In der Nacht zum Dienstag steht sie also an, die Zinsentscheidung der japanischen Notenbank, wobei bei den Zinsen keine Überraschung erwartet wird. Vielmehr dürfte die Bank of Japan die Anleihekäufe ausweiten. Alle Hintergründe, auch zum zweiten Ereignis des Dienstag den ZEW-Konjunkturerwartungen gibt im eToro-Blog.
Der Montag bedarf keiner Aufarbeitung, weshalb wir gleich zum Ausblick kommen und heute mal mit dem Yen beginnen. Da wohl mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung zu rechnen ist, stellt sich vor allem die Frage, wo eigentlich die nächsten Widerstädne auszumachen sind. Dabei gehe ich mal davon aus, dass die 90,20 bei USD/JPY heute Nacht nicht halten werden. Der erste Widerstand dürfte um 90,80 zu finden sein. Darüber rückt dann schon die 92 in den Fokus. Ein wenig problematisch ist allerdings, dass der Weekly nicht nur die nächsten Widerstände zeigt, sondern auch den Fakt, dass das Paar eigentlich hoffnungslos überkauft ist. In den letzten vier Wochen konnten wir einen Gewinn von rund 12 JPY, also 1200 Pips registrieren. Es muss also einkalkuliert werden, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Bei EUR/JPY steht der nächste Widerstand bei 121,50. Auch hier registrieren wir, das das Paar überverkauft ist. Außerdem wird spannend, wie die ZEW-Konjunkturentwicklungen am Dienstag Vormittag ausfallen. Auch hier könnte also das Aufwärtspotential begrenzt sein. Zu viel Gier könnte hier gefährlich werden. EUR/JPY hat seit November fast 20 Yen, also 2.000 Pips gewonnen!
Eine Korrektur wäre also durchaus normal. Die Frage ist natürlich, was derzeit beim "sicheren Hafen" Yen noch normal ist.
Am Vormittag stehen die ZEW´s im Vordergrund. Folgende Termine stehen in Europa und den USA auf dem Programm:
11 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland und Eurozone
16 Uhr Veräußerung bestehender Eigenheime USA
19 Uhr Mario Draghi spricht.
Die Erwartungen für die Daten vom ZEW sind sehr optimistisch und bürgen daher die Gefahr einer Enttäuschung. Die Eigenheimverkäufe werden etwa so stark wie bei der Veröffentlichung vor einem Monat erwartet. Dass Mario Draghi etwas völlig anderes erzählt als bei der letzten EZB, halte ich eher für unwahrscheinlich. Es könnten am Ende die vorher veröffentlichten Daten mehr Gewicht haben. Beim EUR/USD bleibt weiter die Frage, in welche Richtung das Paar möchte. Die Entscheidung fällt über 1,34 oder unter 1,3250.
Prinzipiell bleiben die Marken bestehen. Auf der Oberseite würde ein Überwinden der 1,34 den Weg zur 1,3485 freigeben, auf der Unterseite droht die 1,3155/50.
Aus Großbritannien werden am Dienstag, 12 Uhr, die industriellen Trendaufträge gemeldet. Es wird erwartet, dass sich der Rückgang wenigstens nicht beschleunigt. Man ist ja derzeit schon für weniger katastrophale Meldungen aus UK dankbar, besonders wenn man mit einem Long-Trade völlig auf dem falschen Fuß erwischt wurde. USD/GBP hat seit Jahresbeginn rund fünf Cent verloren und das Ende ist noch nicht in Sicht. Der RSI legt aber eine Erholung nahe, das Paar ist überverkauft. So könnten gute Daten eine Erholung bis 1,5920 begünstigen. Selbst dann bleibt aber der Abwärtstrend intakt.
Sollte das November-Tief bei 1,5822 endgültig fallen, ist ein Abverkauf bis 1,5730 durchaus denkbar. Darunter wäre 1,5655 das Ziel.
Ungebremst, aber überverkauft ist auch das Motto bei EUR/GBP. Eine Korrektur bis 0,8360 sollte dem aktuellen Trend aber nichts anhaben.
Auf der Oberseite agiert das Paar am Widerstand bei 0,8420. Ein Bruch könnte Potential bis zum Jahreshoch 2012 bei 0,8505 freisetzen.
14.30 Uhr meldet Kanada noch die Einzelhandelsumsätze. Es wird auf Jahresbasis eine Stagnation und für den letzten Monat sogar ein Rückgang erwartet. Zu Weihnachten ein Umsatzrückgang? Gibt es hier eine positive Überraschung? USD/CAD hält sich über 0,99 und dürfte bei 0,9940/50 Widerstand finden. Bei einem Bruch steht die 0,9970 auf der Agenda. Der steile Aufwärtstrend hält bisher. Unterstützung wartet bei 0,9910.
EUR/CAD kann aktuell nicht die 1,3240 nachhaltig knacken. Ein Überschreiten des Widerstands für das Paar bis 1,3285 und 1,3330 führen. Unterstützung wartet bei 1,3175.
Aktuelle Kommentare gibt es an meiner eToro-Wall.
Marktanalysen, Markt-News. Die Berichterstattung auf diesen Seiten sind nicht als Handelsempfehlung zu verstehen. Sie spiegeln lediglich die Meinung des Autoren wider.
Montag, 21. Januar 2013
Sonntag, 20. Januar 2013
Goldman Sachs überrascht mit Risikowarnung in der Eurozone
Na so was, gerade hatte Goldman Sachs noch EUR/USD ein Potential bis 1,37 angedichtet, da überraschen die Bänker Sonntag mit der Aussage, dass weitere Rückschläge in der Euro-Schuldenkrise möglich seien. Die Entwicklung Europas sei das größte Risiko für die Weltwirtschaft, meinte Goldman Sachs-Chef Aktienstratege Peter Oppenheimer. Das klingt dann schon nicht mehr nach 1,37. Vielleicht möchte Goldman Sachs das eigene Longziel erreicht und will nun short gehen. Die Einschätzung ist zumindest nicht von der Hand zuweisen, wobei in der vergangenen Woche ein ganz anderes Problem in Europa zum Vorschein kam. Europa hat ein strukturelles Wirtschaftsproblem, dass durch den harten Sparzwang der meisten Staaten nicht kleiner wird.
Aber es gibt noch ein zweites Problem, dass die Weltwirtschaft mindestens genauso gefährden kann,. Die Haushalts- und Schuldenkrise der USA. Zumindest bis heute gibt es keinerlei Anzeichen wie Demokraten und Republikaner.
In der kommenden Woche gibt es einige interessante Termine, die das Marktgeschehen beeinflussen könnten. Schon in der Nacht zum Dienstag rückt Japan in den Mittelpunkt des Interesses, wenn die Bank of Japan ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt gibt. Es sieht so aus, als ob die BoJ weitere Lockerungen tätigen wird, um die Deflation im Land zu bekämpfen. Die Notenbänker werden wohl der Erpressung der japanischen Regierung nachgeben wird und das Inflationsziel von 1 auf 2 % anheben wird. Die japanische Regierung hat im Falle einer anderen Entscheidung der Bänker mit einer Beschneidung der Unabhängigkeit gedroht. Es ist wohl damit zu rechnen, dass der Yen ob dieser Ereignisse auch in der kommenden Woche einen Schwächeanfall erleiden wird.
Wie es um die Eurozone bestellt ist, werden wichtige Daten aus Deutschland zeigen. Am Dienstag erscheinen die ZEW Konjunkturerwartungen, am Freitag folgt der ifo-Geschäftsklimaindex.
Am Montag ist in den USA Martin Luther King Day und auch ansonsten gibt es kaum Daten. Deutschlang meldet schon 8 Uhr den Erzeugerpreisindex, nicht unbedingt ein Schwergewicht. Außerdem versteigern die Franzosen noch ein paar kurzlaufende Anleihen.
Bewegung bei EUR/USD könnte da nur von einigen bedachten oder unbedachten Äußerungen kommen. Das Paar attackierte in der vergangenen Woche mehrfach die 1,34, konnte die Marke aber nicht überwinden. Charttechnich droht mit Unterschreiten der 1,3250 weiter die Vollendung einer M-Formation, die einen weiteren Abverkauf bei 1,3155/50 begünstigen würde.
Aus Großbritannien wird schon in der Nacht (1.01 Uhr) der Rightmove Hauspreisindex veröffentlicht. GBP/USD hat in der vergangenen Woche 167 Pips verloren und ist inzwischen stark überverkauft. Das Paar sollte in nächste Zeit also einmal von einer Gewinnmitnahme profitieren und damit eine leichte Erholung vollziehen. Allerdings ist das Pfund so angeschlagen, dass es sich wohl nur um eine vorübergehende Erholung handeln dürften. Die Erholung könnte GBP/USD bis 1,5968 führen. Auf der Unterseite dürfte das Tief aus dem November (1,5822) das Ziel sein.
EUR/GBP hat seine Rally in der vergangenen Woche fortgesetzt. Das Paar gewann 112 Pips, handelt aber im überkauften Bereich, was eine Korrektur nahelegt. Ziele dürften die 0,8355 bzw. 0,8325 sein.
Auf der Oberseite rücken die 0,8420 und 0,8500 in den Fokus. Ob die 0,8420 gebrochen wird, dürfte auch von der weiteren Entwicklung des Euro abhängen.
14.30 Uhr folgen noch die Großhandelsumsätze aus Kanada. USD/CAD ist am Freitag aus der fast zwei Wochen währenden Seitwärtsrange nach oben ausgebrochen. Ob dies nun der lang ersehnte Trend für die kommende Woche ist, muss man mal abwarten. Der kurze Ausschlag auf 0,9946 sieht eher wie ein Fehlausbruch aus. Fällt das Paar also wieder zurück in die Seitwärtsrange? Auf Widerstand dürfte das Paar bei 0,9950 treffen. Unterstützung ist die ehemalige Oberbegrenzung der Seitwärtsrange (0,9880).
EUR/CAD hat am Freitag ein Doppeltop bei 1,3244 gebildet, dass erst einmal überwunden werden muss, um weiteres Auswärtspotential zu generieren. Auf der Unterseite unterstützt die 1,3175. Der Aufwärtstrend ist weiter intakt.
Aber es gibt noch ein zweites Problem, dass die Weltwirtschaft mindestens genauso gefährden kann,. Die Haushalts- und Schuldenkrise der USA. Zumindest bis heute gibt es keinerlei Anzeichen wie Demokraten und Republikaner.
In der kommenden Woche gibt es einige interessante Termine, die das Marktgeschehen beeinflussen könnten. Schon in der Nacht zum Dienstag rückt Japan in den Mittelpunkt des Interesses, wenn die Bank of Japan ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt gibt. Es sieht so aus, als ob die BoJ weitere Lockerungen tätigen wird, um die Deflation im Land zu bekämpfen. Die Notenbänker werden wohl der Erpressung der japanischen Regierung nachgeben wird und das Inflationsziel von 1 auf 2 % anheben wird. Die japanische Regierung hat im Falle einer anderen Entscheidung der Bänker mit einer Beschneidung der Unabhängigkeit gedroht. Es ist wohl damit zu rechnen, dass der Yen ob dieser Ereignisse auch in der kommenden Woche einen Schwächeanfall erleiden wird.
Wie es um die Eurozone bestellt ist, werden wichtige Daten aus Deutschland zeigen. Am Dienstag erscheinen die ZEW Konjunkturerwartungen, am Freitag folgt der ifo-Geschäftsklimaindex.
Am Montag ist in den USA Martin Luther King Day und auch ansonsten gibt es kaum Daten. Deutschlang meldet schon 8 Uhr den Erzeugerpreisindex, nicht unbedingt ein Schwergewicht. Außerdem versteigern die Franzosen noch ein paar kurzlaufende Anleihen.
Bewegung bei EUR/USD könnte da nur von einigen bedachten oder unbedachten Äußerungen kommen. Das Paar attackierte in der vergangenen Woche mehrfach die 1,34, konnte die Marke aber nicht überwinden. Charttechnich droht mit Unterschreiten der 1,3250 weiter die Vollendung einer M-Formation, die einen weiteren Abverkauf bei 1,3155/50 begünstigen würde.
Aus Großbritannien wird schon in der Nacht (1.01 Uhr) der Rightmove Hauspreisindex veröffentlicht. GBP/USD hat in der vergangenen Woche 167 Pips verloren und ist inzwischen stark überverkauft. Das Paar sollte in nächste Zeit also einmal von einer Gewinnmitnahme profitieren und damit eine leichte Erholung vollziehen. Allerdings ist das Pfund so angeschlagen, dass es sich wohl nur um eine vorübergehende Erholung handeln dürften. Die Erholung könnte GBP/USD bis 1,5968 führen. Auf der Unterseite dürfte das Tief aus dem November (1,5822) das Ziel sein.
EUR/GBP hat seine Rally in der vergangenen Woche fortgesetzt. Das Paar gewann 112 Pips, handelt aber im überkauften Bereich, was eine Korrektur nahelegt. Ziele dürften die 0,8355 bzw. 0,8325 sein.
Auf der Oberseite rücken die 0,8420 und 0,8500 in den Fokus. Ob die 0,8420 gebrochen wird, dürfte auch von der weiteren Entwicklung des Euro abhängen.
14.30 Uhr folgen noch die Großhandelsumsätze aus Kanada. USD/CAD ist am Freitag aus der fast zwei Wochen währenden Seitwärtsrange nach oben ausgebrochen. Ob dies nun der lang ersehnte Trend für die kommende Woche ist, muss man mal abwarten. Der kurze Ausschlag auf 0,9946 sieht eher wie ein Fehlausbruch aus. Fällt das Paar also wieder zurück in die Seitwärtsrange? Auf Widerstand dürfte das Paar bei 0,9950 treffen. Unterstützung ist die ehemalige Oberbegrenzung der Seitwärtsrange (0,9880).
EUR/CAD hat am Freitag ein Doppeltop bei 1,3244 gebildet, dass erst einmal überwunden werden muss, um weiteres Auswärtspotential zu generieren. Auf der Unterseite unterstützt die 1,3175. Der Aufwärtstrend ist weiter intakt.
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Freitag, 18. Januar 2013
Dem Euro droht Ungemach
Ein kurzes Update am Mittag. Der Euro verlor in den letzten Minuten deutlich und droht die 1,33 von unten zu sehen. Dies wäre noch nicht schlimm, dramatischer wäre ein Unterschreiten der 1,3250. Damit würde eine M-Formation entstehen, die einen weiteren Abverkauf bis wenigsten 1,32, wahrscheinlich aber sogar bis 1,3140 nahelegt. Idealerweise gibt es bei 1,32 eine Erholungsbewegung und dann die Möglichkeit zum Short-Einstieg. Noch ist es aber nicht so weit.
Donnerstag, 17. Januar 2013
Der Euro entschied sich für long - aber nur zaghaft
EUR/USD konnte am Donnerstag in recht freundlichem Handel die 1,33 klar hinter sich lassen, zögert aber noch vor der nächsten Hürde. Nach dem das Paar am Vormittag rund 70 Pips auf 1,3350 gewann, stagnierte es danach. Grund könnte der relative schlechte Geschäftsbericht der Citigroup gewesen sein. Im Gegensatz zu den Berichten der anderen US-Großbanken enttäuschte die Bilanz. Die Citigroup musste sich mit einem Drittel weniger Gewinn als 2011 zufrieden geben. Vorher hatte es aus Europa weitere Hinweise auf die Entschärfung der Eurokrise gegeben. Spanische konnte sich zu sehr moderate Zinssätze frischen Geld besorgen und auch die EZB veröffentlichte einen insgesamt recht positiven Monatsbericht.
Um allerdings über neue Ziele für EUR/USD zu sprechen, müsste das Paar erst einmal die 1,3390/00 überwinden. Erst dann könnte man ein neues Ziel formulieren: 1,3485, das Jahreshoch von 2012. Auf der Unterseite ist das Paar bei 1,3250 solide unterstützt.
Von den Daten gibt es am Freitag wenig Impulse. 15.55 Uhr sollte man auf den Konjunkturerwartungsindex der Uni Michigan achten. Ein Blick auf die Daten aus der Industrie Spaniens (9.30 Uhr) und Italiens (10 Uhr) kann man auch mal riskieren, es gibt ja sonst nichts Spannendes.
Das gibt es aber schon in der Nacht, wenn China allerlei Daten auf den Markt wirft. Herausragend sicher das BIP 3 Uhr. Was die Zahlen am Ende wert sind, weiß wahrscheinlich nur die chinesische Statistikbehörde, trotzdem dürften die Daten Auswirkungen auf die Märkte haben.
Schon am Donnerstag 22.45 Uhr meldet Neuseeland die Verbraucherpreisinflation. NZD/USD könnte ein Impuls nicht schaden, denn das Paar pendelt in einer immer engeren Range um 0,84. Auf der Oberseite scheint die 0,8460 unüberwindbar (und inzwischen auch unerreichbar) zu sein. Support findet sich um 0,8380. Den Chart schenke ich mir mal.
EUR/NZD pendelt genau zwischen der 38,2 %-(1,5778) und der 61,8 %-Linie (1,5947) des Fibo. Derzeit findet man das Paar genau in der Mitte. Auch hier steht die Richtungsentscheidung aus.
Aus Japan erwarten wir 5.30 Uhr die Industrieproduktion für Dezember. Man muss kein Prophet sein, um hier keine optimistischen Zahlen zu erwarten. Trotzdem könnte der große Abverkauf des JPY vorbei sein. In Japan hat man inzwischen festgestellt, dass eine zu weiche Währung gar nicht nur Vorteile hat, was eine zu lockere Geldpolitik vielleicht doch verhindert. Eine Korrektur gab es ja schon in dieser Woche. Am Donnerstag markierte USD/JPY bei 89,90 ein neues Jahreshoch. Um neue Ziele für USD/JPY zu finden müssen wir schon mal ins Jahr 2010 schauen. Über 90,00 dürfte die 90,80 eine interessante Marke sein.
Unterstützung wartet im Bereich 88,30/00. Auch EUR/JPY hat eine beeindruckende Strecke hingelegt und klopft nach einer Korrektur wieder an der 120 an. Sollte das Paar diesmal über diese Hürde springen, ist auch hier ein Blick weit zurück fällig, wenn man neue Ziele ausmachen möchte. Im Frühjahr 2011 finden wir 121,80 und 123,20. Aber auch für dieses Paar gilt, Die BoJ könnte auch ihre Politik überdenken und der Rally ein Ende bereiten.
Aus Großbritannien werden am Freitag, 10.30 Uhr, die Einzelhandelsumsätze gemeldet. Was hatte mich eigentlich geritten, Anfangs des Jahres GBP/USD und EUR/GBP zu kaufen? Es waren damals nicht die Nachrichten sondern eher das Gefühl, dass der Markt die Überbewertung des Pfund erfolgreich ignoriert. Diese Idee hat der Markt im für mich falschen Moment aber verworfen. Inzwischen ist GBP/USD richtig unter die Räder gekommen und handelt unter 1,60. Nächte Unterstützung dürfte im Bereich um 1,5933 liegen, auf der Oberseite ist bei 1,6020 erster Widerstand zu erwarten. Über 1,6080 dürfte die Luft dann sehr dünn werden. Zur Zeit sieht es aber eher danach aus, dass wir das Novembertief bei 1,5822 einplanen müssen.
Kein Halten gibt es für EUR/GBP. Nach einer kurzen Korrektur hat das Paar seine Rally wieder aufgenommen. Um noch ein Ziel zu finden, muss man den 8H-Chart schon ziemlich weit zusammenschieben. Erster Widerstand dürfte bei 0,8370 warten, Ziel dürfte aber eher 0,84 sein.
Unterstützung dürfte die 0,8321 bieten.
Kanada meldet am Freitag den Produktionsverkauf (14.30 Uhr). USD/CAD pendelt weiter um 0,9050. Obere Begrenzung bleibt die 0,9880, Support bei 0,9830. Daran hat sich auch heute nichts geändert. Bei EUR/CAD sieht das ganze ein wenig toppish aus. Die 1,3182 wird nicht überwunden, mal von einem Ausreißer heute Vormittag, den man wohl als Fehlausbruch interpretieren muss. So könnte als nächstes erst einmal eine nochmalige Korrektur bis 1,3073 anstehen.
Zum Schluss noch ein Blick auf den EUR/CHF, der nach langem Siechtum zum Leben erweckt ist. Die Schweizer Nationalbank scheint sich mehreren Medienberichten zufolge mehr in einem Hedgefonds verwandelt zu haben (mehr dazu an meiner OpenBook-Wall bei eToro). Auf jeden Fall scheint die Notenbank dank massiver Bilanzerweiterung inzwischen dem Ziel, den Franken zu schwächen, ein gutes Stück näher gekommen zu sein. Derzeit scheint aus dem aktuellen Szenario aber noch kein Ausstieg geplant zu sein. Und so könnte der EUR/CHF einige Chancen auf der Longseite bieten. Gut unterstützt ist das Paar bei 1,24. Auf der Oberseite könnte das Ziel 1,2730 heißen. Die Rally könnte also noch ein Stück weitergehen.
Mittwoch, 16. Januar 2013
Wohin will der Euro?
Nach den Verlusten am Dienstag konnte sich EUR/USD am Mittwoch nicht so recht für eine Richtung entscheiden. Dabei waren die Nachrichten heute eher positiv. JPMorgan und Goldman Sachs erfreuten die Anleger mit satten Gewinnen, die Eurozonen-Verbraucherpreise entsprachen den Erwartungen und die Rendite für deutsche 10-jährige Anleihen stieg. Letzteres zeigt, dass die Anleger offenbar wieder risikofreudiger werden und den sicheren Hafen Bundesanleihe verlassen. Die US-Verbraucherpreise lagen nur knapp unter den Erwartungen und die Langzeitinvestitionen in den USA waren überraschend stark.
Am Abend gab es dann noch positive Nachrichten vom Beige Book. Die wirtschaftliche Aktivität aller 12 Notenbank-Distrike zog an, auch wenn das Wirtschaftswachstum weiter verhalten blieb. Auch die Konsumausgabe stiegen und der Immobilienmarkt zeige Erholungstendenzen. Nur die Industrieproduktion zeige sich weiter durchwachsen.
Den Märkten hat dies keinen Impuls gegeben. EUR/USD verharrten um 1,33. Da bei ist allerdings zu beobachten, dass die Spitzen auf der Oberseite immer mehr nachgaben und zuletzt die 1,33 langsam verloren. Im Stundenchart lässt sich gut ein Abwärtstrendkanal erkennen, der möglicherweise die Richtung für die weitere Entwicklung des Paares vorgibt.
Ein Unterschreiten der 1,3260 dürfte Potential bis 1,3220 freimachen. Der Trend wäre über 1,33 gebrochen.
Für eine Richtungsentscheidung könnten folgende Daten sorgen:
10 Uhr Monatsbericht EZB
10.50 Uhr Auktion spanischer 2- und 5-Jahres-Anleihen
11 Uhr Auktion französischer 2-, 4- und 5-Jahres-Anleihen
14.30 Uhr Arbeitslosenhilfe, Baugenehmigungen, Beginne Wohnbauten in den USA
16 Uhr Philly Fed Herstellungsindex
Besonders wird natürlich wieder auf die US-Arbeitsmarktdaten geschaut, können sie doch ein wenig Licht ins Dunkel bringen, wie lange die FED QE3 noch fahren wird. Die Erwartungen sind eher verhalten. Dies gilt auch für die Daten vom Bau.
In der Nacht lohnt sich ein Blick nach Australien, wo nach der Erhohlung am Arbeitsmarkt im Dezember diesmal wieder mit einer Verschlechterung gerechnet wird. Die Arbeitslosenquote soll von 5,2 % auf 5,4 % und damit auf das Niveau von Oktober/November 2012 steigen. Zuletzt hatte Australien ein so hohe Arbeitslosenquote im November 2010. Von der angeblich so guten Verfassung der Chinesischen Wirtschaft scheint der Rohstofflieferant nicht allzu viel spüren.
AUD/USD bewegt sich seit Tagen zwischen 1,0535 und 1,0580. Die Arbeitsmarktdaten könnten hier die zukünftige Richtung vorgeben.
Bei EUR/AUD droht ein Verkaufssignal durch eine M-Formation. Unter 1,2560 dürfte ein Abverkauf bis 1,2465 drohen.
0.50 Uhr wird in Japan der Tertiär Index veröffentlicht. Er gibt Auskunft über die Ausgaben für Dienstleistungen. Bei USD/JPY gab es in dieser Wochen eine Korrektur, die nach der langen Rally folgerichtig war. Bei 88,00 könnte das Paar einen Boden gebildet haben. Aber so ganz ungetrübt könnte die Rally eventuell nicht fortgeführt werden. Den Japanern ist nämlich inzwischen aufgefallen, dass eine schwache Währung auch Nachteile hat. Für das rohstoffarme Land werden dann nämlich Importe teuer. Widerstand wartet bei 89,60
Parallel hat auch EUR/JPY korrigiert und hat bei 116,50 einen Boden gefunden. Folgen könnte ein neuer Anlauf auf 120.
Die Schweiz meldet 9.15 Uhr den Erzeugerpreisindex, der knapp über 0 % erwartet wird. Auch die Schweiz zeigte zuletzt einige konjunkturelle Bremsspuren, so zum Beispiel heute mit recht schwachen Einzelhandelsumsätzen.
Nach den Gewinnen der letzten Tage hat USD/CHF heute die 0,9320 nicht überwinden können. Es sieht stark nach einer Topbildung aus, die eine Korrektur nahelegt. Dies könnte das Paar in den Bereich um 0,9250 zurückführen.
Bei EUR/CHF hat sich ja für die SNB erst einmal das Motto Verteidigung der 1,20 erledigt. Das Paar lebt wieder, am Mittwoch bewegte es sich aber vornehmlich seitwärts. Range: 1,2340 - 1,2400. Die Frage für den Donnerstag: Findet das Paar bei 1,24 ein Top oder ist weiteres Potential vorhanden? Das könnte dann bei 1,2440/50 liegen. Nach dem starken Schuss in die Höhe ist auch die Frage, wo eigentlich Support zu finden ist. Die Marken dürften bei 1,2315 und vor allem bei 1,2250 zu suchen sein.
Zum Schluss noch ein Blick nach Kanada, wo 14.30 Uhr der Erwerb ausländischer Wertpapiere gemeldet wird. USD/CAD hatte ja in der vergangenen Woche die Seitwärtsrange zwischen 0,9840/80 nach unten verlassen. Weit kam das Paar aber nicht. die neuere untere Begrenzung ist 0,9830. Auf der Oberseite nähern sich die Spitzen wieder der 0,9880. Und dann? Eine Richtung ist derzeit nicht auszumachen.
Und EUR/CAD hat die 1,3180 nicht überwinden können. Derzeit steht das Paar bei 1,31. Der Tageschart zeigt, dass das Paar sich seit August in einem Aufwärtstrend bewegt. Dieser bleibt selbst bei einem Rücksetzer auf 1,29 intakt.
Aktuelle Betrachtungen gibt es wie immer auf meiner OpenBook-Wall bei eToro.
Am Abend gab es dann noch positive Nachrichten vom Beige Book. Die wirtschaftliche Aktivität aller 12 Notenbank-Distrike zog an, auch wenn das Wirtschaftswachstum weiter verhalten blieb. Auch die Konsumausgabe stiegen und der Immobilienmarkt zeige Erholungstendenzen. Nur die Industrieproduktion zeige sich weiter durchwachsen.
Den Märkten hat dies keinen Impuls gegeben. EUR/USD verharrten um 1,33. Da bei ist allerdings zu beobachten, dass die Spitzen auf der Oberseite immer mehr nachgaben und zuletzt die 1,33 langsam verloren. Im Stundenchart lässt sich gut ein Abwärtstrendkanal erkennen, der möglicherweise die Richtung für die weitere Entwicklung des Paares vorgibt.
Ein Unterschreiten der 1,3260 dürfte Potential bis 1,3220 freimachen. Der Trend wäre über 1,33 gebrochen.
Für eine Richtungsentscheidung könnten folgende Daten sorgen:
10 Uhr Monatsbericht EZB
10.50 Uhr Auktion spanischer 2- und 5-Jahres-Anleihen
11 Uhr Auktion französischer 2-, 4- und 5-Jahres-Anleihen
14.30 Uhr Arbeitslosenhilfe, Baugenehmigungen, Beginne Wohnbauten in den USA
16 Uhr Philly Fed Herstellungsindex
Besonders wird natürlich wieder auf die US-Arbeitsmarktdaten geschaut, können sie doch ein wenig Licht ins Dunkel bringen, wie lange die FED QE3 noch fahren wird. Die Erwartungen sind eher verhalten. Dies gilt auch für die Daten vom Bau.
In der Nacht lohnt sich ein Blick nach Australien, wo nach der Erhohlung am Arbeitsmarkt im Dezember diesmal wieder mit einer Verschlechterung gerechnet wird. Die Arbeitslosenquote soll von 5,2 % auf 5,4 % und damit auf das Niveau von Oktober/November 2012 steigen. Zuletzt hatte Australien ein so hohe Arbeitslosenquote im November 2010. Von der angeblich so guten Verfassung der Chinesischen Wirtschaft scheint der Rohstofflieferant nicht allzu viel spüren.
AUD/USD bewegt sich seit Tagen zwischen 1,0535 und 1,0580. Die Arbeitsmarktdaten könnten hier die zukünftige Richtung vorgeben.
Bei EUR/AUD droht ein Verkaufssignal durch eine M-Formation. Unter 1,2560 dürfte ein Abverkauf bis 1,2465 drohen.
0.50 Uhr wird in Japan der Tertiär Index veröffentlicht. Er gibt Auskunft über die Ausgaben für Dienstleistungen. Bei USD/JPY gab es in dieser Wochen eine Korrektur, die nach der langen Rally folgerichtig war. Bei 88,00 könnte das Paar einen Boden gebildet haben. Aber so ganz ungetrübt könnte die Rally eventuell nicht fortgeführt werden. Den Japanern ist nämlich inzwischen aufgefallen, dass eine schwache Währung auch Nachteile hat. Für das rohstoffarme Land werden dann nämlich Importe teuer. Widerstand wartet bei 89,60
Parallel hat auch EUR/JPY korrigiert und hat bei 116,50 einen Boden gefunden. Folgen könnte ein neuer Anlauf auf 120.
Die Schweiz meldet 9.15 Uhr den Erzeugerpreisindex, der knapp über 0 % erwartet wird. Auch die Schweiz zeigte zuletzt einige konjunkturelle Bremsspuren, so zum Beispiel heute mit recht schwachen Einzelhandelsumsätzen.
Nach den Gewinnen der letzten Tage hat USD/CHF heute die 0,9320 nicht überwinden können. Es sieht stark nach einer Topbildung aus, die eine Korrektur nahelegt. Dies könnte das Paar in den Bereich um 0,9250 zurückführen.
Bei EUR/CHF hat sich ja für die SNB erst einmal das Motto Verteidigung der 1,20 erledigt. Das Paar lebt wieder, am Mittwoch bewegte es sich aber vornehmlich seitwärts. Range: 1,2340 - 1,2400. Die Frage für den Donnerstag: Findet das Paar bei 1,24 ein Top oder ist weiteres Potential vorhanden? Das könnte dann bei 1,2440/50 liegen. Nach dem starken Schuss in die Höhe ist auch die Frage, wo eigentlich Support zu finden ist. Die Marken dürften bei 1,2315 und vor allem bei 1,2250 zu suchen sein.
Zum Schluss noch ein Blick nach Kanada, wo 14.30 Uhr der Erwerb ausländischer Wertpapiere gemeldet wird. USD/CAD hatte ja in der vergangenen Woche die Seitwärtsrange zwischen 0,9840/80 nach unten verlassen. Weit kam das Paar aber nicht. die neuere untere Begrenzung ist 0,9830. Auf der Oberseite nähern sich die Spitzen wieder der 0,9880. Und dann? Eine Richtung ist derzeit nicht auszumachen.
Und EUR/CAD hat die 1,3180 nicht überwinden können. Derzeit steht das Paar bei 1,31. Der Tageschart zeigt, dass das Paar sich seit August in einem Aufwärtstrend bewegt. Dieser bleibt selbst bei einem Rücksetzer auf 1,29 intakt.
Aktuelle Betrachtungen gibt es wie immer auf meiner OpenBook-Wall bei eToro.
Dienstag, 15. Januar 2013
Jean-Claude Junker schickt den Euro auf Talfahrt
Vor Überraschungen ist man im FOREX-Markt nie gefeit. Da kann man Wirtschaftsnachrichten lesen und Charts analysieren, wenn jemand wie der scheidende Eurogruppenchef eine unbedachte (oder vielleicht doch gezielte) Aussage trifft, kann das die Märkte schon mal ein wenig aus der Lethargie aufschrecken.
So geschehen am Dienstagabend, als Juncker sich dazu hinreißen ließ, den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung als gefährlich hoch zu bezeichnen. Der verlor in wenigen Minuten 50 Pips und fand sich bei 1,3262 wieder. Seit dem schaffte es das Paar zurück über die 1,33 und der Chart gibt nun eine neue Betrachtungsmöglichkeit. War´s ein Fehlausbruch? Dieser Frage dürfen die Märkte am Mittwoch nachgehen.
Auch vor der Aussage des Luxemburgers zeigte EUR/USD leichte Schwäche und bestätigte meine Annahme, dass das Paar bei 1,34 ein Top gebildet hat. Die Spannende Frage wird nun sein, ob sich EUR/USD wieder über der 1,3308 etabliert oder ob es doch weitere Abgaben gibt.
Von der Nachrichtenfront gibt es eher negatives zu berichten. Neben der Juncker-Aussage und schwachem NY Empire State Index scheint die Schuldenobergrenze in den USA in den Vordergrund zu rücken. Die Republikaner wollen diese Frage mit dem Haushaltsstreit verbinden, Obama hat klar gestellt, dass er dies nicht zulassen werde. Die USA steuern laut Aussage von Noch-Finanzminister Geithner vielleicht schon Mitte Februar auf die Zahlungsunfähigkeit hin. Es sieht so aus, als ob die Republikaner erneut ein ganzes Land in Geiselhaft nehmen, nur gibt es diesmal keine Chance auf eine Übergangslösung.
Es gibt meiner Ansicht nach drei Bereiche, in denen EUR/USD handeln kann. Solange das Paar über etwa 1,3290 handelt, gibt es immer noch Hoffnung auf einen weiteren Test der 1,34. Angesichts der Daten und der zunehmenden Nervosität um die Staatsverschuldung der USA halte ich dieses Szenario nur in sofern für realisitisch, dass es einen weiteren Test der 1,34 geben könnte. Einen Bruch des Widerstandes kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Als wahrscheinlicher sehe ich einen nachhaltigen Bruch der Unterstützung. Dies könnte das Paar in die Range von vor Weihnachten zurückführen. Es könnte zu einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,3150/70 und 1,3290 kommen. Ein Bruch in den Bereich unter 1,3150 dürfte einen weiteren Abverkauf zur Folge haben, dürfte aber erst wahrscheinlich werden, wenn die Aussicht auf eine Einigung im Streit um die Schuldenobergreze und Fiscal Cliff aussichtslos wird.
Der Mittwoch verspricht wieder spannend zu werden. Folgende Daten können denm Markt einen kleinen Schubs geben:
11 Uhr Verbraucherpreise Eurozone
11.30 Uhr 10-jähriges Bundesanleihen Tenderverfahren
14.30 Uhr Verbraucherpreise USA
15 Uhr Langzeitinvestitionen USA
15.15 Uhr Industrieproduktion
20 Uhr Beige Book
Schon in der Nacht (0.30 Uhr) gibt es die Konsumentenstimmung in Australien. AUD/USD hat es ein weiteres Mal nicht über die 1,06 geschafft und scheint wieder abzudrehen. Je länger das Paar diese Hürden nicht überwinden kann, um so wahrscheinlicher wird ein Abverkauf Richtung Parität. Was dafür derzeit noch fehlt, sind ein paar schlechte Daten aus China. Die könnten (noch) auf sich warten lassen, denn das Riesenreich zelebriert gerade einen Machtwechsel, der ohne Störfeuer einfach besser in den Medien gefeiert werden kann.
Schaut man sich den 4H-Chart an, könnte das Paar Vor einer Richtungsentscheidung stehen. Nach oben wartet weiter die 1,06, auf der Unterseite könnte unter 1,0537 ein Abverkauf bis wenigstens 1,0470 erfolgen.
EUR/AUD hat nach den Gewinnen erst einmal korrigiert. Noch haben die Bullen aber nicht verloren. Über 1,2580 könnten die Bullen durchaus am Drücker bleiben. Allerdings sieht es eher nach einer M-Formation mit weiter fallenden Kursen aus. Unter 1,2525 hätten die Bullen dann nichts mehr zu lachen.
Kämen wir noch in die Schweiz. Ich habe heut bei Markus Fugmann von actior gehört, es gebe Gerüchte, die SNB habe sich verzockt. Die Schweizer sollen in größeren Stil EUR/JPY verkauft und damit ihre Bilanz nicht gerade gestärkt haben. Das hatte interessante Auswirkungen, die wir uns gleich anschauen. Zunächst der Termin aus der Schweiz:
9.15 Uhr Einzelhandelsumsätze
Und nun zu den Auswirkungen der Zockerei bei der SNB. Der USD, zuletzt ja nicht gerade vor Stärke strotzend, schoss durch die Decke. USD/CHF hat die 0,9370 im Fokus. Jetzt noch aufspringen könnte aber gefährlich werden.
Und was tat der EUR/CHF? Er schoss durch die Decke! Wer hätte das gedacht: 1,24!
Einen ähnlichen Kurs hatten wir zuletzt Anfang Dezember 2011! Geht die Rally weiter? Eher nicht, man betrachte den RSI.
So geschehen am Dienstagabend, als Juncker sich dazu hinreißen ließ, den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung als gefährlich hoch zu bezeichnen. Der verlor in wenigen Minuten 50 Pips und fand sich bei 1,3262 wieder. Seit dem schaffte es das Paar zurück über die 1,33 und der Chart gibt nun eine neue Betrachtungsmöglichkeit. War´s ein Fehlausbruch? Dieser Frage dürfen die Märkte am Mittwoch nachgehen.
Auch vor der Aussage des Luxemburgers zeigte EUR/USD leichte Schwäche und bestätigte meine Annahme, dass das Paar bei 1,34 ein Top gebildet hat. Die Spannende Frage wird nun sein, ob sich EUR/USD wieder über der 1,3308 etabliert oder ob es doch weitere Abgaben gibt.
Von der Nachrichtenfront gibt es eher negatives zu berichten. Neben der Juncker-Aussage und schwachem NY Empire State Index scheint die Schuldenobergrenze in den USA in den Vordergrund zu rücken. Die Republikaner wollen diese Frage mit dem Haushaltsstreit verbinden, Obama hat klar gestellt, dass er dies nicht zulassen werde. Die USA steuern laut Aussage von Noch-Finanzminister Geithner vielleicht schon Mitte Februar auf die Zahlungsunfähigkeit hin. Es sieht so aus, als ob die Republikaner erneut ein ganzes Land in Geiselhaft nehmen, nur gibt es diesmal keine Chance auf eine Übergangslösung.
Es gibt meiner Ansicht nach drei Bereiche, in denen EUR/USD handeln kann. Solange das Paar über etwa 1,3290 handelt, gibt es immer noch Hoffnung auf einen weiteren Test der 1,34. Angesichts der Daten und der zunehmenden Nervosität um die Staatsverschuldung der USA halte ich dieses Szenario nur in sofern für realisitisch, dass es einen weiteren Test der 1,34 geben könnte. Einen Bruch des Widerstandes kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Als wahrscheinlicher sehe ich einen nachhaltigen Bruch der Unterstützung. Dies könnte das Paar in die Range von vor Weihnachten zurückführen. Es könnte zu einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,3150/70 und 1,3290 kommen. Ein Bruch in den Bereich unter 1,3150 dürfte einen weiteren Abverkauf zur Folge haben, dürfte aber erst wahrscheinlich werden, wenn die Aussicht auf eine Einigung im Streit um die Schuldenobergreze und Fiscal Cliff aussichtslos wird.
Der Mittwoch verspricht wieder spannend zu werden. Folgende Daten können denm Markt einen kleinen Schubs geben:
11 Uhr Verbraucherpreise Eurozone
11.30 Uhr 10-jähriges Bundesanleihen Tenderverfahren
14.30 Uhr Verbraucherpreise USA
15 Uhr Langzeitinvestitionen USA
15.15 Uhr Industrieproduktion
20 Uhr Beige Book
Schon in der Nacht (0.30 Uhr) gibt es die Konsumentenstimmung in Australien. AUD/USD hat es ein weiteres Mal nicht über die 1,06 geschafft und scheint wieder abzudrehen. Je länger das Paar diese Hürden nicht überwinden kann, um so wahrscheinlicher wird ein Abverkauf Richtung Parität. Was dafür derzeit noch fehlt, sind ein paar schlechte Daten aus China. Die könnten (noch) auf sich warten lassen, denn das Riesenreich zelebriert gerade einen Machtwechsel, der ohne Störfeuer einfach besser in den Medien gefeiert werden kann.
Schaut man sich den 4H-Chart an, könnte das Paar Vor einer Richtungsentscheidung stehen. Nach oben wartet weiter die 1,06, auf der Unterseite könnte unter 1,0537 ein Abverkauf bis wenigstens 1,0470 erfolgen.
EUR/AUD hat nach den Gewinnen erst einmal korrigiert. Noch haben die Bullen aber nicht verloren. Über 1,2580 könnten die Bullen durchaus am Drücker bleiben. Allerdings sieht es eher nach einer M-Formation mit weiter fallenden Kursen aus. Unter 1,2525 hätten die Bullen dann nichts mehr zu lachen.
Kämen wir noch in die Schweiz. Ich habe heut bei Markus Fugmann von actior gehört, es gebe Gerüchte, die SNB habe sich verzockt. Die Schweizer sollen in größeren Stil EUR/JPY verkauft und damit ihre Bilanz nicht gerade gestärkt haben. Das hatte interessante Auswirkungen, die wir uns gleich anschauen. Zunächst der Termin aus der Schweiz:
9.15 Uhr Einzelhandelsumsätze
Und nun zu den Auswirkungen der Zockerei bei der SNB. Der USD, zuletzt ja nicht gerade vor Stärke strotzend, schoss durch die Decke. USD/CHF hat die 0,9370 im Fokus. Jetzt noch aufspringen könnte aber gefährlich werden.
Und was tat der EUR/CHF? Er schoss durch die Decke! Wer hätte das gedacht: 1,24!
Einen ähnlichen Kurs hatten wir zuletzt Anfang Dezember 2011! Geht die Rally weiter? Eher nicht, man betrachte den RSI.
EUR/USD: Topbildung bei 1,34
Im OpenBook von Etoro habe ich schon heute Morgen die Möglichkeit einer Topbildung von EUR/USD geäußert. Das Paar schaffte es nicht über die 1,34 und dreht nun gen Süden. Aktuell dürfte der Bereich um 1,33/1,3280 in den Fokus rücken. Hier wird es dann spannend, ob das Paar einen neuen Anlauf nimmt oder unter den ehemaligen Widerstand gedrückt wird. Dann würden weitere Kursgewinne recht schwierig werden.
Die aus Europa sahen gar nicht so schlecht aus. Die deutschen Verbraucherpreise lagen über den Erwartungen, die aus Spanien landeten pubktgenau, während die italienischen etwas unter den Erwartungen blieben. Eine spanische Auktion 12-monatiger Anleihen verlief erfolgreich. Spanien musste nur noch 1,472 % Zinsen zahlen. Im Dezember waren es noch 2,556 %. Und schließlich legte die Eurozone einen überraschenden Handelsüberschuss hin. Das änderte aber nichts daran, dass EUR/USD keine neuen Hochs erklimmen konnte.
Grund könnte sein, dass sich Ben Bernanke gestern Abend bei genauerem Hinsehen schon ein Hintertürchen für einen relativ schnellen Ausstieg bei QE gelassen hat. Er beruhigte zwar die Märkte, hat aber keine Garantie abgegeben, dass quantitative Easing auf jeden Fall noch eine Weile weitergeführt wird. ies könnte zu einer Verunsicherung begetragen haben, die die Risikofreue ein wenig gedämpft hat.
Schwache Daten gab es aus dem Vereinigten Königreich. GBP/USD verlor daraufhin 40 pips und handelt um 1,6040. Spannend wird es dann an der runden Marke 1,60.
EUR/GBP profitiert heute von der Schwäche des Pfund nicht. Auch hier sich bei 0,8325 hat sich ein Top gebildet, das nach unten aufgelöst werden könnte. Solange wir aber über 0,8270 handeln, ist noch alles möglich. darunter droht eine größere Korrektur.
Die aus Europa sahen gar nicht so schlecht aus. Die deutschen Verbraucherpreise lagen über den Erwartungen, die aus Spanien landeten pubktgenau, während die italienischen etwas unter den Erwartungen blieben. Eine spanische Auktion 12-monatiger Anleihen verlief erfolgreich. Spanien musste nur noch 1,472 % Zinsen zahlen. Im Dezember waren es noch 2,556 %. Und schließlich legte die Eurozone einen überraschenden Handelsüberschuss hin. Das änderte aber nichts daran, dass EUR/USD keine neuen Hochs erklimmen konnte.
Grund könnte sein, dass sich Ben Bernanke gestern Abend bei genauerem Hinsehen schon ein Hintertürchen für einen relativ schnellen Ausstieg bei QE gelassen hat. Er beruhigte zwar die Märkte, hat aber keine Garantie abgegeben, dass quantitative Easing auf jeden Fall noch eine Weile weitergeführt wird. ies könnte zu einer Verunsicherung begetragen haben, die die Risikofreue ein wenig gedämpft hat.
Schwache Daten gab es aus dem Vereinigten Königreich. GBP/USD verlor daraufhin 40 pips und handelt um 1,6040. Spannend wird es dann an der runden Marke 1,60.
EUR/GBP profitiert heute von der Schwäche des Pfund nicht. Auch hier sich bei 0,8325 hat sich ein Top gebildet, das nach unten aufgelöst werden könnte. Solange wir aber über 0,8270 handeln, ist noch alles möglich. darunter droht eine größere Korrektur.
Montag, 14. Januar 2013
Richtungsentscheidung durch Big Ben?
EUR/USD hat sich am Montag leicht konsolidiert, nachdem das Paar in der Nacht noch ein neues Jahreshoch bei 1,3403 markierte und rutscht doch wieder unter den Widerstand bei 1,3380. Neben dem überkauften Modus, der heute früh im RSI zu sehen war, dürfte die Industrieproduktion der Eurozonen einen Beitrag zur Konsolidierung geleistet haben. immerhin verlangsamt sich die Schrumpfkur etwas auf -0,3 % im Dezember.
Rosig sieht sicher anders aus. Diese schwache Performance der Euro-Wirtschaft (auch Deutschlands Industrieproduktion enttäuschte) und dazu die tiefe Rezession, mit der die Japaner kämpfen, scheinen der US-Wirtschaft nichts anhaben zu können, zumindest, wenn man FOMC-Mitglied Charles Evans glauben schenken möchte. Der FED-Mann malte auf dem Asia-Finanzforum in Hongkong viele rosarote Wolken an den Himmel und prognostizierte für die USA ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % für 2013 und 3,5 % für 2014.
Die Märkte reagierten auf diese Aussage recht verhalten. Der S&P verlor von 1475 auf 1467 Punkte und auch der DAX gab nach Gewinnen am Vormittag wieder nach und steht aktuell etwa auf dem Eröffnungskurs am Morgen bei 7732 Punkten, Weit weg von der 7.800, die heute früh noch attackiert wurde.
Kann man daraus schließen, dass die Märkte die schönen Zahlen von Herrn Evans nicht glauben wollen?. Möglich ist das, denn die US-Daten der letzten Woche lassen einen zumindest ungläubig schauen, ob so viel Optimismus. Vielleicht gibt ja Ben Bernanke heute Abend Aufschluss. Es ist wohl davon auszugehen, dass er ähnlich optimistische Aussichten macht, denn es wäre schon eine Überraschung, wenn Bernanke sich auf völlig andere Daten stützen würde als Charles Evans.
Also Wirtschaft brummt, Massenarbeitslosigkeit adé? Hm, das würde bedeuten, dass die Amerikanische Wirtschaft wahrscheinlich auch die europäische mitziehen würde und der DAX weiter steigen könnte. Der Euro könnte aber fallen! Denn bei einem Wirtschaftswachstum müsste sollte doch auch die Arbeitslosenquote deutlich zurückgehen. Denkste! Charles Evans prognostizierte für dieses Jahr eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 7,4 % und für 2014 von etwa 7 %. Für eine nachhaltige Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt benötigt die US-Wirtschaft ein Nettowachstum vom monatlich 200.000 neuen Arbeitsstellen. Wenn man das Ziel der FED, die Arbeitslosenquote unter 6,5 % zu senken, im Hinterkopf behält, kann man sich eigentlich nicht so recht vorstellen, wie die FED noch in diesem Jahr aus ihren QE1 bis unendlich aussteigen möchte. Das wiederum würde auch den EUR/USD deutlich beflügeln.
Vieles hängt also von Ben Bernanke ab, weshalb seine Rede mit Spannung erwartet wird. Da die Aussicht auf eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitslosenquote offenbar noch ein wenig auf sich warten lässt, dürfte der USD eher nicht gestärkt werden. Das bedeutet, das 2012er Jahreshoch bei 1,3485 bleibt im Fokus. Man kann auch nicht leugnen, das der Wochenchart derzeit eher für die Bullen spricht.
Dagegen spricht die Weltwirtschaft, mal von China abgesehen. Interessant wäre aber, wenn Ben Bernanke aus dem starken Wachstum der US-Wirtschaft ableiten würde, die Wirtschaft ist stark genug, selbst für Entspannung am Arbeitsmarkt zu sorgen. Dann könnte das EUR/USD und alle anderen Währungen, die gegen den USD gehandelt werden, deutlich unter Druck bringen. Für EUR/USD wäre dann das erste Ziel der ehemalige Widerstandsbereich 1,3308/1,3280 und dann die 1,3250. Eine Korrektur bis 1,3150 würde übrigens den aktuellen Aufwärtstrend nicht gefährden.
Morgen werden dann diese Daten Bewegung in den Markt bringen:
8 Uhr Verbraucherpreise Deutschland
14.30 Uhr Einzelhandelsumsätze USA
14.30 Uhr Erzeugerpreise USA
14.30 Uhr NY Empire State Herstellungsaktivität USA
Ebenfalls am Abend, 22 Uhr, erscheint in Neuseeland der NZIER Konjunkturoptimismus. Bei NZD/USD sehe ich eher eine Korrektur anstehen. Für mich sieht es in wenig so aus, als ob das Paar das Ziel 0,8474 nicht erreicht hat und nun konsolidiert. Ganz haben die Bullen aber noch nicht verloren. Gute Daten heute Abend könnten das Paar wieder über 0,8420 führen und einen weiteren Angriff auf das Top vom 13. Dezember nehmen. Unter 0,8380 kann es aber auch Richtung 0,8340, besonders, wenn der Konjunkturoptimismus nicht so gut ausfällt.
EUR/NZD hat ein wenig konsolidiert, könnte sich aber stabilisieren und die Rally fortsetzen. Dies wäre auch nicht schlecht, denn andernfalls haben wir ein Doppeltop gebildet, dass eine größere Abwärtsbewegung einleiten könnte. Die Richtung könnten die 61,8- und 50 %-Linien des eingezeichneten Fibo bestimmen.
Die Briten sind scheinbar ähnlich nachtaktiv wie ich und verlegen deshalb die Verkündung der RICS Hauspreisbilanzen in die Nacht, 1.01 Uhr. Wichtig ist die eine Minute! Außerdem gibt es morgen
10.30 Uhr Erzeugerpreisindex
10.30 Uhr Verbraucherpreise
Ein Phänomen, das ich mir als Mathematikfan nicht erklären kann ist, dass die Erzeugerpreise auf Monatsbasis zurückgehen sollen, aber auf Jahresbasis gleichzeitig steigen sollen. GBP/USD hat ja in der vergangenen Woche dank der EZB eine Auferstehung gefeiert, nachdem das Paar vor um 330 Pips innerhalb von 55 Stunden abstürzte. Heute gab das Pfund schon wieder deutlich nach und droht erneute die 1,60 zu testen und vielleicht auch zu durchbrechen. Richtig gute Daten haben ich aus Großbritannien schon lange nicht mehr gesehen, eigentlich habe ich mich schon seit Wochen gewundert, warum GBP/USD nicht nachgibt. Jetzt scheinen sich die Anleger langsam zurückzuiehen. Unter 1,60 könnte neue Dynamik entstehen und das Paar zunöchst bis 1,5933 und dann bis Tief des IV. Quartals bei 1,5822 führen. Hält sich GBP/USD über der 1,60, könnte es sich das Paar in einer Seitwärtsrange zwischen 1,60 und 1,6280 (rot) bequem machen.
Bei EUR/GBP könnte eine Konsolidierung anstehen, denn der RSI steht klar auf überverkauft. Das Paar hat eine beeindruckende Rally hingelegt und seit Donnerstag morgen 170 Pips gewonnen, kein allzu normaler Vorgang für dieses Paar. Die Korrektur könnte in den Bereich 0,8280 gehen. Sollte die 0,8320 überwunden werden, könnte die 0,84 in den Fokus Rücken.
Ich wünsche einen erfolgreichen Dienstag. Aktuelle Updates gibt es wie immer im OpenBook von eToro.
Rosig sieht sicher anders aus. Diese schwache Performance der Euro-Wirtschaft (auch Deutschlands Industrieproduktion enttäuschte) und dazu die tiefe Rezession, mit der die Japaner kämpfen, scheinen der US-Wirtschaft nichts anhaben zu können, zumindest, wenn man FOMC-Mitglied Charles Evans glauben schenken möchte. Der FED-Mann malte auf dem Asia-Finanzforum in Hongkong viele rosarote Wolken an den Himmel und prognostizierte für die USA ein Wirtschaftswachstum von 2,5 % für 2013 und 3,5 % für 2014.
Die Märkte reagierten auf diese Aussage recht verhalten. Der S&P verlor von 1475 auf 1467 Punkte und auch der DAX gab nach Gewinnen am Vormittag wieder nach und steht aktuell etwa auf dem Eröffnungskurs am Morgen bei 7732 Punkten, Weit weg von der 7.800, die heute früh noch attackiert wurde.
Kann man daraus schließen, dass die Märkte die schönen Zahlen von Herrn Evans nicht glauben wollen?. Möglich ist das, denn die US-Daten der letzten Woche lassen einen zumindest ungläubig schauen, ob so viel Optimismus. Vielleicht gibt ja Ben Bernanke heute Abend Aufschluss. Es ist wohl davon auszugehen, dass er ähnlich optimistische Aussichten macht, denn es wäre schon eine Überraschung, wenn Bernanke sich auf völlig andere Daten stützen würde als Charles Evans.
Also Wirtschaft brummt, Massenarbeitslosigkeit adé? Hm, das würde bedeuten, dass die Amerikanische Wirtschaft wahrscheinlich auch die europäische mitziehen würde und der DAX weiter steigen könnte. Der Euro könnte aber fallen! Denn bei einem Wirtschaftswachstum müsste sollte doch auch die Arbeitslosenquote deutlich zurückgehen. Denkste! Charles Evans prognostizierte für dieses Jahr eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 7,4 % und für 2014 von etwa 7 %. Für eine nachhaltige Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt benötigt die US-Wirtschaft ein Nettowachstum vom monatlich 200.000 neuen Arbeitsstellen. Wenn man das Ziel der FED, die Arbeitslosenquote unter 6,5 % zu senken, im Hinterkopf behält, kann man sich eigentlich nicht so recht vorstellen, wie die FED noch in diesem Jahr aus ihren QE1 bis unendlich aussteigen möchte. Das wiederum würde auch den EUR/USD deutlich beflügeln.
Vieles hängt also von Ben Bernanke ab, weshalb seine Rede mit Spannung erwartet wird. Da die Aussicht auf eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitslosenquote offenbar noch ein wenig auf sich warten lässt, dürfte der USD eher nicht gestärkt werden. Das bedeutet, das 2012er Jahreshoch bei 1,3485 bleibt im Fokus. Man kann auch nicht leugnen, das der Wochenchart derzeit eher für die Bullen spricht.
Dagegen spricht die Weltwirtschaft, mal von China abgesehen. Interessant wäre aber, wenn Ben Bernanke aus dem starken Wachstum der US-Wirtschaft ableiten würde, die Wirtschaft ist stark genug, selbst für Entspannung am Arbeitsmarkt zu sorgen. Dann könnte das EUR/USD und alle anderen Währungen, die gegen den USD gehandelt werden, deutlich unter Druck bringen. Für EUR/USD wäre dann das erste Ziel der ehemalige Widerstandsbereich 1,3308/1,3280 und dann die 1,3250. Eine Korrektur bis 1,3150 würde übrigens den aktuellen Aufwärtstrend nicht gefährden.
Morgen werden dann diese Daten Bewegung in den Markt bringen:
8 Uhr Verbraucherpreise Deutschland
14.30 Uhr Einzelhandelsumsätze USA
14.30 Uhr Erzeugerpreise USA
14.30 Uhr NY Empire State Herstellungsaktivität USA
Ebenfalls am Abend, 22 Uhr, erscheint in Neuseeland der NZIER Konjunkturoptimismus. Bei NZD/USD sehe ich eher eine Korrektur anstehen. Für mich sieht es in wenig so aus, als ob das Paar das Ziel 0,8474 nicht erreicht hat und nun konsolidiert. Ganz haben die Bullen aber noch nicht verloren. Gute Daten heute Abend könnten das Paar wieder über 0,8420 führen und einen weiteren Angriff auf das Top vom 13. Dezember nehmen. Unter 0,8380 kann es aber auch Richtung 0,8340, besonders, wenn der Konjunkturoptimismus nicht so gut ausfällt.
EUR/NZD hat ein wenig konsolidiert, könnte sich aber stabilisieren und die Rally fortsetzen. Dies wäre auch nicht schlecht, denn andernfalls haben wir ein Doppeltop gebildet, dass eine größere Abwärtsbewegung einleiten könnte. Die Richtung könnten die 61,8- und 50 %-Linien des eingezeichneten Fibo bestimmen.
Die Briten sind scheinbar ähnlich nachtaktiv wie ich und verlegen deshalb die Verkündung der RICS Hauspreisbilanzen in die Nacht, 1.01 Uhr. Wichtig ist die eine Minute! Außerdem gibt es morgen
10.30 Uhr Erzeugerpreisindex
10.30 Uhr Verbraucherpreise
Ein Phänomen, das ich mir als Mathematikfan nicht erklären kann ist, dass die Erzeugerpreise auf Monatsbasis zurückgehen sollen, aber auf Jahresbasis gleichzeitig steigen sollen. GBP/USD hat ja in der vergangenen Woche dank der EZB eine Auferstehung gefeiert, nachdem das Paar vor um 330 Pips innerhalb von 55 Stunden abstürzte. Heute gab das Pfund schon wieder deutlich nach und droht erneute die 1,60 zu testen und vielleicht auch zu durchbrechen. Richtig gute Daten haben ich aus Großbritannien schon lange nicht mehr gesehen, eigentlich habe ich mich schon seit Wochen gewundert, warum GBP/USD nicht nachgibt. Jetzt scheinen sich die Anleger langsam zurückzuiehen. Unter 1,60 könnte neue Dynamik entstehen und das Paar zunöchst bis 1,5933 und dann bis Tief des IV. Quartals bei 1,5822 führen. Hält sich GBP/USD über der 1,60, könnte es sich das Paar in einer Seitwärtsrange zwischen 1,60 und 1,6280 (rot) bequem machen.
Bei EUR/GBP könnte eine Konsolidierung anstehen, denn der RSI steht klar auf überverkauft. Das Paar hat eine beeindruckende Rally hingelegt und seit Donnerstag morgen 170 Pips gewonnen, kein allzu normaler Vorgang für dieses Paar. Die Korrektur könnte in den Bereich 0,8280 gehen. Sollte die 0,8320 überwunden werden, könnte die 0,84 in den Fokus Rücken.
Ich wünsche einen erfolgreichen Dienstag. Aktuelle Updates gibt es wie immer im OpenBook von eToro.
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EUR/USD: Aktuell geht es wohl eher gen Süden
Es hat zwar ein wenig gedauert, aber nun hinterlässt die Industrieproduktion doch ihre Spuren. Im 5-min-Chart sieht man eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die weiteres Abwärtspotential bis zur Ausbruchszone um 1,330 bietet.
Der Aussie hat es trotz schlechter Daten bis 1,0576 geschafft und ist dort gedreht. Beim AUD/USD dürfte es in der Nacht Freitag richtig spannend werden, wenn China sein BIP veröffentlicht.
Allgemein wird es heute Abend, 22.30, spannend, wenn Ben Bernanke über die Strategie der FED sppricht. EUR/AUD hat seine Aufwärtsbewegung bei 1,2709 beendet und hat danach die Aufwärtstrendlinie gegen Süden verlassen. Eine Trendwende? Sicher ist dies wohl noch nicht.
Der Aussie hat es trotz schlechter Daten bis 1,0576 geschafft und ist dort gedreht. Beim AUD/USD dürfte es in der Nacht Freitag richtig spannend werden, wenn China sein BIP veröffentlicht.
Allgemein wird es heute Abend, 22.30, spannend, wenn Ben Bernanke über die Strategie der FED sppricht. EUR/AUD hat seine Aufwärtsbewegung bei 1,2709 beendet und hat danach die Aufwärtstrendlinie gegen Süden verlassen. Eine Trendwende? Sicher ist dies wohl noch nicht.
Sonntag, 13. Januar 2013
Ende der Rallye bei EUR/USD erreicht?
Aktion gelungen und nun? Da helfen vielleicht die Daten weiter. Am Montag werden die Euroländer mit der Veröffentlichung der Industrieproduktion (11 Uhr) starten. Nach den schwachen Daten sowohl aus Deutschland als auch aus Spanien kann ich mir derzeit nicht vorstellen, was wir hier an Positivem zu erwarten haben könnten, aber am Abend (22 Uhr) tritt dann noch Big Ben Bernanke auf, der sich wohl über die anhaltende Flaute auf dem Arbeitsmarkt und das immer weiter wachsende Handelsdefizit beklagen wird. Daraus resultierend dürfte Bernanke einem schnellen Ende von QE1 bis unendlich eher eine Absage erteilen, denn anderes als die EZB hat die FED ja auch die Aufgabe den Arbeitsmarkt zu beleben. Wahrscheinlich wird Bernanke auch eindringlich an die Beteiligten appellieren, Fiscal Cliff und die Haushalts-Defizitgrenze zu lösen, aber hier hat der Markt ja noch ein paar Wochen Zeit, Panik zu bekommen.
Für morgen könnte also der Euro zunächst mal ein wenig konsolidieren. Das Ziel könnte sich knapp unter 1,33 befinden, also in etwa dort, wo EUR/USD am Freitag überraschend leicht den Weg nach oben fanden. Für eine Konsolidierung spricht auch, dass das Paar ein wenig überkauft ist.
Die Datenflut der Woche beginnt mit in Australien, wo in der Nacht, 1,30 Uhr, die Wohnungsbaukredite veröffentlicht werden. AUD/USD schaffte es am Donnerstag im Schlepptau von EUR/USD bis 1,0597 und zog sich am Freitag wieder bis knapp 1,0540 zurcü. Aus der Seitwärtsrange, dessen obere Begrenzung bei 1,0520, verlief ist das Paar ausgebrochen.
Spannend ist die Frage, ob der Aussie über dieser Marke bleibt, oder wieder in die seit Jahresbeginn bestehende Range zurückfällt. Auf der Oberseite ist mit 1,06 ein starker Widerstand zu brechen. Zuletzt gab es einen Versuch am 13. September, der mit einem Fehlausbruch endete.
EUR/AUD vollzieht derzeit einen Zickzackkurs, der das Paar immer weiter nach Norden zu bewegen scheint. Schön sichtbar wird dies im Daily.
Bei 1,2675 trifft das Paar auf Widerstand, dessen Überwindung das Paar in den Bereich um 1,2700/10 führen sollte. Unter Unterseite wird EUR/AUD um 1,2533/25 unterstützt.
22 Uhr melden sich dann noch die Kiwis mit dem NZIER Konjunkturoptimismus. NZD/USD erreichte am Donnerstagabend sein Jahreshoch bei 0,8459 und konsolidierte danach ähnlich deutlich wie AUD/USD. Unterstützung konnte das Paar bei 0,8340 finden. Ein Erneuter Test der 0,8460 setzt das Überwinden der 0,8380/87 voraus.
EUR/NZD hat in der vergangenen Woche das Gap vom Jahresstart geschlossen. Die spannende Frage ist nun, ob das Paar die 1,5950 überwinden kann. Dann könnte das Paar den Weg bis 1,6065 fortsetzen. Andernfalls ist eine Korrektur denkbar. Der RSI bewegt sich im leicht überkauften Bereich. Ein Rücksetzer bis 1,5862 ist denkbar.
Was der Euro tut, wird sich wohl 11 Uhr entschieden, wenn die Industrieproduktion der Eurozone veröffentlicht wird.
Eine erfolgreiche Handelswoche.
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