Guten Morgen, die Welt ist nicht sicherer geworden. Die DDR beging den 1. September als Weltfriedenstag. Leider ist der 1. September 2014, der Tag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf Polen vor 75 Jahtren, alles andere als ein Tag, der Hoffnung auf Frieden macht. Deutschland schickt Waffen in den Irak, um das Ergebnis amerikanischer Außenpolitik korrigieren zu lassen. Und Israels Regierung scheint auch nicht wirklich Frieden im Sinn zu haben. Es ist schon erschreckend, dass die Regierung eines Volkes, dass einem so symbolträchtigen tag nichts besseres zu tun hat, als zu beschließen, 400 Hektar palästinensisches Westjordanland zu enteignen und in israelisches Staatsgebiet umzuwandeln. Man muss wirklich kein Antisemit sein, um das als alles andere als dem Frieden im Nahen Osten dienlich zu bewerten.
Immerhin hat der russische Außenminister Lawrow erklärt, dass Russland nicht in der Ukraine nicht militärisch intervenieren wird. Aber was ist eine solche Aussage wert? Man kann und muss ja die Politik der ukrainischen Regierung gegenüber der russischen Bevölkerung scharf verurteilen, aber woher haben die Separatisten eigentlich ihre Waffen, wie war es möglich, dass die Separatisten die drohende Niederlage plötzlich abwenden konnten und selbst eine zweite Front eröffnen konnten? Vielleicht erfahren wir ja später einmal die Wahrheit über diesen Konflikt.
Und damit zum Marktgeschehen. In China wurde den Märkte wieder verdeutlicht, dass die Chinesische Wirtschaft nicht wirklich in bester Verfassung ist. Nach einigen Hoffnungsschimmern präsentierten sich die Einkaufsmanagerindizes schwach. Beide Indizes bleiben zwar über der wichtigen 50er Marke, aber das Wachstum verlangsamte sich wieder. Ziemlich erschreckende Zahlen kamen auch aus Australien, wo die Bruttobetriebsgewinne im letzten Quartal um 6,9 % einbrachen. Das deutsche BIP des 2. Quartal wurde mit -0,2 % bestätigt. Glaubt man unserer Regierung, wird es im dritten Quartal wieder besser aussehen. Aber vielleicht hat ja doch eher Italiens Regierungschef Matteo Renzi recht, der die EU eher in einer dramatischen Lage sieht und am Wochenende ein Sondertreffen der EU-Regierungschefs für Anfang Oktober vorschlug.
Trotz schwacher Daten legten die asiatischen Indizes zu, weil man besonders für China mit weiteren Stimulus-Maßnahmen der dortigen Regierung rechnet. Auch der Dax startete über der 9.466. Allerdings ist die wichtigere Marke die 9.600. Solange der deutsche Leitindex nicht über dies Marke geklettert ist, drohen weitere Abverkäufe, die durchaus einen Retest der 8.900 beinhalten können. Erst über 9.600 Punkten könnte der Dax Kraft für einen Ausbruch zur 10.000 finden. Dass die Märkte heute sehr optimistisch agieren werden, dürfte eher unwahrscheinlich sein, denn aufgrund des "Tages der Arbeit" gibt es heute keine Impulse aus den USA.
EUR/USD startet ebenfalls schwächer in den Tag. Aktuell notiert das Paar bei 1,3130.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen