Ein grandioses BIP in den USA haben die Märkte am Ende recht emotionslos registriert. Neben einem ziemlich überraschenden Einbruch beim Verbrauchervertrauen dürfte auch der BIP-Preisindex zur Zurückhaltung beigetragen haben. Der stieg leicht, was wieder die Wahrscheinlichkeit einer früheren Zinswende erhöht. Allzu groß kann die Angst aber nicht sein, denn der US-Dollar setzte seine Konsolidierung fort.
Insgesamt scheint die globale Konjunktur weiterhin nur sehr gebremst voranzukommen. Kanada meldete heute schwache Einzelhandelsumsätze, in Großbritannien blieben die Hypotheken-Genehmigungen hinter den Erwartungen, in Neuseeland gehen die Inflationserwartungen zurück.
Den Vogel schoss aber der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda ab, der die Unternehmer aufforderte so zuhandeln, als ob Japan schon das Inflationsziel 2 % erreicht hätte. Anders könne man die Deflation nicht besiegen. Herr Kuroda muss schon sehr verzweifelt sein.
Es gab aber auch Lichtblicke, die ich leider nicht im Video untergebracht habe. In Polen geht die Arbeitslosenquote von 11,5 auf 11,3 % zurück, in Südafrika steigt das BIP auf Jahresbasis von 0,5 auf 1,4 % und in Singapur im 3. Quartal um beeindruckende 3,1 %. Ok, das sind alles nicht unbedingt Weltwirtschaftsmächte.
Der Ölpreis ist heute nach der Erholung der letzten Tage wieder gefallen. Aus der OPEC ist weiterhin nichts zu hören, was auf eine Reduzierung der Ölfördermenge hindeuten könnte.


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