Die Welt des Reisens

Freitag, 5. September 2014

Der Jubel über die schwachen Daten ist dann aber auch verhalten

Ein gewisses Aufatmen ist an den Märkten nicht zu übersheen. Der Arbeitsmarkt bleibt auf wackligen Beinen. 142.000 neue Stellen. Das war genau das, was die Märkte mögen. Schon lange geht es an der Börse nicht mehr um ein wirtschaftliches Stimmungsbild. Es geht um die Wette, ob die Notenbanken weiter Liquidität in die Märkte drücken oder ob der Geldsegen bald versiegt. Deshalb kann man sich dann auch über Maßnahmen der EZB freuen, von denen kaum ein ernst zu nehmender Ökonom glaubt, dass diese Maßnahmen ohne kraftvolle Aktionen der Regierungen auch nur ein wenig helfen. Und so freut man sich nun, weil die Fed ja im Gegensatz zur EZB neben der Preisstabilität auch für die Vollbeschäftigung zuständig ist. Da dürfte sich also die Fed mit einer zeitnahmen Zinserhöhung eher schwer tun, wenn die Arbeitsmarktdaten hinter den Erwartungen bleiben.

In der Regel wird aber eher oder später der Markt doch wieder zur Realität zurückfinden. Dann platzen die Blasen, die beim Wetten eben entstehen. Offiziell gibt es sie nie, nach dem Knall sind dann alle schlauer. In der Regel allerdings nicht sehr lange.

Ein Anzeichen, dass die Marktteilnehmer langsam realisieren, dass die utopischen Gewinne an den Aktienmärkten nicht mehr mit den Unternehmenswerten einhergehen, sieht man seit einigen Tagen im Dow Jones und im S&P 500. Auch heute geben beide Indizes die Gewinne kurz nach Veröffentlichung der Daten schnell wieder ab. Es riecht nach Richtungsänderung...


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