Die Welt des Reisens

Freitag, 5. September 2014

Märkte am Mittag: Korrektur im Anmarsch?

Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de 
Ich habe gestern Abend im Video zu den Indizes darauf hingewiesen, dass die US-Märkte Anzeichen einer Abkühlung zeigen. Auch die EZB konnte die US-Märkte nicht zu neuen signifikanten Hochs treiben. Heute gibt es noch die Non Farm Payrolls und dann wirft langsam die FOMC-Sitzung am 16./17. September ihre Schatten voraus. Was dort beschlossen wird, ist aktuell noch schwer vorauszusehen. Die Daten aus den USA sprechen weitgehend dafür, dass die Wirtschaft anzieht, aber wie nachhaltig ist das? Sehr unterschiedliche Ansichten scheint es im FOMC über die Inflation in den USA zu geben. Während Richard Fisher klare Ansichten einer steigenden Inflationsgefahr sieht, sieht Narayana Kocherlakota genau das Gegenteil. Sollten heute Nachmittag die Arbeitsmarktdaten sehr gut ausfallen, dürfte eine Zinserhöhung in naher Zukunft auf jeden Fall wahrscheinlicher werden. Das könnte der Anfang einer größeren Korrektur werden. Die Märkte haben sich durch das billige Geld der Notenbanken deutlich von der Realwirtschaft abgekoppelt, denn die Gewinne sprudeln zwar inzwischen in den USA wieder, aber eigentlich hatten das die Märkte ja als Vorschuss-Lorbeeren schon längst eingepreist. Offiziell wird noch verneint, dass wir in verschiedenen Bereichen eine Blasenbildung beobachten, aber immerhin warnen immer mehr Experten davor.

Devisen
Nach dem Abverkauf um mehr als 200 Pips ist EUR/USD erst einmal zur Ruhe gekommen. Vom Tief bei 1,2920 konnte sich das Paar zunächst bei 1,2960 erholen. Gut möglich, dass das Paar sich weiter bis rund 1,3040 erholt. Mittelfristig sollte aber wohl das Ziel 1,2750 ins Auge gefasst werden. Ob es dann 1,20 oder gar 1,00 gibt, ist meiner Ansicht noch nicht vorhersehbar. Es gibt viele Aspekte, die hier zu Unsicherheiten führen. Generell ist es aber so, dass EUR/USD in den letzten Jahren an Wert eingebüßt hat, wie man sehr schön an den abfallenden Spitzen im Monatschart sehen kann. Knapp unter der 1,20 hat sich ein stabiler Boden etabliert, dessen  Bruch nötig wäre, um Kurse im Bereich 1,07 zu ermöglichen. Na ja, wenn man dann so weit unten ist, wird der Markt der Runden 1 nicht widerstehen können. Aber ob es wirklich so kommt? Ich denke, das kann auch Goldman Sachs nicht wirklich korrekt vorhersagen. 

Die Bewegungen am heutigen Freitagvormittag waren eher moderat. Am meisten gewannen hat wieder der Aussie. AUD/NZD legte 0,32 % zu. AUD/USD legt um 0,21 % zu. Auf der Verlierer Seite steht GBP. GBP/ASU verlor 0,32 %. Cable hält sich mit 0,11 % ganz gut.

Rohstoffe
Gold handelt heute Vormittag weitgehend unverändert, während Silber leicht verliert. Rohöl legt um 0,3 % auf 94,70 zu. Weiter gilt für das schwarze Gold, dass die 95,13/40er Zone aktuell nicht zu überwinden ist. Ein Sprung über diese Marke und dann über 95,80 könnten den Weg Richtung 100 ebnen. Aktuell ist hier ein Kauf wahrscheinlich eher keine gute Idee. Eine erneute Korrektur kann nicht ausgeschlossen werden.

Aktienindizes
Der Dax versuchte eínen Test der 9.767, kam aber nicht ganz am Widerstand an und korrigiert inzwischen wieder teilweise unter die 9.700. folgt der Dax jetzt den Amerikanischen Indizes, die schon gestern auf die EZB-Maßnahmen zurückhaltend reagierten? Dow Jones und S&P 500 stehen jedenfalls aktuell um 0,2 % im Minus, beim NASDAQ sind es 0,1 %. Schon die asiatischen Märkte boten eher Magerkost und zogen sich in der Nacht zurück. Nur Shanghai steht mit +0,85% richtig gut da. Hier treibt nicht die EZB, sondern die Chinesische Volksbank, in der Hoffnung, sie werde das Füllhorn über den Märkten wieder ausschütten. Erstaunlicherweise zeigt sich auch der russische MICEX mit +0,3 % unbeeindruckt ob der Ankündigungen, des Westens, die Sanktionen gegen Russland weiter zu verschärfen. Am meisten in die Knie gegangen sind heute der schwedische OMXS30 (-0,75 %), der Swiss Markt Index (-0,67 %) und der Londoner FTSE (-0,6 %).

Aktien
Daimler hat den Absatz von Mercedes Benz im August um 9,7 % zum Vorjahresmonat gesteigert und ist damit Dax-Gewinner mit 1,55 % Plus. Verlierer ist BASF mit -1 %.  Hier geht es um Gerüchte, dass ein US-Berufsungsgericht einen alten Prozess wieder aufleben lassen will, weil BASF Beweise unterschlagen haben soll. Es ging um asbestverseuchte Talkum-Produkte.
In London legt Hargreaves Lansdown 0,95 % zu, Verlierer ist die Coca Cola HBC AG mit -4,22 %. 

Der Freitag im Überblick:


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