Die Welt des Reisens

Sonntag, 9. Dezember 2012

Wochenvorschau 10. bis 14. Dezember 2012

Ein interessantes Spannungsfeld, in dem der Euro in die neue Woche startet. Die griechische Schulden-Rückkaufaktion war wohl erfolgreich und konnte die Verbindlichkeiten um geschätzte 20 Mrd. Euro senken. Die genauer Ergebnisse stehen noch nicht fest, aber es scheint den Griechen tatsächlich gelungen zu sein, etwas Zeit zu gewinnen.

Dafür bleibt die Situation Spaniens weiter unübersichtlich und eine weitere Krise kommt hinzu. Wieder einmal hat Silvio Berlusconi sein Land in eine Krise gestürzt, in dem er seine Partei aus der Regierung Mario Monti abzog. Monti kündigte schon mal seinen Rücktritt an, Italien hat eine Regierungskrise. Mal schauen, wie die Märkte darauf reagieren.

Auch Irland scheint noch lange nicht über dem Berg zu sein, denn der Notenbankchef Patrick Honohan fordert ob der hohen Altlasten aus der Bankenkrise einen Zahlungsaufschub bei der Schuldentilgung. Bankenkrise - da fällt einem auch gleich noch Zypern ein. Hier scheint die Troika aus Europäischer Kommission, EZB und IWF erst einmal Gläubiger und Anteilseigner zypriotischer Banken zur Kasse bitten, ehe staatliche Mittel fließen werden. Ob das den Märkte Vertrauen gibt, bleibt abzuwarten. Richtig ist es auf jeden Fall, erst einmal die zur Kasse zu bitten die sie verursacht haben.

Vorbörslich sieht es so aus, als ob EUR/USD heute Abend deutlich unter dem Schlusskurs vom Freitag Abend eröffnen wird. Es steht zu befürchten, dass wir gleich zu Beginn des Handels die 1,2880 testen. Das wäre ein GAP von fast 50 Punkten. Sollte die Marke nicht halten, könnte in der kommenden Woche der Abverkauf weitergehen. 1,2815/00 dürfte das erste Ziel sein, unter 1,27 dürften Regionen um 1,25 durchaus realistisch werden. Es könnte also eine ereignisreiche Woche vor uns liegen. Auf der Oberseite muss das Paar erst einmal die 1,2980 zurückerobern, ehe man von irgendwelchen Hochs träumen kann.

Erste Impulse von der Datenseite gibt es am Dienstag, wenn die ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland gemeldet werden. Außerdem am Dienstag die US-Handelsbilanz. Am Mittwoch gibt die FED dann ihren Zinssatz bekannt und begründet ihre Entscheidung. 20.15 Uhr spricht Ben Bernanke, wahrscheinlich redet er von Sorgen über Europa und über das Gelddrucken. US-Arbeitslosenhilfe und Einzelhandelsumsätze werden am Donnerstag gemeldet, ehe die US-Verbraucherpreise die Woche am Freitag beschließen.

Einige wichtige Daten aus China sind schon erschienen. Die Verbraucherpreise und Bauausgaben lagen unter den Erwartungen, Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze darüber. Ein einheitliches Bild lässt sich daraus nicht machen.

In der kommenden Nacht sind die Japaner dran. Das BIP wird gemeldet und dürfte bestätigen, dass Japan in einer Rezession steckt. Für USD/JPY geht es wohl darum, ob es das Paar über die 82,80 schafft. Darüber wäre das Ziel 83,70. Auf der Unterseite unterstützt die 81,75. EUR/JPY hat sich von seinem Hoch bei 108 schnell entfernt. Support findet das Paar bei 105,40. Darunter könnte das Ziel 101 heißen.

Der Bank of England-Gouverneur Mervyn King spricht am Montagabend, ehe am Mittwoch die Arbeitslosenstatistik des Vereinigten Königreiches erscheint. Schaut man sich GBP/USD an, könnte man denken, UK gehört gar nicht zu Europa. Während der Euro 170 Pips in zwei Tagen verlor, waren es beim GBP nur 60. Solange das Paar über 1,60 steht, bleibt der Abwärtsdruck niedrig. Allerdings dürfte das Paar überbewertet sein, denn auch die britische Wirtschaft stellte sich in den letzten Wochen alles andere als robust dar. Erstes Ziel könnte etwa 1,5955 sein. Bei EUR/GBP könnte die wichtige Marke bei 0,8020 liegen. Darunter gibt es einen Support bei 0,7975. Unter dieser dürfte die 0,80 in weite Ferne rücken. Widerstand findet sich bei etwa 0,8120.

Kanadas Wochenhighlight, die Handelsbilanz, erschient am Dienstag. USD/CAD handelt seit 15. November in einem schönen Abwärtstrend. Nächstes Ziel sollte die 0,9850 sein. Darunter wartet die 0,9770. Widerstand wartet bei 0,9950. Für EUR/CAD ging es in der vergangenen Woche rund 220 Pips nach unten. Im Daily droht nun die 1,2710 und dann die 1,26. Sollte der Euro überraschend Stärke zeigen, würde bei 1,2885 Widerstand warten.

Am Donnerstag tritt dann die Schweiz auf den Plan. Die Schweizer Nationalbank gibt den Zinssatz bekannt. Große Überraschungen sind nicht möglich, denn es gibt schon keine Zinsen mehr. Na gut, man könnte Gläubigern zu den Krediten noch ein wenig Bonus hinterher werfen. Als negative Zinsen einführen. USD/CHF hat bei 0,9240 einen Boden gebildet. Nächstes Ziel könnte die 0,9415 sein, darüber rückt die 0,95 in den Fokus, EUR/CHF scheint seinen Ausflug über die 1,21 beendet zu haben.

Lassen wir uns also überraschend, wie die vielen schlechten Nachrichten aus der Eurozone vom Markt bewertet wird. Ich wünsche eine spannende Woche.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Wochenausblick 3. bis 7. Dezember

Uns könnte wieder eine spannende, aber auch unberechenbare Woche bevorstehen. Zum einen gibt es sicher nicht wenige Marktteilnehmer, die gern noch ein Paar Boni abgreifen würden und deshalb auf Rallye setzen, auf der anderen Seite gibt es einige Nachrichten, die einige Unsicherheit parat haben.

Auf der einen Seite hat Griechenland angekündigt, dass man nun mit dem Schuldenrückkaufprogramm starten wolle. Ob es gelingt die Anleihen zu verbilligten Konditionen zurückzukaufen, liegt vor allem an den Inhabern solcher Titel. Die Gläubiger müssten bereit sein, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten. Wenn man so will, wäre das ein Schuldenschnitt auf Freiwilligenbasis. Warum sollte das aber ein Gläubiger tun, wenn er die Chance hat, seine Forderung ganz beglichen zu bekommen. Das Ergebnis dieser Aktion dürfte also kaum vorhersehbar sein.
Derweil hat Angela Merkel gegenüber Medien einen Schuldenschnitt in Griechenland für einen "späteren Zeitpunkt" nicht mehr konsequent ausgeschlossen.

Spanien hat am Wochenende eingestanden, dass es die Sparziele der EU nicht erreichen zu können.Eigentlich wollte de Regierung Rajoy die Senkung des Haushaltsdefizits von 8,9 auf 6,3 % erreichten. Nun sieht es so aus, dass dies nicht geschafft wird, obwohl gerade mal wieder die Ärmsten, die Rentner, an der Staatssanierung mit einer Rentenkürzung beteiligt hat. In einer Rezession ist es eben nicht einfach, zu sparen. Wer nun aber glaubt, dass Spaniens Ministerpräsident die Notwendigkeit erkennt, einen Hilfsantrag bei der EU zu stellen, der irrt. Spanien spielt weiter auf Zeit. Der Hilfsantrag wird kommen. Dann wird die Krise wahrscheinlich noch teurer geworden sein. Auch hier dürften die Märkte also weiter mit "angezogener Handbremse" agieren.

Und schließlich hatte am Freitagabend noch Moody´s eine schlechte Nachricht parat. Wegen der schlechten Lage in Frankreich und der Abstufung des Landes, hat man nun auch dem ESM die Bestnote genommen. Ob dies Auswirkungen auf die Märkte hat, muss sich er noch zeigen, schließlich konnte man mit dieser Aktion nach der Abstufung Frankreichs rechnen.

Insgesamt bleibt also eines wohl auch in der kommenden Woche unser Begleiter: Die Unsicherheit.

Charttechnisch sah es am Freitag lange so aus, als werde EUR/USD über 1,30 schließen. In der letzten Handelsstunde fiel das Paar dann aber unter diese Marke. Das Paar bleibt zwar weiter in seinem Aufwärtstrend, aber es bleibt abzuwarten, ob das Paar den wichtigen Widerstand bei 1,3020 aus dem Rennen nehmen kann. Unmöglich ist das nicht, denn auch an der 1,2980 gab es einen harten Kampf mit einem Happy End. Selbst eine Konsolidierung auf ein Niveau um 1,2920 sollte nicht belasten. Schaut man sich den Tageschart seit Anfang September an, sieht man, dass sich EUR/USD eher seitwärts bewegen. Seit dem Tief bei 1,2659 hat das Paar aber eine starke Erholung hingelegt. Ob der Trend fortgeführt werden kann, müsste der Widerstand bei 1,3080 gebrochen werden. Solange EUR/USD diesen Widerstand nicht gebrochen hat, ist Vorsicht angebracht.

Erster Impulsgeber von der Datenseite wird der US-Einkaufmanagerindex am Montag sein. Danach folgen in der kommenden Woche am Mittwoch die Veränderung der ADP non Farm-Arbeitsplätze, am Donnerstag die EZB-Zinsentscheidung und die US-Anträge auf Arbeitslosenhilfe, ehe am Wochenende neben dem US-BIP die wichtigen Non Farm Payrolls anstehen. Gegen Ende der Woche könnte es also nochmal rund gehen am Markt.

Schon am Dienstag ist die Kanadische Zentralbank mit der Bekanntgabe des Zinssatzes dran. Nachdem USD/CAD Mitte November bei 1,0056 ein Hoch markierte, drehte das Paar wieder gen Süden, konnte hier aber die 0,9915 nicht knacken und bewegt sich nun eher seitwärts zwischen der genannten Unterstützung und dem Widerstand bei 1. Eine Stärkung des CAd könnte erfolgen, wenn sich der Streit um Fiscal Cliff noch ein Weilchen hinzieht. Einen Impuls zur Richtungsfindung könnte auch der Einkaufsmanagerindex am Donnerstag geben.

In der Nacht zum Donnerstag gibt die Australische Landeszentralbank ihren Leitzins bekannt. Der Markt rechnet hier mit einer Reduzierung um 25 Punkte. Die könnte den Aussie etwas unter Druck bringen. AUD/USD schaffte es in der letzten Woche nicht, die 1,05 zu attackieren und konsolidierte zum Wochenschluss bei 1,0424. Damit dürfte die Zinssenkung zumindest teilweise schon eingepreist sein. Sollte also die LZB doch nicht handelt, könnte das den Aussie stärken. Weitere Impulsgeber sind das BIP in der Nacht zum Mittwoch und die Arbeitsmarktdaten eine Nacht später.

Die Nachbarn von Down Under sind am Mittwochabend dran,. Neuseeland veröffentlicht den Leitzins. Es wird nicht mit einer Änderung des Zinssatzes, der bei 2,5 % liegt gerechnet. Zuletzt sah es beim Kiwi eher nach Erholung aus, wobei diese in einer längeren Seitwärtsrange eher begrenzt zu sein scheint. NZD/USD dürften bei 0,8270 auf ersten Widerstand treffen. Neues Aufwärtspotential könnte über 0,8225 generiert werden.

Am Donnerstag veröffentlicht die Bank of England den Leitzins. Es wird mit keinen Änderungen der Geldpolitik gerechnet. GBP/USD sieht etwas günstiger als EUR/USD aus. Das Paar konnte über der 1,60 schließen, ist jetzt aber schon mehrfach an der 1,6050/60 gescheitert. Auf der Unterseite sollte das Paar nicht die 1,5920 unterschreiten, sonst droht ein Retest der 1,5822 und danach ein weiterer Fall auf 1,5780.

Sonntag, 25. November 2012

Wochenausblick 26. bis 30. November: Gewinnmitnahmen?

Der Euro hat in der vergangenen Woche eine beachtliche Erholung hingelegt und gewann mehr als 2 Cent. EUR/USD durchbrach am Freitag gleich mehrere Widerstände und schloss knapp unter der 1,2980, die eine wichtige Marke darstellt. Sollte diese Marke gebrochen werden, dürfte zunächst den Bereich um 1,3060 anvisiert werden. Es ist aber nicht sicher, ob die Rallye tatsächlich ungebremst weiter läuft.

Nach dem Hausse am Freitag steht EUR/USD im überkauften Bereich, was eine Korrektur nahelegt. Ein Rückstzer auf 1,2920/1,2880 sollte also eingeplant werden. Solange das Paar diesen Supportbereich nicht unterschreitet, sollte die Erholung aber weitergehen können. Übergeordnetes Ziel bleibt die 1,3170. Ob EUR/USD weiter in Richtung des Doppeltops von Mitte September strebt, wird auch von einigen zentralen Fragen abhängen. Zum ersten ist da, die Griechenlandfrage. Am Montag treffen sich erneut die Eurozonen-Finanzminister mit dem IWF. Der IWF möchte, dass die öffentliche Hand Griechenland die Hälfte der Schulden erlässt. Ähnliche Vorstellungen hat wohl die EZB. Deutschland als größter Gläubiger würde dies nach Medienberichten rund 25 Mrd. Euro kosten. Dies wäre im Vergleich zu einer Griechenlandpleite immer noch preiswert, aber wohl der Bevölkerung schwer vermittelbar. So könnte die Griechenlandrettung weiter eine Hängepartie bleiben, was die weitere Entwicklung der Märkte, und damit auch EUR/USD belasten könnte. Auch Fiscal Cliff ist noch nicht gelöst. Einige Beobachter gehen auch hier davon aus, dass die noch zu verhandelnden Details wesentlich schwieriger sind, als es derzeit von den Märkten wahrgenommen wird. Auch hier muss man mit einer Gegenreaktion des Marktes rechnen. Zum Dritten ist das Spanien. Der Bankensektor ist weiter auf Schlingerkurs und es ist keineswegs sicher, dass das südeuropäische Land die Probleme selbst in den Griff bekommt. Es ist sogar zu befürchten dass, das immer wieder verschobene Hilfsersuchen, die ganze Show immer teurer macht.

Die zuletzt gefeierten Daten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es in der Regel mit Daten zu tun hatten, die nicht ganz so schlimm ausfielen wie befürchtet. Ein Aufschwung ist derzeit eher nicht auszumachen. Eher oder später dürfte es also eher zu Ernüchterung kommen.

Trotzdem könnte die Party zunächst weitergehen. Grund sind die Manager großer Fonds, die gern zum Jahresende ihrer Portfolios aufhübschen und die Märkte einen Freudensprung machen lassen. Und so könnte der Realismus erst nach dem Jahreswechsel einziehen und die Märkte dann umso brutaler einbrechen lassen.

In der kommenden Woche ist also eher davon auszugehen, dass EUR/USD nach einer Korrektur durch Gewinnmitnahme weitere Kursgewinne hinlegt. Erstes Ziel ist die 1,3060. Neben den beschriebenen politischen Einflüssen, gibt es in der kommenden Woche folgende Daten, die für Kursbewegungen sorgen könnten:

Am Dienstag gibt es einen öffentlichen Auftritt von FED-Chef Ben Bernanke, von dem aber wohl kaum neue Erkenntnis zu erwarten sind. Außerdem gibt es die Aufträge der Gebrauchsgüter und das Verbrauchervertrauen in den USA. Am Mittwoch sind dann die deutschen Verbraucherpreise und die US-Wohnungsverkäufe das beherrschende Thema, bevor am Donnerstag der deutsche Arbeitsmarkt und das US-BIP für Bewegung sorgen können. Am Freitag wird die Woche durch die privaten Konsumausgaben in den USA beendet. Insgesamt ist datenseitig eher mit einer ruhigen Woche zu rechnen.

Was passiert in den anderen Ländern? Am Dienstag steht in Großbritannien die Veröffentlichung des BIP auf dem Plan. Ähnlich wie der Euro legte das GBP in der vergangenen Woche eine Erholung hin. Etwa 150 Pips gewann GBP/USD. Anders als EUR/USD sieht das Paar aber nicht so bullish aus, im Gegenteil. Wir handeln in einem Abwärtstrend, dessen obere Markierung bei 1,6090 verläuft. Das Paar könnte zunächst bis 1,5965 zurücklaufen. Hält der Support nicht, sehen wir schnell die 1,5890 wieder. Für den Weg des GBP/USD dürfte das BIP entscheidend werden. erwartet wird ein Wachstum im letzten Quartal um 1 %. Das birgt auf jeden Fall Enttäuschungspotential.

Die Schweiz meldet am Donnerstag ihr BIP. USD/CHF handelt am Support bei 0,9270. Theoretisch könnte das Paar seinen Weg noch bis 0,9220 fortsetzen und dann umdrehen. Allerdings ist es derzeit deutlich überverkauft, was eher eine Korrektur nach oben nahelegt. Widerstand ist um 0,9325 auszumachen. EUR/CHF rückt wieder immer näher an die Kampfzone der SNB: 1,20.

Und schließlich melden die Kanadier am Freitag das BIP. USD/CAD verlor am Freitag mehr als einen halben Cent. Offenbar hat das Paar bei 1,0030 ein Top gebildet. In der vergangenen Woche kam das Paar nicht an die Paritätsmarke heran. Support findet USD/CAD knapp unter 0,99. Bei einem Bruch könnte weiteres Abwärtspotential bis zunächst mal 0,9850 freimachen.

Und damit wünsche ich eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 18. November 2012

Wochenausblick 19. bis 23. November: Unsicherheiten bleiben

Die Ausgangslage für EUR//USD hat sich über das Wochenende nicht geändert. Die Amerikaner ringen um den Fiscal Cliff. Solange keine Lösung gefunden ist, drohen massive Steuererhöhungen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Märkte.
Auch in Griechenland ist die Kuh noch nicht vom Eis. Am Dienstag treffen sich die Eurozonen-Finanzminister und werden unter anderem darüber zu beraten haben, wie eine neue Finanzlücke im griechischen Haushalt bis 2014 zu stopfen sein wird. Diesmal geht es um 13,5 Mrd. Euro. Der IWF möchte gern einen zweiten Schuldenschnitt, bei dem die öffentliche Hand auf Geld verzichten müsste. Deutschland, größter gläubiger ist dagegen. Eine Einigung ist zumindest derzeit nicht in Sicht. So dürfte auch diese Hängepartie nicht gerade Optimismus an den Märkte verbreiten.

Nicht ganz so pessimistisch sieht der Chart aus. EUR/USD hat in der vergangenen Woche bei 1,2659 gebildet und ging bei 1,2741 mit einem leichten Gewinn aus dem Handel. Aber die Abwärtsrisiken sind damit nicht verflogen. Aktuell handelt das Paar knapp unter der Abwärtstrendlinie, die etwa bei 1,2745 verläuft. Ein nachhaltiger Bruch könnte zu weiteren Gewinnen bis 1,2780 führen. Darüber wartet aber ein weiterer Abwärtstrend, dessen Linie jetzt bei etwa 1,2870 verläuft. Erst darüber könnte die Jahresendrallye starten. Möglich wird sie wohl nur wenn die zentralen Themen Griechenland und Fiscal Cliff zu den Akten gelegt werden können.

Auf der Unterseite gibt es für EUR/USD bei 1,2670 Unterstützung. Unter 1,2630 würde ein Abverkauf bis 1,2480 drohen. Daten wird es in dieser Wochen nicht all zu viele geben, denn in den USA ist am Donnerstag Thanksgiving und am Freitag the "Day afer Thanksgiving". Den Amis steht ein langes Wochenende bevor, die Glücklichen.
Am Montag werden Verkäufe bestehender Eigenheime in den USA veröffentlicht, am Dienstagabend spricht Ben Bernanke und am schon am Mittwoch erscheinen die US-Arbeitsmarktdaten sowie der Konjunkturerwartungsindex der Uni Michigan. Die Europäer treten dann erst am Freitag auf den Plan, wenn das deutsche BIP und der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht werden.

Und ansonsten? In der Nacht zum Dienstag tagt die Bank of Japan, wobei hier Analysten mit keinen geldpolitischen Maßnahmen rechnen. Die letzte Ausweitung von Anlihekäufen ist erst 4 Wochen her. Zwar lahmt die Wirtschaft weiter, aber man geht davon aus, dass vor den Wahlen im Dezember keine weiteren Yen gedruckt werden. Perspektivisch dürfte aber eine weitere Schwächung des Yen auf dem Plan stehen. USD/JPY gewann letzte Woche 180 Pips. Allein die Ankündigung der liberalen LDP bei einem Wahlsieg unbegrenzt Yen drucken zu lassen, ließ JPY in den Keller gehen. Auch gegenüber dem Euro. EUR/JPY gewann sogar 256 Pips.

USD/JPY ist knapp unter 81,50 auf Widerstand getroffen, der eine Konsolidierung in den Beriech 80,40 bringen könnte. Generell ist das Paar aber in einem stabilen Aufwärtstrend. Auf der Oberseite dürfte über die 81,55 Potential bis 82,30 vorhanden sein. Auch EUR/JPY hat seinen Rally-Modus erst einmal unterbrochen. Unterstützung dürfte hier aber schon bei 103,10 zu erwarten sein. Auf der Oberseite muss das Paar die 103,80 nachhaltig überwinden, um die Rallye fortzusetzen. Ziel wäre dann 104,40. Darüber wäre dann Platz bis zur 105,50. Eine Lösung der Griechenlandfrage wäre dabei recht hilfreich.

Am Mittwoch wird das Versammlungs-Protokoll des MPC der Bank f England zur letzten Zinsentscheidung veröffentlicht. Es könnte Aufschluss geben, wie einig sich die Mitglieder bei ihrer aktuellen Tatenlosigkeit sind. GBP/USD bildete in der letzten Woche bei 1,5822 einen Boden und schloss mit nur leichten Verlusten bei 1,5882. Die spannende Frage ist nun, Charttechnisch hat das Paar die Abwärtstrendlinie verlassen. Ob der Boden hält, wird man sehen. Kurse über 1,59,15 würden eine Erholung bis 1,5980 ermöglichen. Über 1,60 würde sich das Bild dann deutlich aufhellen. EUR/GBP bewegt sich seit Anfang September zwischen 0,7950 und 0,8160. Zuletzt lag die Range mit 0,7950 bis 0,8050 am unteren Ende. Ein zuverlässiger Trend ist derzeit nicht auszumachen.

Am Donnerstag meldet Kanada die Einzelhandelsumsätze, am Freitag die Verbraucherpreise. Zuletzt bekam auch die bisher robuste kanadische Wirtschaft erste Kratzer ab, was USD/CAD in den Bereich um 1 CAD steigen ließ. Nachhaltig konnte das Paar diese Marke nicht überwinden und so handelt USD/CAD in der engen Range 0,9985 und 1,0040. Es ist durchaus möglich, dass das Paar sein Hoch gefunden hat und den Weg nach Süden einschlägt. Ziel wäre dann 0,9920. Sollte der Aufwärtstrend, der weiter intakt ist, aber weiter Bestand behalten, ist auch die 1,0070 denkbar. Gegen den Norden spricht die Hängepartie um Fiscal Cliff.

Und damit wünsche ich eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 11. November 2012

Forex-Vorschau 12. - 16. November

Es war die dritte Woche in Folge, in der EUR/USD gehörig unter Druck kam. Auch die Wiederwahl Barack Obamas konnte die Märkte nicht beruhigen. Neben den Unsicherheiten um Griechenland und Spanien reihte sich ein weiteres Schwergewicht der Eurozone in die Krisenriege ein: Frankreich. Dazu kamen erste Hinweise, dass die Eurokrise auch an Deutschland nicht spurlos vorübergeht. Dazu kamen Sorgen über die USA, die ein großes Problem haben: Fiscal Cliff. Das ließ die Börsen am Donnerstag und Freitag ordentlich nachgeben. Der erste wichtige Termin der neuen Woche findet zur Stunde in Griechenland statt. Nach dem Sparpaket muss das Parlament heute den Haushalt verabschieden. Die Griechen selbst scheinen recht optimistisch zu sein, bald die nächste Rate aus dem Hilfsfond zu bekommen. Bundesfinanzminister ist da skeptischer. Mitte November, also in etwas einer Woche wird Griechenland zahlungsunfähig sein, denn das Land muss dann einen größeren Kredit zurückzahlen.

Wie geht es nun weiter bei EUR/USD? Sollte der Support bei 1,2690 nicht halten, könnte ein Fall bis 1,2560 drohen. Dazwischen gibt es noch eine Unterstützung bei 1,2630. Auch 1,25 scheint möglich zu sein. Derzeit ist nicht erkennbar, ob bald ein Boden gebildet werden kann. Trotzdem gibt es etwas Hoffnung. Am Freitag konnte sich das Paar nach dem Sturz bis auf 1,2690 leicht erholen und schloss über der 1,27. Gleichzeitig verlor EUR/USD nicht mehr so stark wie die Aktienmärkte. Hat das Paar das Schlimmste überstanden? Sicher nicht. Es kann zwar eine leichte Erholung bis 1,2750 erfolgen, aber generell gilt weiter, dass sich das Bild erst über 1,2880 aufhellt.

Von der Datenseite gibt es die ersten Impulse am Dienstag. Neben den Konjunkturerwartungen in EU und Deutschland steht der US-Bundsetat auf der Agenda. Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreise und das FOMC-Sitzungsprotokoll veröffentlicht, am Donnerstag das deutsche BIP. Außerdem werden an diesem Tag die US-Verbraucherpreise und US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Am Donnerstagabend spricht dann Ben Bernanke zum ersten Mal nach Obamas Wiederwahl.

Beginnen tut die Woche mit Daten aus Japan. Das BIP veröffentlicht. Es soll im letzten Quartal um fast 1 % geschrumpft sein. Der Yen hat zuletzt wieder Stärke gezeigt - trotz schwacher Daten aus Japan. In Zeiten der Unsicherheit bleibt die japanische Währung, egal was die Regierung Nippons und die Bank of Japan beschließen, der sichere Hafen. Zuletzt gab USD/JPY wieder deutlich unter die 80 JPY nach. Das Tief der letzten Woche (79,066) dürfte den nächsten Support markieren. Widerstand findet sich knapp um 80. EUR/JPY verlor in der letzten Woche fast 3 Yen ist scheint die 100 bald wieder von unten zu sehen. 99,75 könnte Unterstützung bieten. Freundlicher sieht es wohl erst über 102,26 aus.

Die Briten veröffentlichen am Mittwoch die Arbeitslosenstatistik. Außerdem spricht BoE-Gouverneur King und der Inflationsbericht wird veröffentlicht. Am Donnerstag werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. GBP/USD verlor am Freitag deutlich. Das Paar rutschte nicht nur unter die 1,60, sondern gleich noch unter die 1,59. Nun droht ein weiterer Verlust bis 1,5780. Hoffnung auf eine Erholung würde die 1,5960 und dann natürlich die Überwindung der besonders wichtigen Marke bei 1,60 bieten.

Es sieht so aus, als ob auch in der kommenden Woche vor allem die Politik die Akzente setzt. Dass das marktfreundlich passieren wird, ist sehr unsicher. Ich wünsche uns, dass wir die schweren Stürme sicher meistern. Eine erfolgreiche Woche.

Sonntag, 4. November 2012

Forex-Vorschau 05. bis 09.11.

Nach dem Bruch der 1,2880 in der vergangenen Woche hat sich das Bild für EUR/USD deutlich eingetrübt. Die Gemeinschaftswährung fiel unter die Aufwärtstrendlinie, die seit Juli gültig war und handelt unter dem übergeordnenten Abwärtstrend, dessen Linie jetzt bei 1,3093 verläuft.

Grund für die Euroschwäche dürfte vor allem die Unsicherheit in der Eurokrise sein Hauptprotagonist ist inzwischen wieder einmal Griechenland, bei dem bisher nicht klar ist, ob das geforderte Sparpaket durch das Parlament kommt und vor allem, ob es dann reicht, die Troika zu überzeugen und so eine weitere Liquiditätsspritze zu bekommen. Weitere spannende Frage ist, ob tatsächlich ein weiterer Schuldenschnitt kommen muss und wer diesen bezahlt. Seit dem Wochenende steht auch Zypern zunehmend im Fokus. Laut SPIEGEL hat der Bundesnachrichtendienst festgestellt, dass die Bankenrettung in Zypern vor allem Schwarzgelder aus Russland schützen würde. Russen hätten in Zypern 20,3 Mrd. Euro deponiert. Zypern würde angeblich immer noch die Geldwäsche unterstützen. Die SPD erklärte schon mal, dass sie nicht bereit ist, mit deutschem Steuergeld russisches Schwarzgeld abzusichern. Die einzige Frage, die nicht erklärt wird, ist, wie der BND darauf kommt, dass sämtliches Geld aus Russland unrechtmäßig verdient wurde. Egal, Zypern könnte auf jeden Fall der nächste Patient werden, der in ein tiefes Koma fällt und vor allem gute Wünsche bekommen wird. Auch in Irland ist die Kuh nicht vom Eis, in Portugal werden die Löcher im Etat auch nicht kleiner.

Insgesamt also keine gute Ausgangslage für die neue Handelswoche. Sollte EUR/USD unter die 1,2800 fallen, werden wir schnell die 1,2750 sehen. Danach könnte es ganz bitter werden, denn darunter dürfte die 1,2630 drohen. Sollte die 1,2820/00 halten, dürfte der erste Widerstand bei 1,2920 waren. Eine Rückeroberung der 1,30 ist derzeit in weiter Ferne.

Von der Datenseite wird es am Donnerstag die größten potentiellen Marktmover geben, wobei die EZB bei ihrer Zinsentscheidung und anschließenden Pressekonferenz wohl kaum ein Kaninchen aus dem Hut zaubern wird. Es ist eine Krux, das Geld zum Anleiheaufkauf steht bereit, nur die Bedingungen für die Maßnahmen der EZB erfüllt derzeit niemand. So bleiben die Mrd. in den Tresoren der EZB. Aus den USA kommen wie immer am Donnerstag die Arbeitsmarktdaten, die aber nicht die gleiche Wirkung haben, wie die Non Farm Payrolls letzten Freitag. Außerdem könnte die Handelsbilanz für Bewegung sorgen.

Weitere interessante Termin: Montag ISM-Dienstleistungs-Index USA, Dienstag Eurzeugerpreisindex Eurozone, Freitag deutscher Verbraucherpreisindex und Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Außerdem gibt es in der Nacht zum Freitag den Verbraucherpreisindex aus China, der die Märkte weltweit bewegen könnte.

Schwäche könnte in der kommenden Woche der AUD zeigen, es wird allgemein erwartet, dass die australische Notenbank den Leitzins um 25 Punkte auf 3 % senkt. Die australische Wirtschaft zeigte zuletzt, wie stark sie von der chinesischen abhängig ist. Die Konjunkturabschwächung in China wirkt direkt auf Down Under aus. AUD/USD konnte in der Vorwoche den starken Widerstand bei 1,04 nicht überwinden und gab am Freitag auf 1,0336 nach. Bei 1,0330 findet das Paar Unterstützung. Sollte AUS/USD unter dieser Marke eröffnen, könnte es schnell unter die 1,03 gehen. Erstes Ziel 1,0265. Durchaus im Bereich des möglichen dürfte ein Kurs knapp unter 1,02 sein. Die australische Zinsentscheidung wird in der Nacht zum Dienstag veröffentlicht. In der Nacht zum Donnerstag könnte weiteres Ungemach drohen, wenn die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden.

Kanada meldet am Dienstag den Einkaufmanagerindex. Auch die kanadische Wirtschaft scheint langsam abzukühlen, sieht aber noch wesentlich robuster aus als beispielsweise die europäische. Vielleicht ein Grund, weshalb der Canadian in der vergangenen Woche keinen weiteren Boden gegen den USD verloren hat. Zwar wurde durch USD/CAD die 1,0000 getestet, aber am Ende fiel das Paar zurück auf 0,9958. Somit hat der Widerstand bei 1,0020 erst einmal gehalten. Auf der Unterseite bietet die 0,9920 Unterstützung. Für weitere Bewegung könnte Kanadas Handelsbilanz am Donnerstag sorgen.

Am Mittwochabend erscheinen die Arbeitsmarktdaten aus Neuseeland. Es wird eine leichte Entspannung erwartet. Der NZD bewegt sich seit Wochen zwischen 0,81 und 0,8360.Seit 23. Oktober bewegt sich NZD/USD in einem Aufwärtstrend, der auch nach den Abgaben am Freitag weiter intakt bleibt. Hält die 0,8240, könnte das das Paar in Richtung obere Begrenzung der Seitwärtsrange treiben.

Die Bank of England veröffentlicht am Donnerstag den Leitzinssatz. An den 0,5 % wird sicher nicht gedreht. Möglich könnte aber eine weitere quantitative Lockerung sein. Lassen wir uns überraschen. Seit dem Hoch vom 20.09 (1,6309) ist GBP/USD kontinuierlich auf dem Rückzug. in der vergangenen Woche sah es zwar kurzzeitig so aus, als ob der Abwärtstrend gebrochen werden kann, aber am Freitag gab GBP über 1 Cent nach und landet knapp über der 1,60. Insgesamt ist die Lage aber für das Pfund besser als für den Euro. Solange GBP/USD über 1,5950 handelt, bleibt das Bild freundlich. Darunter könnte die 1,5880 und 1,5780 und damit das Ende des aktuellen Aufwärtstrends drohen. Die Trendlinie findet man etwa bei 1,5930.

So, das war es dann vom Wochenausblick. Zusammenfassend ist wohl eher mit einer Dollar-bullishen Woche zu rechnen. Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Forex-Ausblick 29. Oktober bis 2. November

In der vergangenen Woche kam EUR/USD wegen schlechter Vorgaben aus der US-Berichtssaison und der weiteren Unsicherheit rund um die Eurokrise unter Druck und handelte am Ende 80 Pips tiefer als zu Beginn der Woche.

Schaut man in den Wochenchart, sieht das Bild gar nicht so verheerend aus. EUR/USD handeln seit mehreren Wochen zwischen 1,3170 und 1,28. Wenn man so will steht das Paar mit 1,2939 derzeit genau in der Mitte dieser Range. Auch was die Trends betrifft, hat sich nicht viel getan. Aktuell handelt das Paar immer noch über einer Aufwärtstrendlinie. Sie verläuft in der neuen Woche etwa bei 1,2880. Die übergeordnete Abwärtstrendlinie kommt auch immer näher. Derzeit findet man sie bei 1,3160. Es wird also spannend. Welcher Trend hält? In der letzten Woche haben wir freilich einen Umkehrstab zur Vorwoche gesehen, der eher weiter nachgebende Kurse nahelegt.

Auch wenn man in den Daily schaut, sieht es nicht so gut für EUR/USD aus, denn es droht eine M-Formation, die nach unten aufgelöst werden könnte. Ziel wäre dann die 1,2803, das Tief vom 30. September. Auf der Oberseite dürfte erstes Ziel die 1,3050 sein.

Von der Nachrichtenseite kommt ebenfalls nicht wirklich Gutes. Die Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) schlägt laut "SPIEGEL" vor, Griechenland durch einen weiteren Schuldenschnitt Zeit zu verschaffen. Den Schuldenerlass soll diesmal vor allem die öffentliche Hand, also der Steuerzahler tragen. Private Gläubiger hatte man ja schon beim ersten Schuldenschnitt mit 50 % Forderungsverlust beteiligt. Rückversicherer Munich Re warnt schon mal vor einer solchen Maßnahme, weil sie das Vertrauen in die Eurozone vollends zerstören würde. Man befürchtet in einem solchen Fall eine weitere Kapitalflucht aus europäischen Staatsanleihen. Österreichs Notenbankchef drängt auf schnelle Entscheidungen und favorisiert, den Griechen mehr Zeit zu geben. Das griechische Problem ist keines, dass man kurzfristig in zwei Jahren lösen könne.

So wird vielleicht Griechenland wieder in den Fokus rücken. Dazu kommt die US-Präsidentenwahl, die den Kurs beeinflussen könnte. Außerdem könnten folgende Termine für Bewegung sorgen:

Dienstag, 9 Uhr: Mario Draghi spricht
Donnerstag, 13.15 Uhr: Veränderung Nonfarm-Arbeitsplätze USA
Donnerstag, 13.30 Uhr: Anträge auf Arbeitslosenhilfe USA
Donnerstag, 15 Uhr: US-ISM-Herstellungs-PMI
Freitag, 13.30 Uhr: Arbeitslosenquote USA und Non Farm Payrolls

Da wir wieder Winterzeit haben, beginnt der US-Handel nach unserer Zeit nun eine Stunde eher.

Am Dienstag gibt es die Zinsentscheidung der Bank of Japan. Allgemein wird erwartet, dass die Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockert, was den Yen weiter schwächen soll. Es könnte also Sinn machen, auf USD/JPY zu setzen. Das Paar entfernte sich am Freitag von seinem Hoch (80,36) und schloss bei 79,63. Gut möglich, dass der Yen am Montag nochmal Stärke demonstriert und USD/JPY bis 79 konsolidiert. Am Dienstag sollte dann eine Rallye beginnen, die das Paar bis 81,50, eventuell sogar bis 82,50 führen kann. Auch der Euro wird wohl profitieren, die Frage ist wieviel? Theoretisch müssten wenigstens 105,40 JPY möglich sein, aber dann dürften nach Möglichkeit keine weiteren schlechten Nachrichten kommen. Zu denen zählen auch schlechte Unternehmenszahlen aus der US-Berichtssaison, die über den Aktienmarkt an EUR/USD weitergereicht werden. Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Ausblick 22. bis 26. Oktober

Das Spannungsfeld der kommenden Woche ist schnell genannt. Auf der einen Seite dürfte die Sorge um die Eurokrise wohl nicht so großen Raum einnehmen. Griechenland wird wohl die nächsten Gelder bewilligt bekommen, eine Pleite des Landes ist genauso wenig politisch gewollt wie der Euroaustritt des Landes. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass das Hickhack um Spanien noch eine große Rolle spielt. Spanien wird eher oder später in der einen oder anderen Form Hilfe aus der EU oder der Eurozone erhalten. Dumm ist nur, dass das auch alles schon eingepreist ist.
Auf der anderen Seite wurden in der letzten Woche die schlechten Erwartungen des Marktes in der US-Berichtssaison von Tech-Schwergewichten wie Google oder Microsoft noch locker unterboten, das die Verunsicherung erneut verschärfte. Weniger im DAX als im EUR/USD, der seit Mittwoch einen Cent verlor.

Charttechnisch ist das kein Beinbruch. Solange die 1,2990 hält, muss man sich um die Bullen keine Sorgen machen. Hält die Marke nicht, wird es spannend. Hält dann doch schon vor dem Jahreswechsel die Realität im Markt Einzug? Oder zeigt der US-Dollar stärke, weil er das vor US-Wahlen immer macht? Und wieder kommt den Bullen die Charttechnik zu Hilfe. Auch unter 1,2990 kann man nicht zwangsläufig von einer bearishen Tendenz sprechen. EUR/USD handelt seit 11. September in er Seitwärtsrange zwischen 1,2820 und 1,3170 Eine Tendenz ist erst über oder unter diesem Bereich feststellbar. Im Tageschart ist zwar unser letzter schöner Aufwärtstrend kaputt gegangen, aber der übergeordnete Trend trägt noch ein Weile - bis etwa 1,28. Da sieht man die Trendbegrenzung im Wochenchart. Diesem Trend übergeordnet verläuft eine sinkende Trendlinie, die wir bei knapp 1,3170 finden. Das Doppeltopp von Mitte September sollte aber zeitnah herausgenommen werden, sonst wird es eng. Mitte November kreuzen übrigens beide Linien. Bis dahin wird es also einen Trend geben. Solange müssen wir auf Impulse von den Daten hoffen.

Am Mittwoch steht der ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland an und Mario Draghi wird wieder einmal die Märkte mit einer Rede beeindrucken. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber obwohl er meist im vagen bleibt, elektrisiert er immer kurzzeitig die Märkte. Hoffnung für die Bullen. Laut FOREXPROS hält Mario Draghi am Mittwoch sogar zwei Reden. Außerdem gibt es die Wohnungsverkäufe in den USA. Der Mittwoch ist damit ein heißer Termin, an dem die eine oder andere Weiche für den Rest der Woche gestellt werden könnte, denn am Abend gibt es noch die Leitzinsentscheidung der FED. Wobei hier die Aussagen des FOMC wohl wieder interessanter sein werden. Am Ende wird man wohl weiter mit der Konjunktur hadern und weiteres Geld in den Markt pumpen. QE3 gilt ja unbegrenzt, viel mehr ist von der FED nicht mehr zu erwarten.

Am Donnerstag erscheinen die Aufträge der Gebrauchsgüter und die Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Ehe sich die Märkte am Freitag mit dem US-BIP ins Wochenende verabschieden.

Die Kanadier werden schon am Dienstag Impulse setzen. USD/CAD handeln immer noch in einem seit Anfang Juni währenden Abwärtstrend. Er verläuft jetzt bei 0,9940. Also nur knapp über dem Schlusskurs aus der letzten Woche. Ein Brechen der Linie könnte das Paar wieder über 1, bis etwa 1,0050 tragen. Generell präsentierte sich die Kanadische Wirtschaft aber in den letzten Wochen recht robust, so dass ein Test des Jahrestiefs 2011 bei 0,9406 durchaus noch nicht vom Tisch ist. Erstes Ziel wäre natürlich erst einmal das 2012er Jahrestief aus dem September (0,9632). Am Dienstag geben die Einzelhandelsumsätze Impulse, außerdem wird der Leitzins bekanntgegeben. An den 1,0 % wird wohl nicht gerüttelt. Am Mittwoch folgt der Geldpolitik-Report der Bank of Canada. Der CAD könnte also in der kommenden Woche eine sehr interessante Währung sein.

Mervyn King, Gouverneur der Bank of England, spricht am Dienstag Abend nach Handelsschluss in Europa, clever. GBP könnte unter Druck geraten, denn auch die britische Wirtschaft hat an Fahrt verloren und es ist möglich, dass auch die BoE ihre bisherige Geldpolitik überprüfen und eventuell revidieren, sprich weitere geldpolitische Lockerungen beschließen muss. Am Donnerstag legen die Briten dann mit dem BIP für das 3. Quartal nach. Es wird eine Steigerung erwartet. Na dann sind wir doch mal gespannt. GBP/USD gibt seit einigen Wochen nach. Das Paar steht an der psychologisch wichtigen Marke 1,60 und droht darunter zu fallen. Ein Sturz bis 1,58 ist durchaus einzukalkulieren. Nach oben gibt es bei 1,6130 den ersten größeren Widerstand.

Der Kiwi spielt am Mittwochabend die Hauptrolle, der Zinssatz wird bekannt gegeben. Hier wird es sehr spannend, ob die Landeszentralbank ihrer Wirtschaft etwas mehr unter die Arme greifen wird. Erwartet wird dies erst einmal nicht. NZD/USD schloss bei 0,8155 Einen richtigen Trend kann man langfristig nicht ausmachen. Im Daily ist das Paar unter Druck. Ziel könnte 0,8050 sein. Widerstand ist um 0,8240 auszumachen.

So, das war es vom Wochenausblick. Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Forex-Ausblick 15. bis 19. Oktober

Nichts war es mit Party in der vergangenen Woche. Statt die 1,30 nachhaltig zu verteidigen und Richtung Doppeltop bei 1,3170 zu streben schauten sich EUR/USD schnell die runde Marke von unten an. Der Fall der Gemeinschaftswährung stoppte erst bei 1,2824. Danach stabilisierte sich der Euro und ging bei 1,2953 aus dem Handel. Wenn man derzeit mal bei den professionellen Analysten vorbei schaut, kann man schon überrascht sein, wie unterschiedlich man ein Chartbild interpretieren kann. Der Tenor ist: Es gibt Unsicherheiten. Sicher ist immerhin, dass wir auch in der kommenden Woche die eine oder andere Nachricht von der Eurokrise erhalten werden, besonders um den 18. Oktober, wenn sich die Staats und Regierungschefs der Eurozone treffen. Datentechnisch droht eventuell Ungemach aus China, während aus Europa und den USA kaum Daten veröffentlicht werden. So erwartet uns in der kommenden Woche ein technischer Markt, flankiert von Unkalkulierbarem aus der Politik.

Die Daten: Schon in der Nacht zum Montag eröffnet China mit den Verbraucherpreisen, am Montag 14.30 Uhr melden die USA dann die Einzelhandelsumsätze. Am Dienstag werden wohl eher schlechte Konjunkturerwartungen aus Europa vermeldet, bevor aus den USA die Verbraucherpreise kommen. In der Nacht zum Dommerstag meldet China das BIP. Allen bisherigen Meldungen zufolge kann man da eigentlich auch keine positive Überraschung erwarten. Wie immer melden die USA dann am Donnerstagnachmittag die Arbeitsmarktdaten, die allerdings vom Gipfel der Eurostaaten überschattet sein dürften. Am Freitag, 16 Uhr, gibt es dann noch die bestehenden Hausverkäufe aus den USA. Ein übersichtlicher Programm.

Charttechnisch hat sich für den Euro trotz der leichten Verluste in der vergangenen Woche eigentlich gar nicht so viel geändert. Im Wochenchart finden wir immer noch einen intakten Aufwärtstrend, der in dieser Woche bei etwa 1,2750 unterstüzen sollte.nach oben hat der Euro aber auch nicht wahnsinnig viel Platz, denn übergeordnet finden wir einen Abwärtstrend, dessen Begrenzung etwa bei 1,3170 verläuft. Dass ist in etwa genau der Bereich, aus dem EUR/USD erst einmal ausbrechen müssen, damit man einen neuen Trend bestimmen kann. Auf Wochensicht dürfte das Bild also eher neutral zu bewerten sein. Die politischen Punkte: Griechenland, Spanien, Notenbanken. Alles wie gehabt. Griechenland ist eine echte Hängepartie, Spanien auch.Die Frage wird sein, könnten diese Unsicherheiten durch die Liquidität der Notenbanken und daraus besonders in den USA resultierende bessere Wirtschaftszahlen gegen halten? Ich vermag das nicht zu prognostizieren.

Australien gewährt mit den Monetary Policy Meeting Minutes in der Nacht zum Dienstag einen Einblick in die letzte Vorstandssitzung der australischen Notenbank. Das wird das Highlihgt für den Aussie sein. AUD/USD gewann in der vergangenen Woche etwas. Das könnte in dieser Woche ganz anders aussehen, denn das rohstoffabhängige Land ist wie kein zweites von guten Daten aus China abhängig. Mal von der vergangenenWoche abgesehen, kam der Aussie zuletzt recht stark unter Druck. Im Tageschart zeigt sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die sich nach unten auflösen könnte. Ziel sollte dann die 1,01 sein, darunter wartet die 1,0010. Stärkeren Widerstand dürfte das Paar bei 1,0350 finden.

Am Mittwoch rückt Großbritannien in den Fokus. Das MPC-Versammlungsprotokoll spiegelt die Zinssitzung der BoE von vor 14 Tagen wider, außerdem erscheint die Veränderung der Arbeitslosenstatistik im Vereinigten Königreich. Am Donnerstag erscheinen dann noch die Einzelhandelsumsätze. Marktbeobachter sind der Ansicht das das GBP überbewertet sei. Das interessiert aber GBP/USD relativ wenig. Das Paar handelt weiter über 1.60. Trotzdem könnte eine Korrektur anstehen, denn das Paar hat den steilen Aufwärtstrend gebrochen und ist auch unter den übergeordneten Abwärtstrend gefallen. Theoretisch könnte GBP/USD bis zur nächsten Aufwärtstrendlinie bei 1,5835 korrigieren. Nach oben scheint die 1,63 derzeit nicht überwindbar.

Am Freitag meldet sich dann Kanada zu Wort. Die Verbraucherpreise werden veröffentlicht. CAD/USD bleiben in einem Abwärtstrend, der am 3. Juni bei 1,0446 begann und Trendlinie bei etwa 0,9920 verläuft. Darunter findet man untergeordnet einen weiteren Abwärtstrend, der bei 0,9827 zu finden ist. Sollte das Paar weiter seitwärts handeln, was nicht unmöglich ist, könnte auch eine Erholung erfolgen. Hält er Widerstand, dürften wir wohl schnell die 0,97 testen. Unter der 0,9690 würde die 0,9542 als nächste stärkere Unterstützung dienen.

Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Wochenausblick 8. bis 12. Oktober 2012

Nach den guten Arbeitmarktdaten aus den USA hielt sich der Euro am Ende der Woche deutlich über 1,30. Dass die Hochs nicht gehalten werden konnten, lag vor allem an den vielen Unsicherheiten, die es weiter gibt. Schlüpft Spanien unter den Rettungsschirm? Wahrscheinlich bleibt den Iberern gar nichts anderes übrig, auch wenn das aus dem Mund der spanischen Regierung ganz anders klingt. Was wird die Trojka in Griechenland erreichen. Gehen die Griechen pleite oder erfüllt das Land die Sparauflagen? Hier wird es wohl zwei NEIN geben. Die Griechen werden wohl nicht alle Auflagen erfüllen und die nächste Tranche aus dem Rettungspakt trotzdem bekommen. Auch obwohl die Griechen jetzt sogar versuchten, die Auflagen der Trojka einfach durch einen Zahlungsaufschub bei der EZB zu Umgehen. Die EZB ließ die Hellenen abblitzen. Dazu ist zu befürchten, dass die Wirtschaftsdaten aus Europa und vor allem auch aus Asien weiterhin nicht zum Jubeln einladen werden. Und so dürfte auch in der kommenden Woche eine gewisse Nervosität in den Märkten zu verzeichnen sein.

Ziel bleibt weiter das Doppeltop bei 1,3170. Wenn dieser Widerstand gebrochen ist, erst dann könnte man darüber nachdenken, ob Kurse knapp unter der 1,35 möglich sind. Solange bleibt EUR/USD in der Ranche 1,3170/1,2800 gefangen. Wie entscheidend die 1,3170 wird erkannt man im Wochenchart. Bei 1,32 verläuft der übergeordnete Abwärtstrend. Sollte es also gelingen, diese Trendlinie zu überwinden gibt es gute Chancen, zumindest die 1,3485 zu erreichen. Auf der anderen Seite unterstützt der aktuelle Aufwärtstrend bei 1,2710, wobei wohl die entscheidende Unterstützung bei 1,2750 gesehen werden muss. In der Woche 11. November kreuzen die beiden Trendlinien. In den kommenden Wochen dürfte also eine Entscheidung fallen, ob es weiter nach oben geht oder die Party ein Ende findet. Zunächst dürfte die Gemeinschftswährung aber erst einmal ein wenig Party feiern, denn der ESM wird aufgespannt.

Von der Datenseite kommen in der kommenden Woche nicht ganz so viele Nachrichten. Am Dienstag könnte es eventuell, 9.30 Uhr eine Rede von Mario Draghi geben, wobei nicht alle Wirtschaftskalender diesen Termin auf der Agenda haben. Am Mittwochabend wird in den USA dann das Beige Book veröffentlicht, das einen schönen Blick in die aktuelle Konditonierung der US-Wirtschaft gibt. In der Nacht zum Donnerstag gibt es dann eine Menge Daten aus China, die den Märkten einen Dämpfer verpassen könnten, denn Chinas Wirtschaft dreht immer mehr auf Rezession. Damit wird die Politik dann auch von der Wirtschaft abgelöst. Am Donnerstag stehen die Verbraucherpreise aus Deutschland auf der Agenda, später dann die Arbeitsmarktdaten aus den USA und deren Handelsbilanz. Am Freitag beschließen die USA dann die Woche mit den Erzeugerpreisen und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Darüber hinaus ist Berichtssaison in den USA. Die Quartalsberichte der Unternehmen werden über die Aktien-Indizes auch den EUR/USD beeinflussen.

Und die anderen Währungspaare?

Am Donnerstag könnte sich erneut zeigen, dass Australien von der abflauenden chinesischen Wirtschaft am meisten beeinflusst wird. Die Arbeitsmarktdaten dürften wohl eher schlecht ausfallen und AUD/USD weiter Richtung Parität drücken. Das Paar steht bei 1,0180 und dürfte sich bei einem Bruch dieser Marke schnell 1,01 wiederfinden. Darunter ist die Parität nicht weit. Nach oben wird AUD/USD bei 1,0275 ausgebremst.

Die Briten veröffentlichen am Dienstag ihre BIP-Schätzung September. Das Britische Pfund gilt für viele Analysten als überbewertet. Ob sie damit recht haben, könnte man vielleicht am Dienstag nachmittag sehen. GBP/USD steht bei 1,6127 und könnte zunächst mal die 1,6060 anlaufen. Darunter könnte es schnell unter 1,60 gehen. Widerstand ist bei 1,6210/20 auszumachen.

Japan veröffentlicht in der Nacht zu Donnerstag das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung. USD/JPY hat sich zuletzt etwas vom Tief bei 77,40 entfernt. Das Paar ist weiter in einem Abwärtstrend, der aber schon bei 78,75 gebrochen wäre. Die BoJ wird wohl weiter alles tun, um den Yen nicht weiter aufwerten zu lassen. Ich würde hier Vorsicht walten lassen.

Kanada veröffentlicht am Donnerstagseine Handelsbilanz. USD/CAD ist letzte Woche kurzzeitig stark unter Druck gekommen und fiel auf 0,9734, konnte sich danach aber wieder erholen. Das Paar handelt übergordnet in einem seit Anfang Juni währenden Abwärtstrend. Ziel wäre demzufolge zunächst das Tief der letzten Woche und darunter die 0,9710. Als Widerstand fungiert ein Tripletop bei 0,9883.

Und damit eine erfolgreiche Handelswoche.