Die Welt des Reisens

Freitag, 29. November 2013

Euro vor Schwächung?

Mit guten Daten konnte die Eurozone aufwarten. Die Arbeitslosenquote sank überraschend von 12,2 auf 12,1 %. Die Teuerung hat wieder etwas angezogen. Der Kern-VPI stieg von 0,7 auf 0,9 %. Der Euro könnte trotzdem weiter unter Druck geraten, denn Mario Draghi sieht den Kurs von EUR/USD offenbar kritischer als er dies selbst öffentlich zugibt. Der ungarische Notenbankchef Gyorgy Matolcsy erwähnte auf einer Finanzkonferenz, dass Draghi einen Eurokurs von über 1,30 US$ schädlich für die Wettbewerbsfähigkeit der Südländer hält. Das dürfte in der kommenden Woche schöne Diskussionen bei der EZB-Ratsitzung und der anschließenden Pressekonferenz am 5. Dezember geben. Auch die Geldmenge M3 bleibt ja weit unter den Vorstellungen der EZB, was eine weitere Maßnahme zur geldpolitischen Lockerung nahelegt. Nur wie sind die Machtverhältnisse in der EZB? Eurobullen sollten auf jeden Fall im Vorfeld der EZB-Ratssitzung vorsichtig sein, Auf der anderen Seite hat EZB-Direktionsmitglied Benoit Coeure gegenüber einer japanischen Wirtschaftszeitschrift erklärt, er sehe mit Blick auf den Inflationsdruck derzeit keine Notwendigkeit für Anleihekäufe in großem Stil.

Standard & Poor´s hat inzwischen erklärt, dass die Abstufung der Niederlande keine Auswirkungen auf den Rettungsschrim EFSF hat.

EUR/USD bewegt sich weiterhin kaum. Der Aufwärtstrend ist gebrochen, mehr ist aktuell nicht zu vermelden.


Nicht wirklich wichtige Termine lieferte am Vormittag Großbritannien. Aber diese Daten zeigen erneut, dass die schöne Liquidität der Notenbanken gar nicht im Wirtschaftskreislauf. Die Konsumentenkredite haben sich im im letzten Monat mehr als halbiert, die Hypothekengenehmigungen treten auf der Stelle, Hypothekendarlehen waren mit einem Volumen von 1,2 Mord. GBP im Bereich des Erwarteten. Die Nettokredite an Einzelöpersonen fallen von 2,2 auf 1,7 Mrd. GBP.

Alle Zahlen und Termine des Tages:


Der Wirtschaftskalender wird Ihnen von Investing.com Deutsch, dem führenden Finanzportal, zur Verfügung gestellt.

Interessant sicher, dass das die italienischen Verbraucher- und Erzeugerpreise auf dem Rückzug sind und klar deflationäre Tendenzen zeigen. die -0,4 % im Verbraucherpreisindex sind der schlechteste Wert seit November 2008. Die italienischen Erzeugerpreise sind im letzten Monat um 1,0 % gefallen, ebenfalls ein Langzeitrekord.

Am Nachmittag wird die Woche durch das Kanadische BIP (14.30 Uhr) abgeschlossen. Die Frage bleibt: Kann USD/CAD die 1,0610 brechen oder nicht? Der Ichimoku ist unentschlossen.


Die größte Bewegung bei den Aktienindizes hat wieder mal der spanische IBEX gemacht. Bis zum Allzeithoch sind es noch rund 150 Pips. Wenn der Aufwärtstrendkanal hält, ist das Ziel 10.052 Punkte durchaus zu erreichen. Grund für den guten Vormittag des IBEX war der Ausblick von S&P für die Kreditwürdigkeit Spaniens, der nun "stabil" ist. Eine Korrektur könnte den IBEX übrigens schnell wieder zur 9.500 führen.


Gleich 1 % hat heute Silber gewonnen. Der Boden um 19,50 hat gehalten, allerdings müsste das Edelmetall wohl schon mal die 20,25 durchbrechen, damit man wenigstens ein schwaches Licht am Horizont sehen könnte.


In den USA gibt es heute übrigens nur einen verkürzten Handel. 19 Uhr MEZ werden die Börsen schon wieder schließen. Der Handel dürfte aber auch zwischen 15 und 19 Uhr eher dünn bleiben. Die Bewegung dürfte sich also in Grenzen halten. Zeit, sich auf den ersten Advent zu freuen.

Meine Betrachtungen stellen keine Handelsempfehlung dar. Ich bin aktuell in EUR/USD, EUR/GBP, Gold, Tesla Motors, Sony, Cisco und IBM investiert.

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