Die Welt des Reisens

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Mittwoch, 14. Januar 2015

EZB vor dem EuGH

Der Dax startet unter dem gestrigen Schlusskurs in den Tag. Die Vorgaben aus den USA und auch aus Japan waren alles andere als freundlich. Der Nikkei gab deutlich nach, was auch am weiter zulegenden Yen liegt. USD/JPY ist deutlich unter die Unterstützung 117,75 gefallen und nun auf dem Weg zur 115,50. Dazu kommt die Einschätzung der Weltbank, die das Wachstum für dieses Jahr von weltweit 3,4 auf 3,0 % korrigierte. Eine starke US-Konjunktur und niedrige Ölpreise könnten zu wenig sein, um die Probleme in Eurozone und Schwellenländern abzufangen.

Als Begründung tauchen immer wieder sinkende Ölpreis auf. Nach der Erholung gestern bis zum Widerstand 45,50 ist Öl inzwischen wieder zum gestrigen Tief bei 44,19 unterwegs.


Eines der wichtigsten Ereignisse des Tages ist die Vorlage eines Gutachtens vor dem Europäischen Gerichtshof, aus dem hervorgehen soll, ob die Europäische Zentralbank Staatsanleihen in unbegrenztem Ausmaß kaufen darf. Der Generalanwalt der EuGH wird seine Stellungnahme abgeben. Vorher hatte des Bundesverfassungsgericht diese Frage verneint, weil dem Steuerzahler bei einem Ausfallen von ausländischen Anleihen Risiken in Milliardenhöhe entstünden.

Von der Datenseite gab es schon den Verbraucherpreisindex aus Frankreich, der mit +0,1 % im Dezember überraschend freundlich aussah. EUR/USD legt leicht auf 1,18 zu. Die Unterstützung bei 1,1750 hält zunächst also noch, ohne dass sich das Paar ernsthaft vom Boden abstoßen könnte.

Interessant könnte auch noch ein Blick auf die Eurozonen-Industrieproduktion werden, die 11 Uhr veröffentlicht wird. Der entscheidende Termin dürften aber die Nachrichten aus dem EuGH werden. Während des Entstehens dieses Post legt der Dax wieder zu Widerstand bleibt bei 9.940 Punkten. Eine gewisse Nervosität ist aktuell nicht zu leugnen.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Weltbank und Luftfahrt drücken die Märkte

Die pessimistische Wirtschaftsprognose der Weltbank und Turbulänzen in der Luftfahrtindustrie haben heute zu stärkeren Gewinnmitnahmen geführt. Generell hat sich aber noch keine Trendumkehr vollzogen. Die gute Laune an den Börsen ist aber erst einmal nicht mehr ungetrübt.

23 Uhr gibt es noch einen wichtigen Termin in Neuseeland. Die Reserve Bank of New Zealand entscheidet über die Zinsen. Es wird mit einer Zinserhöhung gerechnet. Was dies für NZD bedeutet gibt es ausführlich im Video.

Morgen dürften die Einzelhandelsumsätze aus den USA der wichtigste Termin sein, aber auch die EU-Industrieproduktion dürfte für Bewegung sorgen können. Auf jeden Fall gibt es morgen wieder ein wenig mehr Daten, also Impulse für den Handel.

Kommt jetzt doch die Umkehr?

Nach dem Einbruch von Lufthansa, die in diesem Jahr ungefähr ein Drittel weniger verdienen wird als bisher prognostiziert, sind auch andere europäische Airlines ins Trudeln gekommen. So verlor Air France-KLM rund 6,5 %. Nicht nur Airlines, auch der gesamt Reisesektor bleibt nicht unverschont. Insgesamt gehen Aktien dieser Branche knapp 2 % nach.

Auch Airbus hat schwer zu kämpfen nachdem Emirates eine Großbestellung storniert hat.

Heute treten übrigens die von der EZB festgelegten neuen Leitzinssätze, unter anderem als auch der negative Einlagenzinssatz, in Kraft.

Der Dax scheint inzwischen bei etwa 9.920 Punkten einen Boden gefunden zu haben. Ob er hält wird von der Stimmung an den US-Märten abhängen. Der Dow Jones zeigt weiter Schwäche und scheint auf dem Weg zur Unterstützung bei 16.825/20 Punkten zu sein. Eine Korrektur bis zu dieser Marke dürfte übergeordnet kein neues Szenario bedeuten.

Hauptgrund auf die Eintrübung der Stimmung dürfte die überraschend deutliche Korrektur der Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2014 sein.

Vom schwachen Dax profitiert auch EUR/USD. Das Paar handelt knapp unter dem Widerstand bei 1,3560. Auch hier ist noch kein neues Szenario entstanden. Aktuell zeichnet sich noch keine Trendwende ab.

Auch Gold legt zu und handelt deutlich über 1.260 $. USD/JPY handelte zwischenzeitlich unter 102, konnte diese marke aber schon wieder zurückerobern. Gut möglich, dass der ganz große Druck vorüber ist.

Neue Impulse sind heute nicht mehr zu erwarten. Erst 23 Uhr wird die Reserve Bank of New Zealand einen größeren Impuls setzen. Nach seinem vormittäglichen Ausflug hat NZD/USD korrigiert und handelt um 0,8545.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Der Markt am 15. Januar

14:45 Starke NY Empire State Herstellungsaktivität
NY Empire State Herstellungsaktivität lag mit 12,51 deutlich über der Prognose von 3,75. Die US-Erzeugerpreise lagen leicht über den Erwartungen. Dem US-Dollar brachte das einen Schub. EUR/USD fällt unter 1,36.

14:00 Schulter-Kopf-Schulter im AUD/USD
Im AUD/USD könnte sich in den kommenden Stunden eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollenden und den Aussie weiter auf Talfahrt schicken. So ganz sauber ist die Formation noch nicht, aber ein Fall auf 0,8870 mit anschließendem Bruch der Schulter sollte ziemlich bärisch werden.

13:30 Bank of America leicht über den Prognosen
Die Bank of Amerika hat im 4. Quartal 0,29 $ pro Aktie verdient. Analysten gingen von 0,27 $ aus.
Unser Freund, der Dax, kennt weiter kein Halten und ist auf dem Weg zur 9.700. Die 10.000 ist scheinbar nur noch Formsache.Goldman Sachs hält europäische Aktien im Vergleich zu amerikanischen für günstig - die Marktteilnehmer springen auf den Zug.
Die Weltbank hat die Aussichten für das weltweite Wachstum von 3 auf 3,2 % korrigiert auch das treibt die Aktienmärkte.
Verluste gibt es bei den sicheren Häfen Yen und Gold, aber auch beim Euro. EUR/USD kommt der 1,36 immer näher.

10:15 Der US-Dollar kommt zurück
Nachdem der US-Dollar zuletzt unter Druck stand, hat er in der Nacht zugelegt und könnte im europäischen Handel durchaus seine Erholung fortsetzen. Widerstand sollte bei 81,18, dem bisherigen Monatshoch zu finden sein.

EUR/USD verlor einen halben Cent und hat den AUsbruch aus der Wolke nicht geschafft. Im ungünstigen Fall könnte die Gemeinschaftswährung die Unterstützung bei 1,3520 anlaufen.

Besser geht es da dem Dax. Die Marktteilnehmer habe eigentlich  nur durchwachsene Einzelhandelsumsätze aus den USA auf die positiven Komponenten reduziert und schickten den deutschen Leitindex zum neuen All-Time-High 9644 Punkte. Der Ichimoku ist weiterhin bullisch.

Daten sind am Vormittag Mangelware. Die schweizer Einzelhandelsumsätze stiegen im November um starke 4,2 %. Den Schweizer Franken hat das nicht gestützt. EUR/CHF stieg über die 1,2350 und könnte jetzt einen Angriff auf die 1,24 starten. Der Ichimoku mahnt freilich im 4-Stunden-Chart noch zur Vorsicht.

Aber das Kaufsignal könnte sich in den kommenden Stunden durchaus weiter ausbilden. Da die Märkte die gestrigen US-Daten aus welchem Grund auch immer positiv gesehen haben, sind die sicheren Häfen erst einmal wieder aus. Auch Yen und Gold gaben nach.

Aus den USA werden heute vorbörslich die Quartalszahlen der Bank of America gemeldet.

Die Videoanalyse gibt es hier