Guten Morgen, Haruhiko Kuroda hat sich optimistische geäußert, dass sich die Wirtschaft in Japan dem Infaltionsziel 2 % nähert. USD/JPY hat schon vorher mit weiteren Gewinnen reagiert. Wir kommen im 4H-Chart nun doch langsam in den überkauften Bereich, was eine Korrektur möglich macht. Untersstützung könnte das Paar bei 101,35 und 100,90 finden. Auf der Oberseite bleibt das Ziel 103,73.
Die Zahl der Beschäftigten in der Schweiz wuchs im 3. Quartal um rund 30.000 Angestellte. Nach dem Versuch die 1,2310 zu attackieren, drehte EUR/CHF wieder und ist auf dem Weg zur 1,2280. Darunter wartet bei 1,2240/35 Support. 1,2215 sollte als nächstes Ziel ins Auge gefasst werden. Auf der Oberseite wartet bei 1,2340/50 Widerstand.
EUR/USD fehlt weiter die Dynamik, sich nachhaltig über der 1,3550 zu etablieren. Hier könnte noch mal der Bereich um 1,3490 angesteuert werden. Dort müsste sich dann entscheiden, ob wir bald deutlich höhere Kurse erleben, oder dem Paar doch die Kraft fehlt. Charttechnisch kännten wir ine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausmachen, deren Nackenline bei 1,3490 verlaufen würde. Dreht das Paar dort nach Norden und bricht die 1,3550 dann, sollte es zügig bis 1,3635/1,37 gehen. Andernfalls drohen 1,34 und 1,3295.
Der Dax hat den Morgen wieder mit einem Freudensprung begonnen. Die 9.300 sollten wir bald sehen. Ich wünsche einen optimalen Wochenstart.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
Marktanalysen, Markt-News. Die Berichterstattung auf diesen Seiten sind nicht als Handelsempfehlung zu verstehen. Sie spiegeln lediglich die Meinung des Autoren wider.
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Montag, 25. November 2013
Sonntag, 24. November 2013
Ruhiger Wochenauftakt
Der Montag beginnt verhalten. Dass Haruhiko Kuroda den Yen stark redet ist wohl eher unwahrscheinlich. Der Gouverneur der Bank of Japan spricht 5 Uhr.
Zuletzt hat USD/JPY ein wenig zu einer Pause in der Rallye tendiert. Der Kijun (orange) ist in die Seitwärtsage abbogen. Ganz überraschend kam die kleine Korrektur aber nicht. Wenn man den RSI sieht, hat sich der Status dadurch deutlich entkrampft. Das Paar ist nicht mehr überkauft.
Im Daily-Chart stehen wir im RSI bei 70,49. Wenn man sich den Kursverlauf ansieht, kann man hier nicht von einem Bullenmarkt sprechen. Die 101,50 oder spätestens die 103,73 könnte für eine stärkere Korrektur sorgen. Der Ichimoku ist freilich noch bullisch eingesstellt.
Um 9:15 Uhr eröffnet die Schweiz für Europa mit der Beschäftigungsquote. EUR/CHF ist inzwischen im überverkauften Status und könnte eine Erholung einleiten. Bei 1,2310 würde es Widerstand geben. Dort verläuft auch in etwa der Abwärtstrend. Aunter der Unterseite über unter der 1,2280 die 1,2245/15 Support bieten.
Die britischen BBA Hypotheken-Genehmigungen beschließen den Vormittag. 10.30 Uhr werden leicht verbesserte Werte erwartet. GBP/JPY sieht charttechnisch weiter bullisch aus. Die Überwindung der 163,15 hat weiteres Potential freigegeben. Der Ichimoku zeigt bei 167,45 noch einen Widerstand, danach haben wir ein recht freies Feld bis 184,25.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
Zuletzt hat USD/JPY ein wenig zu einer Pause in der Rallye tendiert. Der Kijun (orange) ist in die Seitwärtsage abbogen. Ganz überraschend kam die kleine Korrektur aber nicht. Wenn man den RSI sieht, hat sich der Status dadurch deutlich entkrampft. Das Paar ist nicht mehr überkauft.
Im Daily-Chart stehen wir im RSI bei 70,49. Wenn man sich den Kursverlauf ansieht, kann man hier nicht von einem Bullenmarkt sprechen. Die 101,50 oder spätestens die 103,73 könnte für eine stärkere Korrektur sorgen. Der Ichimoku ist freilich noch bullisch eingesstellt.
Um 9:15 Uhr eröffnet die Schweiz für Europa mit der Beschäftigungsquote. EUR/CHF ist inzwischen im überverkauften Status und könnte eine Erholung einleiten. Bei 1,2310 würde es Widerstand geben. Dort verläuft auch in etwa der Abwärtstrend. Aunter der Unterseite über unter der 1,2280 die 1,2245/15 Support bieten.
Die britischen BBA Hypotheken-Genehmigungen beschließen den Vormittag. 10.30 Uhr werden leicht verbesserte Werte erwartet. GBP/JPY sieht charttechnisch weiter bullisch aus. Die Überwindung der 163,15 hat weiteres Potential freigegeben. Der Ichimoku zeigt bei 167,45 noch einen Widerstand, danach haben wir ein recht freies Feld bis 184,25.
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Freitag, 22. November 2013
Ifo-Geschäftsklimaindex legt kräftig zu
Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex hat deutlich zugelegt. Er stieg mit 109,7 auf den höchsten Stand seit April 2012. Nach 107,4 wurden eigentlich nur 107,7 erwartet. Hauptverantwortlich war die Geschäftserwartung, die von nach oben revidierten 103,7 auf 106,3 stieg. Aber auch die aktuelle Einschätzung legte zu (111,3 > 112,2) .
EUR/USD gewann deutlich und hat die 1,35 überwunden. Ziele sind nach Ichimoku nun 1,3555 und 1,3635. Also alles in Butter beim Euro? Nicht ganz, denn die Gemeinschaftswährung könnte auch am übergeordneten Abwärtstrend bei etwa 1,3540 abprallen und das Dreieck nach Süden verlassen. Dann käme die 1,3440/00 wieder in den Fokus. Auch der Ichimoku ist im 4H-Chart noch nicht bullisch eingestellt. Im Gegenteil, wer genau hinschaut, sieht den blauen Tenkan Richtung Süden geneigt.
Der Dax konnte den ifo nicht nutzen, ein neues Hoch zu generieren. Möglich bleibt dies aber. Unterstützung im Bereich 9.115/00 und 8.980 Punkte.
Bank of Japan-Chef Haruhiko Kuroda erwartet erst 2016 das Erreichen der Inflations-Zielmarke 2 %. Ein Blick auf GBP/JPY. Das Paar hat 161,75 überwunden und steuert nun die 167,65 an. Darüber hätte das Paar ziemlich offenes Feld. Ziel wäre dann 192,38. Korrekturen sind immer möglich, aber im Wochenchart sind wir noch nicht überkauft. Die Rallye könnte also weitergehen.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
EUR/USD gewann deutlich und hat die 1,35 überwunden. Ziele sind nach Ichimoku nun 1,3555 und 1,3635. Also alles in Butter beim Euro? Nicht ganz, denn die Gemeinschaftswährung könnte auch am übergeordneten Abwärtstrend bei etwa 1,3540 abprallen und das Dreieck nach Süden verlassen. Dann käme die 1,3440/00 wieder in den Fokus. Auch der Ichimoku ist im 4H-Chart noch nicht bullisch eingestellt. Im Gegenteil, wer genau hinschaut, sieht den blauen Tenkan Richtung Süden geneigt.
Der Dax konnte den ifo nicht nutzen, ein neues Hoch zu generieren. Möglich bleibt dies aber. Unterstützung im Bereich 9.115/00 und 8.980 Punkte.
Bank of Japan-Chef Haruhiko Kuroda erwartet erst 2016 das Erreichen der Inflations-Zielmarke 2 %. Ein Blick auf GBP/JPY. Das Paar hat 161,75 überwunden und steuert nun die 167,65 an. Darüber hätte das Paar ziemlich offenes Feld. Ziel wäre dann 192,38. Korrekturen sind immer möglich, aber im Wochenchart sind wir noch nicht überkauft. Die Rallye könnte also weitergehen.
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Donnerstag, 21. November 2013
Frankreich in der Rezession, Deutschlands Wirtschaft auf Wachstumskurs
Die Nacht gehörte der Bank of Japan und ihrer Zinsentscheidung. In der Pressekonferenz erklärte BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda, dass es noch zu früh sei für einen Ausstieg der ultralockeren Geldpolitik. Dazu kommen die immer klareren Anzeichen, dass die Fed ihre lockere Geldpolitik bad zurückfahren könnte.
USD/JPY handelt über der 100,60 und dürfte nun auf dem Weg zur 103,73 sein. Dazwischen gibt es noch einen Widerstand bei 101,50.
Die Verhandlungen mit Griechenland scheinen sich schwierig zu Gestalten. Die Gespräche der Trojka mit den Griechen wurden ergebnislos auf Anfang Dezember vertagt. Es gibt Meinungsverschiedenheiten über den Haushalt 2014. Die Griechen wollen gern mehr Schulden machen als die Trojka zugesteht.,
Die Einkaufsmanagerindizes geben kein eindeutiges Bild der Eurozone ab. Während Frankreich weiter schwächelt, zweigt sich Deutschland weiter als Wachstumsmotor. Die Eurozone insgesamt zeigt sich mit einem Index mit 51,5 auf sehr verhaltenem Wachstumskurs.
EUR/USD testete kurz die 1,34, als Frankreich auf Rezessionsniveau bestätigt wurde, konnte sich aber nach dem deutschen PMI wieder erholen.
Die entscheidende Marke könnte die 1,3420 sein, deren Bruch das Paar bis wenigstens 1,3295 führen sollte.
Im Daily sieht man, dass sich das Bild für EUR/USD inzwischen deutlich eingetrübt hat. Unter der 1,3295 dürfte erst die 1,31 wieder nachhaltige Unterstützung bieten. Das bärische Muster wird durch den Bruch des Dreiecks nach unten noch verstärkt.
Noch ein Blick auf den Dax. Der deutsche Leitindex startete zwar mit einem Gap nach Süden, ist aber schon wieder auf Erholungskurs. Bleibt der Dax über 9.100 Punkte, sind die Bulen weiter am Zug.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
USD/JPY handelt über der 100,60 und dürfte nun auf dem Weg zur 103,73 sein. Dazwischen gibt es noch einen Widerstand bei 101,50.
Die Verhandlungen mit Griechenland scheinen sich schwierig zu Gestalten. Die Gespräche der Trojka mit den Griechen wurden ergebnislos auf Anfang Dezember vertagt. Es gibt Meinungsverschiedenheiten über den Haushalt 2014. Die Griechen wollen gern mehr Schulden machen als die Trojka zugesteht.,
Die Einkaufsmanagerindizes geben kein eindeutiges Bild der Eurozone ab. Während Frankreich weiter schwächelt, zweigt sich Deutschland weiter als Wachstumsmotor. Die Eurozone insgesamt zeigt sich mit einem Index mit 51,5 auf sehr verhaltenem Wachstumskurs.
EUR/USD testete kurz die 1,34, als Frankreich auf Rezessionsniveau bestätigt wurde, konnte sich aber nach dem deutschen PMI wieder erholen.
Die entscheidende Marke könnte die 1,3420 sein, deren Bruch das Paar bis wenigstens 1,3295 führen sollte.
Im Daily sieht man, dass sich das Bild für EUR/USD inzwischen deutlich eingetrübt hat. Unter der 1,3295 dürfte erst die 1,31 wieder nachhaltige Unterstützung bieten. Das bärische Muster wird durch den Bruch des Dreiecks nach unten noch verstärkt.
Noch ein Blick auf den Dax. Der deutsche Leitindex startete zwar mit einem Gap nach Süden, ist aber schon wieder auf Erholungskurs. Bleibt der Dax über 9.100 Punkte, sind die Bulen weiter am Zug.
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Mittwoch, 20. November 2013
Zinsentscheidung der Bank of Japan
Das FOMC-Sitzungsprotokoll hat vor allem deutlich gemacht, dass die Fed doch relativ schnell mit dem Eingrenzen der Anleihekäufe beginnen wolle, aber die Daten ein Tapering zumindest bei der letzten Zinssitzung noch nicht zuließen. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durchaus positiv gesehen. Ob Tapering schon im Dezember kommt, ist schwer vorherzusagen, aber innerhalb der nächsten drei Sitzungen sollte man wohl mit der Eingrenzung der Anleihekäufe rechnen. Insgesamt scheint dies aber der Markt auch erwartet zu haben. Die Bewegung des Dollar hielt sich in Grenzen, was insofern überraschend ist, weil der FOMC Tapering nicht mehr explizit an die Arbeitslosenquote gekoppelt hat.
Trotzdem hat sich EUR/USD nun dem letzten Support bei 1,3420 genähert. Darunter dürften 1,3295 und 1,31 die wichtigsten Marken sein. Allerdings ist noch nicht klar, ob das Paar die Supportzone 1,3440/20 wirklich durchbricht.
Ganz schlimm kam es für Gold. Das Edelmetall verlor gut 20 USD und hat damit auch die letzte Unterstützung bei 1.250 US$ passiert. Neben der 1.208 dürfte vor allem die 1.180 in den Fokus rücken. Bei gut 1.300 sollte sich ein starker Widerstand finden.
Die Bank of Japan gibt in dieser Nacht ihre Zinsentscheidung bekannt. Der Leitzins dürfte aber nicht das Marktbewegende werden, der Zinssatz wird bei 0,1 % bleiben. Interessanter wird die Pressekonferenz mit Haruhiko Kuroda, während der der Gouverneur der Notenbank die Geldpolitik der nächsten Wochen und Monate vorstellt. Zuletzt sah es so aus, als ob die Bank of Japan mit den Ergebnissen ihrer Geldpolitik sehr zufrieden ist. Allerdings gab es zuletzt ein paar Daten, die ein bisschen Sand im Konjunkturgetriebe vermuten lassen könnten. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage dürfte also durchaus interessant werden. Wie immer steht der genaue Termin für Zinsentscheidung und Pressekonferenz nicht fest.
USD/JPY konnte sich nach dem FOMC-Sitzungsprotokoll über der 100 etablieren. Sollte die 100,60 überwunden werden, könnte die 101,50 und danach die 103,80 in den Fokus rücken. Bedingung wäre natürlich, dass die Bank of Japan ihre lockere Geldpolitik fortsetzt. Erste Unterstützung gibt es bei 99, entscheidender ist die 96,50, unter der die Bären Chancen hätten, das Kommando zu übernehmen. Danach sieht aktuell aber nicht wirklich viel aus.
EUR/JPY wurde von der Idee der EZB, man könne es auch mal mit einem negativen Leitzins versuchen,, schwer getroffen und stürzte unter die 134,60 Die nächsten Ziele liegen bei 133,90 und 133,25, wobei auch 132,40 ein interessantes Ziel abgeben könnten.
Neben diesem Ereignis gibt es noch den HSBC PMI aus China. Der Einkaufsmanagerindex wird 2.45 Uhr veröffentlicht.
Die Eurozone übernimmt morgen früh übrigens schon 9 Uhr mit dem Einkaufsmanagerindex aus Frankreich.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, EUR/AUD, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
Trotzdem hat sich EUR/USD nun dem letzten Support bei 1,3420 genähert. Darunter dürften 1,3295 und 1,31 die wichtigsten Marken sein. Allerdings ist noch nicht klar, ob das Paar die Supportzone 1,3440/20 wirklich durchbricht.
Ganz schlimm kam es für Gold. Das Edelmetall verlor gut 20 USD und hat damit auch die letzte Unterstützung bei 1.250 US$ passiert. Neben der 1.208 dürfte vor allem die 1.180 in den Fokus rücken. Bei gut 1.300 sollte sich ein starker Widerstand finden.
Die Bank of Japan gibt in dieser Nacht ihre Zinsentscheidung bekannt. Der Leitzins dürfte aber nicht das Marktbewegende werden, der Zinssatz wird bei 0,1 % bleiben. Interessanter wird die Pressekonferenz mit Haruhiko Kuroda, während der der Gouverneur der Notenbank die Geldpolitik der nächsten Wochen und Monate vorstellt. Zuletzt sah es so aus, als ob die Bank of Japan mit den Ergebnissen ihrer Geldpolitik sehr zufrieden ist. Allerdings gab es zuletzt ein paar Daten, die ein bisschen Sand im Konjunkturgetriebe vermuten lassen könnten. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage dürfte also durchaus interessant werden. Wie immer steht der genaue Termin für Zinsentscheidung und Pressekonferenz nicht fest.
USD/JPY konnte sich nach dem FOMC-Sitzungsprotokoll über der 100 etablieren. Sollte die 100,60 überwunden werden, könnte die 101,50 und danach die 103,80 in den Fokus rücken. Bedingung wäre natürlich, dass die Bank of Japan ihre lockere Geldpolitik fortsetzt. Erste Unterstützung gibt es bei 99, entscheidender ist die 96,50, unter der die Bären Chancen hätten, das Kommando zu übernehmen. Danach sieht aktuell aber nicht wirklich viel aus.
EUR/JPY wurde von der Idee der EZB, man könne es auch mal mit einem negativen Leitzins versuchen,, schwer getroffen und stürzte unter die 134,60 Die nächsten Ziele liegen bei 133,90 und 133,25, wobei auch 132,40 ein interessantes Ziel abgeben könnten.
Neben diesem Ereignis gibt es noch den HSBC PMI aus China. Der Einkaufsmanagerindex wird 2.45 Uhr veröffentlicht.
Die Eurozone übernimmt morgen früh übrigens schon 9 Uhr mit dem Einkaufsmanagerindex aus Frankreich.
Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, EUR/AUD, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Zinsentscheidungen nicht nur bei der Fed
Nicht nur der FOMC teilt in der neuen Handelswoche seine geldpolitischen Entscheidungen mit. Zwei weitere Notenbanken veröffentlichen ihre Zinsentscheidungen.
Am Mittwochabend, 22 Uhr, veröffentlicht die Reservebank Neuseelands (RBNZ) ihre zukünftige Geldpolitik. Man geht von keinen Änderungen aus. Der Zinssatz dürfte bei 2,5 % verharren. NZD/USD kam in der vergangenen Woche unter Druck, was ein wenig überraschend ist. Genau wie die Reservebank von Australien sollte auch die neuseeländische Notenbank keine Veranlassung sehen, die Zinsen weiter zu senken. Für das 3. Quartal wurde eine Inflation von 0,9 % festgestellt, was den höchsten Wert seit dem 2. Quartal 2011 darstellt. Damals gab es eine Teuerung von 1 %. Viel wird wie immer bei solchen Ereignissen von der Rhetorik des Statements abhängen. Überwiegt bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage eher Optimismus oder gilt es doch eher auf die Risiken zu schauen. Insgesamt dürften die Notenbänker wohl eher von einer Wirtschaftserholung ausgehen. Es könnte also durchaus sein, dass der Kurs von NZD/USD wieder nach Norden dreht. Widerstände wären bei 0,8340 und 0,8440 zu lokalisieren. Auf der Unterseite unterstützt die 0,8215. Unter 0,8155 würde es für die Bullen brenzlig werden.
Am Donnerstag entscheidet die Bank of Japan über ihre Geldpolitik. Zuletzt zeigte sich Gouverneur Haruhiko Kuroda sehr zufrieden mit der Wirkung der Maßnahmen der Notenbank. Dass die Anleihekäufe schon zurückgefahren werden, ist wohl eher nicht zu erwarten, aber die guten Fortschritte bei Inflation und Konjunktur könnten die Notenbank zu einem entsprechenden Ausblick veranlassen. Auf der anderen Seite zeigte sich besonders in den letzten Wochen, dass die konjunkturelle Entwicklung Japans noch nicht stabil ist. Tendenz dürfte also eine Fortsetzung der bisherigen Politik sein. Sollte es überhaupt eine größere Bewegung geben, sollte diese also eher auf der Unterseite von USD/JPY stattfinden.
Zunächst hat die 96,90 als Unterstützung gehalten, was an der generellen Situation bei USD/JPY nicht wirklich viel ändert. Das Paar ist in einem deutlich sichtbaren Abwärtstrend, dem selbst eine Erholung bis 98 nicht viel ausmachen würde. Davor gäbe es aber bei 97,60 noch einen Widerstand.
In Daily-Chart sehen wir möglich Ziele auf der Unterseite: 95,75 und 93,75.
Ebenfalls am Donnerstag wird das BIP aus Kanada gemeldet. Es wird auf Monatsbasis mit einem Rückgang von 0,6 auf 0,2 % gerechnet. Betrachtet man die letzten Zahlen aus Kanada, so dürfte die Vorsicht der Analysten sicher zurecht vorhanden sein. USD/CAD wird wohl aber vor allem von den Daten aus den USA abhängig sein. Auf jeden Fall hat das Paar den Abwärtstrend deutlich gebrochen, ist nun auch ziemlich stark überkauft und verlangt nach einer Korrektur. Der passende Widerstand könnte bei 1,0470 warten. Unterstützung gibt es im Bereich 1,0420/10. Darunter könnte die 1,0365 warten. Auf der Oberseite würde bei 1,0515 das nächste Ziel folgen. Dann wären auch 1,0560 nicht auszuschließen.
Am Montag gibt es 13 Uhr noch den CBI Realisierten Handel aus Großbritannien, weshalb wir nicht versäumen wollen, auf Cable zu schauen. Im Gegensatz zur EUR/USD hat sich GBP/USD in der vergangenen Woche eher in einer Seitwärtsrange befunden. Diese befindet sich zwischen 1,6115 und 1,6260. Auf der Unterseite dürfte neben der 1,60 die 1,5880 als wichtige Unterstützung dienen.
Auf der Oberseite finden wir bei 1,6340 einen weiteren Widerstand.
Am Mittwochabend, 22 Uhr, veröffentlicht die Reservebank Neuseelands (RBNZ) ihre zukünftige Geldpolitik. Man geht von keinen Änderungen aus. Der Zinssatz dürfte bei 2,5 % verharren. NZD/USD kam in der vergangenen Woche unter Druck, was ein wenig überraschend ist. Genau wie die Reservebank von Australien sollte auch die neuseeländische Notenbank keine Veranlassung sehen, die Zinsen weiter zu senken. Für das 3. Quartal wurde eine Inflation von 0,9 % festgestellt, was den höchsten Wert seit dem 2. Quartal 2011 darstellt. Damals gab es eine Teuerung von 1 %. Viel wird wie immer bei solchen Ereignissen von der Rhetorik des Statements abhängen. Überwiegt bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage eher Optimismus oder gilt es doch eher auf die Risiken zu schauen. Insgesamt dürften die Notenbänker wohl eher von einer Wirtschaftserholung ausgehen. Es könnte also durchaus sein, dass der Kurs von NZD/USD wieder nach Norden dreht. Widerstände wären bei 0,8340 und 0,8440 zu lokalisieren. Auf der Unterseite unterstützt die 0,8215. Unter 0,8155 würde es für die Bullen brenzlig werden.
Am Donnerstag entscheidet die Bank of Japan über ihre Geldpolitik. Zuletzt zeigte sich Gouverneur Haruhiko Kuroda sehr zufrieden mit der Wirkung der Maßnahmen der Notenbank. Dass die Anleihekäufe schon zurückgefahren werden, ist wohl eher nicht zu erwarten, aber die guten Fortschritte bei Inflation und Konjunktur könnten die Notenbank zu einem entsprechenden Ausblick veranlassen. Auf der anderen Seite zeigte sich besonders in den letzten Wochen, dass die konjunkturelle Entwicklung Japans noch nicht stabil ist. Tendenz dürfte also eine Fortsetzung der bisherigen Politik sein. Sollte es überhaupt eine größere Bewegung geben, sollte diese also eher auf der Unterseite von USD/JPY stattfinden.
Zunächst hat die 96,90 als Unterstützung gehalten, was an der generellen Situation bei USD/JPY nicht wirklich viel ändert. Das Paar ist in einem deutlich sichtbaren Abwärtstrend, dem selbst eine Erholung bis 98 nicht viel ausmachen würde. Davor gäbe es aber bei 97,60 noch einen Widerstand.
In Daily-Chart sehen wir möglich Ziele auf der Unterseite: 95,75 und 93,75.
Ebenfalls am Donnerstag wird das BIP aus Kanada gemeldet. Es wird auf Monatsbasis mit einem Rückgang von 0,6 auf 0,2 % gerechnet. Betrachtet man die letzten Zahlen aus Kanada, so dürfte die Vorsicht der Analysten sicher zurecht vorhanden sein. USD/CAD wird wohl aber vor allem von den Daten aus den USA abhängig sein. Auf jeden Fall hat das Paar den Abwärtstrend deutlich gebrochen, ist nun auch ziemlich stark überkauft und verlangt nach einer Korrektur. Der passende Widerstand könnte bei 1,0470 warten. Unterstützung gibt es im Bereich 1,0420/10. Darunter könnte die 1,0365 warten. Auf der Oberseite würde bei 1,0515 das nächste Ziel folgen. Dann wären auch 1,0560 nicht auszuschließen.
Am Montag gibt es 13 Uhr noch den CBI Realisierten Handel aus Großbritannien, weshalb wir nicht versäumen wollen, auf Cable zu schauen. Im Gegensatz zur EUR/USD hat sich GBP/USD in der vergangenen Woche eher in einer Seitwärtsrange befunden. Diese befindet sich zwischen 1,6115 und 1,6260. Auf der Unterseite dürfte neben der 1,60 die 1,5880 als wichtige Unterstützung dienen.
Auf der Oberseite finden wir bei 1,6340 einen weiteren Widerstand.
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Donnerstag, 3. Oktober 2013
Ein fast datenloser Freitag wird die Märkte wieder in die USA blicken lassen
Das Highlight des Tages wurde abgesagt. Der Verwaltungsstillstand in den USA hat nun auch die Börse erreicht. Die so wichtigen und richtungsweisenden Non Farm Payrolls, also die großen Arbeitsmarktdaten aus den USA, werden nicht veröffentlicht.
So haben wir bei Erscheinen dieses Posts schon das Highlight des Freitag erlebt. Die Bank of Japan hat ihre Zinsentscheidung getroffen und Gouverneur Haruhiko Kuroda die Geldpolitik der Notenbank erklärt. Während die Zinsen wohl kaum verändert worden sein dürften, ist schon interessant, was Haruhiko Kuroda in der anschließenden Pressekonferenz zum Besten gab.
Der Yen ist in der letzten Zeit deutlich unter Druck geraten, was der Konjunkturerholung der japanischen Wirtschaft nicht wirklich gut getan haben dürfte. Dazu kommen die Sorgen, einer Zahlungsunfähigkeit der USA, wenn die Schuldenobergrenze nicht angehoben wird. In Japan selbst versucht die Regierung dem völlig überdimensionierten Haushaltsdefizit mit einer Mehrwertsteuererhöhung zu begegnen. Insgesamt dürften die Notenbänker in Japan recht besorgt in die Zukunft schauen. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn Haruhiko Kuroda die Bereitschaft der Bank of Japan betont hat, die Geldschleusen noch ein Stück zu öffnen.
Ob das den Yen nachhaltig schwächt, wird man sehen müssen. Wenn eine Einigung um Etat-Streit in den USA weiterhin nicht in Sicht ist, dürften die Anleger relativ schnell wieder in den sicheren Hafen zurückkehren.
Diese Tendenz war schon in den letzten Tagen zu beobachten. USD/JPY hat kontinuierlich an Boden verloren, zuletzt verstärkte sich der Druck auf das Paar sogar noch. Das Paar näherte sich zuletzt bedrohlich der 96,80. Bei Bruch dieser Unterstützung wäre zu fürchten, dass wir relativ zügig die 95,80 sehen werden. Eine Erholung infolge der Kuroda-Pressekonferenz könnte diesen Absturz zunächst aufhalten. Aber der BoJ-Gouverneur muss wohl schon ein beeindruckendes Kaninchen aus dem Hut zaubern, um das Paar über die 99,15 zu hieven. Erst über diesem Widerstand könnte man mal wieder über Kurse von 100 Yen und mehr nachdenken.
EUR/JPY hat ein wenig mehr Potential, eine Erholungsbewegung zu inszenieren. Die Märkte zeigen durchaus Vertrauen in den Euro. Die Eurokrise scheint weitestgehend im Griff, die Konjunktur zeigt leichte Erholungstendenzen. 133,25 sollte hier das erste Ziel sein. Ein Bruch des Widerstandes würde dann den Bereich um 134 erreichbar erscheinen lassen. Erste Unterstützung ist bei etwa 131,40 zu erwarten. Ein Bruch würde auch hier die Bären sehr stark machen.
EUR/USD hat erfolgreich die 1,36 genommen und ist nun auf dem Weg zur 1,3710. Solange die Haushaltsdebatte in den USA anhält, dürfte sich an der Euro-Stärke nicht so viel ändern. Allerdings könnte mit dem starken Euro die Gefahr steigen, dass das Inflationsziel knapp unter 2 % weiter aus der Sichtweite rückt. Es könnte also sein, dass irgendwann die EZB interveniert und beim Abstieg des Euro ein wenig nachhilft. Die Frage ist, wann die EZB eine solche Maßnahme durchführen würde. Auch nicht sicher ist, ob die Zahlungsunfähigkeit der USA infolge des Erreichens der Schuldenobergrenze wirklich Euro-Bullisch ist. Inzwischen haben Institutionen wie das US-Finanzministerium, aber auch der IWF davor gewarnt, dass die US-Pleite zu einer schweren Weltwirtschaftskrise führen könnte. Das dürfte die Peripherie-Länder der Eurozone besonders hart treffen und viele kleine Fortschritte wieder zunichte machen.
Es gibt also kein Gesetz, dass bei einer US-Staatpleite der Dollar die Währung ist, die unter Druck gerät. Schauen wir in die Marktbewegungen der letzten Zeit, müssen wir feststellen, dass Verluste in den Aktienmärkten meist auch Verluste im EUR/USD nach sich ziehen. Vorsicht sollte also weiter an der Tagesordnung bleiben. Auf der Unterseite finden wir bei 1,3575 und 1,3460 Unterstützung.
Statt Daten gibt es am Nachmittag jede Menge Wortbeiträge aus dem FOMC. Die Herren Fisher, Dudley und Stein werden wahrscheinlich schwarze Wolken an den Himmel malen, sollte die Schuldenobergrenze nicht angehoben werden. Das dies die Märkte wirklich sehr stark bewegt, glaube ich nicht, denn im Prinzip weiß der Markt schon, dass die Situation zu Sorgen Anlass gebietet.
Aus Kanada kommt der einzige wirklich spannende Termin am Freitag, der Einkaufsmanagerindex. Die Prognose sieht eine leichte Erholung. USD/CAD bleibt in einer Seitwärtsrange zwischen 1,0270 und 1,0355. So richtig nach Ausbruch aus dieser Range sieht es gerade nicht aus. Sollte der Markt dafür heute Nachmittag einen Grund finden, könnten auf der Oberseite 1,0430 und auf der Unterseite 1,0180 anvisiert werden.
So haben wir bei Erscheinen dieses Posts schon das Highlight des Freitag erlebt. Die Bank of Japan hat ihre Zinsentscheidung getroffen und Gouverneur Haruhiko Kuroda die Geldpolitik der Notenbank erklärt. Während die Zinsen wohl kaum verändert worden sein dürften, ist schon interessant, was Haruhiko Kuroda in der anschließenden Pressekonferenz zum Besten gab.
Der Yen ist in der letzten Zeit deutlich unter Druck geraten, was der Konjunkturerholung der japanischen Wirtschaft nicht wirklich gut getan haben dürfte. Dazu kommen die Sorgen, einer Zahlungsunfähigkeit der USA, wenn die Schuldenobergrenze nicht angehoben wird. In Japan selbst versucht die Regierung dem völlig überdimensionierten Haushaltsdefizit mit einer Mehrwertsteuererhöhung zu begegnen. Insgesamt dürften die Notenbänker in Japan recht besorgt in die Zukunft schauen. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn Haruhiko Kuroda die Bereitschaft der Bank of Japan betont hat, die Geldschleusen noch ein Stück zu öffnen.
Ob das den Yen nachhaltig schwächt, wird man sehen müssen. Wenn eine Einigung um Etat-Streit in den USA weiterhin nicht in Sicht ist, dürften die Anleger relativ schnell wieder in den sicheren Hafen zurückkehren.
Diese Tendenz war schon in den letzten Tagen zu beobachten. USD/JPY hat kontinuierlich an Boden verloren, zuletzt verstärkte sich der Druck auf das Paar sogar noch. Das Paar näherte sich zuletzt bedrohlich der 96,80. Bei Bruch dieser Unterstützung wäre zu fürchten, dass wir relativ zügig die 95,80 sehen werden. Eine Erholung infolge der Kuroda-Pressekonferenz könnte diesen Absturz zunächst aufhalten. Aber der BoJ-Gouverneur muss wohl schon ein beeindruckendes Kaninchen aus dem Hut zaubern, um das Paar über die 99,15 zu hieven. Erst über diesem Widerstand könnte man mal wieder über Kurse von 100 Yen und mehr nachdenken.
EUR/JPY hat ein wenig mehr Potential, eine Erholungsbewegung zu inszenieren. Die Märkte zeigen durchaus Vertrauen in den Euro. Die Eurokrise scheint weitestgehend im Griff, die Konjunktur zeigt leichte Erholungstendenzen. 133,25 sollte hier das erste Ziel sein. Ein Bruch des Widerstandes würde dann den Bereich um 134 erreichbar erscheinen lassen. Erste Unterstützung ist bei etwa 131,40 zu erwarten. Ein Bruch würde auch hier die Bären sehr stark machen.
EUR/USD hat erfolgreich die 1,36 genommen und ist nun auf dem Weg zur 1,3710. Solange die Haushaltsdebatte in den USA anhält, dürfte sich an der Euro-Stärke nicht so viel ändern. Allerdings könnte mit dem starken Euro die Gefahr steigen, dass das Inflationsziel knapp unter 2 % weiter aus der Sichtweite rückt. Es könnte also sein, dass irgendwann die EZB interveniert und beim Abstieg des Euro ein wenig nachhilft. Die Frage ist, wann die EZB eine solche Maßnahme durchführen würde. Auch nicht sicher ist, ob die Zahlungsunfähigkeit der USA infolge des Erreichens der Schuldenobergrenze wirklich Euro-Bullisch ist. Inzwischen haben Institutionen wie das US-Finanzministerium, aber auch der IWF davor gewarnt, dass die US-Pleite zu einer schweren Weltwirtschaftskrise führen könnte. Das dürfte die Peripherie-Länder der Eurozone besonders hart treffen und viele kleine Fortschritte wieder zunichte machen.
Es gibt also kein Gesetz, dass bei einer US-Staatpleite der Dollar die Währung ist, die unter Druck gerät. Schauen wir in die Marktbewegungen der letzten Zeit, müssen wir feststellen, dass Verluste in den Aktienmärkten meist auch Verluste im EUR/USD nach sich ziehen. Vorsicht sollte also weiter an der Tagesordnung bleiben. Auf der Unterseite finden wir bei 1,3575 und 1,3460 Unterstützung.
Statt Daten gibt es am Nachmittag jede Menge Wortbeiträge aus dem FOMC. Die Herren Fisher, Dudley und Stein werden wahrscheinlich schwarze Wolken an den Himmel malen, sollte die Schuldenobergrenze nicht angehoben werden. Das dies die Märkte wirklich sehr stark bewegt, glaube ich nicht, denn im Prinzip weiß der Markt schon, dass die Situation zu Sorgen Anlass gebietet.
Aus Kanada kommt der einzige wirklich spannende Termin am Freitag, der Einkaufsmanagerindex. Die Prognose sieht eine leichte Erholung. USD/CAD bleibt in einer Seitwärtsrange zwischen 1,0270 und 1,0355. So richtig nach Ausbruch aus dieser Range sieht es gerade nicht aus. Sollte der Markt dafür heute Nachmittag einen Grund finden, könnten auf der Oberseite 1,0430 und auf der Unterseite 1,0180 anvisiert werden.
Meine Analysen und Marktbeobachtungen stellen keine Handelsempfehlungen dar.
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Mittwoch, 4. September 2013
Gibt es Konjunkturhilfe aus Kanada und Japan?
Die Reserve Bank of Australia hat gestern ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung zunächst einmal gedämpft. Die Aussichten für die australische Wirtschaft seien ein wenig schwächer und der Wechselkurs habe deutlich abgewerten, sei aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Inflation könnte aufgrund der letzten Zinssenkung im Mai eine zeitlang etwas erhöht sein. Zu weiteren Zinssenkungen äußerten sich die Notenbanker nicht, was den Australischen Dollar leicht aufwertete.
Heute und in der kommenden Nacht folgen die nächsten Zinsentscheidungen, wobei es wohl interessanter sein wird, wie die geldpolitischen Statements ausfallen. Heute, 16 Uhr, wird die Bank of Canada ihre Zinsentscheidung verkünden. Der Leitzins wird wohl nicht geändert, er wird bei 1,0 % bleiben, zum 25. Mal, wie das Wall Street Journal festhielt. Allerdings kann die Notenbank eigentlich mit der Entwicklung der Konjunktur nicht zufrieden sein. Die Arbeitslosenquote stagniert, Konjunkturwachstum schwächte sich sogar ab. Ähnlich wie in den USA sind auch beim nördlichen Nachbarn Bremsspuren zu erkennen.
Offenbar sehen aber Analysten und Ökonomen diese Schwäche gelassen und als vorübergehend an, denn die vom Wall Street Journal befragten Experten rechnen mit einem Statment, dass eher auf bald steigende Zinsen hinweisen könnte. Insgesamt wird erwartet, dass sich der Inhalt des Statements kaum von der Aussage im Juli unterscheiden wird. Aufgrund der Risiken der geopolitischen Spannungen in Syrien und der zuletzt etwas schwächeren Wirtschaftsindikatoren in Kanada glauben die kannadischen institutionellen Anleger, dass die Bank of Canada erst im Oktober klarere Aussagen über die zukünftige Geldpolitik machen wird.
Als Grund für diese abwartende Haltung wird genannt, dass bis zu diesem Termin wahrscheinlich schon der neue Fed-Präsident benannt ist, der im Januar Ben Bernanke beerben wird, und die US-Arbeitsmarktdaten werden weitere Aufschlüsse geben, wie sich zum Beispiel die Entwicklung gestaltet, wenn die Anleihekäufe eingegrenzt werden, so zumindest der Wirtschaftswissenschaftler Sébastien Lavoie. Clever, diese Kanadier.
Was lernen wir daraus? Erstens, die Kanadier gehen offenbar davon aus, dass der FOMC schon für September die Eingrenzung der Anleihekäufe plant. Das scheinen die Marktteilnehmer allgemein zu erwarten, denn immer öfter äußern Marktbeobachter die Vermutung, dass das sogenannte Taperin bereits eingepreist ist. Genaueres wissen wir dann am 18. September. Wenn Ben Bernanke dann in die Pressekonferenz lächelt und sagt: "Tapering? Das gibt es in meiner Amtszeit nicht", hätten wir auf jeden Fall ein schönes Kursfeuerwerk. Gut, es wird ausbleiben, denn der Konsenz der Analysten liegt meist nahe an der Realität.
Es gibt noch eine zweite wichtig Erkenntnis: Die BoC wartet ab, das Ereignis könnte also sehr langweilig werden. Vielleicht will man uns aber auch nur einlullen. wir sollten wachsam bleiben und das tun, was ein guter Anleger immer tut. Moneymanagement strikt einhalten und für alle Eventualitäten eine Antwort parat haben.
Und noch etwas lernen wir: Kanadas Wirtschaft ist extrem abhängig von der Entwicklung beim südlichen Nachbarn und damit nach Japan.
Die Bank of Japan stellt die Ergebnisse ihrer Beratungen über die Geldpolitik am Donnerstagmorgen vor. Zinssenkungen sind ja eher nicht möglich, aber die Bank of Japan scheint eine sehr produktive Notenpresse zu haben, die es ja vielleicht möglich macht, noch mehr Yen für noch mehr Staatsaneihen zu drucken. Bei der Bekämpfung der Deflation scheint das Land Fortschritte zu machen, während bei der konjunkturellen Entwicklung zuletzt eher wenig optimistische Zahlen veröffentlicht wurden. Die Konjunkturwachstum schwächte sich wieder ab, das Handelsbilanzdefizit stieg in astronomische Höhen und die 10-jährige Anleihe bleibt auf einem relativ hohen Niveau knapp unter 0,8 %. Nun klingt dies nicht viel, aber zu Beginn der Amtszeit von Haruhiko Kuroda, zahlten Japan nur 0,45 %. Die Zinsen haben sich also fast verdoppelt - für ein Land mit einer extremen Staatsverschuldung, die rund 260 % des Jahres-Bruttoinlandsproduktes beträgt, nicht erfreulich.
Auch bei der Preisentwicklung sieht es nicht so rosig aus, wie auf den ersten Blick. Zwar stiegen die Verbraucherpreise zuletzt leicht. Dies dürfte allerdings vor allen den deutlich gestiegenen Benzin und Energiepreisen geschuldet sein, die in US-Dollar eingekauft werden. Der schwächere Yen hat hier die Preise deutlich getrieben.
Für die durch den Staatsschuldenabbau zu erwartenden Schrumpfung des Wirtschaftswachstums wird die Bank of Japan Lösungen bereitstellen müssen. Diese können nur in der weiteren Ausdehnung der Bilanzsummer der Notenbank liegen. Die die Bank of Japan schon diesmal entschrechende Maßnahmen beschließt, muss man sicher abwarten. Aber auch angesichts der Tatsache, das das BIP zuletzt schon wieder nicht mehr so dynamisch zulegte könnte die Bank of Japan zumindest besorgt sein lassen. Sehr wahrscheinlich wird es hier auf das Statement ankommen. Wie skizziert die Notenbank ihre zukünftige Geldpolitik? Lässt sich ablesen, dass es zusätzliche Anleihekäufe gibt? Einige spricht dafür, dass die BoJ zumindest diese Möglichkeit erwähnen könnte. USD/JPY könnte also bald wieder nachhaltig über der 100 handeln.
Übrigens, als der US-Dollar 2008 weniger als 100 Yen kostete, war dies zum ersten Mal seit 1996 so. Die Bank of Japan dürfte ein großes Interesse haben, den USD/JPY wenigstens in den Bereich 110 zu heben, Das Ziel könnte auch um 118/120 liegen. Dazu mehr am späten Mittwochabend in der Chartanalyse, die ich auf meiner eToro openBook-Wall veröffentliche.
Heute und in der kommenden Nacht folgen die nächsten Zinsentscheidungen, wobei es wohl interessanter sein wird, wie die geldpolitischen Statements ausfallen. Heute, 16 Uhr, wird die Bank of Canada ihre Zinsentscheidung verkünden. Der Leitzins wird wohl nicht geändert, er wird bei 1,0 % bleiben, zum 25. Mal, wie das Wall Street Journal festhielt. Allerdings kann die Notenbank eigentlich mit der Entwicklung der Konjunktur nicht zufrieden sein. Die Arbeitslosenquote stagniert, Konjunkturwachstum schwächte sich sogar ab. Ähnlich wie in den USA sind auch beim nördlichen Nachbarn Bremsspuren zu erkennen.
Offenbar sehen aber Analysten und Ökonomen diese Schwäche gelassen und als vorübergehend an, denn die vom Wall Street Journal befragten Experten rechnen mit einem Statment, dass eher auf bald steigende Zinsen hinweisen könnte. Insgesamt wird erwartet, dass sich der Inhalt des Statements kaum von der Aussage im Juli unterscheiden wird. Aufgrund der Risiken der geopolitischen Spannungen in Syrien und der zuletzt etwas schwächeren Wirtschaftsindikatoren in Kanada glauben die kannadischen institutionellen Anleger, dass die Bank of Canada erst im Oktober klarere Aussagen über die zukünftige Geldpolitik machen wird.
Als Grund für diese abwartende Haltung wird genannt, dass bis zu diesem Termin wahrscheinlich schon der neue Fed-Präsident benannt ist, der im Januar Ben Bernanke beerben wird, und die US-Arbeitsmarktdaten werden weitere Aufschlüsse geben, wie sich zum Beispiel die Entwicklung gestaltet, wenn die Anleihekäufe eingegrenzt werden, so zumindest der Wirtschaftswissenschaftler Sébastien Lavoie. Clever, diese Kanadier.
Was lernen wir daraus? Erstens, die Kanadier gehen offenbar davon aus, dass der FOMC schon für September die Eingrenzung der Anleihekäufe plant. Das scheinen die Marktteilnehmer allgemein zu erwarten, denn immer öfter äußern Marktbeobachter die Vermutung, dass das sogenannte Taperin bereits eingepreist ist. Genaueres wissen wir dann am 18. September. Wenn Ben Bernanke dann in die Pressekonferenz lächelt und sagt: "Tapering? Das gibt es in meiner Amtszeit nicht", hätten wir auf jeden Fall ein schönes Kursfeuerwerk. Gut, es wird ausbleiben, denn der Konsenz der Analysten liegt meist nahe an der Realität.
Es gibt noch eine zweite wichtig Erkenntnis: Die BoC wartet ab, das Ereignis könnte also sehr langweilig werden. Vielleicht will man uns aber auch nur einlullen. wir sollten wachsam bleiben und das tun, was ein guter Anleger immer tut. Moneymanagement strikt einhalten und für alle Eventualitäten eine Antwort parat haben.
Und noch etwas lernen wir: Kanadas Wirtschaft ist extrem abhängig von der Entwicklung beim südlichen Nachbarn und damit nach Japan.
Die Bank of Japan stellt die Ergebnisse ihrer Beratungen über die Geldpolitik am Donnerstagmorgen vor. Zinssenkungen sind ja eher nicht möglich, aber die Bank of Japan scheint eine sehr produktive Notenpresse zu haben, die es ja vielleicht möglich macht, noch mehr Yen für noch mehr Staatsaneihen zu drucken. Bei der Bekämpfung der Deflation scheint das Land Fortschritte zu machen, während bei der konjunkturellen Entwicklung zuletzt eher wenig optimistische Zahlen veröffentlicht wurden. Die Konjunkturwachstum schwächte sich wieder ab, das Handelsbilanzdefizit stieg in astronomische Höhen und die 10-jährige Anleihe bleibt auf einem relativ hohen Niveau knapp unter 0,8 %. Nun klingt dies nicht viel, aber zu Beginn der Amtszeit von Haruhiko Kuroda, zahlten Japan nur 0,45 %. Die Zinsen haben sich also fast verdoppelt - für ein Land mit einer extremen Staatsverschuldung, die rund 260 % des Jahres-Bruttoinlandsproduktes beträgt, nicht erfreulich.
Auch bei der Preisentwicklung sieht es nicht so rosig aus, wie auf den ersten Blick. Zwar stiegen die Verbraucherpreise zuletzt leicht. Dies dürfte allerdings vor allen den deutlich gestiegenen Benzin und Energiepreisen geschuldet sein, die in US-Dollar eingekauft werden. Der schwächere Yen hat hier die Preise deutlich getrieben.
Für die durch den Staatsschuldenabbau zu erwartenden Schrumpfung des Wirtschaftswachstums wird die Bank of Japan Lösungen bereitstellen müssen. Diese können nur in der weiteren Ausdehnung der Bilanzsummer der Notenbank liegen. Die die Bank of Japan schon diesmal entschrechende Maßnahmen beschließt, muss man sicher abwarten. Aber auch angesichts der Tatsache, das das BIP zuletzt schon wieder nicht mehr so dynamisch zulegte könnte die Bank of Japan zumindest besorgt sein lassen. Sehr wahrscheinlich wird es hier auf das Statement ankommen. Wie skizziert die Notenbank ihre zukünftige Geldpolitik? Lässt sich ablesen, dass es zusätzliche Anleihekäufe gibt? Einige spricht dafür, dass die BoJ zumindest diese Möglichkeit erwähnen könnte. USD/JPY könnte also bald wieder nachhaltig über der 100 handeln.
Übrigens, als der US-Dollar 2008 weniger als 100 Yen kostete, war dies zum ersten Mal seit 1996 so. Die Bank of Japan dürfte ein großes Interesse haben, den USD/JPY wenigstens in den Bereich 110 zu heben, Das Ziel könnte auch um 118/120 liegen. Dazu mehr am späten Mittwochabend in der Chartanalyse, die ich auf meiner eToro openBook-Wall veröffentliche.
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Montag, 12. August 2013
Der Treibstoff für die Märkte: Daten
Der Euro hat die ereignislose letzte Woche noch einmal genutzt und hat Gewinne der letzten Zeit um weitere 64 Pips ausgebaut. Nach einer Woche Stagnation also wieder ein kleines Plus. Geschuldet war dies wohl in erster Linie dadurch, dass es keinerlei Daten gab, die den Markt hätten beeinflussen können. Zwar gab es einige Beitrage von FOMC-Mitgliedern, die relativ vehement für die Eingrenzung und gar ein rasches Ende der Anleihekäufe durch die Fed forderten, aber die meisten Protagonisten, allen voran Richard Fisher, sind nicht stimmberechtigt und so nahm es der Markt teilnahmslos zur Kenntnis.
Ob diese Ignoranz berechtigt ist, wird man weiter beobachten müssen. In dieser Woche stehen unter anderem mehrere Beiträge von James Bullard, Präsident der Fed St. Louis, auf dem Programm. Der ist stimmberechtigt und votete zuletzt für die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms. Sollte also Bullard auch über das Ende von QE3 sprechen, könnte dies die Märkte etwas mehr in Aufregung versetzen. Der Wirtschaftskalender von Investing meldet gleich drei Termine, davon zwei am Mittwoch und eines am Donnerstag.
Darüber hinaus gibt es endlich wieder den Treibstoff der Märkte, Daten. Die ersten wichtigen Daten gab es schon in der Nacht. Japan meldete in einer Vorablesung das BIP für das 2. Quartal. Die Prognosen gingen von einem Wachstum von 0,9 % aus. Im 2. Quartal gab es ja auch noch eine kräftige Erholung der japanischen Industrie. Allein im Juni waren es 2%. Die Vorablesung für den Juli ließ nichts Gutes erahnen. 3,3 % ist die Industrieproduktion zurückgegangen. Sollte sind diese Zahlen bestätigen, könnte das den Nikkei unter Druck setzen. Anders als beim Euro, der bei einem schwachen DAX oder Eurostoxx gern hinterher marschiert, ist der Yen der sichere Hafen. Da konnte die Bank of Japan in den letzten Monaten auf den Yen einprügeln wie sie wollte, die Unsicherheit in der japanischen Wirtschaft scheint zurück zu sein und fataler weise stärkt das den Yen, was für die japanische Exportwirtschaft alles andere als erfreulich ist. Einige Unternehmen, wie zum Beispiel Toyota haben deshalb schon weitere Maßnahmen der Bank of Japan gefordert. Die ist scheinbar auch nicht generell abgeneigt, hat aber ein Glaubwürdigkeitsproblem. Der Kauf von Staatsanleihe könnte als direkte Staatsfinanzierung durchgehen. Japan hat inzwischen mehr als eine Billiarde Yen Schulden. Ausgeschrieben: 1.000.000.000.000.000! Das sind 7,7 Billionen Euro. Jeder Japaner hat damit etwa 60.800 Euro Schulden. Deutschland hat knapp 2,1 Billionen Euro Schulden, was auch noch 25.765 € pro Bundesbürger entspricht. Um das Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden und die Binnennachfrage nicht zu gefährden, will Japans Ministerpräsident Abe diegeplante Mehrwertsteuererhöhung von 5 auf 8 % aussetzen. Die Bank of Japan sieht sich in diesem Falle also Helfer beim Schulden machen und hat nach den Worten des BoJ Gouverneurs Haruhiko Kuroda deshalb von weiteren stimulierende Maßnahmen zunächst Abstand genommen. Wer hätte das gedacht. Der Wunschkandidat gibt seinem Steigbügelhalter Kontra. Die Bank of Japan zeigt Unabhängigkeit, das ist doch schon mal ein ermutigendes Zeichen.
Auch aus der Eurozone gibt es neue Berichte. Die Bundesbank hat laut SPIEGEL Alarm geschlagen. Spätestens Anfang Januar, so erwartet nach diesem Bericht die deutsche Notenbank, wird Griechenland ein neues Hilfsprogramm benötigen. Die Bundesbank wollte sich Journalisten gegenüber nicht äußern und die Bundesregierung verweist auf den Trojka-Bericht, der Griechenland die Erfüllung aller Bedingungen attestiert. Warten wir mal ab, ab man nach den Bundestagswahlen so gelassen bleibt. Es ist jedenfalls schon komisch, dass EU-Kommissar darüber nachdenkt, künftige Hilfspakete ohne IWF schnüren zu wollen. Warum denkt man darüber nach, wenn es doch gar keine Notwendigkeit gibt?
Für die neue Woche werden aber wohl doch die Daten und Fakten wichtiger sein. Heute Abend wird der Bundesetat der USA gemeldet und soll wieder gewohntes bieten: Ein Defizit. Am Dienstag meldet das ZEW die deutschen und Eurozonen-Konjunkturerwartungen. Die Analysten haben schon mal recht optimistische Prognosen gemeldet. Wenn ich die letzten Wochen so Revue passieren lassen, kann ich mich zwar an beeindruckende Zahlen von der deutschen Industrie erinnern, aber ansonsten waren die Daten eher durchwachsen. Die letzten Einkaufmanager-Indizes sahen allerdings besonders in der Peripherie, zu der wohl neuerdings auch Frankreich zu zählen ist, gar nicht so schlecht aus. In Deutschland wird ein Wert von 40 erwartet. Das liegt unter den 48,5 bzw. 48,2 von März und Februar diesen Jahres. Allerdings muss man ansonsten bis Mai 2010 zurückgehen, um ähnliche Werte zu finden. Dürfen wir aktuell so optimistisch sein, wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr? In der Eurozone wird ein Wert von 37,4 erwartet, dies wäre eine Steigerung um 4,6 Punkte, und damit noch mehr als in Deutschland (+3,7). Das wäre wiederum logisch, weil ja auch der Einkaufsmanagerindex in der Peripherie deutliches Fortschritte zeigt. Statistisch betrachtet, muss die Eurozone aber auch sehr optimistisch sein, um diesen Wert zu erreichen.
Ansonsten gibt es am Dienstag noch die Einzelhandelsumsätze aus den USA und die Verbraucherpreisinflation in Großbritannien. Am Mittwoch wird das deutsche BIP gemeldet, ehe das MPC-Versammlungsprotokoll endlich Aufschluss bringt, was bei der letzten Zinssitzung in der Bank of England besprochen wurde. Die Briten setzen auch am Donnerstag Impulse und melden die Einzelhandelsumsätze, ehe am Nachmittag die USA mit Arbeitsmarktdaten und Verbraucherpreisen die Diskussion um QE3 neu entfachen könnten. Am Freitag gibt es ein paar Daten aus der zweiten Reihe, die aber durchaus Einfluss auf die Märkte haben könnten. Die Daten aus der US-Bauwirtschaft und die Konjunkturerwartungen der Uni Michigan seien hier exemplarisch genannt.
Die Woche wird also spannend.
Ob diese Ignoranz berechtigt ist, wird man weiter beobachten müssen. In dieser Woche stehen unter anderem mehrere Beiträge von James Bullard, Präsident der Fed St. Louis, auf dem Programm. Der ist stimmberechtigt und votete zuletzt für die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms. Sollte also Bullard auch über das Ende von QE3 sprechen, könnte dies die Märkte etwas mehr in Aufregung versetzen. Der Wirtschaftskalender von Investing meldet gleich drei Termine, davon zwei am Mittwoch und eines am Donnerstag.
Darüber hinaus gibt es endlich wieder den Treibstoff der Märkte, Daten. Die ersten wichtigen Daten gab es schon in der Nacht. Japan meldete in einer Vorablesung das BIP für das 2. Quartal. Die Prognosen gingen von einem Wachstum von 0,9 % aus. Im 2. Quartal gab es ja auch noch eine kräftige Erholung der japanischen Industrie. Allein im Juni waren es 2%. Die Vorablesung für den Juli ließ nichts Gutes erahnen. 3,3 % ist die Industrieproduktion zurückgegangen. Sollte sind diese Zahlen bestätigen, könnte das den Nikkei unter Druck setzen. Anders als beim Euro, der bei einem schwachen DAX oder Eurostoxx gern hinterher marschiert, ist der Yen der sichere Hafen. Da konnte die Bank of Japan in den letzten Monaten auf den Yen einprügeln wie sie wollte, die Unsicherheit in der japanischen Wirtschaft scheint zurück zu sein und fataler weise stärkt das den Yen, was für die japanische Exportwirtschaft alles andere als erfreulich ist. Einige Unternehmen, wie zum Beispiel Toyota haben deshalb schon weitere Maßnahmen der Bank of Japan gefordert. Die ist scheinbar auch nicht generell abgeneigt, hat aber ein Glaubwürdigkeitsproblem. Der Kauf von Staatsanleihe könnte als direkte Staatsfinanzierung durchgehen. Japan hat inzwischen mehr als eine Billiarde Yen Schulden. Ausgeschrieben: 1.000.000.000.000.000! Das sind 7,7 Billionen Euro. Jeder Japaner hat damit etwa 60.800 Euro Schulden. Deutschland hat knapp 2,1 Billionen Euro Schulden, was auch noch 25.765 € pro Bundesbürger entspricht. Um das Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden und die Binnennachfrage nicht zu gefährden, will Japans Ministerpräsident Abe diegeplante Mehrwertsteuererhöhung von 5 auf 8 % aussetzen. Die Bank of Japan sieht sich in diesem Falle also Helfer beim Schulden machen und hat nach den Worten des BoJ Gouverneurs Haruhiko Kuroda deshalb von weiteren stimulierende Maßnahmen zunächst Abstand genommen. Wer hätte das gedacht. Der Wunschkandidat gibt seinem Steigbügelhalter Kontra. Die Bank of Japan zeigt Unabhängigkeit, das ist doch schon mal ein ermutigendes Zeichen.
Auch aus der Eurozone gibt es neue Berichte. Die Bundesbank hat laut SPIEGEL Alarm geschlagen. Spätestens Anfang Januar, so erwartet nach diesem Bericht die deutsche Notenbank, wird Griechenland ein neues Hilfsprogramm benötigen. Die Bundesbank wollte sich Journalisten gegenüber nicht äußern und die Bundesregierung verweist auf den Trojka-Bericht, der Griechenland die Erfüllung aller Bedingungen attestiert. Warten wir mal ab, ab man nach den Bundestagswahlen so gelassen bleibt. Es ist jedenfalls schon komisch, dass EU-Kommissar darüber nachdenkt, künftige Hilfspakete ohne IWF schnüren zu wollen. Warum denkt man darüber nach, wenn es doch gar keine Notwendigkeit gibt?
Für die neue Woche werden aber wohl doch die Daten und Fakten wichtiger sein. Heute Abend wird der Bundesetat der USA gemeldet und soll wieder gewohntes bieten: Ein Defizit. Am Dienstag meldet das ZEW die deutschen und Eurozonen-Konjunkturerwartungen. Die Analysten haben schon mal recht optimistische Prognosen gemeldet. Wenn ich die letzten Wochen so Revue passieren lassen, kann ich mich zwar an beeindruckende Zahlen von der deutschen Industrie erinnern, aber ansonsten waren die Daten eher durchwachsen. Die letzten Einkaufmanager-Indizes sahen allerdings besonders in der Peripherie, zu der wohl neuerdings auch Frankreich zu zählen ist, gar nicht so schlecht aus. In Deutschland wird ein Wert von 40 erwartet. Das liegt unter den 48,5 bzw. 48,2 von März und Februar diesen Jahres. Allerdings muss man ansonsten bis Mai 2010 zurückgehen, um ähnliche Werte zu finden. Dürfen wir aktuell so optimistisch sein, wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr? In der Eurozone wird ein Wert von 37,4 erwartet, dies wäre eine Steigerung um 4,6 Punkte, und damit noch mehr als in Deutschland (+3,7). Das wäre wiederum logisch, weil ja auch der Einkaufsmanagerindex in der Peripherie deutliches Fortschritte zeigt. Statistisch betrachtet, muss die Eurozone aber auch sehr optimistisch sein, um diesen Wert zu erreichen.
Ansonsten gibt es am Dienstag noch die Einzelhandelsumsätze aus den USA und die Verbraucherpreisinflation in Großbritannien. Am Mittwoch wird das deutsche BIP gemeldet, ehe das MPC-Versammlungsprotokoll endlich Aufschluss bringt, was bei der letzten Zinssitzung in der Bank of England besprochen wurde. Die Briten setzen auch am Donnerstag Impulse und melden die Einzelhandelsumsätze, ehe am Nachmittag die USA mit Arbeitsmarktdaten und Verbraucherpreisen die Diskussion um QE3 neu entfachen könnten. Am Freitag gibt es ein paar Daten aus der zweiten Reihe, die aber durchaus Einfluss auf die Märkte haben könnten. Die Daten aus der US-Bauwirtschaft und die Konjunkturerwartungen der Uni Michigan seien hier exemplarisch genannt.
Die Woche wird also spannend.
Mittwoch, 7. August 2013
Cable sorgt für Action
Na das war doch mal ein Tag, zumindest im GBP/USD. Die Bank of England hat die Anleger nicht im Stich gelassen und Cable eine Bewegungstherapie verordnet. Insgesamt 325 Pips bewegte eine einzige Meldung das Paar! Der Inflationsbericht hatte es in sich. Auf der einen Seite sieht die Bank of England derzeit keinen Grund die Zinsen anzuheben, weil die Arbeitslosenquote auf langer Sicht zu hoch sei und die Inflation das Ziel von 2 % offenbar nicht deutlich verfehlen soll, was GBP/USD zunächst deutlich schwächte. Doch die Bank of England hatte auch positive Nachrichten: Das Wirtschaftswachstum gestaltet sich deutlich dynamischer als ursprünglich angenommen. Zwischen 1,5204 und 1,5531 bewegte sich das Paar heute - was für ein Spektrum.
Der Bereich 1,5393 (61,8 %-Linie des Fibonacchi-Retracements) und der gestern angesprochende Widerstand bei 1,54,15 konnten der Marktdynamik nicht standhalten und dürften nun als Unterstützungen fungieren. Auf der Oberseite finden wir bei 1,5554 Widerstand. Die Bullen haben nun gute Karten, Cable Richtung 1,57 zu ziehen. Nach dem RSI könnte zwar mal eine Verschnaufpause kommen, aber sollten die Nachrichten von den britischen Inseln weiter positiv sein, wollte GBP/USD wohl das schlimmste überwunden haben.
EUR/GBP konnte zunächst einen Kurzausflug Richtung Norden unternehmen, ehe das Paar wieder drehte und den Abwärtstrend der vergangenen Tag bestätigte. Wir erlebten also einen klassischen Fehlausbruch auf der Oberseite. Die Bären sind klar am Zug. Das Unterschreiten der 0,8619 dürfte die Bullen-Träume platzen lassen haben. vielleicht erholt sich das Paar noch mal bis an diese Marke, dann sollte aber eine weitere Attacke auf die 0,8584 und beim Bruch ein Test der 0,8533 bevorstehen.Danach dürfen wir uns dann die Frage stellen, ob der Boden aus dem Juni 0,8470 auch im August halten wird.
Der Euro kann von der 1,33 nicht genug bekommen und so wagte EUR/USD am Mittwoch erneut eine Attacke auf die 1,33. Dank erfreulicher deutscher Industrieproduktion schaffte es das Paar diesmal nachhaltig über diese Marke. Ziel bleiben 1,3380 und 1,3415. Allerdings gibt es bei dieser Rallye eine Unbekannte: Die Fed. Aktuell bemüht sich jeden Tag ein anderes FOMC-Mitglied oder auch einfach die hochrangiges Mitglied einer der 12 Feds, die Märkte mit Argumenten und der Wahrscheinlichkeit zu traktieren, dass QE3 doch eher als mach einer denkt zu Ende gehen könnte. Zwar schiebt man immer in einen Nebensatz, dass die konjunkturellen Voraussetzungen erst vorhanden sein müssen, aber darüber wird meist nur nebulös erzählt. Langsam scheint auch den Märkten zu dämmern, dass die Fed gar nicht mehr so weit von einer Straffung ihrer Geldpolitik entfernt ist. Bevor wir uns anschauen, wie ich zu dieser These komme, schnell der Chart von EUR/USD. Das Paar surft schön auf der sanft aufsteigenden Wolke. Allerdings wird die Wolke am Donnerstag und Freitag sehr dünn, also durchlässig. Passend dazu gibt es am Donnerstag die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Gute Daten könnten schnell zu Druck auf EUR/USD führen.
Damit zu den Ängsten des Marktes. Die Arbeit der "Fed trägt Früchte", wie sich im Aktienmarkt zeigt. Anders als dem Euro hat dem DAX die gute Nachricht aus der deutschen Industrie (die Produktion stieg im Juli um 2,4 %) nicht geholfen. Die Marktteilnehmer scheinen doch eine gewissen Nervosität in sich zu haben, wenn sie an die Möglichkeit eines schnellen Beginns der Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed denken. Der DAX behauptet noch die 8.215 Punkte-Marke. Darunter dürfte die 8.130 unterstützen. Au der Oberseite gibt es bei 8.435 Punkten entscheidenden Widerstand.
In der Nacht oder besser am Morgen liefert die Bank of Japan den Leitzins. Danach wird Haruhiko Kuroda in einer Pressekonferenz die Geldpolitik der Notenbank erklären. Analysten gehen davon aus, dass die Notenbank die Risiken für die Konjunktur in Japan betont und versuchen wird, den Yen so wieder einzufangen. Die japanische Währung hatte zuletzt wider an Stärke gewonnen. USD/JPY fiel unter die wichtige Unterstützung bei 97,65 und bleibt in seinem stabilen Abwärtskanal. Das dürften den Notenbänkern nicht gefallen, denn so steht die Erholung der japanischen Konjunktur auf tönernen Füßen. Ob die BoJ gleich zu neuen Lockerungsmaßnahmen greift, bleibt abzuwarten, schließlich sind damit einige Risiken verbunden, wie man sich vor allem auf dem Anleihemarkt anschauen kann. Die 100 ist jedenfalls erst einmal recht weit weg. Unterstützung gibt es bei 95,70, Widerstand bei 97,65. Vor der Rückkehr an die 100 JPY-Marke müsste das Paar noch die 98,50 und die 99,25 überwinden. Viel zu tun für die Dollar-Bullen, denen es ja aktuell nicht o gut geht.
EUR/JPY ist sogar auf dem Weg den Abwärtstrend nach Süden zu verlassen. Das dürfte der Bank of Japan nicht gefallen. Unterstützung dürfte das Paar bei 127,93 finden. Auf der Oberseite käme über 129,77 wieder Hoffnung für die Bullen auf. Über 130,90 könnte man dann vielleicht sogar mal wieder über 132,74 nachdenken, das Hoch aus dem Juli.
Die Frage heißt also, schafft es die Bank of Japan, dem Yen die Attraktivität als sicherer Hafen zu nehmen? Kurzfristig vielleicht ja.
Ebenfalls in der Nacht meldet Australien seine Arbeitsmarktdaten. Nach der erwarteten Zinssenkung durch die Reservebank, hat der Markt den Aussie erst einmal auf Erholungspfade geschickt. Aktuell erweist sich die 0,90 als ziemlich hartnäckig. Aber selbst die Erholung bis 0,9130 dürfte das Bild kaum erfreulicher ausschauen lassen. Unterstützung findet AUD/USD zunächst bei 0,8885. Ansonsten ist nach unten viel Luft. Die Unterseite schauen wir uns an einem anderen Tag mal wieder genauer an. Es hat sich da nicht so viel geändert so 0,87 oder auch 0,85 sind durchaus eine Luftschlösser oder da es ja auf der Unterseite ist: Das wäre nicht die Hölle.
Bleibt mir noch zu erwähnen, dass in der Nacht zum Donnerstag auch die Handelsbilanz aus China für Furore sorgen könnte. Die Märkte erwarten anziehenden Im- und Exporte, was für eine florierende Wirtschaft sprechen würde, und einen rückläufigen Handelsbilanzüberschuss. Äh, was die wachsenden Im- und Exporte betrifft bleibe ich erst einmal skeptisch.
Ich bin aktuell in EUR/USD und AUD/USD investiert.
Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
Wer mir eine Nachricht hinterlassen möchte, ist herzlichst eingeladen hier einen Kommentar zu hinterlassen oder mich direkt auf dem eToro OpenBook zu besuchen:
Der Bereich 1,5393 (61,8 %-Linie des Fibonacchi-Retracements) und der gestern angesprochende Widerstand bei 1,54,15 konnten der Marktdynamik nicht standhalten und dürften nun als Unterstützungen fungieren. Auf der Oberseite finden wir bei 1,5554 Widerstand. Die Bullen haben nun gute Karten, Cable Richtung 1,57 zu ziehen. Nach dem RSI könnte zwar mal eine Verschnaufpause kommen, aber sollten die Nachrichten von den britischen Inseln weiter positiv sein, wollte GBP/USD wohl das schlimmste überwunden haben.
EUR/GBP konnte zunächst einen Kurzausflug Richtung Norden unternehmen, ehe das Paar wieder drehte und den Abwärtstrend der vergangenen Tag bestätigte. Wir erlebten also einen klassischen Fehlausbruch auf der Oberseite. Die Bären sind klar am Zug. Das Unterschreiten der 0,8619 dürfte die Bullen-Träume platzen lassen haben. vielleicht erholt sich das Paar noch mal bis an diese Marke, dann sollte aber eine weitere Attacke auf die 0,8584 und beim Bruch ein Test der 0,8533 bevorstehen.Danach dürfen wir uns dann die Frage stellen, ob der Boden aus dem Juni 0,8470 auch im August halten wird.
Der Euro kann von der 1,33 nicht genug bekommen und so wagte EUR/USD am Mittwoch erneut eine Attacke auf die 1,33. Dank erfreulicher deutscher Industrieproduktion schaffte es das Paar diesmal nachhaltig über diese Marke. Ziel bleiben 1,3380 und 1,3415. Allerdings gibt es bei dieser Rallye eine Unbekannte: Die Fed. Aktuell bemüht sich jeden Tag ein anderes FOMC-Mitglied oder auch einfach die hochrangiges Mitglied einer der 12 Feds, die Märkte mit Argumenten und der Wahrscheinlichkeit zu traktieren, dass QE3 doch eher als mach einer denkt zu Ende gehen könnte. Zwar schiebt man immer in einen Nebensatz, dass die konjunkturellen Voraussetzungen erst vorhanden sein müssen, aber darüber wird meist nur nebulös erzählt. Langsam scheint auch den Märkten zu dämmern, dass die Fed gar nicht mehr so weit von einer Straffung ihrer Geldpolitik entfernt ist. Bevor wir uns anschauen, wie ich zu dieser These komme, schnell der Chart von EUR/USD. Das Paar surft schön auf der sanft aufsteigenden Wolke. Allerdings wird die Wolke am Donnerstag und Freitag sehr dünn, also durchlässig. Passend dazu gibt es am Donnerstag die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Gute Daten könnten schnell zu Druck auf EUR/USD führen.
Damit zu den Ängsten des Marktes. Die Arbeit der "Fed trägt Früchte", wie sich im Aktienmarkt zeigt. Anders als dem Euro hat dem DAX die gute Nachricht aus der deutschen Industrie (die Produktion stieg im Juli um 2,4 %) nicht geholfen. Die Marktteilnehmer scheinen doch eine gewissen Nervosität in sich zu haben, wenn sie an die Möglichkeit eines schnellen Beginns der Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed denken. Der DAX behauptet noch die 8.215 Punkte-Marke. Darunter dürfte die 8.130 unterstützen. Au der Oberseite gibt es bei 8.435 Punkten entscheidenden Widerstand.
In der Nacht oder besser am Morgen liefert die Bank of Japan den Leitzins. Danach wird Haruhiko Kuroda in einer Pressekonferenz die Geldpolitik der Notenbank erklären. Analysten gehen davon aus, dass die Notenbank die Risiken für die Konjunktur in Japan betont und versuchen wird, den Yen so wieder einzufangen. Die japanische Währung hatte zuletzt wider an Stärke gewonnen. USD/JPY fiel unter die wichtige Unterstützung bei 97,65 und bleibt in seinem stabilen Abwärtskanal. Das dürften den Notenbänkern nicht gefallen, denn so steht die Erholung der japanischen Konjunktur auf tönernen Füßen. Ob die BoJ gleich zu neuen Lockerungsmaßnahmen greift, bleibt abzuwarten, schließlich sind damit einige Risiken verbunden, wie man sich vor allem auf dem Anleihemarkt anschauen kann. Die 100 ist jedenfalls erst einmal recht weit weg. Unterstützung gibt es bei 95,70, Widerstand bei 97,65. Vor der Rückkehr an die 100 JPY-Marke müsste das Paar noch die 98,50 und die 99,25 überwinden. Viel zu tun für die Dollar-Bullen, denen es ja aktuell nicht o gut geht.
EUR/JPY ist sogar auf dem Weg den Abwärtstrend nach Süden zu verlassen. Das dürfte der Bank of Japan nicht gefallen. Unterstützung dürfte das Paar bei 127,93 finden. Auf der Oberseite käme über 129,77 wieder Hoffnung für die Bullen auf. Über 130,90 könnte man dann vielleicht sogar mal wieder über 132,74 nachdenken, das Hoch aus dem Juli.
Die Frage heißt also, schafft es die Bank of Japan, dem Yen die Attraktivität als sicherer Hafen zu nehmen? Kurzfristig vielleicht ja.
Ebenfalls in der Nacht meldet Australien seine Arbeitsmarktdaten. Nach der erwarteten Zinssenkung durch die Reservebank, hat der Markt den Aussie erst einmal auf Erholungspfade geschickt. Aktuell erweist sich die 0,90 als ziemlich hartnäckig. Aber selbst die Erholung bis 0,9130 dürfte das Bild kaum erfreulicher ausschauen lassen. Unterstützung findet AUD/USD zunächst bei 0,8885. Ansonsten ist nach unten viel Luft. Die Unterseite schauen wir uns an einem anderen Tag mal wieder genauer an. Es hat sich da nicht so viel geändert so 0,87 oder auch 0,85 sind durchaus eine Luftschlösser oder da es ja auf der Unterseite ist: Das wäre nicht die Hölle.
Bleibt mir noch zu erwähnen, dass in der Nacht zum Donnerstag auch die Handelsbilanz aus China für Furore sorgen könnte. Die Märkte erwarten anziehenden Im- und Exporte, was für eine florierende Wirtschaft sprechen würde, und einen rückläufigen Handelsbilanzüberschuss. Äh, was die wachsenden Im- und Exporte betrifft bleibe ich erst einmal skeptisch.
Ich bin aktuell in EUR/USD und AUD/USD investiert.
Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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Dienstag, 6. August 2013
Geben die Notenbanken Antworten?
Wir erinnern uns. Die letzten Zinsentscheidungen einiger Notenbanken ließen doch Fragen offen.
Da war die Fed, die in ihrer wirtschaftlichen Einschätzung plötzlich doch etwas vorsichtiger agierte und alles vermied, was auf ein zeitiges Ende des Anleihekaufprogramms QE3 hindeuten könnte. Auf der anderen Seite vermied es die Fed aber auch, konkret zu werden und zu sagen, wann man denn mit der Straffung der geldpolitischen Maßnahmen zu beginnen gedenkt.
Nachdem Richard Fisher, Präsident der Dallas Fed und nicht stimmberechtigt im FOMC, nicht so sehr darüber gesprochen hat, ob die Reduzierung der Anleihekäufe kommen, sondern vielmehr wie man dies marktgerecht bewerkstelligt, hat am Dienstag Charles Evans, Präsident der Fed in Chicago und stimmberechtigtes Mitglied des FOMC, seinen Standpunkt dargelegt. Er wolle das Abschmelzen von QE3 schon ab September nicht ausschließen. Es gebe keinen festen Zeitplan und hänge von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.
Es beleibt also spannend, wobei scheinbar doch einiges dafür spricht, dass die Fed bald aus den Anleihekäufen aussteigt. Interessant waren in diesem Zusammenhang Aussagen von Richard Fisher, dass die sich Bilanzsumme der Fed in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht hat und das Portfolio einen bedenklichen Wandel erfuhr. Hielt die Notenbank früher vor allem kurz laufende, schnell veräußerbare Papiere, sitzt man heute auf lang laufenden Papieren. Fisher sah hier einen Gordischen Knoten, den die Fed zerschlagen muss. Nur mit dem Zerschlagen ist das so eine Sache, wenn man die Märkte nicht erschrecken möchte.
Antworten auf manche Frage könnte vielleicht Fed Chairman Ben Bernanke beisteuern, der laut dem Dienst Investing.com heute abend, 20.30 Uhr eine Rede halten soll. Allerdings habe ich nirgends eine Bestätigung diese Termins gefunden. Wahrscheinlich würde Ben Bernanke die Katze aber wahrscheinlich sowieso im Sack lassen. Zumindest bis 18. September, denn da gibt es nach der Zinsentscheidung wieder eine Pressekonferenz.
Tja, es verdichten sich also doch die Hinweise, dass bei der Fed zumindest schon mal über die Straffung des geldpolitischen Maßnahmen nachgedacht wurde. Für genauere Antworten werden wir uns wohl noch ein wenig gedulden müssen.
Etwas mehr dürfen wir heute von der Bank of England erwarten. nachdem die Notenbänker nach ihrer Zinsentscheidung eine Woche geschwiegen haben, liefern sie nun vielleicht erste Antwort zur künftigen Geldpolitik. Der Inflationsbericht wird zumindest wichtige Hinweise liefern, ob die BoE vielleicht doch bald restriktiver vorgehen muss. zuletzt schien die Inflation doch deutlich über das anvisierte Ziel von 2 % zu driften. Wirkliche Antworten sind aber wohl erst am 14. August zu erwarten, wenn die Minutes, das Gesprächsprotokoll der letzten Zinssitzung veröffentlicht wird.
Damit nicht genug, in der Nacht zum Donnerstag tritt Haruhiko Kuroda vor die Presse, nachdem die Bank of Japan die Ergebnisse ihrer Zinssitzung veröffentlicht hat. Die enorme Geldmenge, mit der die japanische Notenbank die Märkte geflutet hat, bewirkte ja offenbar die leichte Erholung der japanischen Wirtschaft und scheint auch der Deflation relativ erfolgreich zu begegnen. Es gab aber auch einige Begleiterscheinungen, welche die BoJ so nicht vorhergesehen hat. Zuletzt fielen die Zinsen für 10-jährige Anleihen zwar wieder. Betrachtet man aber, dass der Zinssatz der Anleihe zu Beginn der Amtszeit von Kuroda bei 0,567 lag, sind die gegenwärtigen 0,79 % immer noch recht hoch. Die spannende Frage ist auch, ob die Notenbank mit dem Wechselkurs zum US-Dollar, der sich kaum noch über die 100 JPY traut, zufrieden ist, oder ob sie hier noch Spielraum sieht. Die Antworten auf diese Fragen könnten in der Nacht zum Donnerstag für einige Bewegung sorgen.
Es sind also die Stunden der Notenbanken. Holen sie die Märkte aus dem Summer Feeling zurück in die Realität oder warten wir weiter auf Antworten? Lassen wir uns überraschen.
Meine Analysen und Marktbeobachtungen stellen keine Handelsempfehlungen dar.
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Montag, 8. Juli 2013
Wie reagiert Ben Bernanke auf das EZB-Statement?
Das hatte es in sich. EZB, aber auch Bank of England und Reserve Bank of Australia haben in der vergangenen Woche klar gemacht, dass die Märkte zumindest in diesen drei Wirtschaftsräumen nicht auf das Dopingmittel der Wirtschaft, ultra billiges Geld, verzichten müssen.
Kurz nachdem also Ben Bernanke die schrittweise Schließung der Geldschleusen verkündetet, eklärt ausgerechnet Mario Draghi, oberster Währungshüter des zweitwichtigsten Währungsraumes, dass die EZB eher an Ausweitung der lockeren Geldpolitik denkt.
Wahrscheinlich werden die Japaner ihre lockere Geldpolitik auch fortsetzen. Bei allen Fortschritten, welche seit der Amtsübernahme von Haruhiko Kuroda werzielt wurden, ein Problem ist noch nicht beseitigt. Die Deflation ist noch nicht besiegt.
Die Fed schwimmt also gegen den Strom. Muss die US-Notenbank nun ihre eigene Politik überdenken? Wohl kaum. Die USA leben zu einem sehr beträchtlichen Teil vom Binnenmarkt. Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist der Immobilienmarkt, dazu kommt die Transportation, also Verkehrsmittel. Neben Zivilflugzeugen wird da alles gebaut, was die US Army so fortbewegt. Das Gute an einem teuren Dollar ist, dass die Preise für Rohstoffimporte sinken. Es muss also kein Nachteil für den Großteil der US-Wirtschaft sein, wenn der Dollar etwas stärker ist.
Dazu kommt, dass die Fed ja nicht vor hat, den Märkten eine Schocktherapie zu verordnen, der Ausstieg aus der ultra lockeren Geldpolitik beginnt ganz sachte. Nur QE3, das Anleihe-Kaufprogramm, soll schrittweise zurückgefahren werden. Ben Bernanke machte vor zwei Wochen auch klar, dass die niedrigen Zinsen noch sehr lange bestehen bleiben werden.
In dieser Hinsicht hat die EZB sogar noch Nachholebedarf, denn die EZB liegt mit ihrem Leitzins von 0,5 % noch über dem der USA (0 - 0,25 %). Kein Wunder also, dass der EZB-Präsident Mario Draghi hier noch Spielraum für die EZB sieht. Laut FOCUS soll übrigens eine Zinssenkung schon bei der letzten EZB-Rats-Sitzung eine Rolle gespielt haben. Angeblich war es Jens Weidmann, der dies verhindert hat. Der hat diese Story wiederum vom SPIEGEL Wahrheitsgehalt? Ich gehe mal davon aus, dass erfahren wir leider nicht, denn die EZB veröffentlicht ja keine Stzungsprotokolle, eigentlich schade, denn sollte die Story war sein, müssen wir wohl weitere Verluste im EUR/USD schon mal einplanen, zumindest dann, wenn die Eurokrise weiter präsent bleibt.
Apropos FOCUS und Glaubwürdigkeit. Früher war es ja so, dass der Gründer und Herausgeber, Helmut Markwort, immer erklärt hat, "Fakten, Fakten, Fakten und an die Leser denken". An die Leser denkt man heute noch und bedient sich eines schönen Boulevard-Themas: "EZB-Chef Mario Dragi macht den Urlaub teurer." Seit Wochen sei der Euro im Sinkflug, schreibt FOCUS Money Online. Der Wertverlust zum US-Dollor betrage 4,5 % seit Mitte Juni und auch zu Türkischen Lira und zum Australischen Dollar habe der Euro verloren. Das empört natürlich den Leser! Hier nun die Fakten: Der Euro hat seit Mitte Juni gegenüber dem Australischen Dollar 3,5 Cent gewonnen und gegenüber der Türkischen Lira 3,5 Kuruş. Noch günstiger sieht das Ganze aus, wenn man es mit Anfang Juli im Vorjahr vergleicht. Ja, Mario Draghi hat uns den Urlaub in diesem Jahr billiger gemacht. Na ja, als Journalist muss man ja nicht Mathematiker sein. Womit dann bewiesen wäre, dass der FOCUS auch nichts anderes als die BUNTE ist, wobei ich damit der BUNTEN eventuell unrecht getan habe. Dafür dann schon mal Entschuldigung.
Schauen wir noch kurz auf die neue Handelswoche. Am Montag tritt Mario Draghi beim Wirtschafts- und Währungsausschuss in Brüssel auf. Er wird wohl seine EZB als wichtigen Stützpfeiler bei der Bewältigung der Eurokrise darstellen und den Beitrag der Politik anmahnen. Es ist schon erstaunlich, wie oft Rettungsprogramm in der Politik nachverhandelt werden und wie viel Stillstand es gibt. Sicher wird Mario Draghi auch die Richtigkeit einer lockeren Geldpolitik begründen. Dass er dabei nach der sehr offensiv geführten Pressekonferenz vom Donnerstag noch offensiver wird, ist wohl eher unwahrscheinlich, weshalb wird das Event beachten, aber nicht überbewerten sollten. Außerdem traffen sich die Finanzminister der Eurozone in Brüssel.
Wenn diese Kolumne erscheint wurden bereits die japanische Leistungsbilanz und die schweizerische Arbeitslosenstatistik gemeldet. Von beiden Terminen wurde im Vorfeld keine grundlegend neue Erkenntnis erwartet. 12 Uhr folgt die Deutsche Industrieproduktion, die eventuell dokumentieren könnten, das die Eurokrise in Deutschland angekommen ist. Auf der anderen Seite ist die verhaltene Prognose von einem Schrumpfen der Industrieproduktion von 0,5 % im letzten Monat vielleicht auch eine Chance auf eine positive Überraschung und eine leichte Erholung des Euro, die ich eigentlich zum Wochenauftakt erwarte. 14.30 Uhr folgen dann noch die Baugenehmigungen aus Kanada, die auch recht pessimistisch erwartet werden.
Man kann sich ja nicht des Eindrucks erwehren, das China gerade beginnt, sein Wirtschaftsmodell um die Ohren zufliegen. Der Dienstagmorgen, 3.30 Uhr, könnte wieder Gruselpotential habe. Auch nicht ganz unaufgeregt dürfte das Treffen der EU-Finanzminister ablaufen.
Am Donnerstag verkündet die Bank of Japan ihren Leitzins und Haruhiko Kuroda gibt danach eine Pressekonferenz zur Geldpolitik der Notenbank. Außerdem ist der Donnerstag der Tag des Arbeitsmarktes. Neben den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA, gibt es auch Daten aus Australien. Man geht eher von einem schwierigen Arbeitsmarkt aus. Ob es am Australischen Winter liegt? Wohl eher nicht bei Temperaturen zwischen 15 und 33 °C. Ja, in Australien ist der Winter wärmer als der deutsche Sommer, zumindest regional.
Das war es schon von den Schwergewichten unter den Wirtschaftsterminen in dieser Woche. Einiges aus der zweiten Reihe ist aber auch noch am Start. So sollte uns auch in dieser Woche nicht langweilig werden.
Kurz nachdem also Ben Bernanke die schrittweise Schließung der Geldschleusen verkündetet, eklärt ausgerechnet Mario Draghi, oberster Währungshüter des zweitwichtigsten Währungsraumes, dass die EZB eher an Ausweitung der lockeren Geldpolitik denkt.
Wahrscheinlich werden die Japaner ihre lockere Geldpolitik auch fortsetzen. Bei allen Fortschritten, welche seit der Amtsübernahme von Haruhiko Kuroda werzielt wurden, ein Problem ist noch nicht beseitigt. Die Deflation ist noch nicht besiegt.
Die Fed schwimmt also gegen den Strom. Muss die US-Notenbank nun ihre eigene Politik überdenken? Wohl kaum. Die USA leben zu einem sehr beträchtlichen Teil vom Binnenmarkt. Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist der Immobilienmarkt, dazu kommt die Transportation, also Verkehrsmittel. Neben Zivilflugzeugen wird da alles gebaut, was die US Army so fortbewegt. Das Gute an einem teuren Dollar ist, dass die Preise für Rohstoffimporte sinken. Es muss also kein Nachteil für den Großteil der US-Wirtschaft sein, wenn der Dollar etwas stärker ist.
Dazu kommt, dass die Fed ja nicht vor hat, den Märkten eine Schocktherapie zu verordnen, der Ausstieg aus der ultra lockeren Geldpolitik beginnt ganz sachte. Nur QE3, das Anleihe-Kaufprogramm, soll schrittweise zurückgefahren werden. Ben Bernanke machte vor zwei Wochen auch klar, dass die niedrigen Zinsen noch sehr lange bestehen bleiben werden.
In dieser Hinsicht hat die EZB sogar noch Nachholebedarf, denn die EZB liegt mit ihrem Leitzins von 0,5 % noch über dem der USA (0 - 0,25 %). Kein Wunder also, dass der EZB-Präsident Mario Draghi hier noch Spielraum für die EZB sieht. Laut FOCUS soll übrigens eine Zinssenkung schon bei der letzten EZB-Rats-Sitzung eine Rolle gespielt haben. Angeblich war es Jens Weidmann, der dies verhindert hat. Der hat diese Story wiederum vom SPIEGEL Wahrheitsgehalt? Ich gehe mal davon aus, dass erfahren wir leider nicht, denn die EZB veröffentlicht ja keine Stzungsprotokolle, eigentlich schade, denn sollte die Story war sein, müssen wir wohl weitere Verluste im EUR/USD schon mal einplanen, zumindest dann, wenn die Eurokrise weiter präsent bleibt.
Apropos FOCUS und Glaubwürdigkeit. Früher war es ja so, dass der Gründer und Herausgeber, Helmut Markwort, immer erklärt hat, "Fakten, Fakten, Fakten und an die Leser denken". An die Leser denkt man heute noch und bedient sich eines schönen Boulevard-Themas: "EZB-Chef Mario Dragi macht den Urlaub teurer." Seit Wochen sei der Euro im Sinkflug, schreibt FOCUS Money Online. Der Wertverlust zum US-Dollor betrage 4,5 % seit Mitte Juni und auch zu Türkischen Lira und zum Australischen Dollar habe der Euro verloren. Das empört natürlich den Leser! Hier nun die Fakten: Der Euro hat seit Mitte Juni gegenüber dem Australischen Dollar 3,5 Cent gewonnen und gegenüber der Türkischen Lira 3,5 Kuruş. Noch günstiger sieht das Ganze aus, wenn man es mit Anfang Juli im Vorjahr vergleicht. Ja, Mario Draghi hat uns den Urlaub in diesem Jahr billiger gemacht. Na ja, als Journalist muss man ja nicht Mathematiker sein. Womit dann bewiesen wäre, dass der FOCUS auch nichts anderes als die BUNTE ist, wobei ich damit der BUNTEN eventuell unrecht getan habe. Dafür dann schon mal Entschuldigung.
Schauen wir noch kurz auf die neue Handelswoche. Am Montag tritt Mario Draghi beim Wirtschafts- und Währungsausschuss in Brüssel auf. Er wird wohl seine EZB als wichtigen Stützpfeiler bei der Bewältigung der Eurokrise darstellen und den Beitrag der Politik anmahnen. Es ist schon erstaunlich, wie oft Rettungsprogramm in der Politik nachverhandelt werden und wie viel Stillstand es gibt. Sicher wird Mario Draghi auch die Richtigkeit einer lockeren Geldpolitik begründen. Dass er dabei nach der sehr offensiv geführten Pressekonferenz vom Donnerstag noch offensiver wird, ist wohl eher unwahrscheinlich, weshalb wird das Event beachten, aber nicht überbewerten sollten. Außerdem traffen sich die Finanzminister der Eurozone in Brüssel.
Wenn diese Kolumne erscheint wurden bereits die japanische Leistungsbilanz und die schweizerische Arbeitslosenstatistik gemeldet. Von beiden Terminen wurde im Vorfeld keine grundlegend neue Erkenntnis erwartet. 12 Uhr folgt die Deutsche Industrieproduktion, die eventuell dokumentieren könnten, das die Eurokrise in Deutschland angekommen ist. Auf der anderen Seite ist die verhaltene Prognose von einem Schrumpfen der Industrieproduktion von 0,5 % im letzten Monat vielleicht auch eine Chance auf eine positive Überraschung und eine leichte Erholung des Euro, die ich eigentlich zum Wochenauftakt erwarte. 14.30 Uhr folgen dann noch die Baugenehmigungen aus Kanada, die auch recht pessimistisch erwartet werden.
Man kann sich ja nicht des Eindrucks erwehren, das China gerade beginnt, sein Wirtschaftsmodell um die Ohren zufliegen. Der Dienstagmorgen, 3.30 Uhr, könnte wieder Gruselpotential habe. Auch nicht ganz unaufgeregt dürfte das Treffen der EU-Finanzminister ablaufen.
Am Donnerstag verkündet die Bank of Japan ihren Leitzins und Haruhiko Kuroda gibt danach eine Pressekonferenz zur Geldpolitik der Notenbank. Außerdem ist der Donnerstag der Tag des Arbeitsmarktes. Neben den Anträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA, gibt es auch Daten aus Australien. Man geht eher von einem schwierigen Arbeitsmarkt aus. Ob es am Australischen Winter liegt? Wohl eher nicht bei Temperaturen zwischen 15 und 33 °C. Ja, in Australien ist der Winter wärmer als der deutsche Sommer, zumindest regional.
Das war es schon von den Schwergewichten unter den Wirtschaftsterminen in dieser Woche. Einiges aus der zweiten Reihe ist aber auch noch am Start. So sollte uns auch in dieser Woche nicht langweilig werden.
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Mittwoch, 3. Juli 2013
Vor den Zinsentscheidungen
Vor dem Blick auf den Donnerstag wollen wir uns auch heute einen kurzen Blick zurück wagen. Der Tag war vom Aufflammen der Eurokrise geprägt. Deutlich wurde dies im DAX der erneut ein Prozent verlor uns inzwischen doch deutlich unter der 8.000er Marke handelt. Der deutsche Leitindex riss am Mittwoch zum Handelsstart ein Gap von fast 70 Punkten und verlor danach noch einmal gut 100 Punkte. Den Eröffnungskurs sah der DAX im Verlaufe des Tages nicht mehr, auch wenn am Nachmittag eine leichter Erholung einsetzte.
Für den DAX wird am Donnerstag auch die Zinssitzung der EZB am Donnerstag, 13.45 Uhr, und die anschließende Pressekonferenz mit Mario Draghi, 14.30 Uhr. Wenn die EZB Aussicht auf weitere geldpolitische Maßnahmen durchblicken ließe, könnte das den DAX stützen. Aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen Inflation könnte die EZB aber auch zum Schluss kommen, dass weitere Lockerungsmaßnahmen aktuell nicht möglich sind. Wahrscheinlich wird Mario Draghi eine Formulierung in der Mitte dieser Szenarien wählen und die Märkte durch ein Wechselbad der Gefühle jagen. Der Chart würde eine Erholung durchaus vertragen, ohne das sich am technischen Umfeld so viel ändern würde. Interessant würde es werden, wenn das Gap bei 7.910 Punkten geschlossen würde. Hier verläuft am Donnertag auch die Begrenzung des Abwärtstrends. Ein Bruch könnten den Bullen noch einmal Hoffnung geben, vielleicht die 8.000 zurück zu erobern. Zugegebenermaßen muss man natürlich sagen, dass diese Möglichkeit eher klein ist, aber im Hinblick auf die EZB-Sitzung ist sie nicht unmöglich.
Auf der anderen Seite wabert die Eurokrise wieder durch die Nachrichten. Die dürfte die Märkte eher in Zurückhaltung üben. Es gibt also weiter beträchtliche Abwärtsrisiken, die sich durch die Krise in China nicht unbedingt verkleinern. Sollte die Unterstützung bei 7.765 Punkten fallen so muss wohl als Ziel die 7.640 eingeplant werden.
Hauptereignis am Donnerstag ist natürlich die EZB-Sitzung. EUR/USD können heftig regieren, wie das bei Zinsentscheidungen der EZB meist der Fall ist. Es kann durchaus Bewegungen von 100 Pips und mehr in beide Richtungen geben! Bevor wir auf den EUR/USD im Chart schauen, für alle Trader, welche die große Mario Draghi-Show noch nicht so oft mitgemacht haben. Es ist in der Regel nicht klug, gleich am Anfang des Statements einen riskanten Trade zu öffnen. Oft dreht der Kurs mehrfach in der Pressekonferenz und es dauert eine Weile bis der Markt sich nachhaltig positoniert.
Mit mir möchte Mario Draghi nicht sprechen, weshalb ich auch nicht weiß, was er sagen wird. Generell gibt es beim Trading zwei Seiten. Das haben wir schon am Mittwoch gesehen. Und noch etwas: Der Markt ist sehr vergesslich. War am Vormittag noch die Eurokrise Trumpf, drehten der EUR/USD am Nachmittag plötzlich über 1,30. Wie schon am Dienstagabend war aber bei 1,3035 Feierabend. Trotzdem, das Comeback über der 1,30 hatte sich so nicht unbedingt angekündigt und beweist wieder einmal: Der Markt wird immer ein paar Geheimnisse für sich behalten.
Bis zur EZB-Sitzung könnte der Widerstand bei 1,3035 vielleicht alten und dann? Es gibt zwei Szenarien.
Szenario 1: Die EZB freut sich über die Stabilisierung der Konjunktur in den Peripherieländern und verweist auf die gestiegenen Preise. Sie hält sich deshalb mit konkreten Ankündigungen weiterer geldpolitischer Maßnahmen zurück und produziert Enttäuschung am Markt. Der Euro steigt!
Szenario 2: Die EZB zeigt sich besorgt über die neu aufflammenden Verwerfungen am Kapitalmarkt. Besonders Portugal hat wieder große Probleme Geld am Kapitalmarkt zu bekommen und die Situation in Italien sowie Spanien ist ebenfalls wieder besorgniserregend. Es ist wohl eher nicht damit zu rechnen, dass die EZB die Geldschleusen schon diesmal weiter öffnet, auch ein negativer Einlagezins wäre wohl eine Überraschung. Sollte die EZB eine solche Maßnahme beschließen, dürfte das den US-Dollar wieder in die Spur bringen und der Euro würde fallen. Wahrscheinlich reicht dafür auch schon, wenn Mario Draghi deutliche Zeichen sendet, dass weitere Maßnahmen relativ schnell zu erwarten sind.
Widerstand findet EUR/USD bei 1,3075, sollte das Paar über die 1,31 steigen, dürfte das Rennen für die Bären verloren sein. Über 1,32 wären die Bullen am Zug. Das sieht weit aus, muss es aber nicht sein. Wer sich vor dem Event im Markt positioniert hat, muss zumindest mal über solche Marken nachgedacht haben. Auf der Unterseite haben wir unter der 1,2985 die nächste Unterstützung bei 1,2923, dem Tagestief vom Mittwoch. Darunter bleiben die 1,2840/20 das Ziel.
Ob das dann schon das Ende wäre? Bei einer neuerlichen Zinssenkung ist theoretisch auch ein Abverkauf bis 1,2745 möglich.
Das zweite spannende Ereignis ist die Zinsentscheidung der Bank of England, 13 Uhr. Auch hier ist viel möglich. Auf der einen Seite steht hier der neue Gouverneur Mark Carney, von dem unglaublich viel erwartet wird, auf der anderen Seite steht das das aktuell recht begrenzte Potential der Bank of England. Führt sich Mark Carney mit einem Paukenschlag ein oder gewinnt die Vernunft, die da sagt, die Inflation im Vereinigten Königreich ist recht hoch.
Cable hat am Mittwoch auf jeden Fall mal die Abwärtstrendlinie angeritzt, ohne sie nachhaltig zu überwinden. Charttechnisch bleiben also die Bären im Vorteil. Widerstand fand GBP/USD bei 1,53. Vorher verschob das Paar die Unterstützung Richtung 1,5130. Am Donnerstag, könnte dann eine Richtungsentscheidung anstehen. Auf der Oberseite sind 1,5350 und 1,5425/75 die nächsten Widerstände. Auf der Unterseite droht weiter die 1,50.
In der Nacht, also vor meiner Kolumne am Donnerstagvormittag, gibt es ein paar Daten aus Japan und Australien.
In Japan spricht Haruhiko Kuroda, der Governeur der Bank of Japan (2.30 Uhr). Es ist durchaus vorstellbar, dass die Bank of Japan mit ihren Entscheidungen zufrieden ist, dass sie die Anleihekäufe aber schon bald zurückfährt, ist wohl eher nicht zu erwarten.
USD/JPY hat bei 100,80 einen Widerstand gefunden, der das Paar ungebremst durch die Barriere bei 100 bis auf die Aufwärtstrendbegrenzung zurückschickte. Die schlug es gewaltig durch, aber sie hielt dem Zerreißtest stand. Das Paar ist nun wieder im Kampf mit der 100. Grund der Korrektur war ein völlig überkaufter Modus. Über der 100,80 sollten die 101,30 und die 102 als Ziele warten. Solide unterstützt scheint das Paar bei 98,65.
Und damit noch schnell zum Aussie, der auf die Baugenehmigungen schaut (3.30 Uhr) Außerdem spricht Assistent Gov Philip Lowe. Für alle, die nicht schlafen können: 4.30 Uhr hat er seinen Auftritt. Es wohl eher nicht damit zurechnen, dass Lowe etwas sagt, das Gov Glenn Robert Stevens gestern nicht auch schon gesagt hat. In diesem Sinne, hier der Chart. Der Aussie bleibt unter Druck. Wirklich interessant würde es wohl erst über 0,9335 werden, aber wer glaubt schon aktuell an solche Bewegungen beim AUD/USD. Ein echtes Umkehrszenario ist aktuell schwer vorstellbar. Alle Zeichen stehen auf weiteren Lockerungsmaßnahmen.
Wahrscheinliches nächstes Ziel dürfte die 0,8960 sein und das muss nicht das Ende sein...
Für den DAX wird am Donnerstag auch die Zinssitzung der EZB am Donnerstag, 13.45 Uhr, und die anschließende Pressekonferenz mit Mario Draghi, 14.30 Uhr. Wenn die EZB Aussicht auf weitere geldpolitische Maßnahmen durchblicken ließe, könnte das den DAX stützen. Aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen Inflation könnte die EZB aber auch zum Schluss kommen, dass weitere Lockerungsmaßnahmen aktuell nicht möglich sind. Wahrscheinlich wird Mario Draghi eine Formulierung in der Mitte dieser Szenarien wählen und die Märkte durch ein Wechselbad der Gefühle jagen. Der Chart würde eine Erholung durchaus vertragen, ohne das sich am technischen Umfeld so viel ändern würde. Interessant würde es werden, wenn das Gap bei 7.910 Punkten geschlossen würde. Hier verläuft am Donnertag auch die Begrenzung des Abwärtstrends. Ein Bruch könnten den Bullen noch einmal Hoffnung geben, vielleicht die 8.000 zurück zu erobern. Zugegebenermaßen muss man natürlich sagen, dass diese Möglichkeit eher klein ist, aber im Hinblick auf die EZB-Sitzung ist sie nicht unmöglich.
Auf der anderen Seite wabert die Eurokrise wieder durch die Nachrichten. Die dürfte die Märkte eher in Zurückhaltung üben. Es gibt also weiter beträchtliche Abwärtsrisiken, die sich durch die Krise in China nicht unbedingt verkleinern. Sollte die Unterstützung bei 7.765 Punkten fallen so muss wohl als Ziel die 7.640 eingeplant werden.
Hauptereignis am Donnerstag ist natürlich die EZB-Sitzung. EUR/USD können heftig regieren, wie das bei Zinsentscheidungen der EZB meist der Fall ist. Es kann durchaus Bewegungen von 100 Pips und mehr in beide Richtungen geben! Bevor wir auf den EUR/USD im Chart schauen, für alle Trader, welche die große Mario Draghi-Show noch nicht so oft mitgemacht haben. Es ist in der Regel nicht klug, gleich am Anfang des Statements einen riskanten Trade zu öffnen. Oft dreht der Kurs mehrfach in der Pressekonferenz und es dauert eine Weile bis der Markt sich nachhaltig positoniert.
Mit mir möchte Mario Draghi nicht sprechen, weshalb ich auch nicht weiß, was er sagen wird. Generell gibt es beim Trading zwei Seiten. Das haben wir schon am Mittwoch gesehen. Und noch etwas: Der Markt ist sehr vergesslich. War am Vormittag noch die Eurokrise Trumpf, drehten der EUR/USD am Nachmittag plötzlich über 1,30. Wie schon am Dienstagabend war aber bei 1,3035 Feierabend. Trotzdem, das Comeback über der 1,30 hatte sich so nicht unbedingt angekündigt und beweist wieder einmal: Der Markt wird immer ein paar Geheimnisse für sich behalten.
Bis zur EZB-Sitzung könnte der Widerstand bei 1,3035 vielleicht alten und dann? Es gibt zwei Szenarien.
Szenario 1: Die EZB freut sich über die Stabilisierung der Konjunktur in den Peripherieländern und verweist auf die gestiegenen Preise. Sie hält sich deshalb mit konkreten Ankündigungen weiterer geldpolitischer Maßnahmen zurück und produziert Enttäuschung am Markt. Der Euro steigt!
Szenario 2: Die EZB zeigt sich besorgt über die neu aufflammenden Verwerfungen am Kapitalmarkt. Besonders Portugal hat wieder große Probleme Geld am Kapitalmarkt zu bekommen und die Situation in Italien sowie Spanien ist ebenfalls wieder besorgniserregend. Es ist wohl eher nicht damit zu rechnen, dass die EZB die Geldschleusen schon diesmal weiter öffnet, auch ein negativer Einlagezins wäre wohl eine Überraschung. Sollte die EZB eine solche Maßnahme beschließen, dürfte das den US-Dollar wieder in die Spur bringen und der Euro würde fallen. Wahrscheinlich reicht dafür auch schon, wenn Mario Draghi deutliche Zeichen sendet, dass weitere Maßnahmen relativ schnell zu erwarten sind.
Widerstand findet EUR/USD bei 1,3075, sollte das Paar über die 1,31 steigen, dürfte das Rennen für die Bären verloren sein. Über 1,32 wären die Bullen am Zug. Das sieht weit aus, muss es aber nicht sein. Wer sich vor dem Event im Markt positioniert hat, muss zumindest mal über solche Marken nachgedacht haben. Auf der Unterseite haben wir unter der 1,2985 die nächste Unterstützung bei 1,2923, dem Tagestief vom Mittwoch. Darunter bleiben die 1,2840/20 das Ziel.
Ob das dann schon das Ende wäre? Bei einer neuerlichen Zinssenkung ist theoretisch auch ein Abverkauf bis 1,2745 möglich.
Das zweite spannende Ereignis ist die Zinsentscheidung der Bank of England, 13 Uhr. Auch hier ist viel möglich. Auf der einen Seite steht hier der neue Gouverneur Mark Carney, von dem unglaublich viel erwartet wird, auf der anderen Seite steht das das aktuell recht begrenzte Potential der Bank of England. Führt sich Mark Carney mit einem Paukenschlag ein oder gewinnt die Vernunft, die da sagt, die Inflation im Vereinigten Königreich ist recht hoch.
Cable hat am Mittwoch auf jeden Fall mal die Abwärtstrendlinie angeritzt, ohne sie nachhaltig zu überwinden. Charttechnisch bleiben also die Bären im Vorteil. Widerstand fand GBP/USD bei 1,53. Vorher verschob das Paar die Unterstützung Richtung 1,5130. Am Donnerstag, könnte dann eine Richtungsentscheidung anstehen. Auf der Oberseite sind 1,5350 und 1,5425/75 die nächsten Widerstände. Auf der Unterseite droht weiter die 1,50.
In der Nacht, also vor meiner Kolumne am Donnerstagvormittag, gibt es ein paar Daten aus Japan und Australien.
In Japan spricht Haruhiko Kuroda, der Governeur der Bank of Japan (2.30 Uhr). Es ist durchaus vorstellbar, dass die Bank of Japan mit ihren Entscheidungen zufrieden ist, dass sie die Anleihekäufe aber schon bald zurückfährt, ist wohl eher nicht zu erwarten.
USD/JPY hat bei 100,80 einen Widerstand gefunden, der das Paar ungebremst durch die Barriere bei 100 bis auf die Aufwärtstrendbegrenzung zurückschickte. Die schlug es gewaltig durch, aber sie hielt dem Zerreißtest stand. Das Paar ist nun wieder im Kampf mit der 100. Grund der Korrektur war ein völlig überkaufter Modus. Über der 100,80 sollten die 101,30 und die 102 als Ziele warten. Solide unterstützt scheint das Paar bei 98,65.
Und damit noch schnell zum Aussie, der auf die Baugenehmigungen schaut (3.30 Uhr) Außerdem spricht Assistent Gov Philip Lowe. Für alle, die nicht schlafen können: 4.30 Uhr hat er seinen Auftritt. Es wohl eher nicht damit zurechnen, dass Lowe etwas sagt, das Gov Glenn Robert Stevens gestern nicht auch schon gesagt hat. In diesem Sinne, hier der Chart. Der Aussie bleibt unter Druck. Wirklich interessant würde es wohl erst über 0,9335 werden, aber wer glaubt schon aktuell an solche Bewegungen beim AUD/USD. Ein echtes Umkehrszenario ist aktuell schwer vorstellbar. Alle Zeichen stehen auf weiteren Lockerungsmaßnahmen.
Wahrscheinliches nächstes Ziel dürfte die 0,8960 sein und das muss nicht das Ende sein...
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Donnerstag, 20. Juni 2013
Die Bären wittern ihre Chance
Tag 1 nach Ankündigung des Ausstiegs aus der lockeren Geldpolitik durch die Fed kannte nur einen Gewinner: Den US-Dollar. Dank der guten Zahlen aus dem britischen Einzelhandel konnte sich auch Cable nach dem Absturz vom Mittwoch zumindest neutral halten. Ansonsten präsentierten sich de Märkte tiefrot. Der DAX verlor über 3 %, da waren Dow Jones und S&P 500 mit jeweils rund - 1,5 % noch fast Gewinner. Auch der Hang Seng in China büßte knapp 3 % ein. Da lag der Nikkei mit nur - 1 % ganz gut, aber der Nikkei erlebte ja in den vergangenen Tagen und Wochen schon einiges an Abstürzen. Bei den Rohstoffen erwischte es Gold mit -4,5 %, Silber verlor 6,7 %!
Übrigens angesichts dieser Verluste muss man der Fed zugestehen, dass sie relativ umsichtig gehandelt hat. Was wäre eigentlich passiert hätte Ben Bernanke den Ausstieg genau terminiert? So dürfen die Märkte hoffen, dass der Einstieg in den Ausstieg noch nicht so schnell beginnt. Zumindest die Arbeitsmarktdaten bleiben weiter kritisch. Auf der anderen Seite ab es aber auch einiges, dass für den Standpunkt der Fed spricht. Gute Daten vom Immobilienmarkt zum Beispiel, die Ben Bernanke am Mittwoch dann auch als Wachstumsmotor für einen sich bald verbessernden Arbeitsmarkt ausmachte. Auch die Philly Fed-Indizes zeigten sich positiv. Ganz anders der Blick nach Deutschland. Die Eurolokomotive lahm. Der Einkaufsmanagerindex gab weiter nach, auf 48,7 - Schrumpfkurs, Rezessionsgefahr. Deutschland hat damit nur noch den Durchschnitt der Eurozone erreicht. Das ist besorgniserregend.
Die Abwärtsrisiken für die Eurozone treten also wieder recht offen zutage. Da passt es gut, dass auch die Zinsen für langlaufende spanische Anleihen wieder deutlich steigen. Die Zinsen für Anleihe steigen allgemein, nur Spanien kommt der 5 %-Marke wieder näher. Heute waren es schon mal 4,765 %.
EUR/USD verlor zwischenzeitlich auch den gestern von mir ausgemachten letzten Stop auf dem Weg in den Keller, die 1,3180. Das Paar konnte sich aber zurück kämpfen. nach dem starken Abverkauf musste es eher oder später eine Erholung geben. Es ist wohl eher keine Trendumkehr, sondern eher ein Zwischenhoch. Ein weiterer Abverkauf bis 1,3050 dürfte wahrscheinlich sein. Davor warten Unterstützung bei 1,3130/00. Auf der Oberseite sollten die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Widerstand ist bei 1,3270 zu erwarten.
Daten gibt es aus der Eurozone nur die Leistungsilanz (10 Uhr) Viel Zeit für die Märkte also, Wunden zu lecken.
Bereits 8.35 wird der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, sprechen. Er spricht auf der Jahrestagung des Nationalen Bankenverbandes Shinkin in Tokio. Das verspricht doch wenigstens ein wenig interessant zu werden. Wer JPY handelt, sollte also ein wachsames Auge auf seine Positionen haben.
USD/JPY hatte bei knapp 94 einen Boden gebildet und überwand nach der Zinsentscheidung der Fed die wichtigen Marken 96,14 und 97,59. Ein Bärenmark ist dies nun wahrlich nicht mehr. Auch wenn die Bullen wohl erst über 100 wieder Oberwasser bekommen. Bis dahin könnte aber noch eine Korrektur anstehen, denn das Paar ist auf dem Weg in den überkauften Bereich
Noch dynamischer verhält sich EUR/JPY. Das Paar hat schon die 50 % Linie das Fibonacci überwunden und nimmt Kurs auf 130,43. Darüber darf man gern von einem Bullenmarkt sprechen. Allerdings sollte auch hier vorher eine Gewinnmitnahme warten, denn auch dieses Paar könnte bald im überkauften Bereich ankommen.
Am Nachmittag, 14.30 Uhr, erfreut uns Kanada mit den Einzelhandelsumsätzen und den Verbraucherpreisen. Die Inflation soll im Vergleich zu Vormonat deutlich gestiegen sein. Das lässt Raum für Skepsis und eventuell zu einer Chance für einen Longtrade im USD/CAD. Allerdings hat das Paar seit Mittwochabend schon rund 200 Pips gewinnen und ist damit zunächst mal heillos überkauft. Vor dem Event sollte es also möglichst eine Korrektur geben, dann könnte sich USD/CAD zu neuen Hochs aufschwingen. Denkbar wäre ein Abprall an der 1,0421 und einer Korrektur bis 1,0340/00. Auf der Oberseite warten dann 1,0450 und 1,05.
Ich bin aktuell im EUR/USD investiert. Die Analysen stellen keine Handelsempfehlung dar.
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