In die Ukrainekrise scheint Entspannung einzuziehen. Die ukrainische Regierung scheint ihre Truppen aus den umkämpften Gebieten im Osten abzuziehen, die Separatisten begrüßen den Schritt und sind offenbar zu politischen Lösungen bereit. Ob es am Ende wirklich zu einer Einigung der verfeindeten Seiten kommt, muss man freilich noch abwarten. Trotzdem, zunächst besteht Hoffnung und das veritteln dann auch die Börsen.
Devisen
Der Euro hat sich von seinem Jahrestief bei 1,3109 ein wenig verabschiedet und handelt zum Mittag um 1,3150. Charttechnisch ist damit keine neue Entwicklung eingetreten. Der erste Widerstand wartet bei 1,3225. Ob es hier vor dem EZB-Sitzungsergebnis eine ernsthafte Attacke gibt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Insgesamt zeigt sich der Euro gegenüber anderen Leitwährungen eher unverändert. Cable hat heute mit 1,6443 ein neues 6-Monats-Tief generiert. Allerdings hat sich GBP/USD ebenfals wieder erholt und steht aktuell sogar leicht im Plus (0,1 %). EUR/USD hat ein Plus von 0,15 % zu verzeichnen, alles also eher nicht wirklich spannend. Interessanter ist da schon der Aussie, der nach den gestrigen Verlusten heute wieder auf der Überholspur ist. AUD/USD gewinnt 0,6 %. Auch gegen die anderen Währungen legt die australische Währung deutlich zu.
Rohstoffe
Nach der gestrigen Schwäche erholt sich heute Rohöl etwas. WTI Crude handelt aktuell bei 93,70, was aber weiter deutlich unter dem Hoch des Monatsanfangs bei knapp 96 $ liegt.
Aktienindex
Trotz schwacher Diienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone konnten die Aktienindizes deutlich zulegen. Grund war oben beschriebene Entspannung in der Ukraine. Am meisten profitiert der russische MICEX mit +2,7 %. Es folgen der Hang Seng (+2,3 %), der FTSE MIB (Italien / 1,7 %), der Euro Stoxx 50 (1,3 %) und der Dax (1,2 %). Die amerikanischen Indizes bleiben zurückhaltend. Dow Jones -0,2 %, S&P 500 -0,05 %.
Aktien
In Frankfurt legen heute vor allem bankenwerte zu. Spitzenreiter ist die Deutsche Bank mit +2,84 %, Einziger Dax-Verlierer ist SAP (-1,4 %). Die Aktie wird von Übernahmegerücten, die Milliarden kosten würden, gedrückt. In London führt International Airlines Group die Gewinner-Liste mit +3 % an, gefolgt von der erneut stark nachgefragten Weir-Aktie (+2,9 %). Größter Verlierer ist HarGreaves mit -4,15 %.


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