Die Welt des Reisens

Donnerstag, 10. Januar 2013

Draghi schubst die Märkte an

Meine gestrigen Prognosen gehörten sicher nicht zu meinen Sternstunden. Ich habe die EZB einfach überschätzt. Das Mandat der EZB sieht nur Preisstabilität vor. Das die Wirtschaft dabei macht, ist solange egal, solange die Preisstabilität gewahrt bleibt. Und solange die Finanzmärkte funktionieren, muss die EZB nicht handeln. Mario Draghi zeichnete ein Wirtschaftsumfeld, das doch recht risikoreich ist. Allerdings, und das war dann entscheidend für das Stillhalten der EZB, die Finanzmärkte haben wieder Vertrauen in die Eurozone. Das konnte man sich am Donnerstag dann auch anhand deutlich gesunkener Zinsen für Anleihen in Spanien und Italien anschauen.

So war die EZB-Entscheidung, keine Zinssenkung durchzuführen eigentlich logisch. Die Märkte reagierten mit Freude, der Euro gewann bis Donnerstag, 19 Uhr 200 Pips und es war noch kein Ende in Sicht, was jetzt eines Prognose für morgen etwas erschwert.

Eine Stunde später hat sich nicht mehr so viel getan und ich versuche es mal. Zunächst mal Erinnere ich an den Anfang der Woche, als ich erwähnte, dass es keineswegs sicher ist, dass der Euro nun abverkauft wird, weil sich EUR/USD immer noch in einem Aufwärtstrend befinden. Dieser Trend hat also gehalten. So ganz überraschend kommt die Erholung also auch auf dieser Seite nicht.


Die Heftigkeit der Erholung wundert dann schon eher, denn an der florierenden Wirtschaft in der Eurozone kann es nicht liegen. Es gibt sie nicht, wie die Daten in dieser Woche zeigten. Auch Mario Draghi ließ keinen Zweifel daran, dass die Wirtschaft der Eurozone weiter in einer sehr schwierigen Lage ist. Auch Fiscal Cliff birgt weiter Risiken. So dürfte der Höhenflug von EUR/USD nur vorübergehender Natur sein.

Am Freitag sind aber keine schlechten Nachrichten aus der Eurozone zu erwarten, was durchaus Potential zu weiteren Gewinnen gibt. Allerdings sind dabei zwei Dinge zu beachten. Erstens, wir kommen langsam in den überkauften Bereich. Zweitens, im Bereich 1,3280/1,3308 wartet massiver Widerstand, den der Euro zunächst überwinden müsste, um Potential bis in den Bereich 1,3380 zu entwickeln.



Von der Datenseite kommen in der Nacht die chinesischen Verbraucherpreise und die Erzeugerpreise heraus. Gute chinesische Daten sind auch gut für die Weltwirtschaft, was den Euro beflügeln würde. Störfeuer von der europäischen Wirtschaft ist kaum zu erwarten. Einen Blick sollte man aber mal auf die französische Leistungsbilanz (8.45 Uhr), die spanische Industrieproduktion (9 Uhr) und eine Auktion italienischer 3-Jahres-Anleihen (10.10 Uhr). Mal sehen, ob Mario Draghis Worte, man wäre in der Eurokrise vorangekommen dem Faktencheck standhält. Sollte es Dämpfer geben, werden diese wohl eher moderat ausfallen. 14.30 Uhr gibt es dann noch ein paar interessantere Daten aus den USA: Die Handelsblilanz und den Importpreisindex. Dass der Bundesetat erst 20 Uhr, also kurz vor Börsenschluss in New York und vor allem lange nach dem Ende in London, erscheint, ist sicher clever.


In der Nacht melden sich die Japaner zu Wort (0:50 Uhr). Eine Gelegenheit, mal auf den Yen zu schauen. USD/JPY korrigierte anfangs der Woche und strebten danach wieder Richtung Jahreshoch bei 88,40. Diese Marke stellt für das Paar offenbar einen größeren Widerstand dar, Heute konnte das Paar diese Marke zumindest mal nicht knacken. Auf der Oberseite sollte bei Überwinden der 88,40 die 65 warten. Allerdings sieht man im Wochenchart einen RSI im überverksuften Bereich. Eine weitere Korrektur könnte also anstehen.


Kommt es zur Korrektur, könnten die 87,33 und die 86,64, die das Gap schließen würde, Support bieten.


EUR/JPY hat am Donnerstag seine Atempause beendet und fuhr mit der der Rally fort, begünstigt durch die EZB. Die spannende Frage ist, ob das Paar weiter durchstarten kann. Auch EUR/JPY ist überkauft. Das Paar gewann einem Tag 200 Pips. Eine Korrektur wäre als durchaus nicht überraschend. Die Korrektur könnte das Paar wieder bis glatt 116 zurückführen.


In der Schweiz steht die Verbraucherpreisinflation auf dem Plan (9.15 Uhr). USD/CHF verlor am Donnerstag dank der EZB rund 130 Pips. Das Paar kam knapp über 0,9130 zum stehen. Theoretisch könnte hier jetzt eine Erholung bis 0,9166 erfolgen bevor das Paar das Vorweihnachtstief bei 0,9083 testen könnte.


EUR/CHF hat sich über die 1,21 geschwungen. Mal sehen, ob das Paar dieses Neveau halten kann. Suppot könnte es jetzt um 1,21 geben, Widerstand bei 1,2130. Und so könnte es dann wieder eine Weile seitwärts geben, wenn es die SNB so will.

Die Briten liefern heute die Daten zur Industrieproduktion (10.30 Uhr). GBP/USD wurde am Donnerstag von EUR/USD mitgezogen und gewann 140 Pips. Am Freitag gibt es schon den nächsten Härtetest. Die Industrieproduktion dürfte auf Jahresbasis gesunken sein. Nun ja, eine schlechte Prognose verhindert vielleicht wenigstens eine ganz große Enttäuschung. Die spannende Frage ist, ob GBP/USD an seine Rally aus dem Dezember anschließen kann. Die etnscheidende MArke könnte die 1,6166/71 werden. Über dieser Marke könnten die Bullen übernehmen. Schafft es das Paar nicht, ist eine Korrektur bis wenigstens 1,6125 zu erwarten. Darunter dürfte die 1,6080/75 warten.


EUR/GBP visiert das Dezemberhoch bei 0,8224 an. Das Paar befindet sich seit Juli 2012 in einem Aufwärtstrend.


Bei 0,8210 wird es interessant, ob sich ein Doppeltop bildet. Das könnte die Rally dann schnell wieder beenden.


Bleibt noch der Canadian. Aus dem Land des Ahornblattes gibt es morgen die Handelsbilanz (14.30 Uhr). USD/CAD bewegt sich weiter zwischen 0,9880 und 0,9840. Am Donnerstagabend steht das Paar am unteren Ende.

EUR/CAD hat seine Talfahrt erst einmal beendet. Jetzt droht ein Doppeltop bei 1,3072. Ziele könnten dann bei 1,30 und 1,2950 liegen.




Mittwoch, 9. Januar 2013

Super-Mario tritt auf

Nach drei mehr oder weniger öden Handelstagen sollte das neue Handelsjahr heute endlich richtig beginnen. Die Europäische Zentralbank bitte zur Audienz. Der Leitzins wird sicher keine Veränderung erfahren, aber vielleicht ändert sich ja der Zinssatz auf die Einlagen, die die Landeszentralbanken bei der EZB tätigen. Der könnte in den negativen Bereich fallen.

Entscheidender wird sicher die Pressekonferenz, wenn Mario Draghi die Lage der europäischen Wirtschaft als schwierig, aber nicht hoffnungslos einschätzen wird und dann kurz skizzieren wird, was die EZB alles an Maßnahmen beschlossen hat, die alle greifen, wenn die Politik ihre Hausaufgaben gemacht hat. Eigentlich ist die EZB in einer sehr guten Position, denn sie kann eigentlich alles ankündigen - sie kann sich darauf verlassen, dass die Politik die Voraussetzungen nicht schafft.

Die Termine morgen:

08.45 Uhr Französische Verbraucherpreisinflation
13.45 Uhr Bekanntmachung des Leitzins der EZB
14.30 Uhr Mario Draghi spricht
14.30 Uhr US-Arbeitsmarktdaten

Die US-arbeitsmarktdaten werden morgen also wohl keine so große Rolle spielen und damit auch nicht die Frage, ob QE nun zeitnah ausläuft oder nicht. Vor der EZB-Entscheidung wird der Handel wohl eher technisch laufen und genauso dünn verlaufen wie heute. Die Charts sagen, dass der EUR/USD eher weiter nachgibt. Erstes Ziel ist 1,3020, darunter wartet die 1,2990. Da hat sich nichts geändert.


Aber, diese Prognose hat nur eine Halbwertzeit bis zur EZB-Leitzinsentschiedung und besonders zur Pressekonferenz. Hier wird es endlich ein wenig Volatilität geben. Mal sehen, welchen Einfluss Mario Draghi auf die Märkte hat. Es ist wohl nicht mit deutlichem Aufwind zu rechnen. Aber man weiß ja nie.

Zumindest indirekt werden die Signale aus Frankfurt auch auf die anderen Währungen Auswirkungen haben.

Davor wird in Neuseeland noch die Handelsbilanz veröffentlicht (22.45 Uhr). Der Kiwi hält sich ziemlich gut. Mal sehen, ob das nach der Handelsbilanz so bleibt. NZD/USD hat heute ein Top bei 0,8408 gebildet. Im 1H ist es ein Doppeltop, was eine Korrektur nahelegt. Diese könnte bis 0,8380 gehen.


Die spannende Frage ist, ob das Paar die 0,8400 nachhaltig brechen kann oder ob die 0,8408 letztendlich ein Fehlausbruch bleiben und wird bald nachgebende Kurse sehen. Vielleicht gibt die Handelsbilanz ja einen Impuls. Unter 0,8380 wäre der Aufwärtstrend des Kiwi beendet. Erste Unterstützung wartet dann bei 0,8340.


EUR/NZD hat die 1,56 deutlich hinter sich gelassen und bleibt weiter in seinem Abwärtstrend gefangen. Es sieht stark danach aus, als ob wir den Boden um 1,5464 sehen werden.


1.30 Uhr folgen in der Nacht die Baugenehmigungen in Australien. Vielleicht bewegt sich ja AUD/USD mal aus seiner Range zwischen 1.0470 und 1,0520/30 heraus.

EUR/AUD hat heute schon mal kurz bei 1,2384 gestanden, kam aber wieder über die 1,24 zurück. War´s ein Fehlausbruch? Es könnte um 1,24 ein Boden gebildet werden. Dann wäre eine Erholung bis 1,2523 durchaus möglich. Stören könnte die EZB.


13 Uhr macht die Bank of England den Leitzins bekannt. Beobachter rechnen mit keiner Änderung der Geldpolitik. GBP/USD kam heute weiter unter Druck. Das Paar landete kurz unter 1,60, konnte sich aber noch einmal zurück über den Support bei 1,6020 kämpfen. Das Paar steht an einem interessanten Punkt. Ein nachhaltiger Bruch der 1,60 könnte dem Paar einen deutlichen Abverkauf bescheren.


Es gibt noch einen Support bei 1,5960, aber wahrscheinlicher ist wohl ein Sturz bis 1,5925


Die gestrige Idee mit der Schulter-Kopf-Schulter-Formation scheint bei EUR/GBP nicht so recht zu funktionieren. Das Pfund scheint in so schlechter Verfassung zu sein, dass es derzeit gegen alle Währungen aus den JPY verliert. Und so konnte der Euro sich ein wenig vom Tief bei 0,8084 entfernen. Die Erholung ging recht zügig bis 0,8160 und kam da zum Stoppen. Kommt jetzt doch noch die Bewegung gen Süden. Denkbar ist dies, denn das Paar wäre dann eben an der 50 %-Linie des Fibo gescheitert. Unter 0,8120 liegt das erste Ziel um 0,8100


14.30 Uhr erscheinen noch die kanadischen Baugenehmigungen. USD/CAD schiebt weiter zwischen 0,9880 und 0,9840. Vielleicht kommt morgen ein wenig Bewegung in die Langeweile. Hoffen darf man ja...
EUR/CAD konnte sich nach dem Test der 1,2850 ein wenig erholen. Um 1,2960 war die Erholung vorbei und nun scheint die 1,2850 erneut in den Fokus zu rücken. Sehr dynamisch sind die Bewegungen aber nicht. Aber auch hier könnte es morgen Nachmittag interessant werden.

Bis dahin legen wir nochmal die Hände in den Schoß und warten. Viel Spaß dabei.

Die Eurokrise ist zurück

EUR/USD hat am Dienstag die Gewinne des Montagabend weitgehend wieder eingebüßt. Der Vormittag brachte recht ernüchternde Daten aus der Eurozone, die den Markt unter anderem mit der höchsten Arbeitslosenquote seit vielen Jahren erschreckte. Dazu kamen neue Zeichen, dass auch die deutsche Wirtschaft erste Blessuren durch die Eurokrise erhält. Die Arbeitsaufträge und die Exporte, besonders in die Eurozone sind im letzten Monat zurückgegangen.

In den USA beginnt inzwischen die Berichtssaison und sie beginnt mit der Senkung von Erwartungen. Na ja. Dazu kommt ein weiter Aspekt, der den Euro weiter unter Druck bringen könnte. Marktgerüchten zufolge steht eine Abstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs bevor. Und schließlich spekulieren die Märkte über eine Senkung des Einlagezinses bei der EZB.

In dieser Gemengelage hat EUR/USD am Dienstag tapfer die 1,3060 verteidigt. Aber auch der Chart sieht weiterhin nicht wirklich bullish aus. Das Paar ist mehrfach an der 1,33 gescheitert und reagiert nach dem Motto: "Was nicht steigt das fällt". Widerstand dürfte bei 1,3125 warten. Auf der Unterseite sollte ein Test der der Unterstützung knapp unter 1,30 eingeplant werden. Ein Bruch dürfte das Paar bis 1,2875 führen.


Auch am Mittoch gibt es ein paar Daten aus der Eurozone, vor denen man ein wenig zittern darf:

11 Uhr Eurozonen BIP
12 Uhr deutsche Industrieproduktion

19 Uhr steht dann noch ein Tenderverfahren 10-jähriger Anleihen in den USA an. Insgesamt also nochmal ein ereignisarmer Tag. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja die eine oder andere Nachricht, die Leben in die Veranstaltung bringt. Gerüchte verkaufen sich ja auch gut. Die Fiskalklippe wird sich aber sicher noch nicht melden.

In Neuseeland sind die Baugenehmigungen im letzten Monat um 5,4 & zurückgegangen. Das ist zwar schlechter als im Vormonat, aber im Vergleich zum den im Januar 2012 gemeldeten Daten gar nicht so schlecht. Der Kiwi bleibt damit auch auf Erholungskurs. NZD/USD hat weiteres Erholungspotential bis 0,8407. Unterstützung gibt es um 0,8310.


EUR/NZD kennt nur eine Richtung: gen Süden. Das Paar hat seit Weihnachten 6 Cent verloren und ein Ende scheint noch nicht in Sicht. Sollte die Unterstützung bei 1,5572 brechen, dürfte der Boden um 1,5450 getestet werden. Widerstand gibt es knapp über 1,57.


In Australien standen in der Nacht die Verkäufe neuer Häuser und die Einzelhandelsumsätze an. Nach dem Verlust am Freitag hat sich AUD/USD wieder um 1,05 eingepegelt. Erster Widerstand wartet um 1,0515/30. Auf der Unterseite gibt die 1,0470 Support. Einen richtiger Trend ist weiter nicht auszumachen, Anders sieht es bei EUR/AUD aus. EUR/AUD ist in einem klaren Abwärtstrend. Ziel dürfte zunächst 1,24 sein.


10.30 wird die britsche Handelsbilanz gemeldet. GBP/USD ist heute deutlich unter Druck geraten, Das Pfund war der Verlierer des Tages. Aktuell scheint sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation herauszubilden, die weiteres Ungemacht bedeuten könnte. Ein Bruch der 1,6020 könnte möglich sein. Das nächste Ziel dürfte dann um 1,5960 zu finden sein.


EUR/GBR hat sich in den letzten Tagen leicht erholt. die Abwärtsrisiken sind aber weiter nicht zu unterschätzen. Auch hier lässt sich eine SKS ausmachen, die sich nach unten auflösen könnte. Die Schulter könnte man bei 0,8160 sehen, Ziel könnte zunächst mal 0,8070 sein.


Bleibt zum Schluss noch Kanada, wo wir 14.15 Uhr die Wohnungsbau-Beginne erwarten. Wir haben Winter, was die Daten nicht unbedingt freundlich beeinflussen muss. USD/CAD handelt seit Tagen um 0,9860. Eine Überraschung am Nachmittag könnte also vielleicht mal ein wenig Bewegung in das Paar bringen. Wir schieben zwischen 0,9880 und 0,9840 seitwärts.
Spannender ist EUR/CAD. Das Paar könnte nach dem Scheitern an der 1,2950, seine Abwärtsbewegung wieder aufnehmen. Ein unterschreinten der 1,29 macht den Weg zur 1,2815 frei.



So ich hoffe, es war für jeden etwas dabei und wünsche einen erfolgreichen Handelstag.

Montag, 7. Januar 2013

Bewegt Europa die Märkte?

An einem nachrichtenlosen Tag kam EUR/USD am Montagnachmittag doch in Bewegung und beendete den Handelstag freundlich. Das Paar erholte sich bis etwa 1,3110 und war fast einen Cent teurer als noch am Morgen.

Ob die Erholung weitergeht, könnte morgen von einigen interessanten Daten aus der Eurozone abhängen. Die Chancen stehen nicht so schlecht, denn die Prognosen sind eher vorsichtig aus gefallen. Diese Daten stehen auf dem Programm:

11 Uhr Arbeitslosenquote
11 Uhr Einzelhandelsumsätze
12 Uhr deutsche Arbeitsaufträge

EUR/USD handelt am Widerstand bei 1,3115 und könnte bei dessen Überwindung seine Erholung bis zunächst 1,3145 fortsetzen. Der gestern gezeigte übergeordnete Aufwärtstrend ist heute intakt geblieben. Darüber könnte sich das Paar über 1,3175 bis 1,3230 erholen.


Die Abwärtsrisiken scheinen zunächst mal gebannt zu sein. Nach den recht mäßigen US-Arbeitsmarktdaten hat sich am Montag die Angst des Marktes vor einem schnellen Ende des quantitative Easing durch die FED wieder gelegt.Einige Marktbeobachter wollten zwar die Eurokrise in den Fokus rücken sehen, aber da sollten wir vielleicht doch morgen erst einmal die Daten abwarten. Ein weiteres Abwärtsrisiko könnte die beginnende Berichtssaison sein, wobei die Schwergewichte noch ein wenig auf sich warten lassen. Zunächst dürfte EUR/USD um 1,3020 ganz gut unterstützt sein.

Australien veröffentlicht in der Nacht, 1.30 Uhr, die Handelsbilanz. AUD/USD testete nach den Verlusten in der vergangenen Woche wieder die 1,05, schaffte es aber nicht den Widerstand nachhaltig zu überwinden. Das Paar bewegt sich seit November zwischen 1,0350 und 1,0580. Erst ein überwinden einer dieser Marken würde wohl einen neuen Impuls auslösen.


EUR/AUD hat sich zunächst mal die 1,24 verteidigt und konnte sich bis 1,25 erholen. Das Paar dürfte etwa bei 1,2530 auf Widerstand treffen. Übergeordnet bleibt das Paar aber in einem Abwärtstrend.


Vor dem ersten Hahnenschrei (7.45 Uhr) meldet die Schweiz die Arbeitslosenquote. USD/CHF scheiterte am Freitag an 0,93 und konsolidierte dann heute auf 0,9215. Unter 0,9180 könnte der Boden um 0,9090 wieder in den Fokus rücken.


EUR/CHF bewegt sich seit Wochen zwischen 1,2065 und 1,21. Unglaublich aufregend.

Tja, das war dann schon die Vorschau auf den Dienstag. Ich wünsche einen erfolgreichen.

Sonntag, 6. Januar 2013

Die Technik hat das Wort

Eine neue Handelswoche beginnt. Höhepunkt ist am 10. Januar die Präsentation des neuen 5-Euro-Scheines. Nein, es gibt natürlich auch ein paar wichtige Wirtschaftsdaten, die uns in dieser Woche in Atem halten sollten. Die Bank of England und die Europäische Zentralbank geben die Zinssätze bekannt. Wobei der Zinssatz wohl weniger interessant wird als die begleitende Pressekonferenz der EZB. Termin: am Donnerstag.
Interessant könnten auch die Verbraucherpreise aus China werden, die in der Nacht zum Freitag Aufschluss über die Entwicklung der wohl zukünftigen wichtigsten Volkswirtschaft der Welt geben könnte. Außerdem melden die USA und Kanada am Freitag ihre Handelsbilanz.

Der Montag steht im Zeichen der Technik und der Frage, ob die Märkte nach neuen Rekorden streben. Die Vorgaben der Vorwoche waren weitgehend freundlich, mal von Fiscal Cliff abgesehen. Die Hängepartie stärkte den US-Dollar. Dieses Thema dürfte aber in den kommenden Wochen in den Hintergrund treten, es sei denn Moody´s stuft die USA ab. Zur Zeit gibt es darauf aber keine Hinweise. Es kann auch sein, dass Moody´s weiter abwartet.

EUR/USD startet in die neue Woche ohne Wirtschaftsdaten. Die Korrektur nach dem faulen Haushalts-"Kompromiss" könnte beendet sein. Ich habe mal den Wochenchart genutzt. Hier sieht man, dass die Bullen noch nicht geschlagen sind. Erst unter 1,2940 wird es richtig ungemütlich für das Paar


Aufgrund der Nachrichtenlage ist nicht ausgeschlossen, dass EUR/USD den freundlichen Trend der Aktienmärkte aufnehmen und eher zur Oberseite streben. Erstes Ziel wäre dort die 1,3150. Unterstützung findet das Paar bei 1,2980.


Ganz ohne Daten bleibt der Montag dann aber doch nicht. Die Briten veröffentlichen den Halifax HPI, also den Hauspreisindex (9 Uhr). Auch GBP/USD hat in der vergangenen Woche deutlich Boden verloren. Ein Blick in den Wochenchart zeigt aber auch hier, dass für die Bullen noch nicht alles verloren ist.


Um die Erholung fortzusetzen, müsste das Paar den Widerstand bei 1,6080 knacken. Dann gibt es Erholungspotential bis 1,6140. Unterstützung gibt es bei 1,6020. Unter 1,5970 dürften die Bullen das Rennen endgültig verlieren.


EUR/GBP
hat knapp unter 0,81 einen Boden gebildet und ist auf Erholungspfaden. Wenn die 0,8130 hält, sollte das Paar sich bis 0,8150 erholen können. Unter 0,81 wartet die 0,8075 auf Unterstützung.


In Kanada wird 16 Uhr der Einkaufsmanagerindex gemeldet. Er soll auf 50 Punkte steigen. Vor einem Monat stand der Index noch bei 47,5 Punkten. USD/CAD kam in der vergangenen Woche unter Druck und beendete damit die Erholung, die das Paar in der zweiten Dezemberhälfte vollzog. Seit Mitte November bewegt sich das Paar in einer Seitwärtsrange zwischen 0,9985 und 0,9830. Aus dieser Range müsste das Paar zunächst ausbrechen.

EUR/CAD kam letzte Woche schwer unter die Räder, aber im Tageschart sieht man, dass die Bullen noch nicht aufgegeben haben. Erst unter 1,2730 wird es brenzlig.


Erste Unterstützung dürfte es bei 1,2850 geben. Auf der Oberseite sollte die 1,30 Ziel sein.

Lassen wir uns überraschen, wie die Märkte eröffnen. Ich wünsche eine erfolgreiche Handelswoche.

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Donnerstag, 3. Januar 2013

Ende der Party

Was gestern Nachmittag eingeleitet wurde, nahm heute seinen Lauf. Im Gegensatz zu den Aktienhändlern haben die Devisenhändler die Mogelpackung "Kompromiss" erkannt und ließen EUR/USD von der Klippe stürzen. Das Paar schaffte es nicht ganz bis zur Unterstützung 1,3050, aber durchbrach schon mal den Aufwärtstrend bei etwa 1,3070. Damit könnte nun weiteres Ungemach drohen. Sollte das Paar unter die 1,3040 fallen, muss mit 1,2880 gerechnet werden, also in etwa dem Tief vom 7. Dezember 2012. Auf dem Weg dahin würde die 1,2970 unterstützen.


Zwei Dinge könnten die Absturz verhindern: Zum ersten ist EUR/USD inzwischen etwa überverkauft, was eine Korrektur nahelegt, zum anderen werden am Freitag die Non Farm Payrolls neue Impulse setzen. Problem: Während in der Regel gute US-Daten einen steigenden Dollar bedeuten, bedeuten bei den NFP guten Zahlen einen bearishen Dollar. Warum? Bei guten Arbeitsmarktdaten müsste die FED keine weiteren geldpolitischen Maßnahmen beschließen, was den USD stärken würde.
Widerstand finden wir nun erst einmal bei 1,3090 und dann um 1,3140.

Neben den Non Farm Payrolls gibt es am Freitag weitere Daten:

11 Uhr Eurozonen-Verbraucherpreise
14.30 Uhr Arbeitslosenquote USA (hier könnte eine böse Überraschung drohen, die Anträge auf Arbeitslosenhilfe waren am Donnerstag enttäuschend)
14.30 Uhr Durchschittsverdienst USA
14.30 Uhr Non Farm Gehaltsabrechnungen (Non Farm Payrolls/nach den heutigen ADP-Daten könnten die positiv ausfallen)
14.30 Uhr Wöchentliche Arbeitszeit in den USA
16 Uhr ISM-Dienstleistungsindex

Wobei am Ende vor allem die Non Farm Payrolls für Bewegung sorgen sollten.

In UK erscheint am Freitag, 10.30 Uhr, der Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex. GBP/USD hat sich zu Jahresbeginn ebenfalls deutlich zurückgezogen. Nachdem das Paar kurz nach Eröffnung bei 1,6341 das Jahreshoch markiert hat stürzte es innerhalb 48 Stunden auf 1,6108 ab. Die nächste Unterstützung dürfte bei 1,6070 warten. Unter 1,6050 dürften die Bullen verloren haben. Die Unterstützung könnte aber halten, weil auch hier schon viel abverkauft wurde. Der RSI ist zwar noch nicht überkauft. Bei dem Tempo der letzten Stunden könnte dies aber bald soweit sein.


Na ja ich habe gestern den Fehler gemacht auf den guten Einkaufsmanagerindex zu setzen und dachte noch vor dem Abverkauf Kasse machen zu können. Künstlerpech.
EUR/GBP haben sich noch nicht ganz an meine Vorgabe gehalten. Der Euro sollte aber schwach genug sein, dass der heute Vormittag angedacht Abverkauf noch stattfinden sollte. Die Schulter-Kopf-Schulter schreit einfach nach Sell. Ziel sollte zunächst mal die 0,8080 sein. Übergeordnet sollte die 0,8050 das Ziel sein.


Auf der Oberseite findet das Paar bei 0,8130 Widerstand.

Zum Schluss kommen wir noch zu meinem Freund dem Canadian, der inzwischen doch langsam in die von mir favorisierten Regionen vorstößt. Kanada meldet am Freitag, 14.30 Uhr folgende Daten:

Arbeitslosenquote
Veränderung der Anzahl an Erwerbstätigen.

Der Canadian hat das neue Jahr mit einem Freudensprung begonnen und konnte als einzige Leitwährung seine Gewinne gegen den USD halten. USD/CAD notiert weiter unter 0,99. Nach der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls, gewann das Paar und könnte sich nun Richtung 0,9915 erholen. Der Aufwärtstrend des Vorjahres ist auf jeden Fall Geschichte. Auf der Unterseite muss zunächst einmal der Boden bei 0,9830 aufgelöst werden.


Das bei der Bewegung von USD(CAD EUR/CAD noch dynamischer in den Keller drifteten, verwundert sicher niemanden. Das Paar durchbricht gerade die 1,29 und scheint vorerst keinen Boden zu finden. Sollte die 61,8 %-Linie des Fibonacci bei 1,2893 nachhaltig gebrochen werden, droht die 1,2815. Hoffnung gibt es für das Paar vom RSI, der klar übeverkauft ist. So könnte es auch erst einmal eine Erholung bis 1,2950 geben.


So, damit wünsche ich einen guten Abend und einen erfolgreichen Freitag.

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US-Arbeitsmarkt im Fokus

EUR/USD haben sich im asiatisch geprägten Handel deutlich von der 1,32 entfernt. Das Paar durchbrach zuletzt auch den Widerstandsbereich 1,3160/45, Versucht aktuell aber die Widerstandszone zurückzugewinnen. Darunter dürfte es Unterstützung an der Aufwärtstrendlinie bei 1,3070 finden. Auf der Oberseite ist bei 1,3225 mit erstem Widerstand zu rechnen.


Sollte es EUR/USD zurück über die 1,3160 schaffen, wäre es wieder zurück im Seitwärtskanal Insgesamt dürfte heute Fiscal Cliff in den Hintergrund treten. Am Nachmittag kommen die ADP-Arbeitsmarktdaten aus den USA heraus und werden Aufschluss über die US-Konjunktur geben. Folgende Termine stehen heute an:

9.55 Uhr deutsche Arbeitslosenquote
9.55 Uhr Veränderung der Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland
14.15 Uhr Veränderung der ADP Non Farm Arbeitsplätze in den USA
14.30 Uhr Anträge auf Arbeitslosenhilfe USA
20 Uhr FOMC Sitzungsprotokoll

Bereits erschienen sind die Daten vom spanischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbslosen sank überraschend um 59,1 k. Erwartet wurde ein Anstieg um 50,3 k.

In Großbritannien ist der landesweite Hauspreisindex auf dem Rückzug. GBP/USD fand zunächst bei 1,62 Unterstützung und handelt nun bei 1,6230. Ersten Widerstand dürfte es bei 1,6245 geben. Auch bei diesem Paar sind die Bullen noch nicht geschlagen. Über 1,6290 könnte die Rally weitergehen.


EUR/GBP hat eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet, die einen weiteren Abverkauf begünstigen könnte. Erstes ZIel sollte der Bereich 0,8080/70 sein darunter gibt es bei 0,8055 Support.


Auch aus der Schweiz gibt es gute Daten. Der Einkaufsmanagerindex stieg um einen Punkt auf 49,5. Allerdings sank das Konjunkturbarometer auf den niedrigsten Stand seit Juni 2012. USD/CHF hat bei 0,91 zunächst einen Boden gebildet. Der weitere Weg wird von den Daten heute Nachmittag abhängen. Widerstand findet das Paar bei 0,9250. Aktuell handelt USD/CHF um 0,92.

EUR/CHF bewegt sich seitwärts zwischen 1,2065 und 1,21.

Das war es dann für heute Früh. Ich wünsche einen erfolgreichen Handel





Mittwoch, 2. Januar 2013

Die Amerikaner bremsen die Party aus

Solange die Asiaten und später die Europäer unter sich waren, schien es, als ob man sich selbst von schwachen Konjunkturdaten, die vor allem aus der Eurozone gemeldet wurden, nicht stören. Der DAX feierte den Kompromiss, als ob die Welt vor dem Untergang gerettet wurde, dabei ist eigentlich nichts passiert. Ach doch, die Fiskalklippe ist noch ein wenig höher geworden. Man hat einfach die Fallzeit um zwei Monate verlängert. Ob es was bringt?

Aktuell steht EUR/USD an einer interessanten Marke. Um 1,3160/45 gibt es eine starke Unterstützung. Wenn diese bricht ist dies aber noch nicht das Ende aller Bullen-Hoffnungen, denn wir bleiben übergeordnet in einem Aufwärtstrend, dessen derzeit Begrenzung derzeit etwa bei 1,3070 verläuft.


Das Haushaltsproblem der Amerikaner dürfte in den kommenden Tagen wieder in den Hintergrund treten, es wird einfach keine neuen Nachrichten geben. Damit treten wieder die Wirtschaftsdaten zum Vorschein. Am Freitag gibt es die Non Farm Payrolls, die vielleicht einen Impuls für die kommenden Tage setzen und die Politik in den Hintergrund drängen. Vorher erscheinen morgen der ADP-Arbeitsmarktbericht und die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, die vielleicht ein intereesanter Indikator für Freitag werden könnten. Mehr dann morgen.

Einen schönen Abend.

Die Märkte können optimistisch in neue Jahr starten

Kurz vor dem Aufprall beim Sturz von der Fiskalklippe haben die Republikaner im Repräsentantenhaus doch noch den richtigen Knopf am Fallschirm gefunden und haben die Katastrophe zumindest vorerst verhindert.

Die Märkte quittierten dies bei EUR/USD mit einem Gap in die Region 1,3280. Das Chartbild sieht wieder etwas freundlicher aus. Die Frage ist freilich, ob das Paar die aktuelle Seitwärtsrange verlassen kann.


Sollte dies gelingen, könnte noch einmal die 1,3380 in den Fokus rücken.


Wichtig wären dafür gute Einkaufsmanagerindizes aus Europa. Die Daten für heute:

9.45 Uhr Einkaufsmanagerindex Italien
9.50 Uhr Einkaufsmanagerindex Frankreich
9.55 Uhr Einkaufsmanagerindex Deutschland
10 Uhr Einkaufsmanagerindex Eurozone
14 Uhr Verbraucherpreisindex Deutschland
16 Uhr Einkaufsmanagerindex USA

Auf der Unterseite unterstützen 1,3250/25

GBP/USD hat mit einem neuen Wochenhoch eröffnet. 10.30 Uhr erscheint der britische Einkaufsmanagerindex. Sollte der Positiv sein, könnte das Paar bis 1,6425 Luft haben.


Unterstützung gibt es bei 1,6240. EUR/GBP hat ein wenig konsolidiert und steht bei 0,8130/40. Sollte das Paar wieder gen Süden drehen, haben wir eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die Abgaben in den Bereich 0,8075 als wahrscheinlich erscheinen lassen. Auf der Oberseite müssen die 0,8151 und 0,8176 überwunden werden, um zu neuen Hochs zu gelangen.


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Dienstag, 1. Januar 2013

Echter oder fauler Kompromiss bei Fiscal Cliff?

Zunächst aber mal allen ein erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr. Gesundheit ist ja bekanntlich dass, was man sich nicht kaufen kann.

Eigentlich dachte ich ja, dass ich jetzt, kurz vor dem zweiten Teil der Handelswoche und zum Auftakt des neuen Jahres sagen kann: Fiscal Cliff ist gelaufen und so geht es weiter. Aber die Amerikaner haben sich für eine Vertagung entschieden, die man offiziell Kompromiss nennt.

Nun ja, während ich dies hier schreibe, ist der Kompromiss zwar durch den Senat, aber noch nicht durch das Repräsentantenhaus gekommen. Also faktisch ist die Wirtschaftsmacht Nummer 1 noch nicht vom Haken. Ob die zweite Kammer des Parlaments, in der die Republikaner die Mehrheit haben, den Kompromiss, für den Vizepräsident Joe Biden schon gefeiert wird, abnicken werden ist völlig unklar. Bisher ist für heute noch nicht mal eine Abstimmung geplant. Fiscal Cliff greift also - Stand jetzt. Dies kann sich aber im Laufe des Abends ändern.

Der Kompromiss würde den USA zwei Monate mehr Zeit verschaffen. Zunächst würde die Mehrheit der Amerikaner von Steuererhöhungen verschont bleiben, Ausgabenkürzungen würden verschoben werden. Aber schon droht der nächste Show down. Spätestens Anfang März sind die Vereinigten Staaten zahlungsunfähig, wenn die Schuldenobergrenze nicht verschoben wird. Ob es da clever war, dass Präsident Barack Obama tönte: „Wenn Republikaner denken, ich werde die Aufgabe der Defizitreduzierung allein durch Ausgabenkürzungen beenden, dann werden sie sich noch umschauen“, kann man zumindest mal leise bezweifeln. Die Antwort der Republikaner ließ denn auch nicht lange auf sich warten. Sie kündigten an, die Anhebung der Schuldenobergrenze für weitere Verhandlungen über Budgetkürzungen nutzen zu wollen.

Und was bedeutet das für den FOREX-Markt? Eine spannende Frage. Die Optimisten sind ja im Markt meist in der Überzahl. So dürfte zunächst einmal das Ergebnis der Abstimmung im Repräentenhauses abgewartet werden müssen, um eine klare Richtung zu erkennen.

Charttechnisch präsentiert sich das Bild in EUR/USD derzeit nicht sehr bullish. Zuletzt konnte das Paar nach jeder Korrektur die Erholung nicht bis zur vorherigen Spitze führen. Die Unsicherheit hat den Kurs unter Druck gebracht. So dürfte EUR/USD wohl um 1,3230/50 Widerstand finden. Solange die Hoffnung auf eine Einigung in USA bleibt, sollte auf der anderen Seite die 1,3150 halten.


Morgen früh wissen wir dann schon mehr. Ich bleibe übrigens dabei. Sollte die Fiscalklippe nicht umschifft werden, droht die 1,2880. Bei einem Pro durch das Repräsentantenhaus, könnte EUR/USD aber auch noch einmal die 1,33 testen. Viel bleibt möglich.

An Daten meldeten die Chinesen einen ISM-Einkaufmanagerindex, der bei 50,60 stagnierte und so unter den Erwartungen blieb. Das zeigt, dass China noch nicht über den Berg ist und eine wirtschaftliche Abkühlung durchaus weiter im Bereich des möglichen bleibt. Wenn China schwächelt, wird dies auch im Rest der Welt spürbar sein. Die Daten morgen:

9.45 Uhr Einkaufsmanagerindex Italien
9.50 Uhr Einkaufsmanagerindex Frankreich
9.55 Uhr Einkaufsmanagerindex Deutschland
10 Uhr Einkaufsmanagerindex Eurozone
14 Uhr Verbraucherpreisindex Deutschland
16 Uhr Einkaufsmanagerindex USA

Am Donnerstag folgen dann in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht und das FOMC Sitzungsprotokoll, dass Aufschluss über die Sitzung zur letzten Zinsentscheidung der FED gibt. Richtig Bewegung versprechen dann am Freitag die US-Arbeitslosenqoute und die Non Farm Payrolls.

Außerdem gibt es morgen noch Daten aus Großbritannien. 10.30 Uhr erscheint der Einkaufsmanagerindex. GBP/USD hat zum Jahresende noch einmal einen schönen Move noch oben gezeigt. Spannend wird es über 1,63. Die Marke dürfte ein ziemlich heftiger Widerstand sein, wie man schön im Wochenchart sieht.

Auf der Unterseite dürfte um 1,62 Unterstützung warten.

Einen mörderischen Absturz erlebte Silvester EUR/GBP. Das Paar hat sich vorbörslich auch nicht nennenswert erholt und droht bei einem Durchbrechen der 0,8106 Bekanntschaft mit der 0,8075 zu machen. Auf der Oberseite dürfte das Paar bei 0,8129 Widerstand finden. Bei 0,8151 dürfte der "Deckel drauf" sein

So damit wünsche ich einen erfolgreichen Start ins Handelsjahr 2013.
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