Tapering im Dezember? Wohl eher nicht. Auch wenn in den Zahlen, die heute aus den USA erschienen sicherlich Auswirkungen von Government Shutdown enthalten sind,dürften die deutlich unter den Erwartungen liegenden Zahlen kaum Anlass geben, dass die Fed von ihrer bisherigen Geldpolitik abkehrt. Dazu müsste sie dann ja eingestehen, dass ihre bisherige Politik nicht aufgegangen ist. Das trifft zwar zu, aber wer gibt so etwas weiter zu.
So wird wohl der Markt weiter mit Geld geflutet, demnächst will ja die EZB auch mitmischen. Die Importpreise sind in den USA um 0,7 % zurückgegangen, der NY Empire State Herstellungsindex lag bei -2,21 und die Industrieproduktion schrumpfte im Oktober um 0,1 %. Dies ist übrigens das gleiche Ergebnis wie das im kriselnden Frankreich. Die Märkte stört das wenig, denn sie glauben weiter an die Macht der Notenbanken, wobei man sich langsam fragt, wo denn nun die Auswirkungen der lockeren Geldpolitik zu besichtigen sind.
Der Dax schaffte nicht ganz das Allzeithoch bei 9.194 Punkten und drehte dann wie in meinem Ausblick heute Mittag besprochen nach Süden ab. Allerdings hielten sich die Abgaben in Grenzen. Das Gap blieb bestehen. Weitere Rekorde scheinen nur eine Frage der Zeit. Antworten auf die Frage bis wohin es gehen kann, sind seriös nicht zu geben. Hier der 5-Minuten Chart
Unterstützung findet der Dax nun um 9.100 und 8.960 Punkte.
Der Dow Jones läuft weiter von einem Alltimehigh zum nächsten. Die 15.900 ist überwunden und die 16.000 ist nicht mehr weit. Der RSI steht im 4H-Chart bei gut 71, für einen Bullenmarkt nicht dramatisch. Allerdings mahnt der Ichimoku ein wenig zur Vorsicht. Tenkan und Kijun präsentieren sich seitwärts (Pfeile).
EUR/USD hat dann noch noch die 1,35 geknackt, aber nur kurz. Tageshoch war bei 1,3506. Solange der Rücksetzer nicht unter die 1,3465 geht, bleibt das Bild im 5M-Chart bullisch..
Auch der 4H-Chart zeigt einen schönen Aufwärtstrendkanal. Wenn dieser bis 1,3550 hält, hat das Paar die Wolke passiert und könnte weiteres Aufwärtspotential freimachen. Ziel wäre dann 1,3640/50. Über 1,37 könnte auch ein neues Jahreshoch möglich werden.
Solange keine Angst vor Tapering in den USA aufkommt, dürften die Versuche der EZB den Euro zu schwächen immer nur von vorübergehender Natur sein.
Die schwachen Daten aus den USA haben auch Gold gestützt, wobei es hier eher ein Schneckenrennen zu betrachten gibt. So wirklich kommt das gelbe Metall nicht vom Fleck. Wirklich in die Flucht werden die Bären wohl erst über 1.320 US$ geschlagen. Dass dies gelingt, ist derzeit nicht zu prognostizieren. Solange QE3 weiter läuft, sind die Voraussetzungen aber nicht schlecht.
Auch Kanada hat heute Enttäuschendes gemeldet. Der Produktionsverkauf stieg im letzten Monat zwar um 0,6 %, erwartet wurden aber 1 %. USD/CAD hielten sich daraufhin erst einmal über der Wolke. Ziel ist die 1,0520, um das Augusthoch bei 1,0570 attackieren zu können. Unterstützung wartet noch bei 1,04.








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