Für mich recht interessant war der Tag besonders unter dem Aspekt, dass die Aktienmärkte gewannen, der US-Dollar an Wert verlor und Gold ebenfalls seine Ziele im Süden suchte. Wenn man die Marktberichte der Analysten liest, kommt immer wieder ein möglicherweise schneller Einstieg der Fed in eine Reduzierung der Anleihekäufe. Aktuell kauft die Fed für monatlich 85 Mrd. US-Dollar Anleihen auf. Das größte damit einhergehende Problem ist die ausufernde Bilanzsumme der Notenbank und die hohe Liquidität, die die Preise der Aktienmärkte in schwindelerregende Höhen treibt.
Gestern haben die Hedgefonds in Gold short positioniert, weil man mit Tapering bereits im Dezember oder Januar rechnet. Gold fiel daraufhin in den Bereich 1.280 USD, wo man mit viel gutem Willen nochmal eine Unterstützung ausmachen kann. Bei einem Unterschreiten sollten der Bereich 1.260/50 noch einmal unterstützen. Mit weiteren Abverkäufen muss man dann aber rechnen, besonders dann, wenn die Angst vor der Reduzierung der Anleihekäufe, also Tapering, bei den Anlegern verstärkt. Auf der Oberseite findet Gold nun bei 1.305 USD Widerstand.
Aktuell verhält sich der Markt aber wie oben erwähnt widersprüchlich. Es sind offenbar nicht alle Marktteilnehmer von einem zeitnahen Tapering überzeugt. Die Aktienmärkte holten am Montag zwar mal kurz Luft, um dann aber doch wieder Richtung Hoch zu laufen. Der Dax schaffte es über die 9.100 Punkte-Marke. Unterstützung findet der deutsche Leitindex bei 8.970 und 8.900 Punkten. Aktuell sieht es aber eher nach einem Test des Allzeithochs bei knapp 9.200 Punkten aus. Angst vor Tapering? Fehlanzeige!
Auch EUR/USD präsentierte sich leicht erholt. Das Paar eroberte die 1,34 zurück, müsste aber die 1,3450 überwinden, um auf weitere Gewinne hoffen zu können. Als Ziele kämen 1,3550 und 1,3650 infrage. Schaut man sich den RSI an, bewegt sich EUR/USD aber eher in einer Korrekturphase des starken Abverkaufs. Ein Abprallen bei 1,3450 und ein Retest des des Verlaufstiefs knapp unter 1,33 ist also nicht vom Tisch.
Der nötige Druck könnte von guten US-Daten kommen. Diese bleiben aber heute aus, denn die USA senden heute kaum etwas Verwertbares. Das Redbook um fünf vor drei dürfte das einzige Ereignis sein, dass vielleicht wenigstens ein wenig Bewegung verursachen könnte. Die Eurozone präsentiert die Verbraucherpreise aus Deutschland, Italien und Portugal. Eine sehr interessante Europareise, denn hier kann man vielleicht sehen, wie schwer es für die EZB ist, stabile Preise für die ganze Eurozone herzustellen.
Auch in Großbritannien steht die Verbraucherpreisinflation im Mittelpunkt. Dazu gibt es die Erzeugerpreise. Die Bank of England sieht die Preisstabilität nicht gefährdet und sollte bestätigt werden, wenn die Prognose von 2,5 % Inflation eintrifft. Vor einem Monat lag der Wert noch bei 2,7 %. Negativ haben einige Analysten zuletzt das Haushaltsdefizit der Briten bewertet, was sich auf GBP/USD negativ auswirkte. Cable drohte unter die 61,8 %-Linie des Fibonacchi Retracements und damit auf 1,5890/80 zurückzufallen. Auf der Oberseite würde die 1,6115 einen wichtigen Widerstand darstellen.
In der kommenden Nacht steht der Aussie im Fokus. Die Konsumentenstimmung und der Lohnpreisindex werden veröffentlicht. Der Australische Dollar leidet unter der Einschätzung der Reserve Bank of Australia, er sei überbewertet. Bei 0,9390 hat sich ein neuer Widerstand gebildet und da wir einen klaren Bärenmarkt sehen, dürfte auch der RSI den Weg für einen weiteren Abverkauf nicht versperren. Nächstes Ziel für AUD/USD sollte 0,9280 sein. Darunter wartet dann die 0,9220 und darunter großes Ungemach. Mittelfristig muss man den Aussie wohl deutlich unter 0,90 erwarten.
Hier noch der Daily-Chart, der schön zeigt, wo die Reise hingehen könnte.
Noch mehr bewegte sich am Montag EUR/AUD. Ob das Paar auch in den kommenden Tagen gegen AUD/USD die Nase vorn haben wird, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob EUR/USD die 1,3450 brechen kann. Das wird wiederum sicher davon abhängen, wie die US-Daten in der zweiten Wochenhälfte ausfallen. Prinzipiell haben wir es bei EUR/AUD mit einem Seitwärtsmarkt zweier Währungen zu tun, die von ihren Notenbanken jegliche Unterstützung verweigert bekommen. Auf der Unterseite unterstützt die 1,4120, auf der Oberseite gibt es um 1,4415 Widerstand. Dieses Ziel sollte bei Bruch der 1,43 erreicht werden.
Die Gewinne der bei eToro handelbaren Aktien hielten sich am Montag in Grenzen. Gewinner war Tesla Motors. Die Aktie gewann fast 3 %. Charttechnisch könnte die Aktie ein Kaufkandidat sein, nachdem die Unterstützung bei 132,60 gehalten hat. Auf der Oberseite wäre dann die 181,50 als erstes Ziel zu finden. Fundamental glaubt Tesla, dass sich die Bruttomargen verbessern werden, weil die Herstellungskosten sinken werden. Das meldete das Unternehmen am 5. November. Die Deutsche Bank hat für Tesla sogar 200 USD als Ziel ausgegeben. Das wäre dann ein neues Jahreshoch.
Meine Analysen und Marktbeobachtungen stellen keine Handelsempfehlungen dar.
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