Die Welt des Reisens

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Sonntag, 12. Januar 2014

Wochenausblick: Fed wird Anleihekäufe trotzdem weiter reduzieren

Schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die Märkte kurz hoffen lassen, dass die Fed die Anleihekäufe nicht weiter reduziert und vielleicht sogar wieder ausbaut. Diese Hoffnung dürfte eher unrealistisch sein.

Die Termine aus der Eurozone halten sich in Grenzen. In den USA darf man gespannt auf einen Auftritt von Ben Bernanke warten.



Kaum Daten gibt es aus den anderen Währung gebieten. Ohne Daten trotzdem im Fokus ist der Yen, der als sicherer Hafen fungiert. Auch der Schweizer Franken wurde gesucht.



Ebenfalls als Krisenwährung wurde Gold gesucht.
In den USA läuft die Berichtssaison auf vollen Touren.

Donnerstag, 14. März 2013

Hexensabbat lässt die Märkte verrückt spielen

Der Große Verfallstag am Freitag hat die Märkte aus ihrer tagelangen Lethargie befreit und hat sich schnell noch einmal auf Rekordjagd begeben. Der DAX begann den Tag schon mit einem 43-Punkte-Gap bei 8013 Punkten schloss im neuen Jahreshoch bei 8058 Punkten. Bis zum Allzeithoch aus dem Jahr 2007, dass wir bei 8151 Punkten finden, ist es nicht mehr weit, was aus Datensicht schon erstaunlich und fundamental sicher nicht gerechtfertigt ist. Die Märkte wollen dieses Hoch aber und haben ein wichtiges Argument: Die Liquidität durch die Notenbanken. Die schlägt inzwischen auch auf die Devisenmärkte durch, wo die Risikowährungen Euro und noch viel Mehr Britisches Pfund eine schier für unmöglich gehaltene Auferstehung feierten. Mal von den Verbraucherpreisen abgesehen, dürfte am Freitag dieses Treiben kaum zu stoppen sein. Zumindest bis 13 Uhr, wenn der Verfallstermin des DAX ist. Danach wird es spannend, denn mit Fakten aus der Wirtschaft lässt sich die Stimmung an den Aktienmärkten nicht erklären. Interessant ist auch, dass Bundes-Aleihen weiter gesucht werden, die Rentenmärkte die Situation also offenbar ganz anders einschätzen als die Aktienmärkte. Nach der Party könnte also bald der Kater kommen.

Die Deivenmärkte haben sich lande zurückgehalten. Von der Verunsicherung durch schwache Wirtschaftsdaten nicht nur in Europa profitierte über Wochen der US-Dollar. Die Rally an den Aktienmärkte war so ein idealer Anlass um den überkauften Dollar ein wenig abzukühlen. Prinzipiell wäre wohl auch eine weitere Korrektur bis 82,16 (23,6 %-Fibo) eher unschädlich für weitere Gewinne des Greenback.


Der Wochenausklang kann also noch einmal vom Bestreben der Märkte geprägt sein, ein paar Rekorde zu feiern, egal ob die Daten dies gerade hergeben oder nicht. Sollte der Devisenmarkt nicht an der Rekordjagd teilnehmen, könnte EUR/USD auf folgende Daten reagieren:

11 Uhr Verbraucherpreise Eurozone
13.30 Uhr Verbraucherpreise USA, NY Empire State Herstellungsaktivität
14 Uhr TIC Langzeit-Investionen USA
14.15 Uhr Industrieproduktion USA
14.30 Uhr FOMC-Mitglied Fisher spricht
14.55 Uhr Konjunkturerwartung der Uni Michigan

Sollte der Markt sich für die Daten interessieren, sind die Verbraucherpreise auf jeden Fall sehr interessant. Im Zusammenhang mit der laxen Geldpolitik der Notenbanken ist ja die Frage nach der Inflation nicht zu verachten. Eine Inflation die über die 2 %-Marke srebt könnte auf die Märkte drücken, weil die Geldregen der Notenbanken versiegen könnte. Auf der anderen Seite könnten sinkende Inflationsraten die Hoffnung auf die Fortsetzung der Flutung der Märkte durch die Notenbanken befeuern. Interessant könnte in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf die Inflationserwartungen der Uni Michigan sein (14.55 Uhr). Der Wert liegt seit einigen Monaten um 3,3 % also deutlich über den aktuellen Inflationswerten von knapp unter 2 %.

EUR/USD handelt weiter im Abwärtstrend. Ein interessanter Widerstand dürfte bei 1,3060 warten. Etwa hier würde der Abwärtstrend gebrochen werden. Wenn die Aktienmärkte weiter zur Rekordjagd blasen, könnte dies auch EUR/USD weiter stützen. Fundamental gibt es eigentlich keinen Grund für Optimismus. Auf der Unterseite dürfte der Bereich 1,2950/60 unterstützen. Darunter ist das heutige Tief bei 1,2911 Ziel. Eine Marke, die am Donnerstag sicherlich nicht viele als Support im Blick hatten. Die eigentlich erwartete 1,2880 wurde nicht erreicht. Die Trading-Range könnte also erst einmal zwischen 1,2950 und 1,3060 zu finden sein. Sollten die Märkte richtig übertreiben wollen, ist auch die 1,3150/60 ein Ziel. Zurückhaltung könnte nicht die schlechteste Idee sein.


Benden Den Daten aus den USA und der Eurozone gibt es nur noch die Erzeugerpreise aus der Schweiz (9.15 Uhr). EUR/CHF ist aus dem Aufwärtstrend ausgebrochen und bewegt sich nun mehr oder weniger seitwärts. Bleibt das Paar in seiner Range, könnte es nun Richtung 1,2360 bewegen.


Mehr gibt es über den letzten Handelstag und Hexensabbat nicht zu sagen. Einen Blick auf das Britische Pfund könnte man machen. Den gibt es dann am Freitag im eToro-Blog

Mittwoch, 13. März 2013

US-Arbeitsmarktdaten könnten den Euro weiter drücken

Am Donnerstag stehen die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf dem Plan. Wenn sich die Tendenz der letzten Wochen verfestigt, könnten die Zahlen durchaus positiv überraschen und so die Angst der Märkte befeuern, dass die Flut frischen amerikanischen Geldes bald versiegt. Dies wäre dann für EUR/USD sicher keine Steilvorlage für eine Erholung.

Eine enttäuscht aufgenommene Auktion italienischer 3-Jahres-Anleihen, eine schwache Industrieproduktion in Europa und gute Einzelhandelsumsätze in den USA hatten schon am Mittwoch EUR/USD wieder deutlich unter Druck gebracht. Das Paar brach den Support bei 1,2970 und dürfte zunächst Potential bis 1,2875 haben. Einen weitergehenden Blick auf die aktuelle Dollarstärke und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Währungspaare werde ich am Donnerstag im eToro-Blog veröffentlichen. Hier ein Schlaglicht zum aktuellen Kursverlauf.


Insgesamt gibt es aus fundamentaler Sicht kaum Hoffnung für eine baldige Trendwende. Folgende Daten werden den Handel am Donnerstag beeinflussen:

10 Uhr EZB-Monatsbericht
11 Uhr Veränderung der Anzahl der Erwerbstätigen in Europa
13.30 Uhr neue und weiterführende Anträge auf Arbeitslosenhilfe
13.30 Uhr Erzeugerpreise USA
13.30 Uhr Leistungsbilanz der USA

Schon in der Nacht, 1.30 Uhr) erscheinen die Arbeitsmarktdaten Australiens, Die Prognosen sind mathematisch interessant. Obwohl 9,0 K mehr Erwerbstätige erwartet werden, soll die Arbeitslosenquote von 5,4 auf 5,5 % steigen. Die wäre die höchste Arbeitslosenquote seit Januar 2010. AUD/USD konnte sich nach längerer Abwärtsbewegung zuletzt erholen, konnte aber den Widerstand bei 1,0335 im ersten Versuch nicht brechen. Darüber würde das Paar bei 1,0370/75 auf weiteren Widerstand treffen. Auf der Unterseite unterstützen der Aufwärtstrend bei etwa 1,0260 und vor allem die 1,0185. Darunter würde langsam die Parität in den Fokus rücken.


5.30 Uhr steht die Industrieproduktion Japans auf der Agenda und die Frage, ob die Beobachtung der Bank of Japan, dass die Talsohle der japanischen Konjunktur durchschritten sei, der Realität standhält. 1 % Wachstum wird für den letzten Monat prognostiziert. Wer Frühaufsteher ist, könnte hier vielleicht ein wenig mitnehmen. Schlechte Daten dürfte den Yen sicher schwächen. Nach dem neuen Jahreshoch bei 96,71 hat USD/JPY zunächst seinen überverkauften Modus abgebaut und scheint nun die nächste Attacke zu reiten. Übergeordnetes Ziel bleibt die 100.

EUR/JPY hat sich doch ziemlich weit vom Hoch entfernt. Zuletzt prallte das Paar bei 126 ab und legte den Rückwärtsgang ein. Zuletzt schien sich EUR/JPY ein wenig zu stabilisieren, aber generell gibt es durchaus Rücksetzer-Potential bis 122,33. Unmöglich ist dies trotz des Hintergrunds, dass der Yen weiter verlieren wird, nicht, denn aktuell ist der Euro schwach, der Yen wird erst wieder nach dem Machtwechsel bei der Bank of Japan verprügelt. Der Rücksetzer muss nicht kommen, aber die Idee ist zumindest nicht völlig abwegig.


Und dann ist da noch 9.30 die Schweizer Nationalbank, die Ihren Zinssatz von 0 % bestätigen wird und sicher ihre Bereitschaft erklären werden, nochmehr Anleihen zu kaufen. Denn auch die Schweizer wollen gern eine weiche Währung haben. Verständlich, Schweizer Uhren sind ziemlich teuer. Am Mittwoch hat USD/CHF Kurs auf das Doppeltopp um 0,9550 genommen. Ein Überwinden könnte das Paar bis 0,9617 führen.Übergeordnetes Ziel könnte die 0,9810 sein.


EUR/CHF hat zunächst mal ein Top bei 1,2380 gebildet. Eine aggressive Ankündigung weiterer Lockerungen könnten das Paar vielleicht bis 1,2460 führen. Erste Unterstützung um 1,2280.


Sonntag, 10. März 2013

Montag ohne Impulse

Nach der interessanten vergangenen Woche steht und eine ruhigere bevor. So könnten vielleicht noch die Daten aus der Vorwoche nachhallen. Wichtigster Termin waren die Non Farm Payrolls, die ein deutlich besseres Ergebnis als erwartet hervorbrachten und die Gewinne von EUR/USD einen Tag nach dem Auftritt Mario Draghis schon wieder kassierten. Die Aktienmärkte haben am Freitag immerhin mal ein wenig innegehalten.

Die USA präsentierten auch in der Wochen gute Daten. Die lockere Geldpolitik der Fed scheint Erfolge zu zeigen, was die Frage aufwirft, wann die Fed vielleicht ihr Programm zum quantitative Easing zurück fährt. Die Daten aus den USA werden in den kommenden Wochenenden eine Stunde eher erscheinen, weil in den USA schon die Sommerzeit begonnen hat.

Am Montag ist mit einem ruhigen Auftakt zu rechnen.

EUR/USD kämpft mit der 1,30 und würde beim neuen Jahrestief 1,2954 Unterstützung finden. Auf der Oberseite wartet der erste Widerstand bei 1,3060. Für ein Überschreiten dieser Marke dürfte am Montag erst einmal wenig sprechen. Erster größerer Impuls dürften die US-Einzelhandelsumsätze am Mittwoch werden.


Große Unbekannte ist die Politik. Dabei dürften die merkwürdigen Auftritte von Herrn Brüderle die Märkte wohl eher nicht berühren. Aber Italien hat immer noch keine Aussicht auf eine Regierung.

Einziger Wirtschaftstermin am Montag sind die Einzelhadelsumsätze in der Schweiz. EUR/CHF läuft in einem schönen Aufwärtstrend, dessen nächstes Ziel die 1,2425 ist. Unter der 1,2350 wäre der Aufwärtstrend gebrochen. Nächstes Ziel wäre dann die Runde Marke 1,23.


Dienstag, 26. Februar 2013

Stimmen ausgezählt, alles klar? Nein.

Italien hat gewählt und je länger ich darüber nachdenke, Italien hat gut gewählt! Der Wähler hat beschlossen, dass es am besten ist, wenn am dazu verdammt ist, die Krise gemeinsam zu meistern. Eine weise Entscheidung. Sie benötigt aber auch weise Politiker. Nicht ganz zu unrecht sind die Märkte deshalb verunsichert, Hat Italien weise Politiker. Überraschend war es Silvio Berlusconi, der über seinen Schatten sprang und bereit ist Kompromisse einzugehen, eine große Koalition nicht ausschloss. Ob seine Alterweisheit ausreicht, um zu erkennen, dass man in der Eurozone keine Politik gegen die Bundeskanzlerin führen kann und bereit ist, diese Politik vor seinen Wählern zu verkaufen, darf aber eher skeptisch gesehen werden. Aber auch der Sieger der Abgeordnetenhaus-Wahlen, Bersani scheint durchaus bereit zu sein, Änderungen an Mario Montis bisherigem Sparkurs vorzunehmen. Beide Protagonisten können sich sicher sein, dass sich die Eurozone eine Pleite Italiens nicht leisten kann. Das gibt Chancen für Italien, aber auch große Risiken für die Eurozone. Die Eurokrise könnte sehr teuer werden. Eventuell wird irgendwann selbst Deutschland erkennen müssen, dass der Untergang des Euro nur mit der Notenpresse im Wettstreit mit den anderen Notenbanken geregelt werden kann. Diese "Lösung" dürfte allerdings auch sehr kurzsichtig sein, den das schöne frische Geld hat einen großen Nachteil: Es ist nicht durch Werte gegengebucht. Viel Geld, für das eigentlich nichts zu kaufen ist. Das ist die Grundlage für eine satte Inflation. Warum die Behauptung der Notenbanken, man könne ja bei erkennbaren Inflationsrisiken das Geld schnell wieder einsammeln, ist aus meiner Sicht gefährlicher Unsinn. Warum erkläre ich mal in einem Blog-Post bei eToro.

Die Unsicherheit ist jedenfalls groß und selbst die vielen positiven Nachrichten, die am Dienstag aus den USA kamen, konnten die Marktteilnehmer aus ihrer betrüblichen Stimmung nicht herausbringen. Die Wohnungsverkäufe lagen deutlich über den Erwartungen und auch das Verbrauchervertrauen stieg gleich um mehr als 11 Punkte. Allerdings sind diese Daten aktuell kein Grund zur Freude, denn gute Wirtschaftsdaten lassen immer die Befürchtung aufkeimen, dass QE bald beendet wird. Dem hat Ben Bernanke zwar heute eine Absage erteilt, aber nach der Veröffentlichung des letzten FOMC-Protokolls scheint der Markt von dieser Aussage nicht mehr so überzeugt zu sein. Am Mittwoch spricht Ben Bernanke übrigens vor dem US-Repräsentantenhaus, in dem die Demokraten die Mehrheit haben. Da dürfte dann Gelddrucker Ben 16 Uhr ein Heimspiel haben.
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Ausnahmsweise dürften am Mittwoch andere Daten eine größere Rolle spielen. 8 Uhr geht es mit dem deutschen Konsumklima los. 14.30 Uhr werden die Daten zu den .Gebrauchsgütern in den USA gemeldet. Und 16 Uhr sind die schwebenden Eigenheimverkäufe an der Reihe. Wenn Ben Bernanke seine Rede beendet hat, legt 18.30 Uhr der Meister des Wortes, Mario Draghi los. Ihm dürften die neuen Entwicklungen um die italienischen Staatsanleihen Sorgen bereiten. Er könnte den Euro zur Abwechslung mal wieder stark reden, denn der Euro ist natürlich unumkehrbar (zumindest für die EZB) und die EZB wird alles dafür tun, um den Zugang der Euroländer zum Finanzmarkt zu fairen Konditionen sicherstellen, wenn sich die Mitgliedsländer vorher dem Diktats des ESM unterwerfen. Nehmen wir mal an, Berlusconi tritt tatsächlich in eine Regierung ein, wer glaubt, dass die EZB jemals ein OMT-Programm für Italien auflegen kann? Das könnten dann auch bald die Märkte begreifen (vielleicht auch schon am Mittwoch) und spätestens dann wird die EZB über ihre Rolle und ihre Möglichkeiten nachdenken müssen. Tendenziell könnte aber EUR/USD am Abend durchaus Gewinne generieren.

Generell sieht das Paar doch sehr angeschlagen aus. Das Paar bleibt weiter unter dem ehemaligen Abwärtstrendkanal, was das ganze Dilemma des EUR/USD schön zeigt. Bis zu einer Trendwende ist es ein sehr weiter Weg. Ob das Paar am Mittwoch weiter an Boden verliert wird sicher auch vom GfK-Konsumklima abhängen. Ansonsten wird man weiterhin die Nachrichten aus Italien weiterverfolgen müssen. Dazu gehören auch die Autionen 5- und 10-jähriger Staatsanleihen (11.10 Uhr). Das könnte richtig bitter für EUR/USD werden. Adas BIP auf der Agend. ktuell kriecht EUR/USD am Boden bei 1,3050 entlang. Eine klare Aussage wäre ein Bruch dieser aktuellen Unterstützungslinie. Dann wäre das Feld bis 1,30/2990 frei. Darunter drohen dann die 1,2925 und 1,2880. Darunter wird es dann sehr bitter für den Euro. Auf der Oberseite wird es erst über 1,3185 wieder etwas interessanter.


Für Shortpositionen sollte man aber auch einen Blick auf den RSI werfen. Er hat zwar noch ein wenig Luft, aber ein zügiger Abverkauf Richtung 1,30 könnte das Paar in den überverkauften Bereich drücken. Nicht unerwähnt möchte ich auch eine Rede von FOMC-Mitglied Fisher lassen. Er spricht 22.30 Uhr. Mal sehen, ob der Mann aus Dallas eine andere Meinung hat als Ben Bernanke.

Es wird ein langer Tagesausblick, denn schon in der Nacht gibt es ein paar interessante Daten. 22.45 Uhr steht die Handelsbilanz aus Neuseeland auf dem Plan. Neuseeland meldete in der Nacht zum Dienstag eine etwas nachgebende Inflation (2,2 % nach 2,3 %). NZD/USD stürzte im Laufe des Dienstag richtig ab und attackierte schon die 78,6 %-Linie des Fibo. Darunter würde 0,8155 vom 26. Dezember in den Fokus rücken. Vorher ist allerdings eine Korrektur bis 0,83 denkbar. Das Paar rutscht in den überkauften Bereich.


Einen irren Absturz hat EUR/JPY hinter sich. Das Paar verlor in den vergangenen zwei Tagen mehr als 600 Pips. Die spannende Frage ist, ob das schon alles war. Die Anleger flüchten in Krisenzeiten weiterhin reflexartig in die sicheren Häfen, obwohl gar nicht so eindeutig ist, ob die Häfen noch sicher sind. Schließlich ist Japan ja völlig überschuldet. 0.50 Uhr erscheinen die japanischen Einzelhandelsumsätze. Sollte der Einzelhandelsumsatz-Rückgang in Japan nicht so schlimm ausfällt, könnte das Paar unter die 120 JPY fallen. Eine weitere Korrektur bis 117 ist möglich.

In Ausralien steht der Bau im Fokus (1.30 Uhr). Der Aussie handelt in einem schönen Abwärtstrend, Unter 1,02 dürfte die 1,0150 Ziel sein. Auf der Oberseite ist die Trendlinie der Widerstand.


In der Schweiz erscheint 9 Uhr das Konjunkturbarometer. Nach dem Konsens ist zu befürchten, dass es zum vierten Mal in Folge fällt. 1,00 wäre der schlechteste Wert seit Mai 2012. EUR/CHF hat sich am Dienstag über der 1,2150 etabliert. Weiterhin droht aber bei Bruch der 1,2150 der Test der von der SNB festgelegten Untergrenze bei 1,20.

Und damit nach Großbritannien. Im Vereinigten Königreich steht 10.30 das BIP auf dem Programm. Es wäre schon ein Wunder,, wenn das BIP deutlich in den positiven Bereich rücken würde. GBP/USD hat sich am Dienstag über 1,51 gehalten. Eine Trendumkehr ist aber weit und breit nicht zu erkennen. Weiter drohen Kurse von unter 1,50. Nach der kurzen Erholung vom Montag hat das Paar seinen überverkauften Status abgebaut und könnte sich am Mittwoch der Markierung weiterer Tiefs widmen.


Ebenfalls 10.30 Uhr stehen die Anlageverkäufe im Vereinigten Königreich auf der Agenda.

Tja, ich würde sagen, ein spannender Handelstag steht vor uns.

Montag, 11. Februar 2013

Wie steht es eigentlich um Großbritannien und was hat uns die Schweizer Nationalbank zu sagen?

GBP/USD zum Auftakt meines Posts, das ist nicht so oft und wundert vielleicht den einen oder anderen, der damit gerechnet hat, dass heute Mario Draghi im Fokus steht. Nein der EBZ-Präsident hat am Donnerstag erklärt bei seinem Besuch in Spanien zuhören zu wollen und keine Impulse zu setzen. Mal sehen ob es sich daran hält, aber viel neues kann er ja eine halbe Woche nach der EZB-Pressekonferenz auch kaum liefern.

Großbritannien legt am Dienstag die ganze aktuelle Verfassung der Preise auf einmal zu Füßen der Marktteilnehmer. Und das rechtfertigt doch, dass Cable mal die erste Geige spielt. Schon 1.01 Uhr (und bestimmt keine Minute eher) gibt es die RICS Hauspreisbilanzen, bevor es 10.30 Uhr eine Flut an Zahlen zu Erzeugerpreisen und Verbraucherpreisen gibt. Da lohnt es sich dann schon einmal auf die Insel zu schauen. Die Vorgaben sind nicht ganz einheitlich weshalb eine Prognose nicht ganz einfach ist. Schauen wir auf GBP/USD, so sehen wir das Paar nach seiner kurzen Erholung bis 1,58 wieder am Boden um 1,5650. So könnten bei schlechten Daten sogar Kurse unter 1,55 in den Fokus rücken. Auf der Oberseite finden wir bei gut 1,58 ersten Widerstand.


EUR/GBP hat seinen grandiosen Aufstieg am 1. Februar bei 0,8716 beendet. Nach ein bisschen Topbildung und Seitwärtsgeschiebe kam Mario Dragi und redete das Paar bis 0,8446 zurück. Dort bildete das Paar dann einen Boden. Aktuell handelt das Paar am Widerstand 0,8550 und könnte bei einem Überwinden dieser Marke wieder in Regionen um 0,8650, mit der Perspektive neue Hochs zu bilden, vorrücken.


Dafür darf dann natürlich am Dienstagnachmittag Mario Draghi wirklich nichts sagen, vor allem nichts, was den Franzosen, Italienern oder Spaniern in den Kram passen würde, eine Schwächung des Euro. Aber damit ist eher nicht zurechnen. Natürlich ist die EZB bereit, Maßnahmen zu ergreifen, die die Preisstabilität sichern, also auch geldpolitische Lockerungen. Nur aktuell wird das wohl eher nicht nötig sein. Interessant wird auch, wie die Marktteilnehmer das EZ-Finanzministertreffen werten, dass zur Zeit der Verfassung dieser Vorausschau noch im Gange war. Frankreich wollte auch hier die angebliche Eurostärke, die gar nicht existiert, aber durchaus entstehen könnte, zur Sprache bringen. Ein Riss dürfte durch Europa gehen. Und damit sind wir bei EUR/USD und der Eurokrise. Die zeigt sich derzeit auf der Insel der Aphrodite und droht wieder eine längere Vorstellung zu geben. Deutschland ist eines der Länder, die nicht bereit sind, Zypern zu helfen, solange das Land nicht bereit. Dem Land wird ja vorgeworfen, das zypriotische Banken die Geldwäsche von russischen Anlegern begünstigen. Deshalb hatte die Eurogruppe gefordert, dass eine private Wirtschaftsprüfungsgesellschaft untersucht, ob die Geldinstitute der Insel in Geldwäschegeschäfte involviert sind. Wer nichts zu verbergen hat, könnte eigentlich sagen: Bitte, wenn es Euch danach besser geht. Zypern sieht das anders. Das Land möchte gern von der bei Europarat zuständigen Institution Moneyval überprüft werden. Schöner Nebeneffekt, der Chef der Behörde, die nicht zur EU gehört ist ein Russe. So dürfte das EU-Treffen also eher zur Hängepartie werden. Wie werden dies die Märkte beurteilen? Um das vorherzusehen, müsste man wohl Hellseher sein.

Dank Mario Draghi wird wohl der nächste Höhenflug des Euro noch ein wenig auf sich warten lassen. Meine Vermutung, dass EUR/USD unter die 1,33 rutschen könnte, ist zur Zeit gar nicht so sicher. Die Range für den Dienstag darf man wohl etwas Höher ansetzen. Generell gibt der Chart weiter keine eindeutige Richtung her. Das Paar handelt um 1,34. Die Richtungsentscheidung wird wohl am Dienstag nicht fallen. Ich denke, dass wir in einer Range zwischen 1,33 und 1,3480 handeln, wobei es nicht sicher ist, dass das Paar diese Range voll nutzt. Im Kern könnte wir wie am Montag zwischen 1,3340 und 1,3430 handeln. Wenn die Politik nicht dazwischen funkt gibt es nämlich erneut keine wirklich spannenden Daten. Wie gesagt, Mario Draghi ist nur als Zuhörer in Spanien, meint er zumindest selbst. und so bleibt der US-Bundesetat, 20 Uhr.


Das dritte spannende Währungspaar dürfte EUR/CHF sein. SNB-Vorsitzender Thomas Jordan spricht 11 Uhr und wird wohl um das Thema der Überbewertung des Schweizer Franken (zumindest nach Ansicht der Schweizer) nicht herumkommen. Es könnte also ein wenig Bewegung in das Währungspaar kommen, vorzugsweise auf der Longseite. Zuletzt hat sich das Paar von seinem Hoch 1,2568 langsam gen Süden bewegt und fand um 1,2250 seinen vorläufigen Boden. Zuletzt konnte sich das Paar wieder über 1,23 erholen. Spannend ist, ob die SNB vielleicht bald die zu verteidigende Untergrenze, die derzeit bei 1,20 liegt, vielleicht bald erhöht. Das wird in der Schweiz immer mal wieder theamtisiert. Mal sehen, ob Thomas Jordan Licht ins Dunkel bringt. Übrigens, sollte Jordan die 1,20 als Verteidigungslinie bestätigen, könnten die Märkte auf die Idee kommen, dies zu testen.



In Kürze der Rest: In Australien wird 1.30 Uhr das Geschäftsvertrauen gemeldet. Bei der letzten Erhebung am 29. Januar war es überraschend gut und seit August erstmals wieder über 0. Spannend wird vor allem, ob der Ausgangswert Bestand hat oder korrigiert wird. AUS/USD steht weiter an der Unterstützung 1,0260 und droht bei einem Bruch bis 1,0150 zu fallen. Darunter wartet dann bald die Parität.

14.45 Uhr tritt noch einmal Gouverneur Carney als Chef der Bank of Kanada auf. Bald wechselt er ja nach UK. USD/CAD handelt seit etwa vier Wochen um die Parität herum. einen eindeutigen Trend gibt es derzeit nicht.

Aktuelle Kommentare während der Handelstages gibt es wie immer im OpenBook von eToro.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Spekulation um weitere geldpolitische Lockerungen verunsichert die Märkte

Eigentlich hätte es ein schöner Tag für den Euro werden können. Die Banken zahlen ihre LTRO´s zurück, weil sie die Liquiditätsreserve nicht, am Anleihemarkt scheint man wieder langsam Vertrauen in die Eurozone zu gewinnen, die Inflation liegt etwa in dem von der EZB vorgegebenen Zielbereich, die Wirtschaftsdaten aus Europa waren zuletzt gar nicht so schlecht. Besonders Deutschland zeigte sich zuletzt recht unbeeindruckt von der Eurokrise.

Böse Zungen behaupten, es gab aber etwas, das nicht in die freudige Stimmung passte. Das Kursziel von Goldman Sachs (1,37) war schon erreicht. In den letzten Tagen kamen dann vor allem Nachrichten, die gut dazu geeignet waren, Gewinnmitnahmen zu begründen. Eine wirkliche Trendwende war eigentlich nicht auszumachen. Überraschend düster war dann am Donnerstag das Bild, das EZB-Präsident Mario Draghi von der Eurozone zeichnete. Es ähnelte inhaltlich zwar den Auftritten der letzten Male, aber die Präsentation kam so herüber, als ob man dieses Mal als Zielvorgabe herausgegeben hatte, den Euro um jeden Preis zu schwächen. In dieser Beziehung ist Mario Draghi wiedermal eine Meisterleitung gelungen. Insgesamt wurde man das Gefühl nicht los, dass sich Statistiken immer aus verschiedenen Sichtweisen interpretieren lassen. Die Zahlen zeigten eigentlich weitere kleine Fortschritte in der Bekämpfung der Eurokrise, der EZB-Präsident betonte aber anders als die letzten Male, den schleppenden Verlauf der Reformen und strich wesentlich deutlicher als zuletzt die Risiken heraus. Dadurch kam die EZB am Ende zum Schluss, dass die Erholung der Konjunktur nicht mehr so genau auf Mitte des Jahres terminiert werden könne, wie das bisher der Fall war. Diese insgesamt trübe Analyse brachte den Euro bis 1,35 unter Druck.

Danach ging es um den angeblich zu starken Euro. Mario Draghi hat mit keinem Wort den aktuellen Eurokurs problematisiert, im Gegenteil, er erklärte auf die Frage, was er von den Äußerungen des französischen Präsidenten Hollande hält, der Euro sei überbewertet, dass der Wert des Euro ein Ausdruck des Vertrauens der Anleger in die Eurozone ist. Außerdem sei die EZB unabhängig. Eigentlich hat er damit Fantasien einer ultralockeren Geldpolitik durch die EZB ebenso widersprochen wie durch die Erklärung, dass die EZB bereits einen sehr lockeren Kurs fahre und diesen beibehalte. Interessanter war für die Märkte der Satz, dass die EZB natürlich beobachten werde, wie ein steigender Kurs sich auf die Preisstabilität auswirken würde und man sich Maßnahmen vorbehalte einzugreifen, wenn es infolge abflauender Konjunktur zu deflationären Tendenzen käme. Dann würde die EZB bereit sein, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Diese nüchterne Erklärung reichte für ein weiteres Minus von einem Cent. EUR/USD wertete am Donnerstag teilweise bis 200 Pips ab und durchbrach die wichtigen Unterstützungen bei 1,3500/85 und 1,3430. Aktuell handelt das Paar am ehemaligen Ausbruchslevel 1,3390. Sollte dieser Support endgültig brechen, ist ein Abverkauf bis 1,3250 durchaus möglich. Dass dies aber am Freitag geschieht ist eher unwahrscheinlich. Eher ist eine leichte Erholungsbewegung einzuplanen.

Fakt ist, dass ein weiterer Rücksetzer durchaus ins Chartbild passt, ohne den aktuellen übergeordneten Aufwärtstrend zu gefährden. Ein Übergang in eine Seitwärtsrange zwischen 1,3250 und 1,34, so wie lange im Januar, könnte ein Szenario sein. mit dem wir uns in den nächsten Tagen anfreunden könnten.


Impulse liefern am Freitag folgende Daten:
16 Uhr US-Handelsbilanz

Nicht viel für einen Freitag. Aber es gibt ja noch China. Hier könnte es sogar ein wenig Schub für den Euro geben, wenn die Chinesen positive Daten veröffentlichen. In erster Linie dürften die Verbraucherpreise (6.30 Uhr) interessieren. Interessant wird auch die Handelsbilanz (Termin offen) und der Erzeugerpreis-Index (6.30 Uhr). Die Daten könnten den Freitag entscheidend prägen.

Während sich EUR/USD also vom Donnerstag erholen könnte, treten andere Länder zum Wochenende noch einmal in den Fokus. 0.50 Uhr erscheint Japans Leistungsbilanz. EUR/JPY verlor am Donnerstag mal schnell 300 Pips, konnte sich aber inzwischen ein wenig erholen. Unter der 125 würde die 123,40 in den Fokus rücken. Auf der Oberseite gilt es das Top bei 127,70 aus dem Weg zu räumen.


So ganz ungetrübt ist die Party im EUR/JPY jedenfalls auch nicht mehr. USD/JPY schafft es derzeit nicht über die 94, was auf Dauer auch einen Rücksetzer bis 92 nach sich ziehen könnte.

1.30 Uhr veröffentlicht die Australische Zentralbank ihren Brecht zur Geldpolitik. Der Aussie ist weiter auf dem Weg zu neuen Tiefs und durchbrach in AUD/USD zuletzt die 1,0290. Die nächste Unterstützung würde ich bei 1,0235 ausmachen. Übergeordnetes Ziel könnte aber die 1,0150 sein. Freundlicher wird es wohl erst wieder um 1,0350.


Die Schweiz veröffentlicht am Freitag vor dem ersten Hahnenkrähen (7 Uhr) die Arbeitslosenquote und 9.15 Uhr die Einzelhandelsumsätze. Ein Blick auf den EUR/CHF hatte ich mir für diesen Post eigentlich ziemlich spannend vorgestellt, weil ich dachte, dass man langsam mal darüber nachdenken könnte, wann die SNB wieder ihre 1,20 verteidigen muss. Aber Pustekuchen. EUR/CHF hielt sich am Donnerstag über der 1,23. Das Paar bewegt sich zwar in einem Abwärtskanal, aber der Druck gen Süden ist zumindest am Donnerstag ausgeblieben.


Eine interessante Frage ist in diesem Zusammenhang, ob die SNB vielleicht ihre Verteidigungslinie nach Norden verschoben hat, denn der Schweizer Franken war am Donnerstag neben dem Euro der große Verlierer.


Am Nachmittag rückt dann noch einmal Kanada mit folgenden Daten in den Fokus:
14.15 Uhr Beginne Wohnungsbauten
14.30 Uhr Handelsbilanz
14.30 Uhr Arbeitslosenquote
14.30 Uhr Veränderung der Anzahl der Erwerbstätigen.

Im 4H-Chart sieht es beim USD/CAD nach einer Seitwärtsbewegung aus. Im Tageschart wird es hingegen durchaus interessant. Das Paar setzte auf der Aufwärtstrendline bei 0,9933 auf und drehte wieder Richtung Norden. Hier könnte es bei etwa 1,0080 auf die übergeordnete Abwärtstrend Linie treffen. Ein Bruch der 0,9933 würde dagegen das Paar bis 0,9860 führen. Dort findet man eine weitere Aufwärtstrendlinie. Sollte das Paar hier abprallen könnte die Parität trotzdem wieder locker erreicht werden.


So, und damit wünsche ich einen erfolgreichen Wochenausklang. Der Handelstag wird durch mich wie immer im eToro-OpenBook kommentiert.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Unsicherheit bleibt bestehen

Es war ein ereignisloser Mittwoch. Daten waren eher Fehlanzeige, so konnten wieder die "Nebenkriegsschauplätze" zum Vorschein kommen. Allen voran das Gespenst Berlusconi, vor dem die Marktteilnehmer offenbar viel Angst haben, denn wenn man die Marktteilnehmer nach dem Grund für den am Mittwoch wieder nachgebenden Euro fragt, fällt immer wieder dieser Namen. Dazu scheint es einige zu geben, die am Donnerstag mit einem Statement der EZB zum Eurokurs erwarten. Sie dürften enttäuscht werden, denn ein bestimmter Eurokurs gegenüber anderen Währungen ist nicht Gegenstand der Aufgaben der EZB. Nur, wen die Preisstabilität ins Wanken kommt, würde die Notenbank eingreifen. Dies dürfte derzeit nicht gegeben sein.

Und damit sind wir schon beim wichtigsten Termin dieser Woche, der EZB-Ratstagung. Es wird wohl eher keine Änderung der Geldpolitik zu erwarten sein. Mario Draghi wird darauf verweisen, dass die Politik ihre Hausaufgaben machen muss, sich die Inflation mittelfristig im von der EZB anvisierten Bereich knapp unter 2 % liegen wird und es Fortschritte bei der Bewältigung der Eurokrise gibt, es aber weiterer Anstrengungen bedarf und enorme Risiken für die Entwicklung in der Eurozone bestehen. Das ist etwa das, das der EZB-Chef zuletzt regelmäßig erzählt hat. Interessant wird, ob er einen klaren Appell Richtung Berlusconis Plänen, die Steuern senken zu wollen, wenn er wieder an die Macht kommt, sendet. Dann könnte interessant werden, wie Draghi das formuliert. Interessant wird ferner, ob überhaupt geldpolitische Lockerungen im Gespräch waren. Auch hier könnte der Mart reagieren. Die Pressekonferenz könnte also vor allem im zweiten teil, wenn die Journalisten Fragen stellen, interessant werden.

EUR/USD droht bei Erscheinen des Posts den Aufwärtstrend nach Süden zu verlassen. dies heißt aber noch nicht, dass nun die Bären das Kommando übernehmen. Man sollte zunächst die EZB-Rats-Sitzung abwarten und danach neue Ziele definieren. Aktuell ist nicht zu übersehen, dass es unter 1,3425 richtig ungemütlich für das Paar werden kann. Prinzipiell kann man hier auch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation sehen, die kurz vor der Vollendung steht.


Sollte die EZB morgen, wie eigentlich von mir erwartet, keine Änderung ihrer Geldpolitik verkünden, dann könnte das den Euro eventuell über die 1,36 hinaus führen und Potential für neue Hochs generieren. Ein wenig auf der Bremse stehen könnte der DAX, der in dieser Woche richtig Prügel bekommen hat. Allein am Mittwoch verlor der deutsche Leitindex fast 1,5 %.

Daten gibt es am Donnerstag einige, wobei wohl nur ein Termin für richtig Bewegung sorgen wird:

8.45 Uhr Französische Handelsbilanz
9 Uhr Spanische Industrieproduktion
11.05 Uhr Auktion langlaufender französischer Anleihen.
12 Uhr deutsche Industrieproduktion
13.45 Uhr Leizinds der EZB
14.30 Uhr EZB-Pressekonferenz
14.30 Uhr Arbeitsmarktdaten USA
14.30 Uhr Non-farm Produktivität USA

Danach sollte der Spuk um Berlusconi vorbei sein, denn die Märkte können erst einmal reale Daten verarbeiten. Hoffentlich!

Am Abend wird Neuseeland seine Arbeitsmarkdaten veröffentlichen. Die Arbeitslosenquote soll von 7,3 auf 7,1 % sinken. Anders als der Aussie zeigt sich der Kiwi äußerst stark. Nach dem Abprall an der 0,8480 hat NZD/USD aber doch ein wenig konsolidieren müssen. Abnehmende Spitzen (Pfeile) sprechen auch nicht unbedingt für eine ausgeprägte Stärke. Und so kommt der 0,8400 eine große Bedeutung zu. Hält der Support nicht, kann man das Paar wohl getrost weitere 100 Pips shorten.



In der Nacht könnte der Aussie wieder Probleme bekommen. Australiens Arbeitsmarktdaten drohen, die Märkte nicht gerade in Verzückung zu versetzen (1.30 Uhr). Bei der Arbeitslosenquote wird eine Zunahme von 5,4 auf 5,5 % erwartet. Australien geht es schlecht - Deutschland geht es gut (Arbeitslosequote um 7 & - je nach Lesart).

AUD/USD hat in den vergangenen 24 Stunden nach den enttäuschenden Einzelhandelsumsätzen erneut eine Talfahrt hingelegt und es könnte nicht die letzte gewesen sein. Sollte die Untestützung um 1,0290 nicht halten, dürfte sich das Paar schnell bei 1,0233 wiederfinden. Unter 1,0150 dürfte der Parität nicht mehr viel im Wege stehen. Eine Rückeroberung der 61,8 %-Linie des Fibo könnte dagegen den Abverkauf stoppen. Richtig aufhellen tut sich das Bild aber erst bei 1,0372.


Die Schweizer sind Frühaufsteher und präsentieren schon 7.45 Uhr ihr Konsumklima. Zuletzt hat sich er Kurs nach Süden bei EUR/CHF sogar beschleunigt. Die 1,2270 könnte eine sehr interessante Marke sein. Testen die Märkte, ob die SNB ihre Verteidigungslinie bei 1,20 weiter verteidigt?. Wenn man es wüsste, könnte man hier einen schönen Short legen. Wobei man die Auswirkungen der EZB-Pressekonferenz natürlich nicht unbeachtet lassen sollte.


10.30 Uhr geht der Blick der Märkte nach UK. Handelsbilanz und Industrieproduktion zeigen uns die Verfassung der Wirtschaft im Vereinigten Königreich. Bei der Industrieproduktion auf Jahresbasis geht es eigentlich nur darum, dass es nicht ganz so schlimm kommt, wie erwartet. Das erklärt auch den unglaublich großen Verlust, den GBP/USD in den letzten Wochen hingelegt hat. Die Abwärtstrendlinie wurde zwar attackiert, hielt aber faktisch weiter. Zuletzt kroch das Paar am Boden 1,5640 herum. 1,55/5480 dürfte ein interessantes Ziel sein.


13 Uhr erscheint dann noch die Zinsentscheidung der Bank of England. Hier lautet die spannende Frage, ob die Bank of England etwas gegen die lahmende Wirtschaft im Königreich unternimmt. Übrigens, sollte der Euro weitere Schwäche zeigen, dürfte auch das Pfund weiter gegenüber dem Dollar verlieren, egal, wie die Daten am Donnerstag ausfallen. Sieht also nicht gut aus für das Cable, für das sich 16 Uhr noch einmal ein Blick auf die NIESR BIP Schätzung lohnt. Auch ein Termin mit Gruselpotential.

Im Wust von EZB-Pressekonferenz und US-Arbeitsmarktdaten werden wohl die Baugenehmigungen in Kanada (14.30 Uhr) ein wenig untergehen. Die spannende Frage bei USD/CAD ist: Wohin geht die Reise?


Donnerstag, 31. Januar 2013

Non Farm Payrollls geben die Richtung vor

Eigentlich muss man sich wohl am Freitag nur mit einem Termin beschäftigen, der dann bei eToro auch einen eigenen Post beokmmen hat: Die Non Farm Payrolls stehen auf dem Programm und sorgen eigentlich zuverlässig für Bewegung. Da heißt es also, die richtige Strategie wählen.

Wie die Daten am Ende aussehen werden, ist schwer zu sagen. Die ADP-Arbeitsmarktdaten waren eher enttäuschend, denn die heftige Korrektur der Zahlen von Anfang Januar konnten die Zahlen vom Mittwoch nicht kompensieren. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche sehr niedrig, zogen aber in dieser Woche wieder deutlich an. Es wird interessant. Gute Zahlen werden EUR/USD wenigstens bis 1,3490, eventuell sogar bis 1,3390 korrigieren lassen. Beides wäre insgesamt für EUR/USD nicht wirklich schlimm. Das Paar hat zuletzt starke Gewinne eingefahren und eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, dass es eine Korrektur gibt. Gute NFP wären also ein interessanter Auslöser. Sollten die NFP unter den Erwartungen bleiben, dürfte EUR/USD seine Zurückhaltung aufgeben und die 1,36 überspringen. Das Feld nach oben liegt dann ziemlich offen vor EUR/USD, wie ich hier bereits ausgeführt habe.

Hier nochmal optisch die Marken auf der Unterseite:



Mittelfristig dürfte die Hürde bei 1,36 ziemlich sicher fallen, denn solange die Notenbanken in den USA und Japan weiterhin Ihre geldpolitischen Lockerungen fahren, wird der Euro weiter gestärkt werden. Die EZB wird den Euro nicht schwächen, um die Euroraum-Konjunktur zu stimulieren. Das ist ihr nicht erlaubt. Eine Zinssenkung oder andere Maßnahmen sind nur denkbar, wenn sie der Preisstabilität dienen. Zuletzt lag die Inflation in der Nähe des ausgegebenen Inflationsziel um 2 %. Sollten die Verbraucherpreise deutlich unter diesen Wert fallen, könnte die EZB die Notenpresse anwerfen und nebenbei die Eurostärke ein wenig eindämmen.
Es gibt zwei weitere Faktoren, die den Euro schwächen könnten: Die Eurokrise kehrt zurück oder die USA fahren ihren Haushalt endgültig an die Wand. In der kommenden Woche sollte man mit diesen Szenarien lieber nicht planen.

Hier noch die anderen Termine des Freitag:

Die Aktienmärkte (und damit indirekt auch EUR/USD) werden in der Nacht auf die chinesischen Einkaufsmanagerindizes schauen (2.00/2.45 Uhr). Danach geht es in Europa weiter:

9.13 Uhr spanischer Einkaufsmanagerindex
9.45 Uhr italienischer Einkaufsmanagerindex
9.50 Uhr französischer Einkaufsmanagerindex
9.55 Uhr deutscher Einkaufsmanagerindex
10 Uhr Eurozonen Einkaufsmanagerindex
10 Uhr italienische Arbeitslosenquote

Danach weiß man, ob die Eurokrise sich auch aus der Wirtschaft verabschiedet. Ich glaube nein, denn die Banken vergeben weiter kaum Kredite, die strukturellen Probleme sind nicht gelöst. Am Ende wird aber wahrscheinlich ein guter Wert aus Deutschland reichen um die Märkte wenigstens halbwegs zu beruhigen. Ob dies natürlich langfristig reicht, um die Eurozone wieder in ihrer Gesamtheit wettbewerbsfähig zu machen, darf man wohl skeptisch sehen.

Neben den Non Farm Payrolls (14.30 Uhr) gibt es weitere Termine aus den USA:

14.30 Uhr Arbeitslosenquote
14.30 Uhr weitere Arbeitsmarktdaten
15.55 Uhr Konjunkturerwartungen der Uni Michigan
16 Uhr Einkaufsmanagerindex

Schon in der Nacht wird die Arbeitslosenquote Japans gemeldet (0.30 Uhr). Angesichts der Arbeitslosenquoten in den USA und in Deutschland staunt man, dass man Japan schon 4,1 % Arbeitslosen schon als problematisch sieht. Erwartet wird, dass sich n der Quote nichts ändert. USD/JPY bewegt sich in dieser Woche seitwärts. EUR/JPY hat am Donnerstagnachmittag die 1m24 attackiert. Das Paar bleibt im Aufwärtstrend, dürfte aber anfällig für eine Korrektur bleiben der RSI im 4H-Chart zeigt sich weiter über 70. Zentrale Unterstützung dürfte bei 121,70 zu finden sein.


Auf der Oberseite wartet bei 125,15 der nächste Widerstand.

1.30 Uhr gibt es den australischen Erzeugerpreisindex. AUD/USD zeigt in dieser Woche einen Zickzackkurs zwischen 1,04 und 1,0475. Ein erneuter Test der Oberseite könnte zumindest den Abwärtstrend stoppen. Bullish wird es erst über 1,05.


9.30 Uhr steht der Einkaufsmanagerindex aus der Schweiz auf dem Programm. Die Prognosen legen eine Steigerung über 50 nahe. USD/CHF kriecht knapp über 0,9080. Die Marke hat zuletzt immer gehalten. zur Zeit scheint sich das Paar am Support aber nicht wie zuletzt immer wieder abstoßen zu können. Ein Bruch kann nicht ausgeschlossen werden.


Erstes Ziel dürfte bei der runden Marke 0,90 liegen.


EUR/CHF droht unter die 1,2340 zu fallen und könnte dann wieder Richtung 1,21 abverkauft werden. Der Höhenflug des Euro scheint jedenfalls erst einmal beendet zu sein.


Auch UK meldet den Einkaufsmanagerindex. Wie immer hat London 10.30 Uhr seinen Auftritt. Viel Positives darf man wohl nicht erwarten. USD/GBP hat zuletzt konsolidiert, trifft aber bei 1,5890 auf Widerstand. Ein Scheitern an dieser Marke könnte einen neuen Abverkauf einleiten. Neue Tiefs könnten dann drohen.


Dienstag, 15. Januar 2013

Jean-Claude Junker schickt den Euro auf Talfahrt

Vor Überraschungen ist man im FOREX-Markt nie gefeit. Da kann man Wirtschaftsnachrichten lesen und Charts analysieren, wenn jemand wie der scheidende Eurogruppenchef eine unbedachte (oder vielleicht doch gezielte) Aussage trifft, kann das die Märkte schon mal ein wenig aus der Lethargie aufschrecken.

So geschehen am Dienstagabend, als Juncker sich dazu hinreißen ließ, den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung als gefährlich hoch zu bezeichnen. Der verlor in wenigen Minuten 50 Pips und fand sich bei 1,3262 wieder. Seit dem schaffte es das Paar zurück über die 1,33 und der Chart gibt nun eine neue Betrachtungsmöglichkeit. War´s ein Fehlausbruch? Dieser Frage dürfen die Märkte am Mittwoch nachgehen.

Auch vor der Aussage des Luxemburgers zeigte EUR/USD leichte Schwäche und bestätigte meine Annahme, dass das Paar bei 1,34 ein Top gebildet hat. Die Spannende Frage wird nun sein, ob sich EUR/USD wieder über der 1,3308 etabliert oder ob es doch weitere Abgaben gibt.

Von der Nachrichtenfront gibt es eher negatives zu berichten. Neben der Juncker-Aussage und schwachem NY Empire State Index scheint die Schuldenobergrenze in den USA in den Vordergrund zu rücken. Die Republikaner wollen diese Frage mit dem Haushaltsstreit verbinden, Obama hat klar gestellt, dass er dies nicht zulassen werde. Die USA steuern laut Aussage von Noch-Finanzminister Geithner vielleicht schon Mitte Februar auf die Zahlungsunfähigkeit hin. Es sieht so aus, als ob die Republikaner erneut ein ganzes Land in Geiselhaft nehmen, nur gibt es diesmal keine Chance auf eine Übergangslösung.

Es gibt meiner Ansicht nach drei Bereiche, in denen EUR/USD handeln kann. Solange das Paar über etwa 1,3290 handelt, gibt es immer noch Hoffnung auf einen weiteren Test der 1,34. Angesichts der Daten und der zunehmenden Nervosität um die Staatsverschuldung der USA halte ich dieses Szenario nur in sofern für realisitisch, dass es einen weiteren Test der 1,34 geben könnte. Einen Bruch des Widerstandes kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Als wahrscheinlicher sehe ich einen nachhaltigen Bruch der Unterstützung. Dies könnte das Paar in die Range von vor Weihnachten zurückführen. Es könnte zu einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,3150/70 und 1,3290 kommen. Ein Bruch in den Bereich unter 1,3150 dürfte einen weiteren Abverkauf zur Folge haben, dürfte aber erst wahrscheinlich werden, wenn die Aussicht auf eine Einigung im Streit um die Schuldenobergreze und Fiscal Cliff aussichtslos wird.


Der Mittwoch verspricht wieder spannend zu werden. Folgende Daten können denm Markt einen kleinen Schubs geben:

11 Uhr Verbraucherpreise Eurozone
11.30 Uhr 10-jähriges Bundesanleihen Tenderverfahren
14.30 Uhr Verbraucherpreise USA
15 Uhr Langzeitinvestitionen USA
15.15 Uhr Industrieproduktion
20 Uhr Beige Book

Schon in der Nacht (0.30 Uhr) gibt es die Konsumentenstimmung in Australien. AUD/USD hat es ein weiteres Mal nicht über die 1,06 geschafft und scheint wieder abzudrehen. Je länger das Paar diese Hürden nicht überwinden kann, um so wahrscheinlicher wird ein Abverkauf Richtung Parität. Was dafür derzeit noch fehlt, sind ein paar schlechte Daten aus China. Die könnten (noch) auf sich warten lassen, denn das Riesenreich zelebriert gerade einen Machtwechsel, der ohne Störfeuer einfach besser in den Medien gefeiert werden kann.


Schaut man sich den 4H-Chart an, könnte das Paar Vor einer Richtungsentscheidung stehen. Nach oben wartet weiter die 1,06, auf der Unterseite könnte unter 1,0537 ein Abverkauf bis wenigstens 1,0470 erfolgen.


EUR/AUD hat nach den Gewinnen erst einmal korrigiert. Noch haben die Bullen aber nicht verloren. Über 1,2580 könnten die Bullen durchaus am Drücker bleiben. Allerdings sieht es eher nach einer M-Formation mit weiter fallenden Kursen aus. Unter 1,2525 hätten die Bullen dann nichts mehr zu lachen.


Kämen wir noch in die Schweiz. Ich habe heut bei Markus Fugmann von actior gehört, es gebe Gerüchte, die SNB habe sich verzockt. Die Schweizer sollen in größeren Stil EUR/JPY verkauft und damit ihre Bilanz nicht gerade gestärkt haben. Das hatte interessante Auswirkungen, die wir uns gleich anschauen. Zunächst der Termin aus der Schweiz:

9.15 Uhr Einzelhandelsumsätze

Und nun zu den Auswirkungen der Zockerei bei der SNB. Der USD, zuletzt ja nicht gerade vor Stärke strotzend, schoss durch die Decke. USD/CHF hat die 0,9370 im Fokus. Jetzt noch aufspringen könnte aber gefährlich werden.


Und was tat der EUR/CHF? Er schoss durch die Decke! Wer hätte das gedacht: 1,24!


Einen ähnlichen Kurs hatten wir zuletzt Anfang Dezember 2011! Geht die Rally weiter? Eher nicht, man betrachte den RSI.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Draghi schubst die Märkte an

Meine gestrigen Prognosen gehörten sicher nicht zu meinen Sternstunden. Ich habe die EZB einfach überschätzt. Das Mandat der EZB sieht nur Preisstabilität vor. Das die Wirtschaft dabei macht, ist solange egal, solange die Preisstabilität gewahrt bleibt. Und solange die Finanzmärkte funktionieren, muss die EZB nicht handeln. Mario Draghi zeichnete ein Wirtschaftsumfeld, das doch recht risikoreich ist. Allerdings, und das war dann entscheidend für das Stillhalten der EZB, die Finanzmärkte haben wieder Vertrauen in die Eurozone. Das konnte man sich am Donnerstag dann auch anhand deutlich gesunkener Zinsen für Anleihen in Spanien und Italien anschauen.

So war die EZB-Entscheidung, keine Zinssenkung durchzuführen eigentlich logisch. Die Märkte reagierten mit Freude, der Euro gewann bis Donnerstag, 19 Uhr 200 Pips und es war noch kein Ende in Sicht, was jetzt eines Prognose für morgen etwas erschwert.

Eine Stunde später hat sich nicht mehr so viel getan und ich versuche es mal. Zunächst mal Erinnere ich an den Anfang der Woche, als ich erwähnte, dass es keineswegs sicher ist, dass der Euro nun abverkauft wird, weil sich EUR/USD immer noch in einem Aufwärtstrend befinden. Dieser Trend hat also gehalten. So ganz überraschend kommt die Erholung also auch auf dieser Seite nicht.


Die Heftigkeit der Erholung wundert dann schon eher, denn an der florierenden Wirtschaft in der Eurozone kann es nicht liegen. Es gibt sie nicht, wie die Daten in dieser Woche zeigten. Auch Mario Draghi ließ keinen Zweifel daran, dass die Wirtschaft der Eurozone weiter in einer sehr schwierigen Lage ist. Auch Fiscal Cliff birgt weiter Risiken. So dürfte der Höhenflug von EUR/USD nur vorübergehender Natur sein.

Am Freitag sind aber keine schlechten Nachrichten aus der Eurozone zu erwarten, was durchaus Potential zu weiteren Gewinnen gibt. Allerdings sind dabei zwei Dinge zu beachten. Erstens, wir kommen langsam in den überkauften Bereich. Zweitens, im Bereich 1,3280/1,3308 wartet massiver Widerstand, den der Euro zunächst überwinden müsste, um Potential bis in den Bereich 1,3380 zu entwickeln.



Von der Datenseite kommen in der Nacht die chinesischen Verbraucherpreise und die Erzeugerpreise heraus. Gute chinesische Daten sind auch gut für die Weltwirtschaft, was den Euro beflügeln würde. Störfeuer von der europäischen Wirtschaft ist kaum zu erwarten. Einen Blick sollte man aber mal auf die französische Leistungsbilanz (8.45 Uhr), die spanische Industrieproduktion (9 Uhr) und eine Auktion italienischer 3-Jahres-Anleihen (10.10 Uhr). Mal sehen, ob Mario Draghis Worte, man wäre in der Eurokrise vorangekommen dem Faktencheck standhält. Sollte es Dämpfer geben, werden diese wohl eher moderat ausfallen. 14.30 Uhr gibt es dann noch ein paar interessantere Daten aus den USA: Die Handelsblilanz und den Importpreisindex. Dass der Bundesetat erst 20 Uhr, also kurz vor Börsenschluss in New York und vor allem lange nach dem Ende in London, erscheint, ist sicher clever.


In der Nacht melden sich die Japaner zu Wort (0:50 Uhr). Eine Gelegenheit, mal auf den Yen zu schauen. USD/JPY korrigierte anfangs der Woche und strebten danach wieder Richtung Jahreshoch bei 88,40. Diese Marke stellt für das Paar offenbar einen größeren Widerstand dar, Heute konnte das Paar diese Marke zumindest mal nicht knacken. Auf der Oberseite sollte bei Überwinden der 88,40 die 65 warten. Allerdings sieht man im Wochenchart einen RSI im überverksuften Bereich. Eine weitere Korrektur könnte also anstehen.


Kommt es zur Korrektur, könnten die 87,33 und die 86,64, die das Gap schließen würde, Support bieten.


EUR/JPY hat am Donnerstag seine Atempause beendet und fuhr mit der der Rally fort, begünstigt durch die EZB. Die spannende Frage ist, ob das Paar weiter durchstarten kann. Auch EUR/JPY ist überkauft. Das Paar gewann einem Tag 200 Pips. Eine Korrektur wäre als durchaus nicht überraschend. Die Korrektur könnte das Paar wieder bis glatt 116 zurückführen.


In der Schweiz steht die Verbraucherpreisinflation auf dem Plan (9.15 Uhr). USD/CHF verlor am Donnerstag dank der EZB rund 130 Pips. Das Paar kam knapp über 0,9130 zum stehen. Theoretisch könnte hier jetzt eine Erholung bis 0,9166 erfolgen bevor das Paar das Vorweihnachtstief bei 0,9083 testen könnte.


EUR/CHF hat sich über die 1,21 geschwungen. Mal sehen, ob das Paar dieses Neveau halten kann. Suppot könnte es jetzt um 1,21 geben, Widerstand bei 1,2130. Und so könnte es dann wieder eine Weile seitwärts geben, wenn es die SNB so will.

Die Briten liefern heute die Daten zur Industrieproduktion (10.30 Uhr). GBP/USD wurde am Donnerstag von EUR/USD mitgezogen und gewann 140 Pips. Am Freitag gibt es schon den nächsten Härtetest. Die Industrieproduktion dürfte auf Jahresbasis gesunken sein. Nun ja, eine schlechte Prognose verhindert vielleicht wenigstens eine ganz große Enttäuschung. Die spannende Frage ist, ob GBP/USD an seine Rally aus dem Dezember anschließen kann. Die etnscheidende MArke könnte die 1,6166/71 werden. Über dieser Marke könnten die Bullen übernehmen. Schafft es das Paar nicht, ist eine Korrektur bis wenigstens 1,6125 zu erwarten. Darunter dürfte die 1,6080/75 warten.


EUR/GBP visiert das Dezemberhoch bei 0,8224 an. Das Paar befindet sich seit Juli 2012 in einem Aufwärtstrend.


Bei 0,8210 wird es interessant, ob sich ein Doppeltop bildet. Das könnte die Rally dann schnell wieder beenden.


Bleibt noch der Canadian. Aus dem Land des Ahornblattes gibt es morgen die Handelsbilanz (14.30 Uhr). USD/CAD bewegt sich weiter zwischen 0,9880 und 0,9840. Am Donnerstagabend steht das Paar am unteren Ende.

EUR/CAD hat seine Talfahrt erst einmal beendet. Jetzt droht ein Doppeltop bei 1,3072. Ziele könnten dann bei 1,30 und 1,2950 liegen.