Schwache Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone haben die Aktienmärkte beflügelt. Offenbar gehen die Märkte fest davon aus, dass die EZB die Wirtschaft stimulieren wird. Dabei ist dies mit ihrem Mandat nicht vereinbar. Die einzige morgen im Raum stehende Frage ist, ob die EZB wietere Maßnahmen zur Sicherung der Preisstabilität einleiten muss. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Lockerungen der Geldpolitik ist gegeben, aber ist heute nicht gestiegen.
Die Einkaufsmanagerindizes Eurozonen-Diestleistungssektors waren auf jeden Fall sehr schwach. Erschreckend besonders die Indizes aus der Eurozone, Deutschland und Frankreich. Hier musste die Vorveröffentlichung deutlich nach unten korrigiert werden, in Deutschland gleich mal um 1,5 Punkte auf 54,9. In Italien rutschte der Service PMI unter die 50er Marke. Das spricht für Pessimismus im Tourismusland, also im Dienstleistungsland.
Ein weiterer Grund für die Freude an den Märkten könnte ein Telefonat zwischen den Präsidenten Petro Poroschenko und Wladimir Putin gewesen sein, in dem beide Politiker einen Waffenstillstand vereinbart haben sollen. Das ist insofern erstaunlich, weil dann Putin zugegeben haben muss, Kriegspartei zu sein.
Der Dax schießt auf jeden Fall über die 9.600. Ein Fehlausbruch? Oder kommt mehr? Und was pssiert, wenn die EZB morgen nicht liefert? Viele Fragen, die Vorsicht gebieten. EUR/USD erholt sich leicht auf 1,3144, USD/JPY spricht für gute Laune und steigt über die 105. Gold bleibt auf Talfahrt: 1.262 $ Unter der 1.259 droht ein Sturz bis 1.178.
Gerade hat Großbritannien seinen Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht: Mit 60,5 lag er deutlich über den Erwartungen (58,5)


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