,3385.
Hoffnung gibt USD/JPY, das sich auf 102,96 erholt hat.


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